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Unverheiratet - warum immer nur Nachteile?

c)hi


Mein Partner und ich leben unverheiratet zusammen und bekommen ebenfalls in wenigen Wochen ein Kind. Ich habe das Jahr über ALG1 erhalten. Eine geplante Umschulung ist nun um ein gutes Jahr verschoben. Mein Partner verdient ebenfalls genug, um mich und unser Kind zu ernähren, aber dennoch ist klar, dass ich nach der Elternzeit entweder in meinen gelernten Beruf zurückgehe, oder wie geplant eine Umschulung machen werde.

Der Staat nimmt, finde ich, sehr viel Rücksicht. Ich bekomme ALG1, ohne dass es angerechnet wird. Ich bekomme Mutterschaftsgeld und dann Elterngeld und Kindergeld für den Knirps. Das ist wirklich verdammt viel, finde ich. In anderen Ländern würde man sich die Finger danach abschlecken. Und auch hier in Deutschland gibt es genug Menschen, die mit wesentlich weniger zurechtkommen müssen (meine Familie ist selbst arm, ich hab viele Jahre unterhalb des Mindestbehalts gelebt, neben der Ausbildung gearbeitet, so viel ich konnte, um mich über Wasser zu halten und bekam keinerlei Unterstützung vom Amt oder der Familie).

Im übrigen haben wir unsere Erstausstattung bis jetzt komplett neu gekauft und kommen (mit nagelneuem Luxus-Kinderwagen) gerade mal auf 1500Euro. Mit Fläschchenwärmer, Sterilisator, Kinderbett, Wickelregal, Fläschchen und Schnuller, diversen Klamotten, Kissen, Kuscheltieren und dem ganzen anderen Mist, den man überhaupt nicht dringend braucht. Wenn ICH mehr aufs Geld hätte schauen müssen, hätte ich das alles wesentlich preiswerter kaufen können. Wenn man da noch jammert, ist das wirklich ein verdammt hohes Niveau, auf dem man das tut.

Hboney9=1_mi+t_Mxini13


Ich bekomme ALG1, ohne dass es angerechnet wird. Ich bekomme Mutterschaftsgeld und dann Elterngeld und Kindergeld für den Knirps.

da hast du aber auch schon Jahre in einem Beruf gearbeitet @:)

Bei ALG 2 sähe es anders aus, genauso wie beim Bafög.

Und dann "wundert" man sich immer dass die Mütter alle alter werden - junge Leute können sich halt meistens ein Kind nicht leisten ":/

SnileCnt8Maxx


Eben doch und darum geht es hier ja Grade!

Entschuldige, aber es wird nicht dadurch richtig wenn man es wiederholt. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhalt_(Deutschland) Klick]]

c,hxi


da hast du aber auch schon Jahre in einem Beruf gearbeitet

Und wer von uns hat das jetzt schlauer gehandhabt? Und wer von uns hat jetzt keinerlei Grund zum nörgeln, sondern zeigt sich dankbar für die Unterstützung vom Staat?

SachokikaBuffrau


Und dann "wundert" man sich immer dass die Mütter alle alter werden - junge Leute können sich halt meistens ein Kind nicht leisten

Naja, ich für meinen Teil wundere mich da nicht, da die Gründe auf der Hand liegen.

Außerdem ist 22 ein Alter, in dem man ohne Abitur und Studium (eventuell auch mit Abitur und eben kurzer Ausbildung schon gearbeitet haben könnte). Kenne genug Beispiele.

k$athariHna-die-Xgroße


Honey dein Unterhaltsanspruch ergibt sich aber doch auch nur durch das Kind. Ohne Kind hätte er doch nach einer Trennung keine Verpflichtungen mehr dir gegenüber.

Und dass man keinen ALG1-Anspruch hat, ist ja nun eigene Schuld...

klathar>ina-)die>-große


Außerdem ist 22 ein Alter, in dem man ohne Abitur und Studium (eventuell auch mit Abitur und eben kurzer Ausbildung schon gearbeitet haben könnte). Kenne genug Beispiele.

Den Anspruch hat man ja sogar schon während der Ausbildung. Man muss also nicht mal jahrelang mit fertiger Ausbildung gearbeitet haben...

Hsoney9$1D_mit_Mixni13


Dann lies deinen link mal durch silentmax

Der schwangeren Mutter und dem ein nichteheliches Kind betreuenden Elternteil ist Unterhalt geschuldet, soweit diese wegen der Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können: Hierfür soll durch die Unterhaltsverpflichtung ein Ausgleich geschaffen werden (§ 1615l BGB).

;-)

Chi

Und wer von uns hat das jetzt schlauer gehandhabt?

von schlauer kann nicht die rede sein, eben nur anders. @:)

Es gibt aber halt auch Leute die ungewollt schwanger werden.

Wie gesagt ich Jammer hier nicht wegen mr, es geht mir blendend und ich kann mich in dem Sinne nicht beschweren. Es geht mir aber um die allgemeine Ungerechtigkeit dass so eine Doppelmoral zu Gunsten des Staates betrieben wird.

Sjcho/kikauf,frau


Kommt drauf an, ich habe eine rein schulische Ausbildung gemacht und hätte den Anspruch nicht, aber generell schon, das stimmt...

kAatharrina-diAe-große


Zugunsten des Staats ist in diesem Fall aber auch Zugunsten des Steuerzahlers...

Hgone>y91_mi6t_MiniG13


Den Anspruch hat man ja sogar schon während der Ausbildung.

":/ aber nicht bei einer schulischen Ausbildung oder?

k6atharMina-kdie-!große


Kommt drauf an, ich habe eine rein schulische Ausbildung gemacht und hätte den Anspruch nicht, aber generell schon, das stimmt...

Stimmt. Ich hab eine betriebliche Ausbildung gemacht, diese während der Schwangerschaft beendet und bis zum Mutterschutz auch ALG1 bekommen... (und da waren die jüngsten Absolventen 18. Bis 22 haben die also schon einiges an Arbeitsjahren hinter sich?

HYoney9B1_mi=t_Mini1x3


Zugunsten des Staats ist in diesem Fall aber auch Zugunsten des Steuerzahlers...

nicht jedes Steuerzahlers - der unverheiratete Papa, der Geld verdient hat zb steuerlich die Nachteile.

Und da die ehe immer seltener wird und mmn sowieso ein auslaufmodell einer Partnerschaft darstellt werden immer mehr Leute ungerecht behandelt.

LPi1laRLZinxa


Willst Du also auch von vermeintlichen Vorteilen einer Ehe profitieren wirst Du nicht darum herumkommen auch die Nachteile einer Ehe hinnehmen zu müssen ;-)

Du hast immer noch nicht verstanden, worum es mir geht.

Ich weiß, dass keinerlei Unterhaltsanspruch besteht, habe ich auch nirgendswo behauptet.

Aber ich verstehe nicht, warum nach einem Jahr Zusammenleben mein Einkommen bei der Berechnung für z.B. Wohngeld berücksichtigt wird.

Weil wir eine Bedarsgemeinschaft sind, ja. Aber warum sind wir eine Bedarfsgemeinschaft?

Mal eine Definition:

Bedarfsgemeinschaft (BG) ist ein Begriff aus dem deutschen Recht der Grundsicherung für Arbeitssuchende [...] Dem Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft liegt die politische Entscheidung zu Grunde, dass Personen, die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander haben und die in einem gemeinsamen Haushalt leben, sich in Notlagen gegenseitig materiell unterstützen und ihren Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken sollen.

Quelle: Wikipedia.

Zum einen ist mein Freund nicht Arbeitssuchend, zum anderen möchte ich gerne selber entscheiden, für wen ich in Notlagen einstehe. Rechtlich verpflichtet dazu bin ich nämlich nur Verwandten gegenüber.

Ich möchte gar nicht von Vorteilen aus einer Ehe profitieren.

Ich möchte einfach keine Nachteile ohne rechtliche Grundlage haben.

SPil=entxMax


Honey91_mit_Mini13

Bitte lies auch richtig. Der Unterhalt von dem Du nun sprichst begründet sich aufgrund eines gemeinsamen Kindes. Ich sprach vom Unterhalt unter Eheleuten und sowas gibt es bei unverheirateten Paare nicht!

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