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Schikane vom Vorgesetzten oder bin ich zu empfindlich?

m]ond+smterxne


zudem möchte ich aus ner Mücke keinen Elefanten machen.

Ja, darum geht es. Wenn Du verhindern möchtest, dass das ganze in Mobbing ausartet, solltest Du aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

Was ist die Mücke?

Dein Chef macht Witze. Du findest seine Witze nicht witzig.

Darum geht es. Um mehr nicht. Bist Du Dir darüber im Klaren?

Er macht Witze. Aber das Ganze hatte zwischenzeitlich schon mal die Tendenz zum Kleinkrieg. Du willst ihm das Witze machen austreiben. Du versuchst Dich gegen seine Witze zu wehren. Aber wie wehrt man sich eigentlich gegen einen Witz? So wie Du es versucht hast, jedenfalls nicht.

Wie wäre es, wenn Du mal auf irgendeinen Unfug, den er Dir erzählt, antwortest: "Da haben Sie recht!", natürlich mit demselben Grinsen mit dem er Dich angrinst. Hast Du Humor? Kannst Du mit ein bisschen Mühe auch die humoristische Seite der Sache sehen?

Wenn nicht, dann gibt es 5 Worte, die Du ihm sagen kannst: "Ich finde das nicht witzig". Aber bitte erwarte nicht, dass Du ihm das Witze machen austreiben kannst. Geschwächte Menschen können verdammt gefährlich werden, wenn Du ihnen den Strohhalm nimmst, an dem sie sich über Wasser halten. Respektiere Deinen Chef, wenn Du respektiert werden willst. Wenn er Witze machen will, dann darf er das.

Ich würde seine Witze garantiert auch nicht witzig finden. Du würdest natürlich lieber für Deine fachliche Kompetenz gelobt werden. Es wäre schön, wenn Deine fachliche Leistung anerkannt würde. Wird sie aber nicht. Das ist eine Sauerei. Ich hoffe, das ärgert Dich. Lass den Ärger raus. Aber bitte an einem Boxsack oder sonstwas, nicht an ihm.

Es wäre gut, wenn Du Dich in die Lage Deines Chefs hineinversetzen könntest. Er sitzt auf der untersten Führungsebene. Die Leute dort haben die Arschkarte gezogen. Sie bekommen Druck von oben und Ärger von unten. Aber was natürlich viel schlimmer ist: Er hatte einen Burnout, seine Frau hat Krebs. Er kriecht auf dem Zahnfleisch zur Arbeit. Und wenn er in einer Besprechung sitzt, die Arschbacken zusammenkneift und sich mühsam ein Lächeln abringt, denkt er nebenbei daran, wie sein Leben weiter geht, wenn seine Frau tot ist.

So, und jetzt kommst Du!

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