» »

Als Mann "Frauenkleidung" tragen, schlimm?

H=ase


Nein. Sie lassen sich die Knöpfe nur lieber von anderen aufmachen.

Jepp, das stammt noch aus der Zeit, in der Frauen von ihren Zofen angekleidet wurden ;-D

knlei=nerprexis


Es gibt halt Dinge die nicht so gehen.Als Personalchef würde ich das auch nicht dulden.

In Deine Freizeit kannst Du rumlaufen wie Du willst,aber nicht im Job!

Du musst arbeiten um leben zu können,weil Du eben nicht genug Geld hast,dazu gehört halt das anpassen...so Prüde es auch ist.

Bei dieser Hitze würde ich auch lieber nackt meine Ware auspacken....aber ich habe meinen Kittel an und meine Sicherheitsschuhe + lange Arbeitshose.

Ist halt vorgeschrieben so.

Dafür laufe ich Zuhause nackt rum....

ich stehe jetzt zwar nicht auf Nacktsein,es ist halt angenehmer bei dem Klima...mehr nicht.

afvsanxti


Und selbst wenn er Röcke tragen würde, tragen wollte, ich fänd es völlig in Ordnung und absolut nicht ok, wenn sich da von staatlicher Seite (hier in Form der Arbeitsvermittlerin) eingemischt würde. Ich frage mich, ob das überhaupt rechtens im Sinne des AGG ist, was die Frau da tut.

Das ist doch albern. Wir wissen ja nicht, in welchem Ton sie das gesagt hat, aber es ist nunmal dir Aufgabe eines Jobvermittlers in Jobs zu vermitteln. Und als Jobvermittler weiß man ungefähr einzuschätzen, wie der Arbeitslose auf Arbeitgeber wirken könnte und ich finde es völlig akzeptabel, da auch Tipps zu geben und auf Schwachstellen hinzuweisen. Alles andere wäre doch komisch.

Niemand macht Vorschriften fürs Privatleben, aber im professionellen Kontext wäre es manchmal nicht verkehrt, Hilfe anzunehmen statt aufs Amt zu schimpfen.

SFilberBmon|dauxge


Nein. Sie lassen sich die Knöpfe nur lieber von anderen aufmachen.

Jepp, das stammt noch aus der Zeit, in der Frauen von ihren Zofen angekleidet wurden

;-D

Stimmt. Dürfte heutzutage eher selten der Fall sein aber die Knöpfe sind immer noch "andersrum"

Vvev/ovdkkynxe


Wenn man keinen Job findet, auf Grund einer Aufmachung, dann kann ich die Reaktion der Vermittlerin schon verstehen.

Darf man als Mann denn überhaupt abgelehnt werden, weil man "Frauenkleidung" trägt, also offiziell meine ich? Es gibt doch das AGG und "Ziel des Gesetzes ist [es], Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen."

Bin keine Arbeitsrechtlerin und hier ist ja auch keine Rechtsplattform, aber ich kann mir eigentlich nur schwer vorstellen, wie ein Arbeitgeber begründen könnte, weshalb ein Mann in Kleidung aus der aktuellen Damenabteilung seine Arbeit im Lager schlechter verrichten können soll, als ein Geschlechtsgenosse in aktuell gängiger Herrenmode. Kleidungsstücke, die ein Sicherheitsrisiko darstellen (bestimmtes Schuhwerk o.Ä.) natürlich ausgenommen. So wie sich Frauen dort kleiden dürfen, müsste es aber eigentlich auch Männern gestattet sein.

Ich habe auch schon Transsexuelle gesehen, die als Frau bekleidet in einem Supermarkt an der Kasse saßen. Das finde ich nicht befremdlich.

Wenn immerhin schon Verständnis für Menschen vorhanden ist, die sich einem anderen, als ihrem ursprünglich äußerlich sichtbaren Geschlecht zugehörig fühlen, wieso dann nicht auch für Menschen, die sich gar keinem bestimmten Geschlecht zuordnen können/wollen oder zumindest ein anderes ästhetisches Empfinden haben, was die aktuelle Mode und damit verbundene Einordnung in männlich/weiblich betrifft?

Ich begrüße es durchaus, dass die äußerliche Geschlechtsanpassung von "einem Geschlecht zum anderen" immer mehr toleriert wird, würde mir aber wünschen, dass wir irgendwann soweit sind in Deutschland, dass man sich überhaupt keinem Geschlecht mehr zuordnen muss, wenn man das nicht will oder nicht kann. Ist aber wohl noch stark tabuisiert, es wird ein klares "Entweder oder" erwartet.

AWeessxa


Ich begrüße es durchaus, dass die äußerliche Geschlechtsanpassung von "einem Geschlecht zum anderen" immer mehr toleriert wird, würde mir aber wünschen, dass wir irgendwann soweit sind in Deutschland, dass man sich überhaupt keinem Geschlecht mehr zuordnen muss, wenn man das nicht will oder nicht kann. Ist aber wohl noch stark tabuisiert, es wird ein klares "Entweder oder" erwartet.

:)^ :)z

S=ilbeermosn7dFau>ge


:)= :)^

BOra`unaxuge


Ich begrüße es durchaus, dass die äußerliche Geschlechtsanpassung von "einem Geschlecht zum anderen" immer mehr toleriert wird, würde mir aber wünschen, dass wir irgendwann soweit sind in Deutschland, dass man sich überhaupt keinem Geschlecht mehr zuordnen muss, wenn man das nicht will oder nicht kann. Ist aber wohl noch stark tabuisiert, es wird ein klares "Entweder oder" erwartet.

U.a. weil es sprachlich auch schwierig wird: wir haben da schlicht noch keine Wörter.

Nennen wir diese Menschen mal sächliche Menschen oder "das Neut" (weder Mann noch Frau). Wie ordnen sich die Neuten jetzt ein: als quasi drittes Geschlecht? Oder können sie jeweils frei entscheiden, ob sie nach klassischer Regelung männlich oder weiblich einsortiert werden?

Mal überlegen: Wo muss man sich denn heute noch entscheiden:

* Leistungsbewertung im Sport -> ja, getrennte Wertungen für M/F. Das bräuchte dann eine neue Kategorie für N. Oder bei sportlichen Wettkämpfen würden sich die Geschlechter vermischen. Passiert ja schon heute an einigen Beispielen (z.B. Balian Buschbaum).

* bei Umkleiden/Toiletten/öffentlichen Duschen -> ja, in der Regel getrennt für M/F. Außer in Kaufhäusern, da sind heute schon die Anproberäume geschlechtsneutral. D.h. jemand mit Schniedel in der Damendusche wäre dann ok, wenn "es" sich nicht als Mann sehen will oder kann? Oder sind einfach alle sanitären Einrichtungen generell geschlechtsneutral ausgelegt? Oder gibt's für Neuten nochmal getrennte Bereiche?

* bei der Namensgebung eines Neugeborenen -> ja. Dort bräuchte man dann sächliche Vornamen. Oder Doppelvornamen: das Rainer Victoria. Oder das Susann Günter.

Oder sind Neugeborene je nach Ausprägung der primären Geschlechtsmerkmale erstmal männlich/weiblich und können erst später zum Neut werden?

* bei versch. Frauen/Männer-Quoten -> ja. Oder aber sächliche Menschen werden quasi ausgeklammert. Gibt es dann eine neue Neuten-Quote?

* viele rechtliche Fragen: etliche Paragraphen sind heute auf heterosexuelle (M-F) oder homosexuelle Paare (MM, FF) gemünzt, die Gleichstellung vollzieht sich nur schrittweise. Das müsste dann erweitert werden um die neuen Kombinationen: M-N, N-N, F-N.

* In jungen Jahren werden Kinder ja z.B. auf Klassenfahrten teilweise auch getrennt, wo es dann Mädchenzimmer und Jungenzimmer gibt, u.a. um die sexuelle Neugier doch ein bisschen zu zügeln. Wie geht man da mit jungen Neuten um? Oder gibt's quasi keine jungen Neuten?

* Anrede in Briefen oder unter Kollegen: Herr und Frau ist klar, aber für N brauchen wir dann noch einen Namen z.B. Neut. Neut Müller wäre dann ein sächlicher Mensch, mit Artikel das

* und wir bräuchten jede Menge neue Begriffe, die es heute nur in männlich oder weiblich gibt, also einen erweiterten Wortschatz:

Sohn, Tochter, Neutkind

Enkel, Enkelin, Enkelneut

Neffe, Nichte, das Niffneut oder das Nechtneut

der Cousin, die Cousine, das Cousineut

der Vater, die Mutter, das Vamutter

der Onkel, die Tante, das Onte oder das Tankel

der Opa (Großvater), die Oma (Großmutter), das Ompa (Großvamutter)

der Freund, die Freundin, das Freundneut

Alle Berufsbezeichnungen etc. nochmal in neutisch:

der Lehrer, die Lehrerin, das Lehrerneut

der Friseur, die Friseurin, das Frisierneut

* Sehr geehrte Damen und Herren -> Sehr geehrte Damen, Neuten und Herren

* er/sie/es -> das klappt

* der/die/das -> das klappt auch.

Und das wäre erstmal nur deutsch. In allen anderen Sprachen bräuche es dann noch Übersetzungen.

In der Praxis wären also eine Menge sprachliche Anpassungen damit verbunden, um die geschlechtsunspezifische Form dann auch durchzuziehen. Es wäre möglich, scheint mir aber erstmal unpraktisch.

BJrau_naxuge


Neut wäre dann also das soziale Geschlecht. (Oder das biologische?)

Und auch: Könnten Neuten Kinder bekommen? (Biologisch also schon Mann/Frau sein). Müsste ja so sein. Machen wir dann einen Unterschied zw. biologisch männlichen Neuten und biologisch weiblichen Neuten?

H}ill`i57


Ich finde diese Diskussion hier einfach unterhaltsam.

Mode - ist doch ein Zeitbegriff. Aktuell Gothik, da sind Röcke doch aktuell, auch für den Herrn!

Jeder soll doch anziehn, was er gern möchte und was ihm steht und selber gefällt.

Beruflich sieht es da schon etwas anders aus, aber das ist doch in dem Sinne eine Arbeitsbekleidung, also wie ne Uniform. An die muss man sich doch schon halten, wenn man auch die Arbeit er- oder behalten möchte.

"Hello Kitty" ordne ich eher meiner Enkeltochter zu und dem Konsumrausch.

Die Arbeitsvermittlerin sollte sich meiner Meinung nach lieber auf ihre Arbeit konzentrieren, ihm also eine Arbeitsstelle vermitteln. Ansonsten sollte sie sich selbst wohl lieber auf Typ-Beraterin umschulen lassen.

ERhemalige&r Nutzer '(#47679x3)


oje das sind mehr antworten als man bewältigen kann. Aber ich antworte mal der reihe nach und versuche nichts auszulassen.

Mit hello-kitty hab ich mich wohl in was reingeritten. Zum Vorstellungsgespräch zieh ich das natürlich nicht an.

Viele verstehen offenbar gar nicht das es in meinem fall theoretisch piepegal ist ob beim Vorstellungsgespräch mein Oberteil aus der herren- oder damenabteilung kommt. Wenn ein AG einen Eindruck haben will wie ich wohl bei der arbeit aussehen würde, müsste er nur hose, schuhe und gesicht checken. Ich arbeite im Supermarkt. Da ist das Dienst-Oberteil in Firmenfarbe ohnehin pflicht. (also entweder diese weiten unisex-firmenshirts oder eigenes Oberteil mit firmen-kittel drüber). Damit habe ich keinerlei Problem, aber umso unverständlicher warum eine bluse dann eine absage bedeuten sollte.

Ich komme einer Arbeit sehr gut entgegen, denke ich. Ich gebe mir mühe und bin sehr zuvorkommend zu den kunden, wenn mich mal welche ansprechen. zB hole ich durchaus auch die ware wenn kunden sie nicht finden können und da beeile ich mich. ist nicht selbstverständlich da die Mitarbeiter meinten: für einen kunden läuft man nicht, die wollen schließlich was von uns. Also ich mein so grundsätzlich meine Art in der Arbeit, da spiele ich manchmal eine rolle, manchmal bin ich ich selbst. aber es kommt gut bei den kunden an. wie ich dann damals die nachmittagsschichten hatte, haben auch prompt extra welche nach mir gefragt. Auch die Stammkunden waren hingerissen. Ich finde eben, DAS ist eigentlich worauf es wirklich ankommen sollte. Selbst die damalige Filialleiterin meinte, die regale haben noch nie so gut ausgesehen! Meine langen haare binde ich natürlich zusammen.

Ich weiß über kleidervorschriften,in der arbeit und beim Vorstellungsgespräch: dem Job entsprechende und angemessene Kleidung. bei Kerlen lange hosen, Hemden müssen langärmlig sein, dürfen aber notfalls hochgekrempelt werden aber kurze Hemden sind no-go. sauber, gepflegt erscheinen. Bei Mädels: dezentes make-up, vor wenig Stoff nix rausplumpsen lassen. für beide normale schuhe und keine Flipflops oder so. ICh weiß schon bescheid.

In meinem fall wäre vermutlich ein Shirt und ne saubere lange hose ausreichend. Hemd und dunkle Jeans ist doch schon mal okay oder? ja und...die bluse ist das pendant zum Hemd, die dunkle damenjean das pendant zur herrenjean. diese Kleidungsstücke sind gleichwertig! Und nur weil man angeblich das falsche Geschlecht dafür hat ist es nichtmehr gleich wertig? DAS stört mich und das seh ich nicht ein. Mir würde zb ein mann in frauenkleidung besser für die arbeit gefallen als einer dessen Shirt schon seit 4 jahren neu gefärbt gehört hätte oder zur Vorstellung in Bermudas und Sandalen aufkreuzt. Wie gesagt, ich kreuz da nix Exrem oder anstössig auf, ich hab bloß das damenkleidungspendant an. um es ganz klar zu machen: Keine Prinzip-Reiterei im reinen sinn. ich kleide mich ja anders als privat. aber es gbt eben Sachen bei denen ich hart bleibe. Ich werde mir zb ganz sicher nicht die haare für einen Job abschneiden und ganz sicher nicht fürs männer-bild von der Vermittlerin. Das finde ich dreist. Ich verlang ja auch nicht das sie beim nächsten Termin mit mir sich weniger vollschmiert und nicht wie "ist n Jersey ding" rumläuft und sag ihr das soviel albernes gehänge nur einem weihnachtsbaum gut steht. Sie wird auch nicht vielen in den kram passen und hat trotzdem einen Job gefunden, dann soll sie aber auch sehen das es leute wie sie auf beiden seiten der Geschlechter gibt!

Mich stört eigentlich am meisten das ich der Vermittlerin gesagt habe, ich werde wohl nie als das männchen aufspielen das sie sich vorstellt (höflicher natürlch...aber hier sind wir ja unter uns), trotzdem fängt sie jedesmal neu damit an. und wenn mans immerwieder hört und schon zum 10. mal reichts mir echt. haltet die mich für dement oder ihren sohn? es ist übrigens nicht meine primäre jobcenter-Vermittlerin, sondern ne externe. Seltsamerweise haben AMS oder Sozialamt keine Beschwerden mit meinem Aussehen. Und sehr sensibel sind die vom AMS nicht unbedingt, drum glaub ich die hätten schon was gesagt wenn ich so unmöglich wäre. Seltsam auch das die externen da eigentlich Vorbildwirkung haben sollten, aber selbst sehr alternativ herumlaufen und da ist es ja auch kein prob.

Ja, ich suche schon länger Arbeit. sag ich mal so. hab zwar zwischendurch mal was gemacht, aber ich mein jetzt nur den 1. Arbeitsmarkt. war auch in ein paar sozialökonomischen. Nicht schlecht, aber leider immer befristet. Zwischenzeitlich hab ich noch Training in Sachen Kundenorientierung gehabt, wo ich sehr gut abgeschnitten habe, ne zusätzlich Basisqualifizierung in Verkauf. Wenns bald nichts wird, will ich mich wieder um einen sozialökonomischen kümmern. Ich denk auch drüber nach, evt. auf Textil umzusatteln. Hab mal ein Söb in einem second-hand-laden gehabt und das war eigentlich wirklich toll. Dann sollte sich die outfitfrage auch erledigt haben. Gibt hier genug Shops wo sich niemand mehr wundern würde wenn der Verkäufer im rosa tütü mit feenflügeln hervorspringen würde.

Zu den Absagen muss ich sagen das ich die meisten schon nach der schriftlichen Bewerbung bekomme, also da haben die mich noch nicht einmal gesehen, sondern gleich aussortiert. wenn ich persönlich hingehe läufts darauf hinaus das man mich entweder gleich nicht nimmt (oder eben wir rufen in 2 Wochen an), oder eben ich gebe mich so gut das ich sie oft wenigestens für einen schnuppertag begeistern kann.

weiß jetzt nimmer wer geschrieben hat das mein äusseres wohl auffällig weiblich aussehen muss...ist ja kein verbrechen und ich habe gern beide seiten in mir. Männerklamotten würden da aber auch keinen unterschied mehr machen, sondern mich entweder absolut lächerlich aussehen lassen oder nach dem Motto: wer hat das Mädel ins männerzeugs gestopft? gut aber sein wir ehrlich: einem bin ich zu unmännlich, dem nächsten passt die nase nicht. es wäre kindisch es jedem recht machen zu wollen, das geht auch gar nicht. es sehen zum glück nicht alle gleich aus. und Frauen haben nicht alle den traumkörper mit den meterlangen beinen und den Rundungen und den großen boobs. und Männer sind nunmal auch nicht alle Holzfäller mit dem klassischen V die mit einem fingerschnips und ihren riesenmuckis die kisten durch die gegend schleudern! Ich bin stolz auf mein zierliches äusseres, für mich perfekt um beide seiten zu vereinen. und ich denke das ist wichtiger als deswegen komplexe zu haben. oder anders ausgedrückt: du kannst fruitloops in eine burittopackung tun, aber deswegen sind sie immer noch kein buritto oder sehen so aus.

@ Braunauge:

dir muss ich jetzt direkt schreiben. Ich weiß die aufzählung war halb-ironisch, trotzdem musste ich grinsen. also die no-go berufe deiner liste kommen eh nicht in frage. also müssen die mich nicht ertragen. Krankenpfleger wär ein albtraum genau so wie zb kindergärtner. Kosmetikverkäufer bringts nur wenn ich die leute nicht schminken muss. ich schaff einen Lidstrich ums verrecken nicht und bin meiner nichte schon malmit dem kajalstift ins aug gefahren. glaub das kommt nicht so gut. Aber grundsätzlich mal was andres in betracht ziehen, dafür bin ich zu haben. ich sag mal textilverkauf kommt ins nähere ziel, aber mal sehen was noch aus mir wird.

und..uff..nein..hilfe, also wie der hello-kitty-man renn ich nicht herum. ich kann rosa und lila nicht ausstehen und während der noch männlich rüberkommt, müsst ich bloß noch meine haare umfrisieren und würd im selben Outfit wie ein Mädchen aussehen.

so weiter mit antworten:

ich bin tatsächlich Linkshänder, das könnte erklären warum ich damenblusen händeln kann und hilfe bei herrenhemden bräuchte. eigentlich wärs ja auch ne gute ausrede.

Sehr interessant von der Thematik fand ich den einwurf über Transsexuelle: und ich kanns glatt beantworten: jup die würden ihn oder sie nicht nur mit der falschen anrede ansprechen sondern tatsächlich um kleiderwechsel bitten. Weiß ich über einen andren betreuer dort, wie meine dazu steht, darüber kann ich nichts sagen.

V[eLvodkryne


U.a. weil es sprachlich auch schwierig wird: wir haben da schlicht noch keine Wörter.

Du hast völlig Recht, das bisherige bipolare System über den Haufen zu werfen, würde auch bedeuten, in sprachlicher Hinsicht vieles zu überdenken. Da müssten Unsicherheiten beseitigt werden, die auch bei Menschen, die eigentlich mehr als (nur) zwei (eindeutige) Geschlechter anerkennen (wollen) herrschen. Davon kann ich mich auch nicht ausnehmen, ich bin da in mancher Hinsicht auch unsicher.

Als "Neut"(rum) sehen sich viele interesexuelle Menschen nämlich auch nicht, diese Kategorie oder Anrede wäre also auch nur bedingt geeignet. Öfter gehört habe ich schon von der Anrede "Hermaphrodit Müller" oder dem Wunsch, einfach nur mit dem vollen Namen angesprochen zu werden, ohne Herr oder Frau davor. Das erscheint mir durchaus praktikabel und Australien hat es vorgemacht: Dort kann man neben M (male) und F (female) seit einiger Zeit auch ein "X" oder "unspecified" im Pass eintragen lassen. Das Problem mit der Anrede im Alltag oder auch der Frage, wie man von diesem Menschen z.B. im Verwandtschaftsverhältnis sprechen soll, als Bruder/Schwester/... etc. ist damit nicht geklärt. Langfristig müsste sich da in der Tat viel tun, viel ändern, wenn man neben den bisherigen zwei Geschlechtern nicht nur ein drittes (also eine weitere "Schublade") einführen, sondern möglichst allen gerecht werden möchte.

Ich denke, es wäre aber schon ein wichtiger und guter Schritt, die eindeutige Zuordnung von staatlicher Seite nicht mehr zu verlangen, was teilweise mit schlimmen operativen Eingriffen und anschließenden seelischen Schwierigkeiten für die Betroffenen einhergeht (inzwischen kommt man ja glücklicherweise mehr und mehr davon ab, aber auch der Ethikrat fordert dafür die Einführung eines 3. Geschlechts, denn leider werden solche Eingriffe wohl auch heute noch manchmal vorgenommen). Das wäre ein erster Schritt, siehe Australien – Sprache ist lebendig und findet dann sicher ihren Weg. Mir erscheinen sprachliche Unsicherheiten in dem Kontext jedenfalls das ungleich kleinere Übel.

Unisexnamen gibt es ja zum Beispiel bereits, in Deutschland wird dann aber ein weiterer "eindeutiger" Name zusätzlich gefordert. Klar, damit möglichst jeder anhand des Namens erkennen kann, ob der dahinterstehende Mensch männlich oder weiblich ist. Die Frage ist aber, wieso das überhaupt so wichtig sein soll, ob es keinen anderen Weg gäbe, zu denken. Es muss ja ohnehin erstmal in allen Köpfen ankommen, dass es nicht (nur) zwei (eindeutige) Geschlechter gibt, sondern mehr.

bei Umkleiden/Toiletten/öffentlichen Duschen -> ja, in der Regel getrennt für M/F

Da gibt es ja schon Bestrebungen und erste Versuche, zum Beispiel Unisex-Toiletten in öffentlichen Gebäuden im Bezirk Friedrichshein/Kreuzberg , die groß [[http://www.taz.de/!111922/ durch die Presse]] gingen.

Oder sind Neugeborene je nach Ausprägung der primären Geschlechtsmerkmale erstmal männlich/weiblich und können erst später zum Neut werden?

Ich denke, wichtig ist vor allem, auf sogenannte geschlechtszuweisende Eingriffe zu verzichten, wenn das Geschlecht eben nicht eindeutig ist (nicht eindeutig erscheint), weil eben biologische Merkmale beider Geschlechter vorhanden waren oder das äußere Erscheinungsbild vom genetischen Geschlecht abwich etc. pp. Für diese Menschen ist eine Kategorie wie "intersex" oder "unspecified" wichtig, damit sie sich später eben selbst entscheiden oder mitteilen können, wie sie sich fühlen und wie sie leben möchten.

Bei "eindeutigen" primären Geschlechtsmerkmalen/Chromosomen etc. kann man ja erstmal weiterhin die übliche Zuweisung m/w vornehmen und dann darauf hoffen, dass sich in gesellschaftlicher Hinsicht weiter einiges tut und Kinder später noch feststellen können und vor allem dürfen, dass ihr offiziell eingetragenes Geschlecht nicht zu ihrer gefühlten Identität passt und sie sich dem anderen Geschlecht (im transsexuellen Sinne) zugehörig fühlen oder eben irgendwo "dazwischen" (intersexuell). Langfristig wäre es aber auch da sicherlich erstrebenswerter, sich von der starren Kategorisierung ganz allgemein zu lösen und weniger in diesen Schubladen m/w blauer/rosa Strampelanzug, dürfen Jungs auch mit Puppen spielen und sich die Nägel lackieren usw. usf. zu denken.

Was aber übrigens nicht bedeuten soll, dass sich keiner mehr einem Geschlecht zugehörig und spezielle Interessen und Vorlieben haben darf. Ich fühle mich auch ganz eindeutig als Frau (zumindest in dem Kontext, was ich – auch wieder durch Erziehung, Sozialisation – mit Frausein verbinde, ich bin auch nur ein Produkt unserer bipolaren Gesellschaftsordnung). Ich finde, es sollte aber möglich und genau so ok sein, anders zu empfinden und daher auch als Mann in der Frauenabteilung einzukaufen oder Kleidung weitgehend unspezifisch zu finden und Mode einfach nach Farben/Schnitten zu sortieren und nicht mehr zu suggerieren, Schnittform A sei nur etwas für Frauen und Schnittform B nur etwas für Männer. Bei den Farben hat sich da ja schon etwas getan, siehe die bereits erwähnten rosafarbenen Hemden, die sich vor einigen Jahren etabliert haben.

A"eeEssa


Oder sind Neugeborene je nach Ausprägung der primären Geschlechtsmerkmale erstmal männlich/weiblich und können erst später zum Neut werden?

Es gibt wirklich Kinder bei denen das Geschlecht nach der Geburt nicht erkennbar ist und daher - ich fände es gut wenn das Geschlecht tatsächlich nicht unbedingt festgelegt werden *müsste* bevor nicht das Kind selbst sagt wie es sich fühlt. Denn das ist dann die einzige wirklich sichere "Methode" um herauszufinden, welches Geschlecht wirklich zu demjenigen passt.

DGiezKruedmi


Das ist doch albern. Wir wissen ja nicht, in welchem Ton sie das gesagt hat, aber es ist nunmal dir Aufgabe eines Jobvermittlers in Jobs zu vermitteln. Und als Jobvermittler weiß man ungefähr einzuschätzen, wie der Arbeitslose auf Arbeitgeber wirken könnte und ich finde es völlig akzeptabel, da auch Tipps zu geben und auf Schwachstellen hinzuweisen. Alles andere wäre doch komisch.

Niemand macht Vorschriften fürs Privatleben, aber im professionellen Kontext wäre es manchmal nicht verkehrt, Hilfe anzunehmen statt aufs Amt zu schimpfen.

Eben, als Arbeitsvermittlerin ist sie eben auch verpflichtet, mit den Steuerzahler-Geldern sorgsam umzugehen-es ist ja unser Geld.

Mal angenommen, jemand möchte tatsächlich nicht arbeiten. Dann bräuchte er einfach in grotesker Kleidung zu Vorstellungsgesprächen zu gehen (er bewirbt sich ja und geht zu Vorstellungsgesprächen-also "kooperativ") und würde viele jahre vom Staat finanziert werden.

Jeder hat seinen Teil dazu beizutragen, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Und wenn es die Chancen, einen Job zu erhalten, erhöht, sich anders anzuziehen, als man es daheim auf der Couch oder beim Ausgehen macht-so what?

Habt ihr euch nicht alle zu Vorstellungsgesprächen "hübsch angezogen"?

H^asUe


Jeder hat seinen Teil dazu beizutragen, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Und wenn es die Chancen, einen Job zu erhalten, erhöht, sich anders anzuziehen, als man es daheim auf der Couch oder beim Ausgehen macht-so what?

Dem stimme ich absolut zu. Man kann nicht immer trotzig wie ein 2 jähriger auf seinem "Look" beharren, gerade bei der Jobsuche muß man kompromissbereit sein.

Wenn man im Job eh Kittel oder Firmenshirt trägt, warum dann so ein Brimborium darum? Privat kann doch jeder tragen was er will, wenn er dann belächelt wird, Privatsache, aber im vornherein seine Jobchancen schmälern, nur weil man stur bleibt...geht gar nicht.

Fast alle Leute verkleiden sich zu einem Vorstellungsgespräch ;-) Jedenfalls habe ich in der letzten Zeit genug 15 jährige im Sakko gesehen, die lieber Turnschuhe tragen ;-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH