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Ständige Rastlosigkeit, Reinsteigern in Stress

Hbumm+eltxje


soweit ich mich an das entsprechende Seminar an der Uni korrekt erinnere, kommen Zwangserkrankungen aber durch unterschiedliche Faktoren zum Ausbruch und können auch durch organische Faktoren wie Serotoninmangel mitverursacht werden.

Da dieser Mangel an Botenstoffen ja mit Schilddrüsenproblemen in Verbindung steht, würde es schon Sinn machen, diese Werte noch mal checken zu lassen. Um mal nach dem Ausschlussprinip vorzugehen...Das läßt sich jedenfalls einfacher organisieren, als ein Termin beim Psychologen (zumindest was die Wartezeit etc. angeht)

An sich sind die Gedanken die du hast, ja nichts Ungewöhnliches. Ich glaube jeder hat mal so einen Gedanken, aber man "weiss" gleichzeitig auch, dass er unsinnig ist, dass z.b. beim Essen das Geschirr warten kann.

Dies löst bei Zwangserkrankten allerdings unangenehme Gefühle aus, die sehr quälend sein können und diese bewegen so etwas wie "Gegenmaßnahme" (wie bspw. abrupt beim Essen aufzustehen und das Geschirr zu reinigen) einzuleiten. Dies wiederrum führt zu Beeinträchtigungen im Alltag... all das zusammen ist typische Anzeichen für (leichte) Zwangserkrankungen.

Könntest du die negativen Gefühle denn einfach mal "aushalten"? Hast du momentan viel Stress oder Veränderungen in deinem Leben?

GKehtUjama$lgar)nicxht


Stress schon, gehört zum Alltag.

Ja, könnte ich aushalten. Ich machs eben, ums mir bequemer zu machen, eben weil ich zu vielem keine Lust habe und froh bin, wenn es fertig ist. Aber würde ich mir vornehmen, nun NICHT aufzustehen, würde ich das auch aushalten, ohne, dass es mich nun zerfetzen würde, so ist es nicht.

T}his hTwiliught Gaxrden


Das spricht schon mal gegen eine Zwangsneurose. Dann hättest du es nämlich nicht mehr unter Kontrolle und MÜSSTEST bestimmte Abläufe abarbeiten, ob du willst oder nicht.

GrehtjamavlgarniIcht


Nein, ich muss nicht. Wenn zb. Gäste da sind, würde ich das auch nie machen^^

_ANix^e_


Zwängeligkeit kann sich einstellen wenn man Traumata verdrängt.

Es ist eine Art unbewusste Bewältigungsstrategie.

Der Betreffende bemüht sich so um Kontrolle und Ordnung.

Er versucht eine Situation, in der er keine Kontrolle hatte und sich ausgeliefert fühlte, unbewusst zu kompensieren.

Das Ausmaß nimmt zu wenn das eigentliche Trauma an die Oberfläche drängt und seelische Energie für die weitere Verdrängung benötigt wird.

oft erst nach etlichen Jahren – um die Lebensmitte herum

Hast Du ne schwache Ahnung ob Dir mal etwas widerfahren ist was in Richtung Trauma deuten könnte?

LG

G+ehtja1malgaxrnicht


Ja danach hatte ich ja in einem anderen Thread gefragt. Hatte eben Zweifel, ob eine einmalige Sache sowas dauerhaftes auslösen kann.

_KNixex_


Kann es definitiv.

Oft ist einem gar nicht bewusst was einen alles traumatisiert hat. Man denkt immer, dass es ein großes Ereignis sein muss.

Dabei sind mehrere "kleinere" Ereignisse meist schädigender.

Dazu gehören z.b. emotional defizitäre Bedingungen beim Aufwachsen. Wenn z.B. Gefühle nicht gezeigt werden dürfen, wenn Eltern andere Werte verbal vermitteln als sie selbst vorleben, wenn viel Abwertung geschieht oder man gegenüber Geschwistern zurückgesetzt ist. Auch Überbehütung kann schädigen. Oft erinnert man auch Klinikaufenthalte im Kleinkindalter gar nicht und und und....

Ich möchte Dir aber wirklich keine "Störung" einreden.

Einzelne Traumasymptome müssen nicht zum Gesamtbild einer krankheitswertigen Störung (PTBS) führen.

Oft hilft schon ungemein, wenn man sich bewusst macht in welchen Situationen man "getriggert" ist, diese "Trigger" entlarvt und beim nächsten mal dann bereits erkennt, dass die Gereiztheit zu einem Ereignis aus der Vergangenheit gehört. Man kann dann (mit etwas Übung) in der gegenwärtigen Situation gegensteuern.

Typische Triggersituationen sind: wenn man Ungerechtigkeit empfindet, sich zurückgesetzt fühlt, ein Hilflosigkeitsgefühl bekommt.

Wenn die Reizverarbeitung bereits nen Knax hat, dann triggern auch Reize von aussen, denen man sich nicht entziehen kann. (Kindergeschrei,Lärm,Schlangestehen, Drängelei)

Wie gesagt, wenn mans entlarvt hat kann man gut etwas gegen das Anfluten tun – keine Panik also!

LG *:)

W atJersli2


Kennt ihr das?

Vor allem kenn ich das von meiner Mutter. Hatte mit Mitte 40 schon fast nen Herzinfarkt...

Ich verstehs nicht, grade das Beeilen, obwohl man Zeit hätte. Man kann manche Sachen auch langsamer machen. Daran stirbt man ja nicht... ":/

Gegen das Grübeln hilft nur, dass man sich mal zwingt, sich nicht aufzuregen/sich zu entspannen etc... also dass man wirklich mal bewusst drauf achtet, wenn man sich jetzt wieder reinsteigert und sich dann immer sagt, dass es ja nichts bringt, sich jetzt aufzuregen... dadurch ändert sich ja nichts, man macht sich nur das Leben schwer. Ich wollte auch vor kurzem wieder gaaaanz viel schaffen, aber hab dann entschieden, dass ich es nochmal verschiebe und mir einfach mehr Zeit nehme. Weil das hält man ja nicht aus und das ist auch ungesund, wenn man permanent so viel und so schnell macht.

Ich mache mir auch manchmal Pläne. Ich hasse es z.B., wenn ich viele Termine an eine Tag habe und dafür quer durch die Stadt fahren muss. Manchmal kann man aber z.B. Dienstag oder Donnerstag zu einem Amt gehen und wenn ich Dienstag dafür sinnlos rumkutschen müsste, mach ich es halt Donnerstag. Ich setze mich dann Sonntags z.B. hin und schreibe alle Termine der Woche in mein Handy, möglichst so, dass dazwischen noch irgendwo freie Stellen sind. Wenn das nicht mehr geht, dann muss ich irgendwas langfristiger verschieben, weils sonst in Stress ausartet...

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