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Ist das ein gutes Arbeitszeugnis?

WaisseInmoe^cht hat die Diskussion gestartet


Hallo,

der Vertrag bei meinem ehemaligen Arbeitgeber ist nach vier Jahren ausgelaufen. Vor Kurzem habe ich mein Arbeitszeugnis bekommen. Nun frage ich mich, ob das ein "gutes" Arbeitszeugnis ist, bzw., wie es sich für Außenstehende lesen lässt.

Würde mich über eure Meinungen freuen! :-)


"An Fortbildungen nahm Wissenmoecht aktiv und mit Erfolg teil und erlangte so qualifizierte Kenntnisse in ihrem Fachbereich.

Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte Wissenmoecht aufgrund ihrer Auffassungsgabe und geistigen Flexibilität auf voll zufriedenstellende Weise.

Dank ihrer Ausdauer und ihrer positiven Arbeitseinstellung zeigte sie sich auch starkem Arbeitsanfall gewachsen.

Wissenmoecht bearbeitete alle wichtigen Aufgaben gewissenhaft. Sie zeigte Initiative, Fleiß und Eifer. Die Qualität ihrer Arbeit entsprach unseren Erwartungen.

Wir waren mit den Ergebnissen und der gezeigten Leistung von Wissenmoecht jederzeit zufrieden.

Mit Vorgesetzten sowie Mitarbeitern hat sie gut zusammengearbeitet. Wissenmoecht hat unsere Kundinnen und Kunden stets freundlich und fachgerecht beraten.

Das befristete Arbeitsverhältnis endete mit Ablauf der vereinbarten Dauer.

Wir danken Wissenmoecht für ihre Leistungen und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute."


Na, was meint ihr? Kann mir das mal jemand "übersetzen"?

Danke und liebe Grüße! @:)

Antworten
WFissnenmoxecht


Habe was vergessen |-o

Es stand noch folgender Satz drin:

"Während ihrer Tätigkeit in unserer Verwaltung zeigte Wissenmoecht gute Fachkenntnisse."

*:)

C~leo E!dwar;ds v. Davon*pooxrt


Für jemanden der keine Ahnung hat liest es sich teilweise grausam. "Sauer aufgestoßen" sind mir aber folgende Punkte:

aktiv und mit Erfolg teil und erlangte so qualifizierte Kenntnisse in ihrem Fachbereich

Klingt so als wäre das Mindeste vom Mindesten erlangt.

erledigte Wissenmoecht aufgrund ihrer Auffassungsgabe und geistigen Flexibilität auf voll zufriedenstellende Weise.

Wie bitte ???

Wissenmoecht bearbeitete alle wichtigen Aufgaben gewissenhaft. Sie zeigte Initiative, Fleiß und Eifer. Die Qualität ihrer Arbeit entsprach unseren Erwartungen.

Und auch hier, wenn ich so lese, die Qualität entsprach ihren Erwartungen. Also das Mindeste vom Mindesten habe ich also erfüllt?!

Und die wichtigen Aufgaben werden gewissenhaft erledigt? Und das andere? Ich zeigte also mal Initiative, Fleiß und Eifer? Wann denn? In vier Jahren einmal?

Wir waren mit den Ergebnissen und der gezeigten Leistung von Wissenmoecht jederzeit zufrieden.

Aha, also es war okay. Zufrieden. Okay eben.

Mit Vorgesetzten sowie Mitarbeitern hat sie gut zusammengearbeitet. Wissenmoecht hat unsere Kundinnen und Kunden stets freundlich und fachgerecht beraten.

Hm, gut zusammengearbeitet und man erwähnt die Selbstverständlichkeit, dass man Kunden stets (mit dem Wort wurde ansonsten aber sehr gegeizt) freundlich und fachgerecht beraten hat.

Aber weißt du was das Schöne ist? Ich habe davon keine Ahnung ;-) . Und meinen Senf gab ich nur hinzu, um mitzuteilen, wie das auf den unwissenden Laien wirken könnte. @:) @:) @:)

D^i-eKrguemi


Den ersten Teil finde ich gut. ( ersten 3 Sätze)

Dann wird es interpretationsfähig...

Wissenmoecht bearbeitete alle wichtigen Aufgaben gewissenhaft

und war bei den unwichtigen Routineaufgaben schlampig?

Die Qualität ihrer Arbeit entsprach unseren Erwartungen.

finde ich nicht sooo gut. wenn ich von jemandem nix erwarte, kann er durch nix-tun meinen Erwartungen entsprechen.

Wir waren mit den Ergebnissen und der gezeigten Leistung von Wissenmoecht jederzeit zufrieden.**

in Schulnoten hört sich das nach einer 3 an.

D\ie$Krxuemi


obwohl, beim 2ten Lesen findne ich die ersten 3 Sätze unter Berücksichtigung von Cleos Anmerkungen auch nicht mehr so toll......

D`ieKrNuemi


Auffassungsgabe und geistigen Flexibilität

erwarte ich in der Patientenakte eines neurologischen oder geriatrischen Patienten.....

ich meine, "geistig flexibel" gehört irgendwie zu den Grundvoraussetzungen, um alleine und selbständig leben oder Bus fahren zu können........ oder bin ich da grad zu kleinlich?

A:nne4x2


Ich sehe nichts gravierendes und verstecktes darin. Allerdings fehlt das Bedauern des Arbeitgebers über deinen Abgang.

Ein typisches 08:15 Zeugnis, das vermutlich bei keinem Personalchef ein AHA Erlebnis auslösen wird.

CHl]eo gEdwaSrds v. Dzavo3npoorxt


Nein Kruemi, bist du nicht oder wir sind es beide. Ehrlich gesagt, deswegen auch das "wie bitte?", finde ich diese Aussage sogar höchst beleidigend.

Wenn ich übertragene Aufgaben auf Grund meiner "Auffassungsgabe und geistlichen Flexibilität" erledige, hat dass für mich den Eindruck ich konnte die Kaffeemaschine bedienen und fand Kaffeepulver, Wasser und das Filterpapier. Ach ja, den Knopf zum einschalten meist auch noch.

Diese Bezeichnung ist normalerweise immer beleidigend, wenn man sie denn erwähnt, denn wie du schon sagst, es ist eine Selbstverständlichkeit. ":/ ":/ ":/

Das kann aber auch völlig anders gemeint sein. Mir ging es eben nur um die Interpretierungsmöglichkeit, was so ein doofes Zeugnis beinhaltet.

L4alxee


Ich stimme euch zu...schwierig, das Ganze.

BVran8doxr


Zu der Frage im Titel: Soweit ich das sagen kann, nein – das ist kein gutes Arbeitszeugnis. In Schulnoten müsste es um gut zu sein einer 2 entsprechen und das tut es leider nicht. Ich würde das Arbeitszeugnis von einem Fachmann überprüfen lassen und dir Tipps holen, was besser gestrichen werden sollte.

Rvatloxs23


Das Zeugnis ist schlecht, maximal eine 3, eher schon Richtung 4.

Die ihr übertragenen Aufgaben erledigte Wissenmoecht aufgrund ihrer Auffassungsgabe und geistigen Flexibilität auf voll zufriedenstellende Weise.

Ist eine 3-4, eher aber eine 4. Hier käme normalerweise der Satz: die ihr übertragenen Aufgaben erledigte Frau x stets zu unserer vollen Zufriedenheit. (das wäre bspw. eine 2)

Wissenmoecht bearbeitete alle wichtigen Aufgaben gewissenhaft. Sie zeigte Initiative, Fleiß und Eifer. Die Qualität ihrer Arbeit entsprach unseren Erwartungen.

Auch hier: maximal Durchschnitt, eher schlechter. "Erwartungen erfüllt" heißt: sie hat gerade so dass geschafft was zwingend Voraussetzung ist, aber auch nicht mehr."

Wir waren mit den Ergebnissen und der gezeigten Leistung von Wissenmoecht jederzeit zufrieden.

"... waren zufrieden.." ist das gleich wie oben. Bei einem guten Zeugnis werden Erwartungen übertroffen.

Mit Vorgesetzten sowie Mitarbeitern hat sie gut zusammengearbeitet. Wissenmoecht hat unsere Kundinnen und Kunden stets freundlich und fachgerecht beraten.

Auch dieser Satz hakt.

Außerdem fehlt das Bedauern dich nicht weiter beschäftigen zu können, bspw. aus betriebsbedingten Gründen. So klingt das nach: der befristetet vertrag läuft aus, gut das die weg ist.

Frage: warst du wirklich so schlecht oder will dir einer da was reinwürgen? Hast du bspw. mal Beurteilungsgespräche o.ä. gehabt? Du hast schließlich die Möglichkeit rechtlich gegen das zeugnis vorzugehen. Für eine Bewerbung wirkt das so nicht gerade positiv (nett formuliert)

E!hemaligevr [NutzerR (#4790x13)


Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Wenn Selbstverständlichkeiten im Arbeitszeugnis aufgeführt sind, soll das im Normalfall auf etwas hinweisen, was nicht stimmte - meistens ist genau das Gegenteil von dem Gesagten gemeint.

"Wir waren mit den Ergebnissen und der gezeigten Leistung von Wissenmoecht jederzeit zufrieden." ist die Gesamteinschätzung und bedeutet in diesem Fall "befriedigend", also eine 3.

Allerdings kann die Gesamteinschätzung durch Zeugniscode in den einzelnen Beurteilungsfeldern (Fachkenntnisse, Arbeitseinstellung, Arbeitserfolge, Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen etc.) weiter nach unten gezogen werden.

Aunhne4x2


Solche Zeugnisse haben in der heutigen Arbeitswelt praktisch keine Bedeutung mehr. Was heute viel mehr zählt sind Zuverlässigkeit und eine lückenlose Arbeitsbescheinigung. Dauernde Krankenscheinnehmer und solche die eine lückenhafte Arbeitsvergangenheit aufweisen, haben die viel schlechteren Karten für einen gehobeneren Job als diejenigen mit solchen 08:15 Arbeitszeugnissen. Zudem hat jeder neuangestellte eine Probezeit in der sich Fachliche und Menschliche Mängel schnell herauskristallisieren, somit sind die in Arbeitszeugnissen oft beschönigten Fachlichen Qualitäten nicht Massgebend für eine Anstellung.

Ialtixs


Das Arbeitszeugnis ist ne glatte 4! Fast das Schlechteste.

O(nGeOnlxy


Ich halte es auch für ein 0815 Zeugnis, so wie Anne.

Solide, nicht überragend, aber auch nicht schlecht.

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