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Wie sieht es mit der Verbeamtung aus?

ARprikoRsenkexrnöl


@ Karatelady:

ok, Danke. @:)

A=prikoseonkernöxl


@ Kletterpflanze:

na ja keine Ahnung, was die alle für Abschlüsse haben.

Ich weiß halt bei einigen, dass die Härtefälle sind... ;-)

SaunfFlower_x73


Vielleicht sollte man weniger auf "Gelaber" hören, sondern sich an Fakten orientieren. Wobei die Demut oft erst NACH der Uni einsetzt.

Bestes Beispiel ist bei mir ein guter Bekannter und Ex-Kommilitone. Banklehre vor Studium. Mit Promotion, mit viel praktischer Erfahrung in seinem Bereich aufgr. paralleler Tätigkeit für eine Organisation. Buchautor. Jetzt in einer Bundeseinrichtung tätig, macht bundesweit Personalauswahl für diese Behörde, ist häufig im zuständigen Ministerium. Mitte 30. Bekommt TV-L 13 Stufe 2, da man seine vorherige Berufserfahrung bei Einstellung nicht angerechnet hat. Sind 3.600€ brutto. Macht netto 2100€. Ursprünglich träumte er aufgrund seiner Qualifikationen von einem Jahresbrutto von mind. 60.000€... Willkommen in der Realität. Er (wie so viele andere auch) sagen ganz klar: Studium hat sich eigentlich nicht gelohnt.

Gut, andererseits gibt's dann Leute mit einem mickrigen Bachelor in Wirtschaftsinformatik, die mal eben 6.000€ brutto im Monat bekommen...

Studium ist keinerlei Garantie mehr für gutes Einkommen. In meinem Umfeld sagen alle ganz klar, dass man v.a. als Mann und ggf. Alleinverdiener davon in Ballungsräumen kaum eine Familie ernähren kann. Zumindest nicht auf dem Level, den die meisten von uns gewohnt sind (Mittelklasse). Dass, was mein Vater mit Volksschule, Lehre & Meisterschule erarbeitet hat (Haus, gutes Leben, Autos, Urlaub) bekommt man heutzutage als Akademiker definitiv nicht mehr ohne Weiteres.

Und die Juristen: Meine Nachbarin verdient auch analog der genannten TV-L 13. Also auch gerade mal 2.000€ netto. Der Ehemann einer Freundin ist mittlerweile Partner in seiner Kanzlei und verdient gut (zahlt aber erstmal den Einstieg ab...). Ist in den ersten Jahren in der Kanzlei aber mit gerade mal 1.000€ netto nach Hause gekommen, für deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche.

Willkommen in der Realität. Besser nicht an großkotzigen und selbstgefälligen Noch-Studenten einiger vermeintlicher Elitefächer orientieren. Einige werden Glück haben, der Rest wird die Realität zu spüren bekommen. Nicht in jeder Region und jedem Fach wartet man auf die Absolventen.

SSun}flo6wer_7x3


Wobei ich sagen muss, dass 2000 euro netto für viele akademiker am anfang nicht drin ist, also an der uni in der forschung bzw. lehre kannst du das glatt vergessen

Halbe Stelle (= rd. 1.000€) für vollen Einsatz und volle Anwesenheit. DAS ist Uni. Mit ein bisschen Glück vielleicht mal eine 65%-Stelle.

Und die Arbeitsagentur zahlt auch nur TV-L 13.

Moona_x85


Ich denke auch einige Studenten sollten besser mal wieder runterkommen von ihrem hohen Ross. Viele (nicht alle) glauben, dass sie automatisch "was Besseres" sind und sich nur Tätigkeiten annehmen, die ihnen standesgemäß sind. Ich kann darüber echt nur lachen!

Lustig ist auch wenn ein frisch gebackener Ingenieur ohne Praxiserfahrung in ein Unternehmen kommt und meint, er wäre schlauer als alle anderen und könne sowieso alles besser und sich auch dementsprechend gegenüber den "unteren Leuten" so präsentiert. Ich habe es schon erlebt dass Mechatroniker mit Hauptschulabschluss und "nur" einer Ausbildung, aber dafür 10 Jahren Berufserfahrung so jemanden schon mal ordentlich haben auflaufen lassen bezüglich Fachwissen. ;-D

Im Studium sind irgendwelche Gehaltsprognosen so dermaßen für den Popo... Erst mal irgendwo rein kommen und Fuß fassen, und dann nach ein paar Jahren Berufserfahrung ans Gehalt denken!

Zudem mag man mit einem guten Studium zwar eine Eintrittskarte haben, aber zumindest in der freien Wirtschaft werden nach ca. 3 Jahren die Noten so dermaßen unwichtig, sondern einzig und allein der berufliche Erfolg entscheidet über Karriere und Gehalt! So können sich manche "Fachidioten" denen theoretisches Lernen leicht fällt und sie deshalb ein Prädikatsexamen hinlegen mitunter ihren Wisch auch sonst wohin schmieren, wenn sie in der praktischen Tätigkeit nicht das halten was sie versprechen.

Wer nach dem Studium richtig fett Kohle machen will, der sollte halt in die Richtung BWL in der freien Wirtschaft gehen. Studium ist dort aber dann höchstens die Eintrittskarte, es kommt dann viel mehr auf Verhandlungssicherheit, sicheres Auftreten, Charisma, Stressresitenz, internationale Reisebereitschaft an um langfristig so richtig erfolgreich zu sein. Um irgendwann dann richtig Kohle zu scheffeln sollte man sich allerdings auch nicht zu schade sein, mal ne 80-Stunden-Woche einzulegen! Wer das alles mitbringt hat richtig gute Karten für eine echte Karriere.

Wer an so eine Karriere denkt, sollte eigentlich generell eher Abstand vom öffentlichen Dienst halten. Die Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst ist halt schon sehr begrenzt, aber langfristig wird man dort auch nicht am Hungertuch nagen. Allerdings sind dort so 60-70-Stunden-Wochen auch eher Seltenheit... ;-) Und rein von der Arbeitszeit her ist es schon familienfreundlicher.

Aber wer als Uni-Absolvent ernsthaft glaubt, alle Welt hat auf ihn gewartet und er bekommt die Top-Stellen hinterhergeschmissen, ohne Berufserfahrung unter 2000 netto schonmal gar nicht (das allein find ich schon so dermaßen... *LOOOL*), und natürlich auch nur 38 Stunden die Woche und keine Minute länger, denn man braucht ja schließlich Zeit um das schicke Cabrio spazieren zu fahren und die ganzen tollen Reisen zu planen... ;-D Es ist einfach nur lächerlich!

SeunflnowerS_x73


Die Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst ist halt schon sehr begrenzt, aber langfristig wird man dort auch nicht am Hungertuch nagen. Allerdings sind dort so 60-70-Stunden-Wochen auch eher Seltenheit...

Würde ich so pauschal auch nicht sagen. Besagter Bekannter von mir hat auch in seinem Job häufige Phasen, wo er nur auf Dienstreise ist oder im Büro 60 und mehr Stunden abreißt. Gut, gleicht er dann in entspannten Phasen mit HomeOffice ab, wo er dann mal nur einen halben Tag arbeitet.

Die Überstunden werden nicht erfasst und auch nicht mir Freizeit abgegolten... Letztlich läuft es drauf hinaus, dass die Projekte laufen. Insgesamt unterscheidet sich sein Behördenjob NULL von dem, was andere Bekannte bei Unternehmensberatungen so abreißen. Nur, dass er halt nur innerhalb Deutschlands reist.

K3amVikaz}ix0815


Gut, andererseits gibt's dann Leute mit einem mickrigen Bachelor in Wirtschaftsinformatik, die mal eben 6.000€ brutto im Monat bekommen...

Studium ist keinerlei Garantie mehr für gutes Einkommen. In meinem Umfeld sagen alle ganz klar, dass man v.a. als Mann und ggf. Alleinverdiener davon in Ballungsräumen kaum eine Familie ernähren kann. Zumindest nicht auf dem Level, den die meisten von uns gewohnt sind (Mittelklasse). Dass, was mein Vater mit Volksschule, Lehre & Meisterschule erarbeitet hat (Haus, gutes Leben, Autos, Urlaub) bekommt man heutzutage als Akademiker definitiv nicht mehr ohne Weiteres.

Das unterschreibe ich zu 100% und es ist aber auch genau das, was mir bei der ganzen Sache zu denken gibt. Wenn ich nach 6 Jahren Studium, 1,5 Jahren Ref, zwei Staatsexamina, Zusatzqualifikationen und Fortbildungen auf das gleiche Gehalt (bei einer vollen Stelle!) komme wie mein Bruder, der eine Ausbildung als Ersthelfer gemacht hat, dann läuft doch irgendetwas schief. Fakt ist: wir werden beide für unsere Jobs unterbezahlt. Aber meine Ausbildung steht doch zu diesem finanziellen Gewinn in keinerlei Verhältnis. Noch zumal ich 6 Jahre lang Geld in die Ausbildung stecken musste und mein Bruder während seiner Ausbildung ja schon minimal verdiente.

Ich kann da den Frust von Aprikosenkernöl durchaus verstehen, würde es aber dennoch abkoppeln von diesem Beamtenquark. Das Beamtentum ist ja auch nicht das gelobte Land und die 500€, die man da mehr im Vergleich zum Angestelltenverhältnis verdient, wird Aprikosenkernöl ruckizucki durch Risikoaufschläge bei ihrer privaten Krankenversicherung los sein. Oder aber 600€ in die gesetzliche Krankenversicherung buttern, weil die Private sie eventuell nicht einmal nimmt. So oder so kommt am Ende nicht viel bei rum und ja, man müsste sich das eigentlich mal viel früher überlegen.

Interessant, dass dann aber das Geschrei wieder groß ist, dass Lehrer doch bitte ihren Job ausschließlich aus der Leidenschaft heraus betreiben sollten. Ob sie dann mit 1,7k nebenher noch einen Studienkredit abstottern müssen oder eine Familie ernähren wollen, ist doch völlig unwichtig.

M\onax_85


Ausnahmen gibt es natürlich immer, klar. Ich unterstelle ja auch niemandem im öffentlichen Dienst, er würde nicht viel arbeiten.

Ich kenne sehr viele Leute im öffentlichen Dienst (in den unterschiedlichsten Sparten, teilweise verbeamtet, teilweise angestellt) und auch viele aus der freien Wirtschaft und ich selber verfüge sowohl über Berufserfahrung im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft. Generell kann ich da nur eher so von den Erfahrungen berichten, dass sich tendenziell die Leute aus dem öffentlichen Dienst eher mal was vornehmen können und eher mal einen Nachmittag frei machen können und halt eher Planungen für die Freizeit umsetzen können als die Leute in der freien Wirtschaft, die dort eine etwas höhere Stelle haben. Ich kenne Sparten in der freien Wirtschaft (keine Unternehmensberatung), wo es normal ist, 50 bis 60 Stunden zu arbeiten, das ist einfach standard, langfristig. In Spitzenzeiten wird dann nochmal auf 70 bis 80 Stunden aufgestockt. Logischerweise verdienen die Leute dann auch normalerweise mehr. (Wenn man das aber dann auf den Stundenlohn umrechnet, verdienen sie vielleicht sogar weniger?)

Generell kann man eh nicht sagen, was besser ist, Privatwirtschaft oder Öffentlicher Dienst. Es ist typsache! Es kommt auf den Einzelnen an. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Was für den einen ein Vorteil ist, kann für den anderen belastend sein.

Ich wollte nur tendenziell sagen, wer bei der Berufswahl ein möglichst großes Gehalt als den alles entscheidenen Faktor ansieht, dem würde ich eher die freie Wirtschaft empfehlen, allerdings sollte man dann auch so ehrlich zu sich selber sein und sich fragen, ob man die für eine steile Karriere notwendigen Softskills denn auch wirklich mitbringt.

MJarjryPkoplpines


Kamikazi hat recht, alleine die PKV prüft bis zum geht nicht mehr was in den letzten Jahren so gewesen ist. Finden die etwas was ihnen nicht gefällt wirds schwer sich dort zu versichern.

Dann bleibt die GKV für teuer Geld, da bleibt unterm Strich dann nicht mehr so viel übrig.

Myotn$a_85


@ Aprikosenkernöl

Ja, auch ich sehe das so wie Kamikazi und MarryPoppins.

Selbst wenn du, was ich persönlich als sehr sehr unwahrscheinlich ansehe (aber ist lediglich meine ganz persönliche Meinung), auf Lebenszeit verbeamtet werden solltest, so denke ich auch, dass du mit hohen Risikoaufschlägen in der PKV rechnen musst, sofern die dich überhaupt versichern. Ich wurde verbeamtet auf Widerruf (=Vorbereitungsdienst=Referendariat, dann folgt die Verbeamtung auf Probe und erst dann die Verbeamtung auf Lebenszeit, die dann wirklich wasserdicht ist), trotz chronischer, aber sehr gut erforschter Krankheit und stabiler medikamentöser Einstellung und musste in der PKV dann 30 % Aufschlag zahlen... Im übrigen war der Betrag dieser 30% mehr als 3 mal so hoch als das, was meine Medikamente monatlich tatsächlich kosten.

Ich kann dir nur raten, dich von dem Gedanken, dass du als Lehrer sehr viel verdienen wirst, zu verabschieden. Um deines inneren Friedens Willen solltest du dich entweder dafür entscheiden, zu unterrichten, weil dir dies so viel Freude bereitet, du dich selbstverwirklichen kannst und weil es dein Traumberuf ist und du das immer machen wolltest und dann nicht so sehr an das Gehalt zu denken, oder aber du bist flexibel und suchst dir eine Alternative (ist ja auch mitunter mit einem Lehramt-Studium möglich) wo du mehr verdienen kannst, wenn dir das so wichtig ist.

Tja, das Leben ist nicht immer ganz gerecht und es gibt so viele schöne Berufe, die einem eine innere Zufriedenheit geben und sehr viel Spaß und Freude bereiten. Nur leider sind das dann oft die Berufe, mit denen man eher einen eher niedrigeren Lebensstandard führen muss.

Ich für meinen Teil wäre ja wahnsinnig gerne Tierpflegerin in einem Zoo geworden... ;-D Die finanziellen Tatsachen hielten mich jedoch davon ab....

Und auch nicht jedes Studium hat am Ende die gleiche Rendite... Man denke nur an Studienfächer wie Ägyptologie o. ä...

Informationen stehen zur Verfügung. Im Endeffekt liegt es an jedem selber, abzuwägen, was einem wichtiger ist und die für ihn passende Mischung aus Freude am Beruf, Selbstverwirklichung, Neigung/Interesse und Gehalt zu finden. Jammern oder klagen hilft da nicht wirklich weiter...

S8unfplowerx_73


@ Kamikazi:

Ich biete ein Studium und rd. 6 Jahre Weiterbildung für rd. 23.000€, mit StEx am Ende. In der Zeit u.a. 6 Monate 25 Stunden pro Woche komplett umsonst gearbeitet (und natürlich an sich noch Geld verdienen müssen).

Job mit viel. Verantwortung – aber volle, unbefristete Stelle mit über 2.000€ netto: Nicht in Sicht. Von berufsspezifischen Zwangsabgaben an div. Einrichtungen ganz zu schweigen. Tja... Klar läuft was schief! Aber die Erkenntnis ändert wenig, ein wenig Bitterkeit muss sein.

Mir bleibt daher letztlich nur zu sagen: Ich mache meinen Job gerne, und das muss irgendwie reichen. Werde halt noch einige Jahre Schulden abbezahlen, das ist jetzt das 5. Jahr ohne Urlaub (wobei Urlaub die 13 Jahre zuvor bedeutet: 3x eine Woche griechische Insel).

Klar kommt da eine gewisse Bitterkeit – aber was nützt es?

Ich wollte nur tendenziell sagen, wer bei der Berufswahl ein möglichst großes Gehalt als den alles entscheidenen Faktor ansieht, dem würde ich eher die freie Wirtschaft empfehlen, allerdings sollte man dann auch so ehrlich zu sich selber sein und sich fragen, ob man die für eine steile Karriere notwendigen Softskills denn auch wirklich mitbringt.

Dem stimme ich zu. Plus die Belastbarkeit, Leidensfähigkeit,...

MXarry<Popp<ins


Bevor man auf Lebenszeit Verbeamtet wird ist man Anwärter, selbst da guckt der Amtsarzt ganz genau.

Und vor der Verbeamtung auf Lebenszeit geht man noch mal zum Amtsarzt, wenn also in der Zeit dazwischen wieder was war sieht es schlecht aus.


Bei meiner Tochter wollte die PKV wirklich alles der letzten 5 Jahre haben.

K/ami,kazix0815


Bevor man auf Lebenszeit Verbeamtet wird ist man Anwärter, selbst da guckt der Amtsarzt ganz genau.

Man ist Beamter auf Widerruf und aus eigener Erfahrung schauen da die Amtsärzte wesentlich weniger scharf, als bei der Verbeamtung auf Probe/Lebenszeit. Gerade weil ja die Ref-Zeit ein klar abgrenzbarer Zeitraum ist, bei der am Ende definitiv der Austritt aus dem Beamtentum steht, werden fürs Ref nur die absoluten Ausnahmen nicht verbeamtet.

KBami*kazi08x15


Bei meiner Tochter wollte die PKV wirklich alles der letzten 5 Jahre haben.

Ja, das ist bei vielen PKVs normal, 5 Jahre ambulante, 10 Jahre stationäre Behandlungen.

LVianv-Jilxl


Bei meiner Tochter wollte die PKV wirklich alles der letzten 5 Jahre haben.

Meine Tochter hat den Vorteil, seit ihrer Geburt in der PKV zu sein.

Schließlich spielt das Eintrittsalter in die PKV bei der Beitragsbemessung auch eine Rolle.

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