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Ich glaube, ich bin nicht fähig zu arbeiten

HFinaita


Geht mir genauso. Ich finde das Arbeitsleben eine gewaltige Umstellung war.

Studium war auch kein Zuckerschlecken (ewige Fahrtzeit hin, morgens Vorlesung, bis abends Labor, heimfahren bis in die Nacht Protokolle schreiben, essen, schlafen, wiederholen), aber es hat mich nicht so ausgelaugt wie die Arbeit.

Jetzt im Praktikum arbeite ich 40h/Woche mit allen 2 Wochen Samstags, muss immer noch ewig fahren (ok das hab ich mir selbst eingebrockt) und es NERVT mich ziemlich. (Ok, kann auch daran liegen dass das Gehlt was ich bekomme n Hungerlohn ist... aber gehört halt zur Ausbildung dazu...). Bin eig nur zum Schlafen / esssen / mails checken zu Hause – bin eig immer von morgens halb 8 bis abends halb 9 weg. Das schlaucht.

Ich bin jetzt kurz vor ende des Praktikums und hab mich einigermaßen mit den ganzen arrangiert. Am Anfang war ich todunglücklich über die wenige Freizeit die ich habe, das geht inzwischen. Ansonsten frage ich mich aber immer noch und werde wohl auch nicht aufhören, wie manche Leute das schaffen, nebenbei noch nen Haushalt zu führen oder sogar Familie neben nem Vollzeitjob zu haben.

Ja es ist das "reale" Leben und das Arbeitsleben ist nun mal so. Kann ja trotzdem sagen, dass ichs nicht toll finde. Aber alles besser als arbeitslos

h=ikle'inxes


Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht: Warum machst du das dann? Ich stelle mir das so vor: Jemand hasst Computer, will aber gerne Programmierer sein. Jetzt sitzt er jeden Tag von morgens bis abends am Rechner und ist todunglücklich, weil er lieber an der Luft wäre. Da könnte es doch sinnvoller sein, den Beruf zu wechseln, auch wenn man dann eben nicht mehr Programmierer sein kann...

Im Studium und im Praktikum: Da ist das was anderes. Das sind ja Lehrjahre und die sind bekanntlich, du weißt schon :) Aber wenn einem das Alltagsleben des gewählten Berufs so gar nicht liegt, warum sollte man ihn denn machen?

Nicht jeder hat alle Wahlmöglichkeiten, das sehe ich ein. Aber auch als Verkäuferin kann man ja z.B. noch wählen, was man verkauft. Oder als Minijobber, in welche Branche es gehen soll.

rOacheexngel65


Wenn Du nur rumhängst – dann verschwendest Du Dein Leben

glaub ich nicht. dann macht man ja genau das, was einem spass macht, rumhängen ;-) aber ich denke auch, wenn man sich schon zur arbeit quälen muss, ist es nicht die richtige. leider hat man ja hier keine großartige alternative. es wird einem geraten zu studieren und hat man dann studiert kriegt man hier noch nicht mals ne arbeit, sondern kann ins ausland gehen, falls dort was gesucht wird. ich bin froh über meinen job, auch wenn ich oft nachts arbeiten muss. früh aufstehen macht mir auch nix, schlaf ist eh knapp ;-)

L(iveJrpoxol


es wird einem geraten zu studieren und hat man dann studiert kriegt man hier noch nicht mals ne arbeit, sondern kann ins ausland gehen, falls dort was gesucht wird.

Naja, man kann's auch übertreiben. Natürlich bekommt man mit Studienabschlüssen einen Job. Vielleicht nicht jeder und vielleicht auch nicht immer das was man will, aber ein Studium ist ja jetzt wirkliche keine Garantie für Arbeitslosigkeit... ":/

Bin ich eigentlich die einzige, die studieren schlimmer findet als Arbeiten? Ich hab vor dem Studium 2 1/2 Jahre gearbeitet (42-Stunden Woche, Schichtdienst) und hatte tausend Mal mehr Freizeit also jetzt im Studium, obwohl ich nur 2-3 Stunden täglich anwesend sein muss.

Als ich gearbeitet hatte, hatte ich frei wenn ich nach Hause kam. Man kann machen was man will und meine Zeit mit den Dingen ausfüllen, die mit Spaß machen.

Im Studium hab ich außerhalb der Uni immer im Hinterkopf, dass ich eigentlich lernen muss. Ständig muss irgendwas vorbereitet werden, irgendwas gelesen werden und Prüfungen schreiben sich leider auch nicht von selbst. Wenn ich einen Tag mit ausschlafen, gemütlich frühstücken und Stadtbummel verbringen, hab ich direkt ein schlechtes gewissen und häng in der Regel auch direkt mim Stoff hinterher. Dem ist's auch egal, dass Wochenende ist. Da muss ich genauso an den Schreibtisch wie an jedem Wochentag... Irgendwie nervt mich das wesentlich mehr als arbeiten.

Vielleicht lags aber auch daran, dass ich das Arbeiten schon gewöhnt war. Viele meiner Komilitonen (sprich: gleicher Stoff = gleiches Arbeitspensum), die direkt nach der Schuke angefangen haben, finde ihre Ferienjobs auch anstregender und ätzender als studieren...

E?hemalig7er NuAtzehr (#3 25x731)


Ich bin jetzt kurz vor ende des Praktikums und hab mich einigermaßen mit den ganzen arrangiert

Was einfach zeigt das alles Neue ungewohnt und belastend ist und man eben ein paar Wochen oder Monate braucht bis man sich eingestellt hat.

Daher ist das was die TE gemacht hat, nach 3 Tagen hinzuschmeißen im Praktikum auch der falsche.

Man muss sich halt anpassen und das geht nicht von heute auf morgen, aber irgendwann hat man sich dran gewöhnt und dann wird es einfacher und normal.

Und wenn man sich so gar nicht einleben kann muss man sich ernsthaft die Frage stellen ob der Job der richtige ist. Denn eigentlich sollte man das was man die ganze Woche über macht, wengistens gerne machen ;-)

Bin ich eigentlich die einzige, die studieren schlimmer findet als Arbeiten?

Nee bist du nicht, ich bin froh wenn ich ab Herbst arbeiten kann und mich dann nur noch auf Arbeit konzentrieren muss und nicht noch 23 Dinge erledigen muss wenn ich Feierabend habe wie jetzt im Studium.

Ephema8ligeTr Nutzerc (#32K5731x)


Wobei ich aber auch gearbeitet und eine Ausbildung gemacht habe bevor ich studiert habe ...

DbieK%ruemxi


Daher ist das was die TE gemacht hat, nach 3 Tagen hinzuschmeißen im Praktikum auch der falsche.

normalerweise würde ich dir Recht geben, aber wenn man eine Kotz-Phobie hat, ist man im Krankenhaus einfach falsch. Das hätte man im Vorfeld wissen können-ja, ok, aber bevor es zu einer für Patienten unangenehmen Situation kommt, ist es ok, seine Grenzen zu akzeptieren @:)

r+acheFengeMl65


Natürlich bekommt man mit Studienabschlüssen einen Job

fragt sich nur, als was man anschließend arbeitet ;-) keiner meiner freunde, bzw. bekannten die studiert haben, haben hier auch einen job bekommen, bzw. arbeiten in branchen die ganz anders sind. waren teilweise auch über einen längeren zeitraum arbeitslos, bis sie endlich ihren wunschberuf auch verwirklichen konnten.

EGhemwa,liger$ Nutzer r(#325'731)


aber wenn man eine Kotz-Phobie hat, ist man im Krankenhaus einfach falsch

Richtig, aber das wusste sie ja nun vorher. Sie wollte ja sogar die Ausbildung da machen ....

Gut überlegt was das wohl dann eher nicht ...

bteetlwejuicex21


also ich kann mir auch nach 7 jahren Krankenpflege immer noch schönere momente vorstellen als kotzende Patienten, aber man darf auch in der Pflege Ekel empfinden und die Professionalität dazu die lernt man halt. aber nicht in 3 tagen... logisch

Lfiverxpool


Mich ekelts trotz medizinischem Beruf auch vor Kotze. Mehr als vor allen anderen Dingen, denen man in der Medizin so begegnet. Ich versuche mich auch immer m Hintergrund zu halten, wenn ich Patienten übergeben. Gibt glücklicherweise Kollegen, die damit weniger Problem haben.

Aber wenn's eben drauf ankommt, dann kann ich auch die Nierenschale halten oder Kotze aufwischen.

Meine Schwester dagegen hat ebenfalls eine Phobie, für ist der Tag gelaufen, wenn sich in ihrer Gegenwart jemand übergibt. Aufwischen? undenkbar. Die könnte man nichtmal in einem Zimmer mit Post-Op Patienten arbeiten lassen, weil sie vor lauter Angst, dass jemand kotzt, nichts mehr auf die Reihe bekäme. Sollte es sich bei der TE wirklich um einen solche Phobie handeln, ist einen medizinische Ausbildung wirklich sinnlos. Das hätte man sich allerdings wirklich vorher denken können...

EThemaligerh Nutze=r (#t32Y5731x)


Mich ekelts trotz medizinischem Beruf auch vor Kotze

Ich finde das auch nichts toll, aber dafür bin ich professionell genug den Patienten, der sich ohnehin scheiße fühlt und meistens auch schämt, nicht auch noch zu zeigen das ich das auch nicht so toll finde.

Das muss man halt durch. Aber das man auch mit Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten zu tun hat wenn man sich so ein Praktikum sucht oder gedenkt das die Ausbildung zu machen ....sowas vergisst man doch nicht ":/

Zumal sie von der Phobie vermutlich nicht erst in den 3 Tagen Praktikum erfahren hat ...

Ist ja keine Schaden, aber war nicht wirklich durchdacht ...

EDhe%maliHger Ntutzer J(#3536x55)


es wird einem geraten zu studieren und hat man dann studiert kriegt man hier noch nicht mals ne arbeit, sondern kann ins ausland gehen, falls dort was gesucht wird.

Derzeit sind zwischen 2 und 3% der Menschen mit einem Universitätsabschluss arbeitslos. Das wird als Vollbeschäftigung gesehen. Nach einem Studium dauerhaft arbeitslos zu sein, ist ziemlich unwahrscheinlich und meistens eher der Fall, wenn man "Schwachsinn" studiert hat, sehr schlecht abgeschlossen hat oder übermäßig alt oder behindert ist.

slchnu.epcUhen


Zu der Sache mit dem ersten Praktikum: Ich hatte meine Phobie (ja, es ist eine echte Kotzphobie) gut im Griff und wollte daher die Ausbildung machen und hab es mir auch zugetraut. Leider kam die Angst dann durch traumatische Ereignisse wieder hoch. Trotzdem wollte ich es mit dem Praktikum machen und dachte wirklich, mich durchbeißen zu können. Vor den Patienten habe ich übrigens nie Ekel gezeigt und tapfer durchgehalten. Das haben auch die anderen Schwestern bestätigt. Und doch, die nervliche Anspannung und die Angst, das was passieren könnte, waren zu groß. Bei jedem Klingeln hatte ich Panik, dass sich jemand übergeben haben könnte. Ich bin nicht stolz drauf, das nicht durchgezogen zu haben, denke aber gleichzeitig, dass es das Beste war.

Heute war mein Praktikum nicht ganz so gut. Die eine Mitarbeiterin war irgendwie genervt und hat mich wegen totaler Kleinigkeiten angemeckert :°( . Und das auf eine ganz blöde Art, als ob ich drei Jahre alt wäre. Aber das liegt wahrscheinlich am Beruf ;-D . Wer immer mit Kindern zu tun hat, gewöhnt sich so eine Art des Meckerns wahrscheinlich an ;-) .

Ich selbst hab mich heute auch total komisch benommen, war sehr ungeschickt und hab dadurch ein bisschen Extra-Arbeit (Aufwischen von Flüssigkeit) verursacht. Das hab ich selbstverständlich selbst übernommen! Und trotzdem, ein doofes Gefühl bleibt, ich glaube, heute war die eine Erzieherin einfach nur genervt von mir :°( . Und dabei will ich doch alles richtig machen und den anderen Leuten gefallen. Kann doch auch nichts dafür, wenn mir was Blödes passiert. Hab schon richtig Bedenken, da Montag wieder hinzugehen. Ich kann einfach das Gefühl, nicht gemocht zu werden, nicht ausstehen. Dabei macht mir die Arbeit an sich weiterhin sehr viel Spaß und auch das frühe Aufstehen klappt schon ganz gut ]:D .

Zum Schluss hat mich eine Mitarbeiterin (die, die mich so angemeckert hat) noch kurz gelobt, weil ich mitgedacht hatte. Ganz schlimm kann ich also nicht sein, oder?

H\ann[ahxWe


Irgendwann holt einen das echte Leben wieder ein, und das besteht nun mal aus mindestens 40 Stunden arbeiten die Woche. Als ob das eine Zumutung ist

Da frage ich mal provokativ: Sagt wer? Bevor jetzt hier wieder die Diszipin-Rute ausgepackt wird: Ich arbeite auch eine 40-Stunde Woche in einem Büro, aber ich würde mir nicht anmaßen, zu entscheiden, was das "echte Leben" ist.

Wenn ich sowas schon höre, wird mir ganz anders. Mein Vater redet so, als ob man nur etwas Wert wäre, wenn man arbeitet, arbeitet, arbeitet.

Das echte Leben ist das, was du draus machst. Wenn jemand 20 Stunden die Woche als Erdbeerverkäuferin in einem dieser Erdbeerstände arbeiten möchte und deswegen bescheiden in einem kleinen WG-Zimmer am Rande der Stadt wohnen möchte, als seine komplette Lebenszeit Woche für Woche an jemand anderen zu verkaufen, warum nicht? Entscheidest du jetzt, was das echte Leben ist?

Ich liebe die Liedzeile aus dem Song "Bittersweet Symphony": You're a slave to money and then you die!

Natürlich ist es schön, wenn jemand seine Berufung findet, Spaß hat an der Arbeit, die Arbeit gerne macht und sich gebraucht und wichtig fühlt - sowas wünsche ich jedem. Aber das kann man nunmal nicht erzwingen.

Neben einem durchschnittlichen Vollzeitjob (8 std Arbeit, 1 std Mittagspause, 2 std Arbeitsweg von Tür zu Tür) bleibt sehr vielen kaum noch Kraft und Energie für ein erfülltes Privatleben, Partnerschaft, Sport, Hobbies usw.

Wenn jemand, dem dieses Korsett unserer Leistungsgesellschaft zu eng ist, einen Weg für sich findet, aus diesem auszubrechen und sein Leben zu Leben, ohne anderen auf der Tasche zu liegen, dem applaudiere ich und bin ein kleines bisschen neidisch. :)=

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