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Sexuelle Belästigung von Vorgesetzter

Sbchnkischnawbexl hat die Diskussion gestartet


Hallo,

anlässlich der Diskussion um Sexismus in der Gesellschaft sehe ich mich gezwungen, diesen Faden zu eröffen. Es trug sich also vor ca. zwei Wochen zu, dass wir eine neue Kollegin in unser Team bekamen. Bereits in einem Meeting stellte ich fest, dass sie mich massiv anstarrte. Ich machte mir aber keinen großen Kopf darüber, denn es ist ja oft so, dass Frauen, wenn sie auf neue Kollegen stoßen, erstmal die Attraction desjenigen abchecken.

Einige Tage später waren wir dann gemeinsam auf einer Party eingeladen. Zunächst war das Ganze recht harmlos und wir plauderten – belangloser Smalltalk. Sie fing dann an mir Komplimente zwecks meiner Optik zu machen, was für mich erstmal neu war, da zuvor nie vorgekommen. Das fand ich schon recht gewöhnungsbedürftig, da man sowas vielleicht als Vorgesetzte nicht tun sollte. Allerdings hatte sie auch schon einen relativ guten Alkoholpegel, weshalb ich das erstmal so annahm. Später fing sie dann an meinen Arm zu streicheln und die Kommentare wurden schon etwas offensiver. Trotzdem habe ich auch da noch nichts unternommen, sodass sie wohl den Eindruck hatte, weitergehen zu können. Aus Streicheln am Arm wurden dann unsittliche Berührungen, was schon arg grenzwertig war. Sie wollte dann mit mir gemeinsam zu Hotel gehen (wir waren im selben untergebracht). Dies konnte ich aber verhindern. Als ich dann selbst aufbrach, kam sie auf mich zu, umarmte mich und küsste mich mehrfach auf die Wange. Ich ließ das sehr widerwillig über mich ergehen. Warum ich es überhaupt tat, kann ich mir nicht erklären.

Nach diesem Vorfall hatte sie mich erstmal nicht beachtet. Ich weiß nicht, ob sie noch weiß, was vorgefallen ist und ob es ihr peinlich und sie aus Schamgefühl meine Anwesenheit meide. Seit kurzem tut sie aber so, als sei nie etwas passiert.

Das eigentliche Problem ist aber, dass ich damit nicht richtig klarkomme. Jeder wird jetzt denken: "Was ist das für ein Lulli, der von einer Frau angemacht wurde und sich nun darüber beklagt." Ich sehe das eigentlich auch so. Freuen sollte ich mich; das Ganze Kompliment auffassen. Das kann ich aber nicht. Stattdessen überkommt mich jedes Mal Herzrasen gepaart mit Schweißausbrüchen, wenn ich begegne. In ihrer Nähe halte ich es kaum aus. In die Augen schauen kann ich ihr schon gar nicht. Was kann man dagegen tun? Das kann auf jeden Fall kein Dauerzustand sein. Es ist ein scheiß Gefühl. Umso agressiver machen mich dieser Verharmlosungsversuche mancher Männer beim Thema Brüderle. Sexuelle Übergriffe gehen einfach gar nicht.

Danke

Das musste ich mal jemandem erzählen. Einem Mann kann ich das sicher nicht erzählen, ohne ausgelacht zu werden.

Antworten
BWodhMraxn


Schiebe es auf den Alk, und werde das nächste Mal richtig laut. Meine Ex hatte das auch drauf, bis mir im C&A mal der Kragen platzte, und ich sie laut anfuhr, danach war Ruhe.

Su. w!alcli]sii


anlässlich der Diskussion um Sexismus in der Gesellschaft sehe ich mich gezwungen, diesen Faden zu eröffen.

diese Formulierung ist mindestens unglücklich, denn eigentlich hast du den Faden doch sicher eröffnet um Hilfe zu bekommen, oder?

Ich sehe das eigentlich auch so. Freuen sollte ich mich; das Ganze Kompliment auffassen.

na dann hast ja was dabei gelernt

In ihrer Nähe halte ich es kaum aus. In die Augen schauen kann ich ihr schon gar nicht. Was kann man dagegen tun? Das kann auf jeden Fall kein Dauerzustand sein.

Tja, du könntest dafür sorgen dass sie rausfliegt, bestimmt hattest du Zeugen auf der Party.. oder du gehst zum Therapeuten .. oder beides

Umso agressiver machen mich dieser Verharmlosungsversuche mancher Männer beim Thema Brüderle. Sexuelle Übergriffe gehen einfach gar nicht.

und vor dieser Erfahrung war das also anders?

Das musste ich mal jemandem erzählen. Einem Mann kann ich das sicher nicht erzählen, ohne ausgelacht zu werden.

also ich find das gar nicht witzig :|N mit sowas scherzt man nicht

SXil7x7


Nette Geschichte :|N

Was denn nun: Ist Sie "dass wir eine neue Kollegin in unser Team bekamen"

Oder eine / deine Vorgesetzte ??? ? ":/ ":/

I*t's ua beadutiful Ydaxy


diese Formulierung ist mindestens unglücklich, denn eigentlich hast du den Faden doch sicher eröffnet um Hilfe zu bekommen, oder?

Jepp, sehe ich auch so.


Umso agressiver machen mich dieser Verharmlosungsversuche mancher Männer beim Thema Brüderle. Sexuelle Übergriffe gehen einfach gar nicht.

Man sollte die Diskussion um Brüderle hier außen vor lassen. Ob das mit Brüderle jetzt so vorgefallen ist oder nicht, macht die Sache nicht schlimmer oder besser, weder bei Dir noch allgemein.

Dies konnte ich aber verhindern.

Du schreibst, als ob das eine besondere Leistung wäre. Fällt es Dir schwer, nein zu sagen? Falls ja, erlerne es.

"Was ist das für ein Lulli, der von einer Frau angemacht wurde und sich nun darüber beklagt." Ich sehe das eigentlich auch so. Freuen sollte ich mich; das Ganze Kompliment auffassen.

Hast Du eine eigene Meinung zu dem Thema?

Wenn Dir etwas unangenehmn ist, sag das doch frühzeitig und rede es nicht hinterher schön.

Ich denke, das ist der Punkt. Du hättest die Situation entschärfen können, indem Du sie entschieden in ihre Schranken verwiesen hättest.

B)enGKenoXbi


Sorry, aber ich lese hier nichts, was nach Belästigung schreit. ":/

S6. waWllisxii


was müsste denn passieren dass eine Belästigung vorliegt?

BfeUnKeznobi


Sie hatte sich schrittweise voran "gearbeitet" und er hat das alles geschehen lassen, bis zum bevorstehenden Hotelfick, wo er ihr einen Korb gab und ab dieser aufgezeigten Grenze war es auch vorbei. Bis dahin reagierte er zumindest nicht abwehrend auf ihre Anmachen und da man nicht erwarten kann, dass sie Gedanken lesen kann, trifft sie auch keine Schuld.

Wie er sich jetzt fühlt, ist sein Problem, nicht ihres.

BhenK(en0obi


Sie hat ihm nicht einfach so mal an den Arsch gegriffen oder sich an ihn rangemacht, obwohl er sie mehrmals deutlich abgewiesen hat, etc. Nichts davon ist passiert, bis zu der Zimmersache!

D)esper.ate01


Manchmal verstehe ich das alles nicht. Warum kann man denn nicht direkt an Ort und Stelle was sagen? Wenn mich einer antatscht, sage ich im Bedarfsfall: Ups, von Anfassen war aber nicht die Rede, oder?

Das ist noch nichtmal unhöflich, und man kann es auch sagen, wenn mehrere Leute anwesend sind. Keiner verliert sein Gesicht. Es gibt doch tausend Möglichkeiten gewisse Ansätze im Keim zu ersticken.

Sexuelle Nötigung ist natürlich schon wieder eine ganz andere Nummer, aber die sehe ich hier nicht.

KIein MMännhervermstenher


Ich finde auch, dass es nicht nach sexueller Belästigung klingt. Sie ist vielleicht eine sehr offenherzige Frau die zu vielen Menschen Körperkontakt aufbaut.

Cnhatt>y


Aus Streicheln am Arm wurden dann unsittliche Berührungen, was schon arg grenzwertig war.

Unsittliches Berühren kann nicht grenzwertig sein, sondern ist Eindeutig darüber hinaus.

Wenn ich als Frau von einem Mann angebaggert werde, kann ich darauf eingehen, oder nicht. Gehe ich nicht darauf ein und gebe zu verstehen, dass ich das auch nicht will, ist alles, was darüber hinaus geht sexuelle Belästigung.

Sage ich nichts, ist es für den gegenüber schwer, zu merken, dass ich das nicht will (unter Alkohol noch mal weniger).

Das gilt umgekehrt genauso!!!

Stattdessen überkommt mich jedes Mal Herzrasen gepaart mit Schweißausbrüchen, wenn ich begegne. In ihrer Nähe halte ich es kaum aus. In die Augen schauen kann ich ihr schon gar nicht. Was kann man dagegen tun? Das kann auf jeden Fall kein Dauerzustand sein.

Gegen einen Zustand kann man nur was unternehmen, wenn man ihn anspricht. Da sollte in klärendes Gespräch hin. Sonst steht es immer im Raum.

Kann es sein, dass du ihr nicht in die Augen schauen kannst, weil du dich insgeheim schämst?

Es ist schwierig, bei einem Vorgesetzten (egal ob Mann oder Frau) die Grenzen zu setzten, wenn man sich noch nicht so gut kennt.

Ich kenne das Gefühl, dass man sich unwohl fühlt und gleichzeitig nicht weiß, ob man da nicht überreagiert. Das sind oft Gradwanderungen. Trifft man die falsche Entscheidung, fühlt man sich nachher schlecht (wie bei Dir jetzt).

Ich denke aber, dass man dem Gegenüber sagen sollte, dass man das nicht so gut fand. Dann hat der andere die Möglichkeit sich für sein Verhalten zu entschuldigen.

SF.* wdalli%sixi


na er war halt vor lauter Schock ganz blockiert :-)

Dbes/perattex01


Oder so :-D

LwinOa70


Sprich doch mal mit ihr im Beisein des Betriebsrates oder der Gleichstellungsbeautragten darüber und verbitte Dir zukünftig derartige Übergriffe.

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