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Wie sieht es mit der Verbeamtung aus?

K4amikaWzi081x5


Sollte irgendwann die Verbeamtung in dem Bereich ganz abgeschafft werden, was sich ja scheinbar in Tendenzen abnzubahnen scheint (man hört ja, dass es immer weniger Vebeamtungen gibt?), ist es doch wieder in Ordnung.

Guter Scherz! Bis dann mal soweit ist, kannst du dann noch ca. 60 Jahre warten, bis der letzte Beamte gestorben ist. Gerade in den südlichen Bundesländern hört man da recht wenig, von weniger werdenden Verbeamtungen.

Das ist dann aktuell eine Übergangsphase, und Übergänge sind nie besonders rosig, weil es da meist Ungerechtigkeiten gibt.

Von heute an gemessene über 60 Jahre Übergangszeit? Mh. Ich definiere so eine Zeitspanne anders.

L7iAan-JJxill


Gerade in den südlichen Bundesländern hört man da recht wenig, von weniger werdenden Verbeamtungen.

Der Grund scheint darin zu liegen, dass Beamte langfristig betrachtet insgesamt weniger kosten als Angestellte.

KTamikabzi0\81t5


Ne, langfristig eben nicht. Die kosten nur kurzfristig weniger. Aber was interessiert Politiker die Zeit nach ihrem Amt? Nüschte. Deshalb wird halt noch fleißig verbeamtet. Dass man dann eben spätestens 40 Jahre später wesentlich preiswertere Angestelltenpensionen haben könnte, juckt kein Schwein.

D[iffic8ultyx.


War ja auch nur eine Theorie von mir, Kamikazi, ich bin in der Branche auch nicht tätig, und ganz froh drum. @:) Besonders rosig hören sich nur die Vorstellungen von möglicher Verbeamtung einiger meiner Lehramts-Kommilitonen (übrigens in Süddeutschland.) nie an.

Von heute an gemessene über 60 Jahre Übergangszeit?

Vielleicht stuft man die Beamten ja irgendwann gehaltsmäßig auch herunter, wo wir dann auch wieder bei Ungerechtigkeit wären, dann wären es aber weniger als 60 Jahre. Aber wer weiß das schon. *:)

LTola20x10


Also, dann trifft das bei uns eben nicht so häufig zu-wie gesagt, ich bin chronisch krank und eine Kollegin hatte Brustkrebs, was ich ja als schwere Erkrankung einstufen würde. Wollte nur meine Erfahrungen dazu mitteilen.

SpchilSdkröte0x07


Nur mit Beamten alleine läuft der Laden eben nicht rund.

Von daher wird man immer noch so viele Beamte haben müssen, dass diese in Relation zu den Angestellten nicht in der krassen Unterzahl sind. Man sieht es ja bereits jetzt:

Wenn die angestellen Lehrer streiken, leidet der Unterricht enorm.

Deswegen versucht man das Verhältnis immer etwas ausgeglichen zu gestalten und daran passen sich auch die Untersuchungsergebnisse des Amtes an.

S~unfloywer_73


Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden. Fänd ich auch sehr diskriminierend

Eine frühere Kollegin hat (nach Krebserkrankung) die Verbeamtung dann immerhin nach weiteren fünf Jahren ohne Rückfall bekommen. Bis dahin immer nur alles angestellt, dann irgendwann mal auf Probe,... Und das halt in sehr hochrangiger Position, nicht als kleine Beamtin in der grauen Masse.

Das ist schon bitter. Aus der Perspektive.

Aus der anderen Perspektive (sehr subjektiv aufgr. meiner Sicherheit und hohen finanziellen Aufwendungen bei zu erwartender Rente um die 800€) finde es aber auch bitter, dass Beamte nicht nur diese Sicherheit haben, sondern in den heutigen Zeiten leerer Kassen so wenig Eigenleistung für die Rente erbringen müssen. Sie arbeiten letztlich auch nur wie alle anderen.

Aber das ist wohl ein anderes Thema.

Fakt ist auch:

Wenn jemand eine Verbeamtung anstrebt, sollte er sich halt genau informieren, mit welchen Dingen er sich ggf. selber Steine in den Weg legt (hier: Psychotherapie). Manche Erkrankungen kann man nicht verhindern, die kriegt man nun mal. Bei Psychotherapie ist bekannt, dass es Probleme geben kann. Aber auch, dass es Wege gibt, diese zu umgehen, wenn Therapiebedürftigkeit besteht.

mtari$poxsa


Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden. Fänd ich auch sehr diskriminierend

Ich kenne zwei Referendarinnen, die wg. Übergewicht nicht (sofort) verbeamtet worden sind.

SIvenjaG 87


Interessant ist was die Amtsärztliche Untersuchung ergibt ....

Und der Amtsarzt macht die Untersuchung eigenständig – und was er nicht weiß, macht ihn auch nicht heiß. Er stellt also organisch beispielsweise nicht fest, ob Du mal in der "Klapse" warst. Eine Operationsnarbe stellt er natürlich fest und wird Dich danach befragen. Dieser Untersuchung kannst Du getrost entgegensehen.

Schlimmer sieht es aber mit der Krankenversicherung aus. Im Angestelltenverhältnis bist Du in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Die können Dich nicht ablehnen. Kommt es aber zur Verbeamtung, entfällt eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Statt 50% vom Krankenversicherungsbetrag bekommst Du 50% der tatsächlichen Krankheitskosten als Beihilfe erstattet. Und für die anderen 50% musst Du Dich in einer privaten Krankenversicherung versichern. Und da sieht die Welt bei Vorerkrankungen anders aus. Die geben Dir einen Fragebogen, wo Du alles angeben musst. Und die schmeißen Dich sogar rückwirkend raus, wenn nachträglich festgestellt wird, dass Du hier falsche oder unvollständige Angaben gemacht hast. Das werten die als Betrug (das Protokoll der amtsärztlichen Untersuchung fliegt dagegen spätestens in 1 Jahr in den Shredder). Das ist das Hauptproblem an der Sache. Dann werden nämlich Risikozuschläge fällig, die richtig ins Geld gehen! Und dann kann das Beamtenverhältnis netto teurer werden als das Angestelltenverhältnis. :)z

EEhema)liger !Nut8zer (#3,25731x)


und was er nicht weiß, macht ihn auch nicht heiß

Dir ist aber schon bewusst das zurückhalten von solchen Informationen zu richtig viel Probleme führen kann wenn das raus kommt?

Ich finde man kann nicht ernsthaft raten eine Psychotherapie beim Amtsarzt geheim zu halten :|N

LUia"n-Jilxl


und was er nicht weiß, macht ihn auch nicht heiß

Damit soll aber hoffentlich nicht der Rat verbunden sein, auf entsprechende Nachfragen nicht wahrheitsgemäß zu antworten?

Und solche Fragen kommen, garantiert.

Srunf&loweqr_7x3


Und der Amtsarzt macht die Untersuchung eigenständig – und was er nicht weiß, macht ihn auch nicht heiß.

Und Falschantworten sind ein sofortiges Karriere-Aus. Fakt ist, dass regional offensichtlich unterschiedliche Zeiträume abgefragt werden. Da kann man Glück haben und die Therapie liegt länger zurück. Oder man hat Pech – und es ist nur wärmstens zu empfehlen, ehrlich zu antworten.

Ich finde man kann nicht ernsthaft raten eine Psychotherapie beim Amtsarzt geheim zu halten

Bloß nicht!!! Positiv verkaufen: Ja. Verschweigen: Keinesfalls.

Man sollte sich v.a. auch vor Augen führen, dass die Beihilfe bei Beamten nun mal mitbekommt, was an Behandlungen läuft. Und es gibt Formulare, wo dann ggf. ein solches Verschweigen auffliegt, wenn man gar nicht mehr dran denkt.

Kwaract\eOladxy


Ich würde das also nicht so eng sehen, vor allem wenn man eine Psychotherapie "beendet" hat und eine gute Prognose mitgegeben wurde und wenn die Krankheit nicht direkt was mit dem Schulalltag zu tun hat (also es sich z.B. nicht grad um Pädophilie handelt o.ä.). Klar WAR die Lehrerin schon Beamtin in meinem Beispiel, aber ich denke mal auch psychische Krankheiten sind heilbar. Und wenn man z.B. wegen Prüfungsangst oder sowas beim Psychologen war oder weil jemand in der Familie gestorben ist, dann ist es doch nicht so wild und es ist glaubwürdig, dass man wieder "gesund" ist inzwischen, oder?

Das Problem ist aber, dass es die Amtsärzte nun mal so eng sehen. Psychotherapie ist und bleibt in einer Vielzahl oder überwiegenden Zahl von Fällen das absolute K.O.-Kriterium.

Das Argument wurde ja nun auch hinreichend oft genannt: Der Staat übernimmt eine lebenslange Fürsorgepflicht für seine Beamten. Und da darf er sich dann auch aussuchen, wen er befürsorgen möchte ;-D

Nicht umsonst wächst z.B. an den Unis oder allgemein die Anzahl an "schwarzen" Psychotherapieangeboten, weil man einen Eintrag in der Krankenakte vermeiden möchte....

Ausnahmen sind übrigens Schwerbehinderte, für diese gelten wiederum Sonderregeln, weshalb auch oder gerade Schwerbehinderte wiederum verbeamtet werden.

Probleme gibt es nicht nur mit der Verbeamtung, sondern auch mit der privaten Krankenversicherung....

Bei mir hat bei der privaten BU bereits eine völlig harmlose, aber zunächst nicht ordentlich therapierte IGS-Blockade zu Probleme geführt, da man meine BU aufgrund orthopädischer Probleme daraufhin vollständig (!) nicht versichern wollte. Bei der normalen kommen in solchen Fällen eben die Risikozuschläge....

Wem das alles nicht passt, der soll eben im Gegenzug auch nicht die Vorteile des Beamtentums genießen dürfen....

S#unfblowexr_73


Das k.o.-Kriterium ist häufig aber relativ, d.h. da kann ein Gutachten vom Therapeuten einiges bewirken. Garantie gibt's nicht, aber ich kenne durchaus Fälle, wo eine kurze Stellungnahme des Therapeuten Probleme aus der Welt schaffte (kann bei diesen Fällen allerdings nur das Referendariat überblicken!).

Bei der normalen kommen in solchen Fällen eben die Risikozuschläge....

Ich kriege nicht mal eine BU. ;-) Und bekam die schon nicht, als ich noch weniger Gesundheitsprobleme habe. Darum denke ich halt auch: Wer das Sorglos-Beamtenpaket möchte, muss halt die Bedingungen akzeptieren. Nicht-Beamte müssen privat vorsorgen, haben ggf. keine Chance – aber müssen mindestens genauso (wenn nicht noch mehr) "die Hosen runterlassen".

StunflowRer_73


Nicht umsonst wächst z.B. an den Unis oder allgemein die Anzahl an "schwarzen" Psychotherapieangeboten, weil man einen Eintrag in der Krankenakte vermeiden möchte....

Genau. Selbstzahler, Beratungsstelle statt offizielle Psychotherapie. Dann ist zumindest nichts aktenkundig... :-X

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