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"Prioritätsaufgabe" im Vorstellungsgespräch – Lösung?

Slcarro hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute!

Ich hatte Ende Januar in einem Betrieb ein Vorstellungsgespräch und musste dort bevor das Gespräch beginnen konnte, eine kleine, sogenannte "Prioritätsaufgabe" lösen. (Die Bewerbung war als Bürokauffrau, Ausbildung)

Nun wollte ich euch mal fragen, wie ihr die Aufgabe gelöst hättet und ob ihr meint, dass es da EINE richtige Lösung gibt und was der Betrieb vielleicht erwartet hätte.

Hier mal die Aufgabe:

Sie sind im Büro eines Seniorenheimes tätig. Gegenüber ihres offenstehenden Büros befindet sich eine Caféteria, in der die geistig verwirrte Frau Müller auf Schwester Claudia wartet, welche aber nicht kommt. Nun passieren mehrere Sachen gleichzeitig:

- Frau Müller bittet Sie, sie auf ihr Zimmer zu bringen, außerdem muss sie dringend auf die Toilette und kann nicht allein gehen.

- die Tochter einer Heimbewohnerin hat sich bei Ihnen für ein Problemgespräch angemeldet (schon vor einer Woche), trifft gerade ein und sagt, dass sie nur 10 Minuten Zeit habe.

- Ihre Chefin bittet sofort um ein klärendes Gespräch im Büro

- das Telefon klingelt nebenbei unaufhörlich

Was tun Sie wie und in welcher Reihenfolge?

Viel Spaß, bin gespannt, was ihr denkt ;-D Leider wurde der Test bei mir nicht ausgewertet, habe deshalb keine Ahnung, wo die Erwartungen lagen.

Antworten
oincIeuxpon


rein menschlich hätte ich gesagt Frau müller aufs zimmer bringen und damit aufs klo..jedoch zählt der Mensch nichts mehr,speziell im Heim,.so würde ich tippen, zur chefin ins büro gehen würde erwartet..

Hqoney_B?unFny9x1


Kurz zur Tochter sagen dass das Gespräch länger dauert und dass du dich kurz um eine Patientin kümmern musst, ob ein anderer Termin machbar wäre. (Ich nehme sie also ernst, "würge" sie aber ab)

Dann geh ich zu der Frau Müller und helfe ihr und gehe im Anschluss ins Büro der Chefin und erkläre ihr den Notfall.

Das Telefon kann warten. :)D

S9caro


rein menschlich hätte ich gesagt Frau müller aufs zimmer bringen und damit aufs klo..jedoch zählt der Mensch nichts mehr,speziell im Heim,.so würde ich tippen, zur chefin ins büro gehen würde erwartet..

Es geht ja in der Lösung der Aufgabe nicht darum, zu sagen, was einem am wichtigsten wäre, sondern die "beste" Reihenfolge zu nennen. Du musst also schon alles einbringen. ;-D

Ich saß erstmal vor der Aufgabe und dachte mir "Boaaah... Wie unfair^^"

Ich hätte mich wohl auch erst um Müller gekümmert, aber ich hätte sie nicht aufs Zimmer gebracht, weil das so lange gedauert hätte. Wohl nur auf Toilette, damit sie sich nicht einpullert und hätte sie dann gebeten, noch einen Moment auf Schwester Claudia zu warten... So wäre zumindest das Schlimmste, was passieren kann, ausgeschlossen.

Dann hätt ich die Kundin bearbeitet, weil sie bei mir einen Termin hat und das eh nicht lange dauern kann (weil sie wenig Zeit hat). Dann zur Chefin und zum Schluss das Telefon.

Aber meine Denkensweise war bestimmt falsch. ;-D

H|onIey_B9unnxy91


Das Problem ist dass sie ja nur 10 Minuten hat, ein richtiges, "kundenfreudliches" Gespräch dauert länger ":/ und wenn du dann noch 5 Minuten mit Frau Müller beschäftigt bist... Das haut ja vorn und hinten nicht hin.

H|olaxdi


Ich denke, dass es dabei weniger darauf ankommt, die "richtige" Lösung zu finden. Wahrscheinlich gibt es sogar mehrere gleich gute Lösungen. Bei solchen Tests möchten die Arbeitgeber eher sehen, dass der Bewerber selbstständig denken kann. Solange du deine Lösung begründen kannst würde ich sagen ist alles in Ordnung.

SKcwaxro


Das Problem ist dass sie ja nur 10 Minuten hat, ein richtiges, "kundenfreudliches" Gespräch dauert länger

Hm... Jedoch war sie ja wie gesagt angemeldet... Es ist ja nicht mein Problem, wenn sie dann zum Termin kommt und sagt, dass sie wenig Zeit hat.

Ich glaube, es ist schwierig, weil die Frau dann schon eingetroffen ist und man sie direkt wieder losschickt, man weiß auch nicht, wie lange die Anreise gedauert hat...

Wenn sie noch nicht da wäre, hätte ich sie direkt als erstes angerufen und den Termin verschoben, aber wenn sie schon auf der Matte steht, wirds bisschen kompliziert. ;-)

z7ei0chenf=raxge


Also:

eine Besucherin die zwar einen Termin hat, aber ohnehin nur 10 Minuten wäre mir erstmal irgendwie suspekt.

deshalb

Der Besucherin sagen: sorry es gibt einen Notfall. Die Frau kann ja schlecht in die Hose machen.......

Telefonklingeln steht ganz hintenan.

Chefs haben Verständnis, dafür wenn Sie in einem solchen Fall keine Priorität haben (sollten sie jedenfalls).

Und wollen auch keinen Mitarbeiter, der das Messer im Schwein stecken lässt, nur weil der Chef was möchte.

LBilaL+ina


- an's Telefon gehen, sagen, dass man in 15 Minuten zurückruft

- auf der Station von Fr. Müller anrufen, damit sie abgeholt wird

- der wartenden Kundin sagen, dass sie sich kurz gedulden muss und anbieten, einen Alternativtermin auszumachen

- der Chefin kurz durchgeben, dass man sich zurückmeldet

- mit Frau Müller auf's Klo gehen, sie danach so lange zu sich nehmen, bis sie abgeholt wird

@ Scaro:

Was hast du geantwortet?

LjadxyM


Interessanter Test :-)

Ich denke auch, dass es nicht DIE Lösung für diesen Test gibt. Trotzdem sehe ich darin ein paar "Fangfragen".

- Es ist wahrscheinlich nicht deine Aufgabe, dich um die verwirrte Frau zu kümmern, denn du bist Bürokauffrau und keine Schwester; darfst du das überhaupt? wenn etwas passiert, wer ist dann schuld?

- Ein Problemgespräch dauert keine 10 Minuten sondern länger, da sollten die 10 Minuten lieber dafür genutzt werden, einen neuen Termin zu machen. Wieso hat sie das Gespräch überhaupt bei dir? Du bist doch wohl kaum die, die sich um die Mutter kümmert und auch nicht die Chefin?

- für "klärende Gespräche" beim Chef wird normalerweise auch ein Termin gemacht

- wieso klingelt das Telefon nebenbei unaufhörlich? gehst du nie ran?

Wahrscheinlich hätte ich erstmal auf die o.g. Punkte verwiesen, dann fällt einiges weg und die Prioritäten zu setzen fällt leichter :-D

SdcSarxo


Chefs haben Verständnis, dafür wenn Sie in einem solchen Fall keine Priorität haben (sollten sie jedenfalls).

Das dachte ich mir auch, allerdings war natürlich der erste Gedanke "Wenn du den Chef jetzt prinzipiell hinten anstellst, könnte das blöd aussehen für meinen Arbeitgeber, der das gleich liest..."

– an's Telefon gehen, sagen, dass man in 15 Minuten zurückruft

Ich denke, es war in der Aufgabe eher so gemeint, dass es nicht nur eine Person/ein Betrieb ist, der anruft, sondern mehrere und deshalb das Telefon nicht stillsteht...

– auf der Station von Fr. Müller anrufen, damit sie abgeholt wird

Ich weiß ja auch nicht, ob Schwester Claudia gar nicht im Gebäude ist oder nur noch nicht bei Frau Müller... Und man muss sich ja auch fragen, ob es nicht "arbeitsabwälzend" wirkt, wenn man andere das machen lässt, was von einem in dem Moment (von Frau Müller) verlangt wird.

– der Chefin kurz durchgeben, dass man sich zurückmeldet

Das würdest du echt machen, wenn der Chef dich "sofort" um ein "klärendes Gespräch" im Chefbüro bittet? (Ja, aus der Erinnerung weiß ich noch, dass die Wortwahl so war)

Ich hätte da bisschen Bammel, dass mein Chef wütend wird...

Wie gesagt, ich hatte erst Frau Müller auf Toilette, dann hinsetzen und sagen, sie soll sich noch einen Moment gedulden (schließlich bin ich Verwaltungsangestellte und kein Pflegepersonal...).

Dann den Termin mit der eiligen Tochter der Heiminsassin. Dann die Chefin, dann das Telefon.

Stellt sich die Frage, ob die eilige Kundin nicht schon weg wäre, bis ich mit Frau Müller vom Klo komme... Also das mit der Kundin habe ich blöd gelöst, merk ich schon.

Hatte nur immer das mit dem Termin im Kopf, das andere war unangemeldet, deshalb wäre es unhöflich, die Frau abzuwürgen...

SHcaxro


– Es ist wahrscheinlich nicht deine Aufgabe, dich um die verwirrte Frau zu kümmern, denn du bist Bürokauffrau und keine Schwester; darfst du das überhaupt? wenn etwas passiert, wer ist dann schuld?

Wenn die sich einpieselt, kann es schon sein, dass man auf mich zurückkommt, denn ich war in der Nähe, kein anderer da und meine Hilfe wurde von der alten Dame erfragt. ]:D

Außerdem war es ein sehr sozial engagierter Betrieb (DRK), von daher echt schwierig, da Prioritäten zu setzen. Dass man die Frau links liegen lässt, weils nicht in meinem Aufgabenbereich ist, denke ich nämlich nicht.

– für "klärende Gespräche" beim Chef wird normalerweise auch ein Termin gemacht

Auch hier weiß ich nicht, was ich "angestellt" habe... Wenn was Schlimmes ist oder ich keine Ahnung habe, wäre ich vorsichtig. Klärendes Gespräch klingt auf jeden Fall eher negativ. Und die Terminvorgabe wäre dann eben "sofort"^^

H@oney_GBunxny91


Aber jeder wird einsehen dass Notfälle (und das ist es ja mit Frau Müller) Vorgehen. ;-)

EHhemalig)er- Nutze\r q(#3536x55)


Ich gehe erstmal ans Telefon, schließlich könnte Schwester Claudia anrufen. Wenn Schwester Claudia anruft, bitte ich sie in die Cafeteria zu kommen, da Frau müller auf Sie wartet. Wenn das nicht der Fall ist, bitte ich den Anrufer 15 min zu warten und rufe Schwester Claudia an=>Frau Müller-Fall

Dann rufe ich die Person an, die für das Problemgespräch zuständig ist. Wenn ich sie erreiche=>alles gut, wenn nicht=> neuer Termin und Entschuldigung vom Hause aussprechen.

Dann gehe ich zur Chefin.

-TLacPezrla-


Ich hatte Ende Januar in einem Betrieb ein Vorstellungsgespräch und musste dort bevor das Gespräch beginnen konnte, eine kleine, sogenannte "Prioritätsaufgabe" lösen.

Diese Aufgaben bzw. Übungen nennen sich "Postkorbübung" und sind häufig Teil eines ACs. Für dieses Art von Übung existiert in der Regel nicht DIE eine Lösung und es ist gewollt das nicht alles geschafft werden kann. Also zerbrich dir nicht weiter den Kopf :)_

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