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Sexuelle Belästigung von Vorgesetzter

l_aF/bex/mi


sie ist verpflichtet, seine Zustimmung einzuholen

Als Vorgesetzte ist sie das aber. Party hin oder her. Dass das hier nicht ein Fall für den Scharfrichter ist, glaube ich (als Laie) ja gerne. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein gängiges Arbeitsrecht den Vorfall einfach mal so lockerflockig durchwinken und dem TE ein "selber schuld" zurufen würde.

zudem noch der "Rat" für den Gang zur Gleichstellungsbeautragten

Der kam von der gleichen Userin.

f}ossry.26


einfach mal so lockerflockig durchwinken

Das sicher nicht….. aber….. der TE wird es VERDAMMT schwer haben, das "glaubwürdig" und "nachvollziehbar" beim AG rüber zu bringen.

Ich weiß ja auch nicht, ob es ein GROSS-Betrieb ist oder---- so ein kleineres Unternehmen.

Und OHNE das ich das hier ins lächerliche ziehen will [...]

l8a/beL/mxi


Und OHNE das ich das hier ins lächerliche ziehen will [...]

Feuchte Träume haben mit einer Belästigungssituation nichts zu tun. Schnischnabel mochte die Avancen seiner Vorgesetzten nicht. Da ist es extrem egal, ob andere Männer zurückgeküsst oder den Griff zwischen ihre Beine als angenehm empfunden hätten. Ich hoffe doch sehr, dass seriöse Arbeitsgeber nicht auf diesem Niveau denken.

Nichtsdestotrotz würde ich Schnischnabel den Gang vor den Betriebsrat nicht empfehlen (es sei denn, die Vorgesetzte kommt nochmals angetanzt), ich stelle mir das sehr anstrengend vor. Lieber am eigenen Selbstvertrauen arbeiten, Grenzen ziehen lernen.

Rqi8ght~Now


Ich habe mir sogar extra beim Lesen vorgestellt, dass der TE eine Frau gewesen wäre und von einem Kerl angemacht würde. Sehe hierbei dennoch keine Belästigung!

@ BenKenobi:

Ähm, ich würde es als Belästigung sehen wenn jemand mich einfach nur anfasst. Ob man nur meinen Arm berührt oder die Schulter, jede Berührung zu der ich NICHT zugestimmt habe, ist eine Belästigung. Denn damit dringt jemand in meine Privatssphäre ein. Wenn es um Familie, Freunde und meinen Freund geht, ja die dürfen mich "anfassen" in dem Sinne einer Umarmung oder Ähnlichem, aber doch nicht wildfremde Leute oder mein Vorgesetzer/Chef. :-o Denn Berührungen bedeuten für mich Vertrautheit und Verbundenheit. Die lasse ich sicherlich nicht jeden Wildfremden auf der Straße zukommen.

Der TE hat ja jetzt im Nachhinein beschrieben dass sie ihm explizit an den Hintern gefasst hat. Das ist also keine Belästigung? Soll er sich jetzt drüber freuen das sie ihn scharf findet :(v

Lieber TE,

ich würde das Gespräch mit ihr suchen. Nur so schaffst du es aus der Welt. Rede mit ihr in einer ruhigen Minute darüber. Du kannst doch jetzt nicht ständig ihr ausweichen, das macht es nicht besser.

Fürs nächste Mal: Sag was, werde notfalls laut, aber weise sie explizit ab. Und auch bei jeder anderen Frau die einfach so übergriffig wird. Denn dadurch, dass du eben wahrscheinlich in dieser Schockstarre verharrt hast, hat sie es als Zustimmung deinerseits aufgefasst. Sicher mag da der Alkohol reingespielt haben, aber lass dich nicht mehr darauf ein. Steh dazu wenn du dich nicht wohl fühlst.

I$t's ]a beautjiful dxay


….sind in meinen Ohren schon stärkerer Toback – zudem noch der "Rat" für den Gang zur Gleichstellungsbeautragten

Sexuelle Belästigung liegt vor, wenn jemand eine(n) andere(n) unter Missachtung der Persönlichkeit zum Lustobjekt degradiert. Punkt.

Belästigend ist ein aufdringliches Verhalten, welches vom anderen als unangenehm empfunden wird. Dass es dem TE unangenehm war, kannst Du nachlesen, haben die anderen ja auch geschafft.

Das Abhändgigkeitsverhältnis hat in Verbindung mit der Schüchternheit dafür gesorgt, dass sich das Opfer nicht gewehrt hat. Auf ein aktives Wehren kommt es jedoch nicht an, schließlich muss es dem Opfer selber überlassen sein, diese Entscheidung aus taktischen und nicht aus rechtlichen etc. Erwägungen zu treffen.

Wenn Dir Deine Partnerin die Bettdecke wegnimmt oder beim Kacken zukuckt, obwohl Du das nicht möchtest, wirst Du das auch auf zwischenmenschlicher Ebene lösen wollen, aber die Dinge trotzdem beim Namen nennen.

Die Empfehlung, zum Betriebsrat zu gehen, ist zunächst einmal nicht abwegig. Ob man das tatsächlich auch umsetzt, ist eine taktische Frage, die nur derjenige vor Ort entscheiden kann. Gleiches gilt für andere "offizielle" Vorschläge. Man kann sich übrigens auch erst mal beraten lassen. Das muss nicht gleich einen bestimmten Weg einschlagen, so wie das hier manchmal unterstellt wird.

Aber es geht vor allem darum, dass man erkennt und hinnimmt, dass der TE damit ein Problem haben kann, wenn er es nicht wollte. Wenn Du seine Schilderung aufmerksam liest, wirst Du erkennen, dass ihm mit dahergelaberten Machosprüchen nicht geholfen ist

Das sicher nicht….. aber….. der TE wird es VERDAMMT schwer haben, das "glaubwürdig" und "nachvollziehbar" beim AG rüber zu bringen.

Es geht hier erst einmal darum, ihm zu helfen, und nicht darum, es anzuzweifeln. Da ist es egal, ob der AG das glaubt. Davon hängt die Beantwortung der Frage nicht ab.

Und OHNE das ich das hier ins lächerliche ziehen will !!!!!! X-User wünschen sich genau DIESE Situation des Te´s ---- und hätten sie vermutlich ausgenutzt.

Sicher – in Deiner Fantasie.

C+hattxy


"Ein Griff zwischen die Beine und am Hinterteil" das ist, egal ob mann oder Frau, übergriffig und bedarf einer klaren Ansage.

Aber gleichzeitig sagst du:

An meiner Reaktion konnte sie in der Tat nichts ablesen. Ich hab mich an meinem Bier festgekrallt und außer dummen Glotzens kam da nichts.

Da würde ich auch sagen, es ist wirklich doof für beide Seiten gelaufen. Dass du anscheinend noch sehr jung und in der AB bist, bin ich eigentlich auch der Meinung, dass sich die Dame in Ihrer Rolle als Ranhöhere deutlich daneben benommen hat.

Allerdings war es keine Betriebsfeier, wie ich annahme. Denn dann wäre die Situation eindeutiger.

So würde ich auch eher raten, das ganze mit einem guten Freund zu bereden, aber im Betrieb kein Riesenfass aufzumachen. Wenn es für dich nicht möglich ist, das Geschehene zu vergessen, dann würde ich mit der Frau reden. Unausgesprochene Differenzen türmen sich relativ schnell zu einem riesen Berg auf. Der dann überhaupt nicht mehr zu überwinden ist.

Was soll passieren, wenn du ihr sagst, dass dir das unangenehm war und du nicht möchtest, das sich das wiederholt oder das du dadurch Probleme damit hast, mit Ihr zusammen in einem Raum zu sitzen? Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr ihr Verhalten ebenfalls peinlich ist. So notgeil zu sein, ist ja nicht gerade einen Orden wert.

S4ch6nisKchn)abxel


Was soll passieren, wenn du ihr sagst, dass dir das unangenehm war und du nicht möchtest, das sich das wiederholt oder das du dadurch Probleme damit hast, mit Ihr zusammen in einem Raum zu sitzen?

Was passieren kann, ist, dass ich mein Gesicht verliere und ich ihr gegenüber da stehe wie der letzte Lulli, der sich vor einer Frau ins Höschen macht. Das geht gar nicht. Einer Frau gegenüber Schwäche eingestehen, sollte man tunlichst vermeiden.

f.ossyr2x6


Einer Frau gegenüber Schwäche eingestehen

:|N Mensch neeee (kopfpkatsch) ":/ – ich es nicht gerade ein Akt der Stärke, wenn du NICHT auf ihre sexuellen Avancen einsteigst und ihr ein NEIN signalisiert. :)z

DAS schaffen die wenigsten Männer !

.

Deine Aussage klingt nach "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" ---- das war früher mal so.

Heute weinen auch Männer (siehe aktueller Dschungelkönig !) !!

CThaYtty


Einer Frau gegenüber Schwäche eingestehen, sollte man tunlichst vermeiden.

Wo wird das denn gelehrt? Ich dachte wir sind im 21. Jahrhundert.

Einerseits kannst du mit Ihr nicht im Raum sitzen, andererseits willsts du aber nicht mit ihr darüber reden? Was dann?

Hx.dBamrbixn


Er ist nicht verpflichtet, sich zu wehren, sie ist verpflichtet, seine Zustimmung einzuholen.

Das sehe ich grundsätzlich auch so. Und wegen dem Hierachiegefälle fände ich es selbst mit dem Versuch eine Zustimmung einzuholen schon problematisch.

Das eigentliche Problem ist aber, dass ich damit nicht richtig klarkomme. Jeder wird jetzt denken: "Was ist das für ein Lulli, der von einer Frau angemacht wurde und sich nun darüber beklagt." Ich sehe das eigentlich auch so. Freuen sollte ich mich; das Ganze Kompliment auffassen. Das kann ich aber nicht. Stattdessen überkommt mich jedes Mal Herzrasen gepaart mit Schweißausbrüchen, wenn ich begegne. In ihrer Nähe halte ich es kaum aus. In die Augen schauen kann ich ihr schon gar nicht.

Ich verstehe, dass du nicht damit klarkommst. Und ich finde es wichtig, dass du selbst auch Verständnis dafür hast, die Anmache nicht als gut sondern als verstörend empfunden zu haben.

Herzrasen und Schweißausbrüche deutet auf Angst hin, also ist es schon wichtig für dich eine Lösung zu suchen. Guck dir deine Angst mal an. Was denkst du denn in solchen Momenten? Hast du z.B. Angst, dass noch mal so etwas geschehen könnte? Oder wiederholst du den Vorfall von der Party im Gedanken?

S+chniksch%nabxel


Was denkst du denn in solchen Momenten? Hast du z.B. Angst, dass noch mal so etwas geschehen könnte? Oder wiederholst du den Vorfall von der Party im Gedanken?

Es ist eher Letzteres. Der Gedanke an die Situation kommt natürlich wieder hoch. Andererseits ist es auch so, dass ich mir die Person an sich Unbehagen bereitet. Das ist schwer zu erklären. Es sind Gedanken wie: "Was wird sie tun? Was wird sie sagen? Was möchte sie von mir? etc."

D0es[perbatev0;1


Das Ganze nimmt ja fast tragische Züge an. Eine Frau macht dir sehr offensiv Avancen, und du gehst nicht drauf ein. Punkt.

Wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, was tatsächlich dein Problem ist, versuche ich mich trotzdem mal an einem vorsichtigen Ratschlag. Wie wäre mal ein anderer Blickwinkel? Du hast sie abblitzen lassen, obwohl sie sämtliche Register gezogen hat. Da kannst du ihr definitiv erhobenen Hauptes gegenübertreten!

Iwt's da beautiufuSl dxay


Wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, was tatsächlich dein Problem ist,

Stell Dir vor, Dir packt einer in feucht-fröhlicher Runde an die Mumu. Ihm hat sie an die Klöten gepackt.

D;espenratxe01


In diesem Fall wäre mir das nicht passiert, weil ich schon eher was gesagt hätte.

Es ist mir aber schonmal völlig unvermittelt im Stadioneingang passiert... Ich habe mich umgedreht und den Typen in voller Lautstärke angeschrien:"Hast du ´n Vogel, du Drecks...? Du kannst mir doch nicht einfach zwischen die Beine packen!!!" Das war dem so dermaßen peinlich vor den ganzen Leuten, dass er den Rückzug angetreten ist. Und ich habe es ohne Therapie verarbeitet.

Außerdem wollte ich gerade wirklich nur unterstützen :-X

IGt's Ua b ea^utif/ul daxy


Deine Reaktion im Stadion war vorbildlich. Der Unterschied zum TE sind aber einerseits die Zwänge aus dem Abhängigkeitsverhältnis, zum anderen verpackt er das eben nicht so leicht wie Du. Die meisten Männer würde das nicht umhauen, Frauen dagegen eher schon. Ich selber würde auch anders reagieren, selbst auf der Arbeit. Aber das ist nicht der Maßstab hier.

In diesem Fall wäre mir das nicht passiert, weil ich schon eher was gesagt hätte.

Daran sollte auch Schnischnabel arbeiten, aber bis er das geschafft hat, muss die Vorgesetzte auch so seine Grenzen beachten.

Stell Dir vor, Du gehst durch die Stadt und es kommt ein Spendensammler. Es sind mal wieder die ideologisch verblendeten Tierschützer, die jedes Mal, wenn man nicht Mitglied oder Spender werden will, ausfallend werden. "Ach, kein Tierfreund?!" und dann kommt noch so ein Spruch. Doch, ich bin ein Tierfreund, aber ich mag euren komischen Verein nicht. Diskussion zwecklos. Bei uns sind die Tierschützer die penetrantesten, in anderen Regionen mag das anders sein (nur damit das nicht falsch verstanden wird).

Irgendwann geht man dann ohne zu reagieren vorbei, weil man es leid ist. Niemand würde auf die Idee kommen, dass der sich jetzt an Deinem Portemonnaie bedienen darf, "weil Du ja nichts gesagt hast". Das gleiche gilt, wenn Dich mal abends wieder so ein Werbeanrufer plagt. Du bist noch lange kein Abo eingegangen, nur weil Du dem Senf nicht widersprichst.

Dementsprechend ist stummes Dahersitzen noch kein Freibrief zum Angrapschen, auch nicht bei Männern.

Darauf will ich eigentlich den ganzen Tag hinaus.

Es ist nicht richtig, was passiert ist. Der TE sollte sich darüber im Klaren sein, damit er das verarbeiten kann. So, und dann muss er lernen, zukünftig damit umzugehen, Abwehrstrategien zu entwickeln, die für Dich und mich selbstverständlich sind, aber nicht für ihn.

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