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Kommasetzung in einer Bewerbung

dcummsch=marrer7x4


komma vor erweitertem inf. ist optional inzwischen (ich hoffe das stimmt ;-) ), aber ich mag es, also: satz 1 mit komme, rest ohne.

Wkode_honuxse


komma vor erweitertem inf. ist optional inzwischen (ich hoffe das stimmt ), aber ich mag es, also: satz 1 mit komme, rest ohne.

Ja, das stimmt. Allerdings nicht, wenn er mit "um" (ohne, außer, statt u.a.) eingeleitet wird: Das Komma im ersten Satz ist daher ein "Muss-", kein "Kann-Komma". Die beiden anderen Sätze auf jeden Fall ohne Komma.

WNod9eho*uxse


Ich bin ein Dummbatz und hatte beim Schreiben Satz 1 falsch im Kopf, sorry |-o Weit und breit kein "um". Aber auch bei fakultativen Kommata bin ich persönlich altmodisch und setze sie.

d;u5mmschma@rre)r7x4


Weit und breit kein "um".

macht nix, denn zumindest mir war das mit dem um unbekannt @:)

pDeacge.anxdi


@ Berryfina

Du (und viele andere Leute auch) setzt deine Kommata nach der Regel: "Pause beim Sprechen = Komma".

Man muss sich aber nur eine einzige Sache merken: Pro Komma nur ein Prädikat.

durch meine Recherche auf Ihrer Internetpräsenz, bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden und möchte die Möglichkeit nutzen, mich Ihnen vorzustellen

Bei "durch meine Recherche auf Ihrer Internetpräsenz" ist doch kein Prädikat dabei und nichtmal ein Verb. Dementsprechend ist das weder ein Hauptsatz noch Nebensatz und muss deswegen auch nicht durch ein Komma abgetrennt werden. Eine Aufzählung oder ein Einschub ist es auch nicht. Es ist lediglich eine adverbiale Bestimmung, die normaler Bestandteil des Satzes ist. Ja, man macht an dieser Stelle zwar eine Pause beim Sprechen, aber das ist, wie gesagt, überhaupt keine Regel bei der Kommasetzung.

Im letzten Teil "mich Ihnen vorzustellen" gibt es zwar ein Verb, aber das ist nicht das Prädikat, sondern es handelt sich nur um einen Infinitiv. Die Prädikate im ganzen Satz sind "bin geworden" und "möchte". Da diese schon durch ein "und" verbunden sind, merks du bereits an dieser Stelle, dass du kein Komma brauchst.

Trotzdem, weil es ein erweiteter Infinitiv mit "zu" ist, darfst du ein Komma setzen, musst du aber nicht. Also Satz 1 wäre komplett ohne Komma richtig, aber das zweite Komma wäre theoretisch erlaubt.

Bei Satz 2 und Satz 3 verhält es sich genauso. Du hast jeweils nur das Prädikat "konnte" in diesen Sätzen. Also nichts zum Abtrennen.

;-)

sKpo>rtfxan


Kein Komma in Satz zwei und drei – DEFINITIV NICHT! In Satz eins ist es meiner Meinung nach nach aktuellster Rechtschreibung freiwillig. Ich würde es setzen, weil ich es sinnvoller finde und ich nicht sicher wäre, ob Chefs auch wissen, dass man das weglassen dürfte. (Weil sie vermutlich von der Reform nicht mehr so viel mitbekommen haben)

m*iguelmaPriachi


So ein Durcheinander. Deswegen frage ich niemanden nach Satzzeichen, Rechtschreibung usf. bei meinen wichtigen schriftlichen Ergüssen, sondern schlage im Zweifel selbst nach. Die gute Schreibung ist doch keine Kunst, bei der man mit viel Fingerspitzengefühl und Intuition Kommata setzt. Manche Regeln lassen Wahlmöglichkeit offen, aber so krass undeutlich und offen zur Interpretation sind die Regeln im Deutschen nun auch nicht.

Darüber hinaus setze ich das Komma im obigen ersten Satz vor dem Infinitvzeug auch. Falsch ist es nicht. Und gemäß des Hausregelwerks, das bei mir zu Hause gilt, muss es auch gesetzt werden.

und ich nicht sicher wäre, ob Chefs auch wissen, dass man das weglassen dürfte.

Wenn sie so viel wissen wie manch einer hier im Thread, dann kann es jedenfalls auch sein, dass die Chefs mal gehört haben, dass es jetzt wegbleiben muss. Oder durch drei Punkte ersetzt werden soll...

Man weiß es nicht. Jeder sollte also seine Bewerbung ohne fremde Hilfe und einfach entsprechend seiner Rechtschreibkenntnis, Nachschlagebefähigung, Wortschatzausdehnung, Formulierungsbegabung usw. verfassen. Dann wäre es irgendwie ehrlich und die Chefs wüssten schneller, auf wen sie gespannt sein und auf wen sie verzichten können. Wenn jeder Depp sich helfen lässt, werden aufgrund der womöglich guten Bewerbungen doch viel mehr Leute eingeladen oder gar eingestellt als eigentlich gerechtfertigt wäre.

mKiguWel9mariachxi


Gut, ich merke gerade selbst, dass das vermutlich eben genau die Hoffnung ist von den meisten Leuten bei ihrer Bewerbung. Dass sie eingeladen und eingestellt werden, ob verdient oder nicht. 8-)

Bkluaugelxb


Durch meine Recherche auf Ihrer Internetpräsenz bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden und möchte die Möglichkeit nutzen, mich Ihnen vorzustellen.

Ich denke, hier muss ein Komma stehen, da die Infinitivgruppe von einem Substantiv (Möglichkeit) abhängt:

[[http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma [[http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma]]]]

Regel 117

Infinitivgruppen werden durch Komma abgetrennt, wenn sie

2. von einem Substantiv abhängen <§ 75 (2)>,

Mein Vorschlag, ins Kino zu gehen, wurde verworfen.

Er gab uns den Rat, erst einmal in Ruhe zu überlegen.

PMfiffEerlixng


durch meine Recherche auf Ihrer Internetpräsenz, bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden und möchte die Möglichkeit nutzen, mich Ihnen vorzustellen.

Da meinte man zu mir, ich sollte alle Kommata weglassen. Ich finde aber auch keine Kommaregel, die das begründet.... :-/

Du kannst auch gar keine Regel finden, weil da eben keins hingehört ;-).

Zu den anderen Sätzen, hätte ich persönlich die Kommata wie folgt gesetzt:

Satz 2:

Durch mein Praktikum bei der Firma XXX, konnte ich ersten Kontakt zu einem Medienunternehmen finden und ......

Satz 3:

Während meiner Berufsausbildung, konnte ich im Vertriebsinnendienst ein freundliches und kompetentes Auftreten gegenüber Kunden und Geschäftspartnern erlernen.

Du machst einen systematischen Fehler und zwar immer den gleichen – nämlich ein Komma vorm Prädikat, obwohl da kein Nebensatz steht. Und das ist definitiv immer falsch ;-). peace.andi hat das im Grunde genommen schon sehr gut erklärt, falls du noch mal was zum Nachlesen haben möchtest, [[http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-das-gefuehlte-komma-a-305063.html Bastian Sick]] hat sich darüber auch schon mal öffentlich Gedanken gemacht.

pyeace.aqnxdi


Ja, Bastian Sick ist sehr zu empfehlen! :)z

"Da wo die Stimme beim Lesen hochgeht, da muss ein Komma hin."

Das hat meine Klassenlehrerin in der Grundschule auch immer gesagt. ;-D Aber leider nein, leider falsch.

Da, wo ein Komma ist, geht die Stimme hoch. Aber nicht überall, wo die Stimme hochgeht, muss ein Komma hin. Wichtig. ;-)

Wenn man weiß, was ein Hauptsatz und was ein Nebensatz ist, ist die Kommasetzung nur noch halb so schwierig. Und allein das Unterscheidenkönnen von Präposition vs. Konjunktion hilft schon sehr viel.

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