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Ich glaube, ich bin nicht fähig zu arbeiten

Czolib/rix_


So, kann man sich irgendwie eine gesunde Arbeitsmoral aneignen? Und das Arbeiten lernen?

Klar. Eigentlich hättest Du das so zwischen 3 und 6 Jahren tun sollen... Jetzt musst Du's halt nachholen.

Vielleicht solltest Du Dich als erstes von der Idee verabschieden, dass Arbeit Selbstverwirklichung bedeutet. Arbeit hat in erster Linie den Zweck, für Deinen Lebensunterhalt zu sorgen. Früher lief das 1:1 – Hirsch erwischt = Essen und Kleidung haben, keinen Hirsch erwischt = hungern und frieren. Wenn die Arbeit (und das Hingehen) auch noch Spass macht, umso besser. Falls nicht, dann halt nicht.

HfannaMhWe


Vielleicht solltest Du Dich als erstes von der Idee verabschieden, dass Arbeit Selbstverwirklichung bedeutet. Arbeit hat in erster Linie den Zweck, für Deinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Meine Güte, bist du verbittert. Deinen Job möchte ich nicht haben!

Früher lief das 1:1 – Hirsch erwischt = Essen und Kleidung haben, keinen Hirsch erwischt = hungern und frieren.

Ja, früher hat man maximal ein paar Stunden gejagt, einen Hirsch erwischt, dann hatte man ein paar Tage seine Ruhe. Keiner hat 8 Stunden jeden Tag nach dem immerselben Muster Hirsche gejagt, und wenn du an einem Tag schon 1 Hirsch erwischt hast, dann musstest du keine weiteren 7 Hirsche erwischen, nur weil das das "echte Leben" ist. Das ist der Unterschied warum damals keiner an Burnout oder BoreOut erkrankt ist.

Aber einer gerade 20 jährigen schon jetzt zu sagen, dass Arbeit keinen Spaß machen muss, halte ich für falsch. Wenn sie sich nicht jetzt etwas sucht, was sie zumindest nicht sosehr hasst, dass sie sich ab dem 3. Tag krankschreiben lässt, wann dann?

kYamixkaze


HannahWe

Ja, früher hat man maximal ein paar Stunden gejagt, einen Hirsch erwischt, dann hatte man ein paar Tage seine Ruhe.

Süß! ;-D Klar, war alles total easy früher; die Leute hatten soooo viel Freizeit :-D. Der erlegte Hirsch hat sich natürlich von selbst zerlegt, zubereitet und verarbeitet und alles andere wie Kleider nähen, Wurzeln sammeln, Wasser holen, Wäsche waschen, Feuer machen und so weiter ging ja früher beinahe von alleine. o:)


Deinem Beitrag davon stimme ich aber zu. :)^

k=amigkxaze


*davor

EAhemaligPer Nutz_er (#3257431)


ging ja früher beinahe von alleine

Das bischen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann ;-D :=o

Sorry passte gerade so hervorragend zu dem Hirsch ;-D

C,olqib-ri_


Vielleicht solltest Du Dich als erstes von der Idee verabschieden, dass Arbeit Selbstverwirklichung bedeutet. Arbeit hat in erster Linie den Zweck, für Deinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Meine Güte, bist du verbittert. Deinen Job möchte ich nicht haben!

*kicher* Der war süss. Wir reden hier über Arbeitsmoral, hast Du das mitgekriegt? Nebenbei – ich habe einen der verbreitet als Traumjob geltenden Berufe – und stehe, obwohl er auch seine Schattenseiten hat, täglich gerne auf und gehe hin. Die komfortable berufliche Situation ist mir aber auch nicht einfach in den Schoss gefallen – ich habe dafür gearbeitet.

Enhelmali1ger ^NutzeBr (#3257x31)


Ich meine machen wir uns doch nichts vor. Jeder Job, egal wie gerne man ihn macht, hat seine besch.... Seiten.

Und bei jedem Job liegt man irgendwann morgens im Bett und denkt sich, ich steh heute nicht auf, ich habe keine Lust. Den Job bei dem es 365 Tage im Jahr rund läuft, alles nur fun ist und ich machen kann ich will, den gibt es nun einmal nicht.

Da kann ich meinen Job noch so sehr lieben ...

deummschpmarrexr74


Süß! Klar, war alles total easy früher; die Leute hatten soooo viel Freizeit

ich bin fest überzeugt davon, dass die leute früher (also wirklich früher) mehr freizeit hatten. aber eine kürzere lebenserwartung, das war der preis.


frühes aufstehen macht mich auch fertig, deswegen mache ich es nicht :-p . dafür muss ich abends länger sitzen, das gast andere halt stark an, die lieber früh aufstehen. an die 8h gewöhnt man sich, insbesondere wenn man nicht dauermüde wegen frühen aufstehens ist ;-)

und, liverpool hat es schon gesagt: das wochende ist im normalfall *wirklich* frei. kein lernen, keine hausaufgaben, etc.

IAsab]exll


HannahWe

Ich sehe es ähnlich wie Du.

Bei der "Erdbeerverkäuferin" ist mir ein alter Freund von mir eingefallen (war ein Kollege beim Kellnern). Der war sogar vorher Beamter und ist irgendwann ausgestiegen. Weil er seinen erlernten Beruf, der gleichzeitig seine Leidenschaft war, durch diese Arbeit nicht nach seinen Vorstellungen ausleben konnte.

Seit dem hielt er sich dann eben durch das Kellnern über Wasser (war teilzeitangestellt und hat noch andere Sachen gemacht, so in die künstlerische Richtung) – aber was heißt über Wasser gehalten, für seine Ansprüche hat er ein tolles Leben gelebt. Damit meine ich nicht, dass er "geringe" Ansprüche hatte – auch das ist ja subjektiv.

R;afax88


ich bin fest überzeugt davon, dass die leute früher (also wirklich früher) mehr freizeit hatten. aber eine kürzere lebenserwartung, das war der preis.

Von wieviel Jahren früher reden wir ? Mein Opa (jetzt fast 80) hat seitdem 14. Lebensjahr gearbeitet, in Regel gab es da keine 40h Woche – sondern fast 60 h wurden da gearbeitet. Später kam dann noch ein Bauernhof dazu, wo Hof, Tiere, Felder auch unterhalten werden musste. Freizeit kannte er nicht, er war Froh wenn er Samstag Abend 20 Uhr mal 1 oder auch 2 Stunden weggehen konnte. Meine Oma ihrer Lebensgeschichte ist ebenso ähnlich Arbeitsreich. Und die von meinen anderen Großeltern ebenso. Selbst mein Vater (Alter 53) sagt das Heute viele besser ist als früher, vor 25 Jahren hatte mein Vater 15 Tage Urlaub bei einer Arbeitsswoche von MO-SA und 48hWoche.

Ich glaube uns geht es heutzutage sehr gut, vielleicht sogar zu gut für manche. Nur wissen wir mit unserer Freizeit kaum noch was sinnvolles anzufangen, ich sag nur mal Facebook, Skype, Smartphone´s oder dieser Müll im TV. Meine Großeltern haben früher Rund um die Uhr gearbeitet, sind jeden Abend 22 Uhr ins Bett gefallen um am Nächsten Morgen 4 Uhr wieder Arbeiten gehen zu dürfen – trotzdem kommt es mir so vor als ob sie glücklicher mit ihren Leben waren als viele Menschen Heute. Ganz einfach, sie wussen damals wofür sie arbeiten. Heute gibt es doch alles im Überfluss.

Echemal8iger} NrutzeZr (#,3536W55)


Kommt darauf an, was man macht.

Wenn man heute in einer leitenden Position arbeitet, ist man gut und gerne mit 60h dabei. Zusätzliche Vorbereitung/Nachbereitung nicht inbegriffen.

Das durchschnittliche Arbeitsvolumen ist tatsächlich gesunken.

d/ummscXhmarrxer74


Von wieviel Jahren früher reden wir ? Mein Opa

es war vorher von der jagd auf einen hirsch die rede, ich war also gedanklich bei vielen ururururur(-opas) in der jäger- und sammlerzeit.

I'n-fKog Nxito


....also ich finde, es ist schon ein großer unterschied, ob man seine arbeit gerne macht.

mein mann und ich machen unsere arbeit echt gerne, dito viele leute, die wir kennen.

man macht eigentlich den ganzen tag das, was einen interessiert....

klar gibt es durststrecken, aber das ist immer ganz kurz.

die beste arbeit ist m.a. nach die, bei der man sich die zeit selbst einteilen kann – oder man mittags auch einfach mal zum essen mit freunden gehen kann.

8 stunden irgendwo drin verhaftet zu sein (was ich von praktika bzw. minder qualifizierten arbeiten kenne) wäre mir auch ein greuel. deshalb sollte man soviel qualifikation wie möglich aufbauen, dann ist auch das berufsleben nicht so schwer.

EOlueoxnorxa


deshalb sollte man soviel qualifikation wie möglich aufbauen, dann ist auch das berufsleben nicht so schwer.

Das stimmt natürlich absolut. Aber wenn man kein hochmotovierter Arbeitsmensch ist, sondern jemand der eigentlich grundsätzlich Leben möchte und eine 'Daseinsberechtigung' halten will, was empfiehlt sich dann? Ganz ehrlich: Mittlerweile studiert jeder Pieparsch, die Anforderungen steigen regelmäßig weiter ... die 'besseren' Ausbildungsberufe sind bald mit Scheißdreck vergütet, egal wie gut oder viel gearbeitet wird.

Arbeiten um zu leben funktioniert in sehr vielen Fällen nicht. Es muss orft vom Staat aufgestockt werden. Dazu werden noch Berufe ausgebildet, die kurz vorm aussterben stehen – oder Leute die ihre Ausbildung abgeschlossen haben dürfen feststellen das ihr Beruf nicht gefragt ist ... was is'n das?

Grundsätzlich alles Scheißdreck, ganz ehrlich.

Das heißt nicht, dass man sich das Arbeiten sparen kann oder soll. In keinem Fall. Aber es ist wesentlich problematischer, als es immer dargestellt wird.

Natürlich muss man Spaß an seinem Job haben! Aber man muss auch seine Anerkennung dafür bekommen und mit der Vergütung verhältnismäßig zufrieden sein.

Beginng OffTopic Wer sich hoch bildet um am Ende mehr Verantwortung und Arbeit übernehmen zu können (meistens Denkarbeit), sollte es nicht 'einfacher' haben indem er mehr Geld verdient. Die Handwerker krüppeln sich halb kaputt um sich über Wasser zu halten und am Ende mit dünner Rente mit dem Rollator vor sich hin zu gurken ... das steht mit den Bürohockern in keinem Verhältnis! Ich wollt's irgendwie nur mal los werden, sorry Ending OffTopic

E%hemali'ger1 NuAtzefr (#3#53655)


die 'besseren' Ausbildungsberufe sind bald mit Scheißdreck vergütet, egal wie gut oder viel gearbeitet wird.

Inwiefern?

Ich weiß nur, dass bisher die Ausgebildeten in der Industriearbeit (noch) nicht zittern müssen, was ihren Arbeitsplatz angeht. Inwiefern sich der Lohn bei dieser angesprochenen Gruppe verändert hat, habe ich nicht auf dem Schirm.

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