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Wie sieht es mit der Verbeamtung aus?

ALpriEkoMsenxkernöl


Ich will ja nicht rumlabern, aber man hat bei A12 schon ca. 400-500 Euro mehr. Als Beamter.

D`if|fXicultyx.


Meine Therapie hat mit meiner beruflichen Eignung bzw. der Tatsache, ob ich damit arbeiten gehe, nichts zu tun.

Sehe ich nur bedingt so. Die Diskussion hatte ich ansatzweise schon in einem anderen Faden.

Lehrer (und wohl besonders das Ref) ist ein harter Beruf. Man hört immer, dass bei Lehrern die Chance auf Burn out besonders hoch ist. Wenn du schon mit dem Studium nicht zurecht kamst, und deshalb therapeutische Hilfe brauchtest, ist es durchaus möglich, dass du beim Beruf untergehst.

Wieso sollte der Staat jemanden auf Lebenszeit einstellen [...], der schon mit dem Studium überfordert war (also praktisch vorbelastet ist!) und möglicherweise im Beruf auch irgendwann untergeht [...]? Da nehme ich liebe jemanden, der psychisch und physisch vollkommen gesund ist, und bei dem zumindest angesichts der Ausgangslage bessere Chancen hat, durchzuhalten.

E/hemali+ger BNutzer (#325x731)


Das liest sich für mich so, als wäre der Beamtenstatus mit einem mittleren Lottogewinn verbunden.

Keine Ahnung, aber manchmal habe ich den Eindruck ohne Verbeamtung wird die Welt untergehen .... ich vermute aber sie wird sich trotzdem weiter drehen ;-D

Kzlettlerpflan#zex80


In meiner Branche verdienen Beamte im gehobenen Dienst im Eingangsamt (A 9, Stufe 1) gerade mal ein Bruttogehalt von 2246 Euro. Im mittleren Dienst (A5) sind es sogar nur 1932 Euro.

Meines wissens fangen aber gymnasiallehrer bei a 13 an, das sind an die 3200 brutto, das ist dann schonmal ein anderes level. Wissenschaftliche Mitarbeiterstellen an der uni sind auch a 13 (blöderweise werden so gut wie immer nur halbe stellen verteilt, so dass man für die hälfte die gleiche arbeit leistet)

Und dass man einen beruf nur wegen dem beruf ergreift und nicht wegen dem drum rum finde ich ein bisschen naiv. Also klar sollte der beruf einem auch spaß machen, aber es ist ja wirklich kein geheimnis, dass viele lehrer werden wegen dem Beamtenstatus, das sollte man der te nicht vorwerfen.

Wobei dass man mit ner therapie da schlechte chancen hat, ist eigentlich schon bekannt, hier im forum schreiben das ja auch öfter betroffene, die eben nicht in therapie gehen, weil sie lehrer werden wollen bzw. verbeamtet.

E$hemalmigUer Nut+zer (#n32)5:7x31)


Also klar sollte der beruf einem auch spaß machen, aber es ist ja wirklich kein geheimnis, dass viele lehrer werden wegen dem Beamtenstatus, das sollte man der te nicht vorwerfen.

Richtig aber dann weiß man auch das man wenn man in Therapie war eben deutlich schlechtere Chancen hat und muss eben auch akzeptieren ....

A;pr)ik|osenkxernöl


@ Difficulty;:

das sind andere Probleme bei mir gewesen. Das hat mit dem Studium und dem Beruf nichts zu tun gehabt.

Soziale Probleme, familiäre Probleme usw.

A#pri,ko(senk/ernxöl


@ Kletterpflanze80:

wägst du immer alles im Vorwege ab --- wenn es einem super schlecht geht, geht es einem ja darum, dass es einem besser geht... und ich habe schon behandlungsbedürftige Sachen gehabt.

Dsiffpic}ultyx.


Soziale Probleme, familiäre Probleme usw.

So. Sagen wir, die passiert dann in einigen Jahren etwas ähnliches. Scheidung beispielsweise. Oder wie meinem Lehrer, der damals hat den Tod seiner Frau mit grob geschätzt Anfang 40 nicht verkraftet hat. Ich stufe das mal als "familiäres Problem" ein. Seitdem ist er zu nichts mehr zu gebrauchen. Und Beamter. Noch gut 25 Jahre fest im Schuldienst. Na herzlichen Glückwunsch.

Es ist nur logisch, da weitestgehend gesunde Leute vorzuziehen!

KXlLetterp'flanzxe80


wägst du immer alles im Vorwege ab --- wenn es einem super schlecht geht, geht es einem ja darum, dass es einem besser geht... und ich habe schon behandlungsbedürftige Sachen gehabt.

Du hast mich missverstanden, ich finde das sehr gut, dass du deine Probleme erkannt hast und was dagegen getan hast. Trotzdem ist das eben nicht so unbekannt, wobei ich dir trotzdem geraten hätte ne Therapie zu machen. Dann muss man eben eventuell umdisponieren, also anderer job oder keinen beamtenstatus. Und ob ich alles abwäge nunja das ist einer der gründe wieso ich nicht lehrer geworden bin bzw. lehrer werde, weil ich weiß dass ich da auch schlechte chancen hätte, von daher was das betrifft ja ich wäge anscheinend immer alles ab;)

Richtig aber dann weiß man auch das man wenn man in Therapie war eben deutlich schlechtere Chancen hat und muss eben auch akzeptieren ....

Das hab ich ja auch nicht bestritten, wobei ich das schon unschön finde, dass die angestellten so benachteiligt sind, das könnte man vielleicht auch anders regeln. Vor allem ist die frage ob es sinnvoll ist, dass die ganzen noch nicht verbeamteten egal was sie haben nicht in therapie gehen um irgendwie verbeamtet zu werden und danach zusammen zu brechen

S1childLkröteu007


Irgendwie ist das alles eine komische Logik.

Zwei Leute sind krank, der Eine macht eine Therapie und wird wieder gesund, hat deshalb aber berufliche Nachteile.

Der Andere macht keine Therapie, bleibt versteckt krank und wird Beamter, machen ja viele Studis so.

Wer hat da wohl das höhere Risiko in Zukunft auszufallen?

E-hem4aliger Neutzer (u#325+731x)


Tja bei den Regeln der Verbeamtung ist einiges komisch .... es interessiert hinterher ja auch keinen mehr ob ich Kette rauche, 50 Kilo zunehme oder oder oder ....

So ist das halt, aber die Regeln werden sich so schnell nun mal nicht ändern. Sei denn die Verbeamtung wird in manchen Bereichen abgeschafft ....

KSamikalzi0x815


Also:

Deine Rückenprobleme sehe ich nicht grundsätzlich als Problem bei der Verbeamtung. Problematischer könnte da die Psychotherapie werden. Da ist ausschlaggebend, welche Diagnose du bekommen hast, inwiefern die Therapie erfolgreich war etc. Möglicherweise muss dein Psychodoc ein abschließendes Gutachten verfassen. Gute Freundin neben an hatte zu Beginn Schwierigkeiten deshalb, da wurde im Vorhinein vom RP aus länger rumgemacht, sie wurde dann aber, nach dem Gutachten, vorbehaltlos verbeamten.

Schwierig könnte es vor allem werden, in eine Private KK zu kommen. Und das wird dann für dich richtig teuer, denn da zahlst du ja die 15% von deinem Gehalt komplett alleine, keine Beihilfe, nichts.

Höchstalter ist je nach Bundesland unterschiedlich. In BW hat man Zeit bis 40 (oder sogar 45?), auf jeden Fall lange Zeit!

Die Kosten Beamter – Angestellter kann man schlecht gegeneinander aufrechnen. Ich spiele aufrecht mit dem Gedanken, die Verbeamtung zunächst abzulehnen, muss mich aber noch erkundigen, ob das eine Einbahnstraße ist oder nicht. Mir wird nämlich vom Land zu Beginn jetzt erst einmal 8% von meinem Gehalt gestrichen und das die nächsten 3 Jahre. Private Krankenkasse wird für mich so richtig teuer, da auf Grund von chronischen Erkrankungen saftiger Risikoaufschlag und wenn man dann alles abzieht, was es abzuziehen gilt, käme ich mit dem Angestelltengehalt, der GKV ungefähr ähnlich raus. Gleichzeitig erhalte ich mir ein gewisses Stückchen Freiheit und Würde :)z

Guck mal im Internet nach dem tvöd-Rechner. Der ist nicht schlecht und spuckt dir die jeweiligen Gehälter aus. Musst halt nur wissen, ob du Tarif Ost-West bezahlt wirst und ob nach TVL der TVÖD und und und oder eben, welche Gehaltsstufe etc.

Dkiafficfultyx.


Ja, die Regeln sind generell schräg. Eigentlich müssten da lebenslang regelmäßige Kontrollen und Tests eingeführt werden. Aber dafür hat man wahrscheinlich weder die Kapazitäten, noch das Geld... ":/

WEatewrlxi2


Also ich kenne einen Fall von einer Lehrerin, die 6 Monate wegen Depressionen mit Suizidversuch stationär behandelt wurde. Die wurde dann wieder eingesetzt und dann kurze Zeit später war der Suizid erfolgreich. Man hat sie trotzdem nochmal auf die Schüler losgelassen, weil sie wohl nach dem stationären Aufenthalt als arbeitsfähig eingeschätzt worden war. Diese Lehrerin hat sich schon so einige Dinger geleistet in der Schule, sicher auch bedingt duch die Krankheit und weil sie nicht anders konnte, aber trotzdem durfte die weiter arbeiten, wie es nur ging.

Ich würde das also nicht so eng sehen, vor allem wenn man eine Psychotherapie "beendet" hat und eine gute Prognose mitgegeben wurde und wenn die Krankheit nicht direkt was mit dem Schulalltag zu tun hat (also es sich z.B. nicht grad um Pädophilie handelt o.ä.). Klar WAR die Lehrerin schon Beamtin in meinem Beispiel, aber ich denke mal auch psychische Krankheiten sind heilbar. Und wenn man z.B. wegen Prüfungsangst oder sowas beim Psychologen war oder weil jemand in der Familie gestorben ist, dann ist es doch nicht so wild und es ist glaubwürdig, dass man wieder "gesund" ist inzwischen, oder?

Ansonsten ist die Verbeamtung ja nicht die Welt, man kann zur Not auch anders arbeiten. Ich würd mich z.B. eher fragen, ob Grundschullehrer überhaupt noch in allen Bundesländern verbeamtet werden, das glaube ich nämlich eher nicht. ":/

EthemalOiger eNutzher (j#32573x1)


Ja ich wäre für alle 4-5 Jahre eine Gesundheitsprüfung, ähnlich wie bei der Verbeamtung .... dann wäre es auch gerecht ... aber das ist wohl Wunschvorstellung.

Ansonsten bei der PKV stimme ich Kamikazi zu, da wird sie Probleme bekommen und einen ordentlichen Risikoaufschlag zahlen. Und ich sehe gerade selber die PKV ist sehr teuer und in manchen Punkten auch sehr eigen.

Ich weiß nicht ob der Beamtenstatus immer nur ein Segen ist....

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