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Werde im Beruf ausgebootet: Was tun, wegbewerben oder bleiben?

dCana"e87


Cressida

Ich würde mich an deiner Stelle grundsätzlich erstmal entscheiden ob du bleiben odergehen willst. Bleiben: heißt kämpfen und Gehen bedeutet nochmal alles machen und Zähne zusammen beißen.

L}adyxM


Ich finde, du solltest zwei Dinge unterscheiden:

1. Deine Kollegin wurde befördert

2. Deine Kollegin will und muss die Arbeit, die eigentlich mit der Beförderung einhergeht, nicht machen

Bei Punkt 1 solltest du mal versuchen, dich in die Position der Kollegin reinzudenken. Wenn du an ihrer Stelle wärst, hättest du nicht auch befördert werden wollen? Dir wurde damit nichts weggenommen, sondern die Chancen der Kollegin haben sich verbessert. Das Timing war natürlich sehr blöd, weil es direkt nach deiner Vertretungszeit geschah. Aber jetzt hier mit "Ich wurde degradiert, ich will nicht dass meine Kollegin auch Vertretung ist, ist ja total unfair, ich will alleine Vertreterin sein" zu kommen, klingt nach Neid und Missgunst, nach Rumgezicke und Kindergarten. Diese Sicht der Dinge würde ich an deiner Stelle für mich behalten, gerade wenn du das Gespräch mit dem GF suchen solltest.

Punkt 2 ist entscheidend. Du solltest durch die Beförderung entlastet werden. Im Moment hat deine Kollegin aber nur Interesse am Titel, ohne die Arbeit und deine Chefin unterstützt das. DAS wäre der Punkt, den ich mit dem GF besprechen würde. Dass du dich unfair behandelt fühlst, weil keine Arbeitsteilung stattfindet und laut deiner Chefin auch nicht stattfinden soll, obwohl ihr beide für diese Aufgaben zuständig wärt und sie dich damit entlasten könnte. Auf die "unfaire" Beförderung würde ich an deiner Stelle gar nicht direkt eingehen.

C]ressidpa86


@ LadyM:

Genau der Punkt 2 ist ja mein Problem! Wenn es heißen würde, dass wir nun beide Vertreter sind und uns die Arbeit teilen sollen, dann wäre das für mich ja kein Problem. Aber Tatsache ist halt auch, dass es in unserem Aufgabengebiet nicht so einfach möglich ist Aufgaben direkt klar voneinander zu trennen und wenn dann meine Kollegin und ich uns mal nicht einig sind - was dann?!? Das ist der Grund warum ich es nicht gut finde, wenn es 2 Vertreter und keinen alleinigen Entscheidungsträger gibt wenn die Chefin nicht anwesend ist - nicht weil ich "machtgeil" bin sondern weil es sonst eventl eine Pattsituation gibt und niemand wirklich befugt ist eine Entscheidung zu treffen (man kann den gleichgestellten Kollegen ja schlecht einfach ignorieren).

Und ich sehe nach wie vor nicht ein warum ich für die nächsten beiden Wochen alleine meine komplette Arbeit UND die Arbeit der Chefin machen soll! Meine Kollegin ist ja nicht mal bereit einen Teil meiner normalen Arbeit zu übernehmen (die sie ohen vorherige Erklärung machen könnte) - sie kommt mir also in keinster Weise entgegen sondern beharrt immer wieder auf den Spruch "das ist mit der Chefin so abgesprochen - du machst die Arbeit wenn sie nicht da ist".

Ich komme mir einfach wie eine Idiotin vor - ich mahce die ganze Arbeit und rackere mich ab und meine Kollegin geht jeden Tag um 3 nach Hause, telefoniert teilweise während der Arbeitszeit mehrmals mit ihrer Familie (sie hat keine Kinder oder so) und macht immer 60 min Mittagspause statt 30 min. Und dann soll ich ihr auch noch die ungerechtfertigte Beförderung gönnen? Ne, das ist echt zu viel! Wenn wir uns die Arbeit teilen würden dann könnte ich ja noch irgendwie mit der Situation leben, aber so nicht.

s0e8nsibel;maxn


wenn dann meine Kollegin und ich uns mal nicht einig sind – was dann?

Bei einer flachen Hierachie dauert es im Falle von Uneinigkeit zwar länger, dafür ist der ausgehandelte Kompromiss am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit tragfähiger. Es setzt aber gute Teamfähigkeit/gute soziale Intelligenz ("soft skills") und näherungsweise gleiche kognitive Fahigkeiten/Fachlichkeiten der beteiligten Personen voraus. Ohne diese Voraussetzung endet das Ganze im Fiasko. Es sollte dann normalerweise auch ohne Hierarchie gut oder besser funktionieren (ich finde es sogar besser so, weil freier).

Czr]essi`dua86


@ sensibelman:

Das ist ja alles schön und gut, aber es hilft mir ja nun wirklich beim aktuellen Problem in keinster WEise weiter.

Was soll ich denn nun machen? Morgen muss ich wieder arbeiten...

sxensi6belmaxn


Das ist ja alles schön und gut, aber es hilft mir ja nun wirklich beim aktuellen Problem in keinster WEise weiter.

Doch, wenn du in der Lage bist, auch ohne Hierarchie eine Entscheidung mit deiner Kollegin zu vereinbaren, dann solltest du kein Problem an deinem alten Arbeitsplatz haben. Ich brauchte nie einen Chef und kam trotzdem immer zu Entscheidungen mit Mitarbeitern/Kollegen. Das geht doch praktisch immer ganz pragmatisch. Pattsituationen sind doch eher unwahrscheinlich (höchstens bei extremen Dickköppen)

s ensVibcelmaxn


Was soll ich denn nun machen? Morgen muss ich wieder arbeiten...

Frage doch deine Kollegin, warum ihr das so wichtig war.

t<uffarxmi


sensibelmann, an der te scheint es ja nicht zu scheitern – eher an der kollegin, und ob sie diese ändern wird können wage ich zu bezweifeln.

C[re;ssidax86


Also nun stehe ich wieder ohne richtigen Plan dar was ich nun ab morgen machen soll...

Was würdet ihr denn nun an meiner Stelle machen? Würdet ihr die ganze Arbeit machen und das Thema gar nicht mehr ansprechen und euch dann einfach bei nächster Gelegenheit wegbewerben? Oder würdet ihr der Kollegin ein paar Vorgänge der Chefin geben die bearbeitet werden müssen und nur anbieten dass sie sich bei Fragen an einen wenden kann?

Ich meine der Vorschlag "rede nochmal mit der Kollegin" wird wohl nicht fruchten. Ich habe nun ja schon mehrmals mit ihr geredet und NICHTS hat es geholfen! Also was soll denn dann morgen anders sein?

K2leio


Cressida86

Du hast hier sehr viele Vorschläge bekommen. Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.

tLuffarNmi


welchen vorschlag genau meinst du, den sie jetzt ab morgen befolgen sollte?

K&leio


tuffarmi

Den, mit dem sie sich am wohlsten fühlt.

t]u8ffar(mi


also, scheinbar keiner! ;-D

jetzt mal im ernst, es kamen tipps à la da musst du jetzt durch wenn du ein gutes arbeitszeugnis willst etc.

das will sie ja scheinbar nicht, aber aus der zwickmühle kommt sie so schnell dann eben doch nicht raus, die kollegin wird keine der arbeiten übernehmen.

tDuffIarmxi


also ich meinte, diese lösung will sie scheinbar nicht – ein gutes arbeitszeugnis dagegen natürlich sicher schon! ;-)

CYres(s/idax86


@ tuffarmi:

Ganz genau :-) Wenn ich intern die Abteilung bzw. die Niederlassung wechsle, kriege ich übrigens kein Arbeitszeugnis. Klar, gibt es ein kleines Schreiben was ich alles gemacht habe und was nicht, aber ganz ohne Bewertungen. Es ist also eigentlich nur eine "Auflistung". Nur wenn man im Job total versagt hat, gibt es Kommentare - wenn man sie einigermaßen erledigt bzw. gut erlefigt hat, dann gibt es nur die Liste mit den gemachten Aufgaben.

Und wenn das mit der internen Ausschreibung nächsten Monat nur ein Gerücht ist, dann kann sich mein Aufenthalt in der derzeitigen Abteilung noch locker ein paar Monate hinziehen. Und in den paar Monaten wird es sicherlich nochmal vorkommen dass die Chefin nicht anwesend ist. Ich will mich einfach nicht wie ein totaler Idiot fühlen müssen. Man muss sich doch irgendwie wehren können wenn Chefin und Kollegin einen ungerecht behandeln...das kann doch nicht sein, dass man solchen Dingen immer einfach so ausgeliefert ist. Chefin und Kollegin beschließend dass ich zwar nicht mehr alleinige Vertreterin bin aber dass ich die ganze Arbeit machen soll - muss man sich sowas gefallen lassen? REden hilft bei denen anscheinend nicht - das habe ich ja mehr als 1mal versucht. Was anderes als die Angelegenheit mit dem Firmenchef zu besprechen (der die kommenden 2 Wochen eh mein direkter Vorgesetzter ist) sehe ich derzeit nicht. ODer habt ihr andere, konkretere Vorschläge? Der einzige der hier genannt wurde ist ja der Kollegin per Mail Arbeitsaufträge zu erklären damit ich was schriftliches habe... aber sonst?

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