» »

Unverheiratet - warum immer nur Nachteile?

_vmis1an2thropxin_


Und wo habe ich nun eine Abtreibung nahe gelegt?

Ich sagte nur, dass man das ja im vornherein(!) verhindern kann und eine Grundkage schaffen sollte, bevor man sich beschwert. What the fuck.

Denke da sind die Kritikpunkte irgend wie überlesen worden. Ich sehe das wie SilentMax: Du schreibst hier im Thread eben bezeichnende Dinge - So wie Du jetzt wahrscheinlich denkst, ich bin ein böser Mensch, bilden sich die Leser eben auch einen Eindruck. Das ist doch aber kein persönlicher Angriff... Ich fühle mich ja auch nicht angegriffen o.ä (..."Menschen wie Du[...]")

_Xmis{anthrHopinx_


Grundlage natürlich >:(

cVlair=ext


Ja, das ist Fair. Dadurch das man zusammenlebt und sich einen Haushalt teilt signalisiert man das man sein Leben zusammen bestreitet und füreinander Verantwortung übernimmt.

Das heißt es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Viele Paare ziehen zusammen und behalten trotzdem vollständig ihre finanzielle Unabhängigkeit bei, also getrennte Konten, getrennte Vermögensverwaltung, Haushaltskosten 50:50. Für den Staat ist es natürlich sehr praktisch zu sagen, ihr wohnt zusammen, ihr zahlt füreinander. Im Gegensatz zu anderen Verhältnissen (Ehe, Adoption, Partnervertrag) hat man durch einen Zusammenzug aber nie einen Vertrag unterschrieben, in dem man irgendwelche Verpflichtungen füreinander eingeht.

Der Sozialstaat soll einspingen wenn niemand mehr da ist. Hier ist aber ein Partner vorhanden und dieser hat einzuspringen bevor der Steuerzahler einspringt. Das ist Fair gegenüber jedem Steuerzahler.

Normalerweise wendet der Staat sich aber an jemanden mit Unterhaltspflicht. Der Partner hat aber keine. Das heißt der Bedürftige steht im Niemandsland. Warum der Staat für Partner keine Unterhaltspflicht einführt ist klar, dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.

Diese Problematik sehen übrigens auch manche Gerichte so: [[https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=22503&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=]]

In Honey91s Fall ist das aber egal, denn da besteht ja der Willen füreinander einzustehen und gemeinsam eine Familie zu gründen, also besteht eine eheähnliche Gemeinschaft. Da kann man nur sagen, das hätte man sich mal vorher überlegen und durchrechnen sollen. Von einer ungeplanten Schwangerschaft kann hier ja nicht die Rede sein.

Bcinae x79


Früher waren alle mit Kind verheiratet, alleine deswegen schon weil unverheiratete - zumindest in der DDR - keinen Anspruch auf eine Wohnung hatten...

Vielleicht wäre das eine Idee :=o wobei ist ja auch irgendwie ungerecht gewesen ]:D

ZmivtroNneX8x6


Ich wollte nur mal eben einwerfen dass man nicht nur finanzielle Vorteile hat wenn man verheiratet ist.

Bekannte von mir haben letztes Jahr geheiratet. Der Freund Geringverdiener, sie Großverdienerin. 2 Wochen nach der Hochzeit kam ein Brief von der Pflegestelle dass die nun 600€ im Monat Pflegegeld für die Mutter des Mannes haben möchte, da sich diese in einem Pflegeheim befindet. Vorher konnte der Mann dafür nicht belangt werden weil er zu wenig verdient, mit der Hochzeit und der gut verdienenden Ehefrau sieht die Sache dann ganz anders aus.

Die Sache wird nun über einen Anwalt geklärt, aber wie das Ganze ausgeht ist noch ungewiss...

Als unverheiratet hat man vielleicht keine finanziellen Vorteile, jedoch auch keine "Nachteile" s.o. ;-)

S0upierk3rötxe


Zitrone86

Echt? Soviel ich weiß bin ich meinen Schwiegereltern keinen Unterhalt schuldig, sowie mein Mann meiner Mutter nichts schuldig war. Meine Mutter hat ja Frührente bekommen, da sie nicht mehr arbeitsfähig war, das Amt hat natürlich versucht das Geld über mich zu fodern, was nicht ging da Hausfrau. Und überhaupt hätte ich da einen Satz verdienen müssen den ich so leider noch nie bekomen habe. Meinen Mann konnten sie dafür nicht belangen :|N , dieser ist seinen eigenen Eltern verpflichtet, seinen Kindern und mir.

b^ell2agixa


Ich bin nicht sicher, ob ich es gerecht oder ungerecht finde...am Ende wird kein Gesetz jedem Einzelfall passend sein.

Allerdings kenne ich nicht nur ein Paar, welches "offiziell" zwei Wohnungen hat, um die Zuwendungen des Sozialstaates nicht zu gefährden.

Umgehen kann man die Pflichten also.... wenn man das möchte.

Hyi$nata


Zitrone: "Lösung" für das zahlungsproblem: Kinder in die Wlet setzen, dann muss man keinen Elternunterhalt zahlen, zumindest in den ersten 6 Labensjahren des Kindes. Ob sich das rechnet – keine Ahnung

Hbinxatxa


Gott meine Rechtschreibung, ich gehör ins Bett.

bfellxagia


@ superkröte:

Ich gaube da ändert sich gerade was... in den Nachrichten kam kürzlich was zu dem Thema.

SPuperpkrötxe


Ach ja, meine Mutter mußte zum Amt, da die Rente nicht gereicht hat. Aber das müssen später ja noch einige von uns, leider. Zumindest die die Kinder bekommen und danach nicht Vollzeit arbeiten gehen können da es gar nicht die möglichkeit gibt dank der Betreuungszeiten.

Also Kinder machen einen ärmer, das ist ungerecht, vor allem wenn es manchmal so dargestellt wird als wäre dem nicht so.

Ich bereue das nicht meine Kinder zu haben, versteht mich nicht falsch. Aber ich kann es nachvollziehen das es Angst macht welche zu bekommen und Angst macht vor der Zukunft. Das ist doch der eigentliche Skandal.

Frauen (nein, ich meine dich nicht honey) die nicht viel zu verlieren haben und nichts anderes kennen als ihre situation die machen sich nicht soviele Gedanken. Ich habe mich neulich unterhalten mit einer Frau, auch das ich Angst habe im Alter zu verarmen, sie meinte nur später gibt es die Grundsicherung und sie juckt es nicht. Einzahlen wird sie nie etwas und hat es auch nicht vor.

S]ilenWtMxax


Das heißt es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Viele Paare ziehen zusammen und behalten trotzdem vollständig ihre finanzielle Unabhängigkeit bei

Darauf zielt der Gesetzgeber auch gar nicht ab, sondern darauf, dass Personen die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander haben und die in einem gemeinsamen Haushalt leben sich in Notlagen gegenseitig materiell unterstützen und ihren Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken sollen. Der Gesetzgeber fordert also Partnerschaftliche Solidarität und zwar "vor" sozialstaatlicher Hilfe.

Für den Staat ist es natürlich sehr praktisch zu sagen, ihr wohnt zusammen, ihr zahlt füreinander.

Alles andere wäre auch unverhältnismäßig oder wie sollte der Gesetzgeber von sich aus prüfen können ob eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt oder nicht. Deshalb wurde die Beweislast ja auch zur Recht umgekehrt.

Im Gegensatz zu anderen Verhältnissen (Ehe, Adoption, Partnervertrag) hat man durch einen Zusammenzug aber nie einen Vertrag unterschrieben, in dem man irgendwelche Verpflichtungen füreinander eingeht.

Dies wär dann auch absolut überflüssig wenn der Staat ohnehin für jeden einzelnen die Verantwortung übernehmen müsste. Es kann nicht im Sinne einer funktionierenden Solidargemeinschaft sein jedem einzelnen die Verantwortung für sich selbst und der anderen abzunehmen. Wo das hinführt haben wir bereits in der DDR gesehen.

cOherryx84


2 Wochen nach der Hochzeit kam ein Brief von der Pflegestelle dass die nun 600€ im Monat Pflegegeld für die Mutter des Mannes haben möchte, da sich diese in einem Pflegeheim befindet. Vorher konnte der Mann dafür nicht belangt werden weil er zu wenig verdient, mit der Hochzeit und der gut verdienenden Ehefrau sieht die Sache dann ganz anders aus.

Ja solche Fälle kenn ich selbst aus dem Verwandtschaftskreis %-|

mVar_iposa


Zitrone86

Bekannte von mir haben letztes Jahr geheiratet. Der Freund Geringverdiener, sie Großverdienerin. 2 Wochen nach der Hochzeit kam ein Brief von der Pflegestelle dass die nun 600€ im Monat Pflegegeld für die Mutter des Mannes haben möchte, da sich diese in einem Pflegeheim befindet. Vorher konnte der Mann dafür nicht belangt werden weil er zu wenig verdient, mit der Hochzeit und der gut verdienenden Ehefrau sieht die Sache dann ganz anders aus.

Die Sache wird nun über einen Anwalt geklärt, aber wie das Ganze ausgeht ist noch ungewiss...

Das kann eigentlich nicht sein. Für Schwiegereltern ist man nicht unterhaltspflichtig!

Weder mit Ihrem Einkommen noch mit Ihrem Vermögen müssen Sie für den Bedarf Ihrer Schwiegermutter einstehen. Unterhaltsansprüche gibt es innerhalb der Familie immer nur gegenüber Personen, die in gerader Linie verwandt sind.

Vielleicht möchtest Du es hier nachlesen:

[[http://www.morgenpost.de/printarchiv/familie/article112717684/Muss-ich-das-Pflegeheim-meiner-Schwiegermutter-bezahlen.html Muss ich das Pflegeheim meiner Schwiegermutter bezahlen]]

Es ist aber möglich, dass der Mann Deiner Bekannten einen Taschengeldanspruch an seine gut verdienende Ehefrau hat – dann wird dieses Taschengeld natürlich mit einbezogen.

LhilarLinxa


Gäbe es die Vorteile für alle, die sich gerade mal irgendwo kennengelernt haben und nun verknallt auf der Parkbank sitzen (ich schreibe das jetzt mal so flapsig), dann gäbe es nicht nur ein heilloses Durcheinander sondern der Sinn der Sache wäre auch komplett verfehlt.

Bin ich ganz deiner Meinung.

Ich bin auch gar nicht dafür, dass Unverheiratete die Vorteile wie Verheiratete bekommen, sondern dass sie nicht dafür zahlen müssen, dass sie eben nicht heiraten wollen.

Eine Beziehung kann ich ja gestalten wie ich möchte (im Gegensatz zu einer Ehe), getrennte Konten, Finanzierungen von meinem Gehalt, wenn ich möchte etc. Und da finde ich es nicht ok, dass der Staat davon ausgeht, dass ich für meinen Partner sorgen möchte (ohne rechtliche Grundlage...nirgendswo steht, dass ich nach einem Jahr Beziehung irgendeine Verpflichtung eingehe), nur weil wir ein Jahr zusammen wohnen.

Wenn ich durch eine Ehe "Ja" zu meinem Partner mit allem drum und dran sage - kein Ding.

Aber dafür ist halt die Ehe vorgesehen, eine Beziehung in meinen Augen nicht.

Ich glaube, es wird nicht der Trauschein "belohnt" sondern das, was er eigentlich verkörpert: Das Ja zueinander, der Willen zur Verbindlichkeit und das Anstreben von mehr als nur einer Lebensabschnittspartnerschaft.

Andererseits sollte aber auch nicht Nicht-Ja-Sagen "bestraft" werden, oder?

@ Silentmax:

Dadurch das man zusammenlebt und sich einen Haushalt teilt signalisiert man das man sein Leben zusammen bestreitet und füreinander Verantwortung übernimmt.

Nein, ich persönlich signalisiere damit nur, dass ich mit meinem Partner eine Wohnung teilen möchte. Dass ich gerne mit im einschlafe und meine Freizeit verbringe.

Wenn wir füreinander Verantwortung übernehmen wollen, gehen wir zum Standesamt und heiraten wir.

Wenn Einkommen von Partner angerechnet wird, kann dieses Einkommen steuerlich als Unterhaltsauwand bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden.

Nur wenn es auch tatsächlich Unterhalt ist.

Wenn es z.B. das Anrechnen auf Wohngeld ist, kann ich keine Mehrbelastung geltend machen.

Ja, der Weg ist nicht ohne, aber dennoch wird es jedem Bürger noch vergleichsweise einfach gemacht (Prozesskostenhilfe, kostenlose Beratungsstellen etc.).

Prozesskostenhilfe bekomm ich nicht, bei kostenlosen Beratungsstellen können die nur das sagen, was auch im Internet zu finden ist. Also von "vergleichsweise einfach" kann nicht die Rede sein.

Der Staat nimmt einfach was an und ich muss mehrere tausend Euro in die Hand nehmen um das Gegenteil zu beweisen. Das finde ich nicht einfach und halt auch einfach nicht fair.

Dass sie erstmal eine Vermutung anstellen ist ok und vermutlich nicht anders durchführbar. Aber dann sollte es eine Möglichkeit geben, das Gegenteil zu beweisen, ohne Anwälte und Gerichte damit beschäftigen und bezahlen zu müssen, oder?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH