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Als Mann "Frauenkleidung" tragen, schlimm?

Dkumxal


Sunflower_73

Mich würde ehrlich gesagt interessieren, WARUM Du so verbissen bist bei diesem Thema... Was passiert Dir, wenn Du mal eine Stufe zurückschaltest bzgl. Frauenkleidung?

Tja, warum ist ein Mensch verbissen, wenn es an seine Persönlichkeit, hm?

a5.Gfisxh


Mich würde ehrlich gesagt interessieren, WARUM Du so verbissen bist bei diesem Thema... Was passiert Dir, wenn Du mal eine Stufe zurückschaltest bzgl. Frauenkleidung?

Warum sind Du und andere so verbissen, wenn es es darum geht, die Stereotype in euren Köpfen aufzugeben?

S1unflowexr_73


Es geht ja nicht um eine Totalanpassung. JEDER hat seine Persönlichkeit, und die meisten von uns wissen auch, mit welchen Aspekten davon sie ggf. etwas vorsichtiger umgehen müssen, um im Alltag nicht verletzt zu werden oder zu sehr auf die Nase zu fallen.

Bei mir kommt leider an, dass hier weniger Flexibilität als vielmehr Prinzipienreiterei im Vordergrund stehe.

Ist ja auch okay, wenn es für den TE okay ist. Aber dann muss man mit den Konsequenzen leben.

Wobei ich eh den Eindruck habe, dass viele Mitarbeiter der Agentur für Arbeit einfach nur was zum Korrigieren/Kritisieren suchen. Ich gehe DA schon immer sehr angepasst etc. hin und vermeide best. Dinge (für meinen Seelenfrieden). Aber manche übetreiben es mit der Beratungsfunktion auch und merken absurde Dinge an. Das mal so am Rande.

Aje|essxa


Wobei ich eh den Eindruck habe, dass viele Mitarbeiter der Agentur für Arbeit einfach nur was zum Korrigieren/Kritisieren suchen. Ich gehe DA schon immer sehr angepasst etc. hin und vermeide best. Dinge (für meinen Seelenfrieden). Aber manche übetreiben es mit der Beratungsfunktion auch und merken absurde Dinge an. Das mal so am Rande.

Stimmt. Ich habe mal in einer unabhängigen Beratungsstelle gearbeitet und habe zum Beispiel auch Klienten mit zum JobCenter begleitet. Dort gab es neben den wirklich sehr vielen auch sehr guten Beratern leider auch öfter mal diejenigen die wirklich teilweise richtig seltsame Dinge "angemerkt" haben - wie etwa dass die Haarfarbe nicht zum Beruf passte (und nein, ich spreche hier nicht von blauen oder grünen Haaren oder so sondern von einem normalen hennarot)... Und ich habe erlebt das einer Familie die Anschaffung eines Herdes verwehrt wurde (also der Zuschuss zum Kauf eines gebrauchten Herdes) weil - Zitat JobCenter: "eine warme Ernährung für das gesunde Wachstum eines Kindes nicht erwiesenermaßen notwendig sei"

Was ich damit sagen will: es *kommt* auch wirklich Idiotisches vom JobCenter. Das sind weder Engel noch Teufel und es gibt sowohl die konstruktiven Helfer (die wirklich super Arbeit leisten!!!) als auch die, die schlichtweg ihre Macht genießen.

D.umaxl


Sunflower_73

Bei mir kommt leider an, dass hier weniger Flexibilität als vielmehr Prinzipienreiterei im Vordergrund stehe.

Von wem? Der Frau? Ja. Wird auf diese mit Blockade reagiert? Ja natürlich!

Ich möchte im übrigen nicht in der Haut des Mannes stecken, der einer Frau, ganz professionell, rät mehr Frau zu sein und die Weiblichkeit mal zu betonen.

D>ieKr~uemxi


Ich möchte im übrigen nicht in der Haut des Mannes stecken, der einer Frau, ganz professionell, rät mehr Frau zu sein und die Weiblichkeit mal zu betonen.

ich denke, du versteifst dich hier etwas.

Was ist, wenn die Dame bereits mehrere Rückmeldungen von potentiellen AG bekommen hat, dass die Frauenkleidung, das zu betont feminine Auftreten der Grund für Absagen sind? Sollte sie das für sich behalten und den Dingen ihren Lauf lassen? Darf sie das in korrekter Ausübung ihres Jobs für sich behalten? oder wie hätte sie es formulieren sollen?

Es geht nicht um eine Lebensanstellung, sondern um einen Job, mit dem man erstmal für sich selbst sorgen kann. Wir alle wissen, dass man sich aus einer Anstellung heraus erfolgreicher bewerben kann, als aus der Arbeitslosigkeit.

a".fixsh


Ich finde Dumals Anmerkung hervorragend.

Aceesxsa


Ich möchte im übrigen nicht in der Haut des Mannes stecken, der einer Frau, ganz professionell, rät mehr Frau zu sein und die Weiblichkeit mal zu betonen.

Stimmt ;-D Da würde ich gerne Mäuschen spielen bzw. wäre *gerne* mal wieder ein unabhängiger Berater wie früher ;-)

S!unfl9o)wer_x73


Och, hat der Partner einer Freundin neulich erst gemacht. Und lag damit durchaus richtig. Es kommt ja immer auch auf die Art an, wie man es sagt. Denn ZUTREFFEND war die Feststellung des weiblichen Stils ja offensichtlich.

Mein Kernpunkt ist letztlich einfach: Man hat die Wahl. Individualität inkl. Auffallen/Anecken. Oder gelegentliches Zurückstecken und seine Ruhe. Der TE muss seine Prioritäten setzen und mit dne Folgen leben. Und das kann nur er entscheiden. Schade ist nur, wenn man sich durch Unflexibilität ggf. Chancen kaputtmacht. Ich finde es immer schwer, bei sowas zuzusehen. %-|

A_eesTsa


Mein Kernpunkt ist letztlich einfach: Man hat die Wahl. Individualität inkl. Auffallen/Anecken. Oder gelegentliches Zurückstecken und seine Ruhe. Der TE muss seine Prioritäten setzen und mit dne Folgen leben. Und das kann nur er entscheiden. Schade ist nur, wenn man sich durch Unflexibilität ggf. Chancen kaputtmacht. Ich finde es immer schwer, bei sowas zuzusehen. %-|

Man hat diese Wahl aber wirklich nur bis zu einem gewissen Punkt - wenn die Ausstrahlung eine sehr weibliche ist dann kann dagegen kein Bauarbeiterdress ankommen ;-)

Die Frage ist ob so eine Verkleidung dann nicht eher sogar Chancen kaputtmacht weil das dann unglaubwürdig machen kann. (Zumal der TE ja längst festgestellt hat das er natürlich nicht total unflexibel ist und nicht gerade im Hello-Kitty-Shirt zum Vorstellungsgespräch gehen würde *lach*)

Swunfl1ow(er_x73


Ja gut, wenn da aber wirklich eine Grenze erreicht ist, dann hat der Betroffene aber auch das Recht, Kritiker in die Schranken zu weisen.

Ich hab' halt sowohl eher maskuline Frauen im Bekanntenkreis als auch eher weibliche Männer (ein Exemplar ist so richtig prototypisch metrosexuell-schwul). Das gibt's überall Grenzen dessen, was an "verstellen" möglich ist. Leben und leben lassen – aber in best. Kontexten bemühen sie sich halt, diese spezielle Ausstrahlung nicht noch zu forcieren. Bleiben tut sie aber – nur hat das in dem "Ausmaß" noch keiner kritisiert.

Vielleicht haben wir alle auch zu unterschiedliche Bilder vom TE im Kopf (wie auffällig, wie weiblich auch in eindeutigen Männerklamotten).

D~ie>Kruexmi


Die Frage ist ob so eine Verkleidung dann nicht eher sogar Chancen kaputtmacht weil das dann unglaubwürdig machen kann. (Zumal der TE ja längst festgestellt hat das er natürlich nicht total unflexibel ist und nicht gerade im Hello-Kitty-Shirt zum Vorstellungsgespräch gehen würde *lach*)

ein eher femininer Mann wirkt doch nicht verkleidet, wenn er keine Frauenklamotten trägt.

Ok, wenn er blonde lange Locken hat und stark geschminkt ist, lange künstliche Fingernägel etc hat, würde das nicht-Tragen von Frauenkleidung irgendwie inkonsequent wirken. Aber ich denke, die Mehrheit der Männer mit wenig maskuliner Ausstrahlung trägt keine Frauenkleidung.

s:tern`chexn28


Ich bin froh, dass vor einigen Jahrzehnten immer mehr Frauen so konsequent waren, sonst müsste ich meine Arbeit tagtäglich im Rock verrichten, was ich tierisch unpraktisch fände... Mag man nun übertrieben finden, bei der Frage nach Catdreams Damenblusen das alles aufs Trapez zu bringen und es muss auch nicht jeder Revoluzzer spielen. Aber wenn sich alle immer nur fügen und den aktuellen Umständen beugen, sich verbiegen, dann ändert sich nie etwas.

Das ist, finde ich, eine sehr gute Aussage. Nur denke ich, der Zeitpunkt oder besser die Reihenfolge ist dabei sehr wichtig. Damit will ich sagen, dass man sich vielleicht erst einen guten Ausgangspunkt schaffen muss, um von da aus etwas zu ändern. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass die Aussichten, etwas verändern zu können, besser sind und dass es leichter ist, Toleranz von anderen einzufordern, wenn man erst einmal anderweitig punkten konnte, bevor man die Revolution wagt. Genau, wie es vielleicht auch früher die erfolgreichen Frauen waren, die es sich als erste erlauben konnten, Hosen zu tragen.

Jedenfalls ziehe ich mich zB selbst zwar geschlechtsspezifisch, aber nicht gerade konservativ an. Und prompt ist es mir vor einigen Jahren am Jobcenter ähnlich ergangen wie Catdreams. Ich weiß ja nicht, was die Mitarbeiter dort so alles zu hören bekommen, aber ich fühlte mich auf jedenfall total von oben herunter behandelt und wurde unter anderem auch gefragt, ob ich mich denn wohl immer so herumlaufe. Total sauer hatte ich gar keine Lust mehr, mit diesem Jobcenter noch irgendwas zu tun zu haben und habe mir selbst einen Job gesucht (damit hatten die ja ihr Ziel erreicht ;-) ). Und ja, bei dem Vorstellungsgespräch habe ich mich etwas angepasst mit der Bekleidung. Aber: seit ich den Job habe und es für meinen Chef und auch die Kunden im Vordergund steht, was ich leiste und nicht, wie ich mich anziehe, kann ich – mit etwas Feingefühl – nahezu anziehen, was ich will. Und wenn es Kritik gäbe, könnte ich mich wehren.

Aber: die Gelegenheit zu alledem hätte ich nie bekommen, wenn ich nicht am Anfang einen kleinen Kompromiss eingegangen wäre, um es den Menschen, mit denen ich jetzt so gerne zusammenarbeite, ermöglichen, mich im Ganzen kennzulernen.

I0t's_UJust_fMe


ein eher femininer Mann wirkt doch nicht verkleidet, wenn er keine Frauenklamotten trägt.

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Wenn dieser Mann sich verkleidet fühlt, dann wird er das auch ausstrahlen.

VFevoYdkyxne


ein eher femininer Mann wirkt doch nicht verkleidet, wenn er keine Frauenklamotten trägt

Es geht eher darum, ob sich der jeweilige Mensch verkleidet vorkäme und unwohl fühlen würde. Ich versuche mir hier von Anfang an schon vorzustellen, wie es mir damit ginge, wenn ich mich in "Männermode" bewerben sollte, also wenn man mir (aus welchen Gründen auch immer) nahe legen würde, meinen (nach aktuellem Verständnis) feminin wirkenden Kleidungsstil zu überdenken und doch bitte ein Hemd aus der Herrenabteilung zu tragen und die hohen Schuhe gegen flache Halbschuhe aus der Herrenabetilung einzutauschen. Ich würde mich tierisch unwohl fühlen dabei.

Nun habe ich das Glück, als Frau zur Welt gekommen zu sein und im Großen und Ganzen das schön zu finden und gerne zu tragen, was derzeit viele Frauen tragen (wobei ich mich auch selbst frage, warum ich es eigentlich schön finde – wirklich aus freien Stücken oder bin ich selbst nicht frei in meiner Wahl, sondern wie gesagt auch nur ein Produkt meiner Erziehung und Sozialisation). Aber sei's drum, es könnte ja auch anders sein oder sich ändern. Wenn die Mehrheit plötzlich der Meinung wäre, die Kleidung, die mir gefällt, sei eher oder nur etwas für Männer, hätte ich auch ein "Problem".

Vielleicht können es einige, bei denen sich das aktuelle Verständnis von Geschlecht+Mode derzeit mit ihrem eigenen Empfinden deckt, besser nachvollziehen, wenn sie sich mal vorstellen, wie es ihnen damit ginge, plötzlich nicht mehr in der Abteilung einzukaufen, die ihrer Meinung nach zu ihnen passt, sondern auf ganz andere Mode umzusatteln (die sie z.B. ganz "eindeutig" dem anderen Geschlecht zuordnen).

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