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Nach langem Krankenschein direkt in den Urlaub?

Bdlagir_W


Azubis haben extrem viele Rechte in Deutschland und sind sehr sehr schwer kündbar; wegen Krankheit schon garnicht sofern diese keine nachweisbaren(!!!) negativen Einflüsse auf die Ausbildung haben.

Darum gehts doch gar nicht. Sondern es geht eher um den schlechten Nachgeschmack den diese Sache beim Chef und den Mitarbeiter hinterlassen wird. Mit einer Übernahme könnte ein Azubi mit derartigem Verhalten bei mir nicht rechnen.

C>hevy)lxady


Bei einer Reha sehen das Chefs TEILWEISE anders: Da geht man als Mensch relativ wenig Risiko ein.. bei einer OP schon eher.. aber mei, in deren Köpfe blicken kann man nicht.

Die Reha wurde als konservative Maßnahme gemacht um eine OP evtl. zu verhindern. Hätte ja auch klappen können. :=o

Letztlich könnte man auch aufklärend zum Chef gehen mit MRT Bildern etc und mit ihm reden, dass er sieht, dass man nicht simuliert.

Ich würde nicht mehr mit meinem Chef über Detaills reden. Ich habe festgestellt, dass dies einem nur womöglich als schlecht ausgelegt werden kann. Meinen Chef geht es eigentlich gar nichts an was ich habe. :=o

zxwetscjhge x1


@ Blair-W

:)^ Ich stimme Dir vollkommen zu.

H'erbRstwinxd


Auf keinen Fall würde ich einen solchen Urlaub antreten an seiner Stelle. Er ist jetzt krank – auf einmal 2 Wochen "gesund"? – dann wieder krank.... Das kommt nicht gut an bei dem AG.

Das zum Thema Krankenkasse:

[[http://www.joppo.de/recht/sozialversicherungsrecht/krankengeld/urlaub.html]]

Ich würde den Urlaub absagen und erst mal sehen, dass die Gesundheit hergestellt wird.

N-uriyax78


Ich finde es wichtig, dass man auch mal länger krank sein "darf", ohne gleich um den Job fürchten zu müssen. Aber es gibt Gott sei Dank noch Chefs, die wissen, was sie an ihren Angestellten haben und sie deshalb nicht so schnell austauschen.

Sicher. Aber er ist noch Azubi und hat bestimmt noch nicht so viel geleistet, wie ein normaler Angestellter in mehreren Jahren (nicht persönlich gemeint, sondern sachlich).

l inTuxmaxn


Nochmal: rein juristisch einen schon genehmigten Urlaub zu widerrufen ist im deutschen Recht schlichtweg als Azubi sehr schwer da man sein Verhalten gegenüber der IHK/HWK begründen können muss. Man ist VERPFLICHTET (und das scheinen einige hier zu vergessen) seinen Jahresurlaub als Azubi zu nehmen. Wenn nicht im Sommer, wann denn dann? Wenn der Azubi seinen Urlaub nicht nimmt, und der Ausbilder dem Azubi nicht auf die Füße tritt, den Urlaub zu nehmen, dann bekommt der Ausbilder mächtig gewaltig ärger bis hin zu horrenden Lohnnachzahlungsforderungen. Klar muss der Azubi nicht klagen, aber das Risiko ist da und das würde sich kein Ausbilder je erlauben.

Ist das ausbildende Unternehmen ein etwas größeres wo man dem Ausbilder Rechtskenntnis zutrauen kann oder handelt es sich um einen Kleinstbetrieb? Im ersteren Fall dürfte das Gespräch mit dem Chef durchaus darauf hinauslaufen, dass jener den Urlaub "anweist". Bei letzterem kommt es drauf an, ob der Azubi unter Vernachlässigung seiner Rechte und der Gesetze hier arbeiten will.

Dem Azubi treffen hier ausschließlich Nachteile, wenn er den Urlaub nicht antritt; er bringt sogar den Ausbilder (ob er darüber im Klaren ist oder nicht) in Gefahr auch die Ausbildungsgenehmigung des Betriebes entzogen zu bekommen wenn dies bekannt wird.

Dem Azubi kann man nur raten, den Urlaub zu nehmen oder sich an die zuständige IHK/HWK zu wenden (siehe Ausbildungsvertrag) und dort den für die Ausbildung zuständigen Betreuer zu fragen wie er die Sache sieht. Ggf. wird hier ein 3-Mann Gespräch zwischen dem Azubi, dem Ausbilder und der der Ausbildung beaufsichtigenden Behörde erfolgen. Dies hat einen bitteren Beigeschmackt beim Ausbilder; also sollte man vorher mit diesem reden.

Ergänzend sei erwähnt: in Kleinbetrieben und Kleinstbetrieben sind die gesetzlichen Rechte der Arbeiter/Azubis nicht wirklich gewahrt; hier wird auf Dummfang gearbeitet. Viele Azubis lassen sich dies gefallen, weil sie eine Chance auf Übernahme haben und lassen sich entsprechend um ihr Recht prellen. Ich komme aus einer Branche wo Fachkräftemangel herrscht, so dass ich mir durchaus eine dicke Lippe riskieren könnte; bei anderen Berufen schaut dies anders aus. Am Ende liegt es am Azubi, zu entscheiden zwischen Recht und "Repressalien_aber_arbeit".

Ich schreib dies nicht nur so; sondern weil ich Erfahrung damit habe. Mein Ausbilder (1 Chef, seine Frau als Buchhaltung, 1 Angestellter, 3 Azubis, 2 Praktikanten) im medizinischen MRT/CT IT-Bereich wo allein die Besetzung der Personen schon Bände spricht... ich wurde mit 260 Eur im 1. LJ abgespeist. Die IHK hielt dies für sittenwidrig und hatte den Vertrag nicht unterschrieben. Dieser wurde geändert auf 500Eur im 1. LJ (2. LJ 600, 3. 700Eur) wobei ich in jedem Lehrjahr bereit war, 250Eur abzutreten. Ich musste diese Lohnabtrittsforderung unterschreiben, da ich sonst den Ausbildungsplatz nicht bekommen hätte; also unterschrieb ich. Zudem war ich nur im Telefondienst und hatte keine Ausbildungsinhalte wie im Vertrag vorgesehen.

Nach den 3 Jahren verklagte ich das Unternehmen auf Lohnnachzahlung und zusätzlich beklagte ich, dass meine Ausbildungstätigkeiten dem des Fachpersonals entsprachen und klagte damit Facharbeitergehalt ein. Ich hatte am Ende eine Klage von knapp 78000 Eur losgetreten und absichtlich keine Arbeit nach der Ausbildung gesucht (Gerichtskostenbeihilfe; Anwaltskosten und Beratungskosten etc.) und ich bekam am Ende Recht. Die Folge waren dann eine Zahlung von knapp 22.000Eur auf Vergleichsbasis Netto was mir einen soliden Start ins Leben sicherte. Man hat als Azubi mehr als genug Rechte im heutigen System. Die Frage ist halt, ob man jene Rechte wahrnehmen will, oder sich zähneknirschend ausnehmen lässt wie eine Weihnachtsgans. Sollte der Betrieb darauf bestehen, dass der Azubi arbeiten kommt, so muss er für die Kosten aufkommen. Selbst ein leichter Zweifel im Gespräch verpflichtet den Ausbilder die Kosten des Urlaubs zu übernehmen welche anfielen.

Schon allein deswegen würde der Ausbilder ihn in den Urlaub schicken. Das Recht ist auf jeden Fall auf der Seite des Azubis.

Und ich als Ausbilder würde meinem Azubi zuhören und ihn dann in den genehmigten Urlaub schicken. Zähneknirschend oder nicht; Urlaub hat er verdient und die Krankzeit kann man nicht als Urlaub bezeichnen.

Derart autoritär, diktatorische Personen welche "den Chef raushängen lassen" oder gar rumbrüllen gehören in der heutigen Gesellschaft definitiv nicht in eine Führungsposition!

N=ugri%yxa78


Ein Azubi hat aber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten....Das gleiche gilt btw. auch für "normale" Arbeitnehmer. Klar, gibt es vermehrt wahrscheinlich AGs, die A* sind und die Machtposition raushängen lassen. Aber man hat für Gehalt auch eine Bringpflicht...

SOilbzermondca[uge


Hallo,

ist das Thema denn noch aktuell ? Falls ja: es wurde doch schon mehrfach angesprochen, mit dem Chef zu reden. Offen die Sachlage erklären, dass der Krankenstand vorbei sei. es aber sein KÖNNE dass man hinterher operiert werden muss.

Dann kann der Chef entscheiden, ob er den Urlaub genehmigt oder nicht (abgesehen davon ist der Mitarbeiter verpflichtet, 2 Wochen am Stück zu nehmen, der Chef ist verpflichtet, diesen zu gewähren, vielleicht ist ihm lieber, der Azubi nimmt den Urlaub auf jeden Fall jetzt als womöglich an Weihnachten oder dass er den Urlaub ins neue Jahr überträgt)

und er muß auch nicht angepi*** sein wenn der Azubi hinterher wieder krank ist.

NPuriXy^a7x8


Naja, was heißt, er musst nicht angepisst sein?! Ich stelle als AG also einen Azubi ein, um ihn für meinen Betrieb anzulernen, mit der Absicht, ihn also auch zu übernehmen und weiterhin gute Arbeitnehmer für die Firma zu haben. So jetzt ist der Azubi aber dauerkrank – aber nicht für (Party-)urlaub – und danach wegen dem selben Grund wieder und evtl. sogar auch wieder langfristig. Da soll man als AG nicht angepisst sein, wenn man evtl. einen Azubi, der eher geeignet wäre, dadurch nicht mehr einstellen kann? ":/ .

Man sollte ggf. übrigens auch mal überlegen, ob der Partner der TE überhaupt noch für den zu lernenden Beruf geeignet ist bei seinen Knieproblemen, die er hat.

rn a lx f


es heisst im Gesetz sinngemäss...................

..............ich darf alles tun was meinen Genesungsverlauf nicht beeinträchtigt.

........................Party Urlaub ...............................

ist bei einer Knieverletzung wohl nicht angesagt

EShem7albiger Nutz;er (u#325731)


Zum einen wäre ich nach meiner Knie OP nirgendwo hingeflogen oder gefahren, weil dann in der Zeit eben auch keine Reha/ Physio stattfinden kann und das einen sehr zurückwerfen kann, besondern wenn man einen bestmöglichen Zustand der Muskulatur für eine weitere OP haben möchte.

Zum anderen, er ist ja nun auch Auzubi, da sollte ihn eigentlich daran gelegen sein, so schnell wie möglich die Folge OP anzutreten und gesund bzw arbeitsfähig zu werden, da man ja in der Ausbildung auch nur ein begrenztes Kontingent an Fehltagen hat, bis man dann die Ausbildung verlängern muss .... von dem Nachgeschmack den man hinterlässt und ggf eine Übernahme nach der Ausbildung gefährdet mal ganz zu schweigen...

Mich würde aber mal interessieren wie es nun ausgegangen ist

l|inuxxman


Ein Azubi hat aber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten....Das gleiche gilt btw. auch für "normale" Arbeitnehmer. Klar, gibt es vermehrt wahrscheinlich AGs, die A* sind und die Machtposition raushängen lassen. Aber man hat für Gehalt auch eine Bringpflicht...

Als Azubi hat man garkeine Bringepflicht!!! Man wird eingestellt in der Hoffnung einen Beruf zu erlernen und womöglich in dem Betrieb auch eingestellt zu werden. Jeder, der behauptet, der Azubi müsse effektiv arbeiten hat den Sinn einer Ausbildung missverstanden und dem gehört die Ausbildungserlaubnis entzogen. Der Azubi ist lediglich dazu verpflichtet, die ihm übertragenen Ausbildungsinhalte nach bestem Gewissen zu erlernen und zu verinnerlichen.

..............ich darf alles tun was meinen Genesungsverlauf nicht beeinträchtigt.

........................Party Urlaub ...............................

ist bei einer Knieverletzung wohl nicht angesagt

Sofern bei dem Partyurlaub das Knie nicht belastet wird, was einer Genesung widersprüchlich wäre, ist dieser rechtmäßig. Die Beweislast trifft in dem Falle wie immer den Ausbilder. Sofern der Azubi dauerhaft vor dem Sangriaeimer läge und sein Knie schont, solange ist der Genesung nichts gegenzustellen. Am Ende entscheidet der Arzt, und dieser hat, wie der TE bereits schrieb, keine Einwände hervorgebracht. Von daher ist von der juristischen und medizinischen Seite nichts einzuwenden; einzig der Amtsarzt kann hier noch querschlagen und auch jener braucht triftige Gründe.

Nochmal: der Urlaub wurde bereits genehmigt und sollte der Ausbilder/AG den für falsch halten, kommen exorbitante Schadenersatzforderungen auf den Ausbilder zu mal davon ab dass er den Widerruf des Urlaubs begründen muss. Jeder rational denkende Ausbilder würde den Azubi in den Urlaub fliegen lassen!

Syilbe<rmQondaxuge


Naja, was heißt, er musst nicht angepisst sein?!

Das heißt, wenn der Azubi offen mit ihm (dem Chef) redet weiß der Bescheid, kann er offen antworten. Weswegen sollte er DANN also angepisst sein ?

Und was die Fehltage angeht, die jemand erwähnt hat: DIE entstehen eh, ob der Azubi in Urlaub fliegt oder nicht...

Natürlich: der "Partyurlaub" sollte in Anführungszeichen stehen, in der Sonne liegen ist ok, an der Bar lehnen auch, wild abdancen eher nicht !

Ich gehe natürlich die ganze Zeit davon aus, dass der junge Mann in der Zeit nicht krankgeschrieben ist, sondern dass es Urlaub ist !

Aber man hat für Gehalt auch eine Bringpflicht

Sorry dass ich nochmal klugscheiße aber ein 'Azubi erhält kein Gehalt...

Ejhemalilger Nutzwer (?#3257x31)


Und was die Fehltage angeht, die jemand erwähnt hat: DIE entstehen eh, ob der Azubi in Urlaub fliegt oder nicht..

Richtig, aber man könnte dadurch eher operieren und wäre dann auch eher wieder fit ...

A?nna2~56


Partyurlaub ist doch dann sicher auf Mallorca, aber nicht hier im Inland oder?

Wie die anderen schon sagen. Machbar ist das sicher. Nur irgendwie ein bisschen unglaubwürdig, oder?

Was anderes ist es, wenn derjenige sich auf Balkonien ausruhen will.

Aber Party Urlaub nach O.P und lädiertem Fuß. Ich weiß ja nicht...

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