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Unverheiratet - warum immer nur Nachteile?

P-rim:adonXnaGirxl


Ich denke, es geht hier gar nicht mal primär um das ideale Alter zum Kinderkriegen, sondern darum, ob es akzeptabel ist, den höchst privaten Wunsch nach Reproduktion zu vergesellschaften, indem man selbstverständlich davon ausgeht, dass die durch die Familienvergrößerung entstehenden einmaligen oder regelmäßigen Mehrausgaben bzw. Einkommensverluste aus öffentlichen/karitativen Kassen kompensiert werden.

ja. Mir ist das alter an sich auch egal. Viele machen mit 16 die Hauptschule oder mittlere Reife, mit spätestens 20 ist man ausgelernt, warum nicht mit 22 ein Kind, wenn man bis dahin einen zuverlässigen, im besten fall langjährigen (ehe)Partner hat? Haben viel aus meiner Ausbildung so gemacht.

Wie gesagt, ich habe keine Lust für Menschen Blechen zu müssen, die es selbst für sich nicht können. Habe ich eine Wahl? Leider nein.

L@.vtanP]elt


Zum Thema: ja dann heiratet doch einfach!

Was ist das denn für eine Argumentation?! Ich finde, man sollte sich schon sehr genau überlegen, wen man wann heiratet. Denn immerhin ist sowas eine ernstzunehmende Angelegenheit, eine tiefgreifende entscheidung und bis ans Lebensende gedacht. Der Staat kommt ja auch nicht für eventuelle Scheidungskosten auf.

Eine Heirat ist nichts, was man mal eben macht, um den ein oder anderen Euro einzusparen.

Und jemanden vorzuwerfen, "ja selbst Schuld, kannst ihn ja auch einfach (mal eben) heiraten"...

Es wurde sich ja nicht darüber beschwert, nicht die Vorteile der Eheleute nutzen zu können sondern umgekehrt: über die Bedarfsgemeinschaftsregelungen mit den Nachteilen belastet zu werden.

Ich möchte doch bitte selbst entscheiden können, wann ich jemanden heiraten möchte und nicht vom Staat oder sonstwem dazu gedrängt werden, damit – wenn ich schon die Nachteile in Kauf nehmen muss ja zumindest auch die Vorteile genießen kann.

Es ist einfach absurd, Menschen rechtlich und finanziell wie Eheleute zu behandeln, wenn sie keine Eheleute sind.

@ SilentMax

Deine Argumentation (und die des Staates) bezüglich der Bedarfsgemeinschaft und der Solidarität in einer Partnerschaft ist hahnebüchend.

Ich kann auch in einer WG wohnen und dadurch Geld sparen, "zahle" aber gleichzeitig dafür mit Einbußen der Privatsphäre. Aber es ist letztendlich meine Sache, welches Wohnmodell ich wähle und geht den Staat gar nichts an. Bei Leistungsansprüchen ist es natürlich relevant, dass ich nicht alleiniger Mieter bin und somit auch nur eine Teilmiete zahle, da hört es meiner Ansicht aber auch auf, was den Staat was angeht.

Darüber hinaus argumentierst Du, dass der potentielle Leistungsbezieher ja eher der eigenen Familie oder dem sozialen Umfeld (Partner) "auf der Tasche" liegen soll, bevor er der Allgemeinheit auf der Tasche liegt.

Der Partner zahlt doch aber bereits indirekt, wenn er verdienend ist – oder zahlt er dann keine Steuern? Somit würde er doppelt zahlen.

Staatliche Unterstützung ist als Nachteilausgleich gedacht und dient zur Existenzsicherung, wenn es der Einzelne (zeitweilig) nicht selbst leisten kann. Ich schmeiß' hier nochmal den Begriff der Menschenwürde ein. Es ist schon sinnig, dass die Gelder über einen Topf laufen und nicht Gisela Großklunker Lieselotte Lebenskrise das Geld in einem Umschlag vorbei bringt.

Und um mal von dem Sozialschmarotzer, Tunichgut oder Schantalle Schulabrecher-Bild wegzukommen:

Eine klassische HarztVI-Situation haben Hochschulabsolventen: Studium abgeschlossen, der Übergang ins Berufsleben klappt selten nahtlos, Rücklagen konnten während des Studiums auch nicht gebildet werden, Anspruch auf ALG1 besteht auch nicht.

Nun lebt der Absolvent mit seiner Freundin zusammen. Sie hat bereits vor einem Jahr abgeschlossen, ist seit 5 Monaten im Beruf, noch in Probezeit, zahlt das Bafög zurück, hat z.B. ne kostenintensive Zahnbehandlung am laufen...,...,

Natürlich *kann* sie ihren Partner finanziell unterstützen (sofern überhaupt möglich). Aber das wäre Privatsache!. Und der Partner soll nun bei ihr betteln? Wieso hat er weniger Anspruch als ein Single? Wieso muss sie ihre Finanzen offen legen? Weil sie mit ihm schläft?! Soll er dann als Gegenleistung für die finanzielle Zuwendung ihre Blusen bügeln?

Ich habe keinerlei Verpflichtung, meinem Partner meine Finanzen offen zu legen, das ist meine Privatsache und dann soll ich vorm Jobcenter blank ziehen?

Muss er es nachher zurück zahlen? Damit verpflichtet der Staat jemanden, der eine Partnerschaft führt, private Schulden aufzunehmen.

Mit welchem Recht nimmt sich der Staat raus, in einer nicht staatlich anerkannten Beziehung ohne gegenseitige Rechtsansprüche reinzureden, wie dieses Paar sich finanziell gegenüber einander verhält?

Wenn ich mit jemanden eine Beziehung eingehe, möchte ich doch nicht darauf gucken müssen, wie die Chancen stehen, dass er eventuell in finanzielle Engpässe geraten kann.

Pari]madonxnaGirl


Was ist das denn für eine Argumentation?! Ich finde, man sollte sich schon sehr genau überlegen, wen man wann heiratet. Denn immerhin ist sowas eine ernstzunehmende Angelegenheit, eine tiefgreifende entscheidung und bis ans Lebensende gedacht.

ernstzunehmender, als ein gemeinsames KIND, welches man nicht einfach mal annullieren oder trennen kann, scheidungskosten hin oder her? Das ist ja eben die Logik, die ich nicht verstehe und einige hier scheinbar genauso wenig. Klar sollte man auch 10000x überlegen, ob und WEN man heiratet, aber wenn ich ja Sage zu einem gemeinsamen Nachwuchs, dass sollte ich mir beim Erzeuger im optimalfall erst recht bereits sicher sein. VOR der Zeugung, die ja geplant war.

Dass Honey irgendwelche Gründe hat, erwähnte sie bereits. Kann man nachvollziehen oder nicht, ist untm Strich ja nicht das Problem der anderen, sondern ihr ureigenes.

LY.van%Pelxt


@ zuendstoff

Ich denke, es geht hier gar nicht mal primär um das ideale Alter zum Kinderkriegen, sondern darum, ob es akzeptabel ist, den höchst privaten Wunsch nach Reproduktion zu vergesellschaften, indem man selbstverständlich davon ausgeht, dass die durch die Familienvergrößerung entstehenden einmaligen oder regelmäßigen Mehrausgaben bzw. Einkommensverluste aus öffentlichen/karitativen Kassen kompensiert werden.

Das Aufbrechen von traditionellen Rollenmustern und Lebensformen hat (neben gewiss auch einer Menge Vorteilen) den Nachteil, dass Kinder das Armutsrisiko überhaupt sind. Gerade weil nicht selten ein Elternteil mit dem Kind alleine bleibt (meist die Frau). Das größte Gegenargument gegen Kinderkriegen ist für Frauen immer noch der Verdienstausfall und der Karierreeinbruch. Letztendlich egal, in welchem Alter.

Klar kann man Kinder zum Privatvergnügen und persönlichen Luxus erklären – den regelmäßigen Fernurlaub übernimmt der Staat ja auch nicht – das hätte dann aber zur Folge, dass wir eine (noch stärker) überalternde Gesellschaft haben und nach und nach aussterben. Das entspricht aber nicht der Natur des Menschen. Der Reproduktionswunsch ist natürlich gegeben, auch, wenn sich viele den zu Gunsten anderem Luxus abgewöhnt haben. Mein Wunschgesellschaftsbild ist zudem eines mit mehreren miteinander existierenden Generationen und somit auch Kindern.

Da aber für Frauen eben wie oben genannt Kinder bekommen und großziehen eben mit dem Verdienstausfall und Karierreeinbruch immer noch zwingend verbunden ist muss der Staat dieses entsprechend kompensieren.

Persönlich bin ich übrigens der Meinung, dass Eltern einkommenstechnisch sogar bis zum "klassischen" Kindergartenalter von drei Jahren mit einem Gehalt über die Runden kommen sollten, damit der kleine Mensch nicht automatisch nach dem ersten Geburtstag in die Massenkindhaltung gesteckt werden muss. Aber das ist ein großes neues Fass, das geöffnet wird...

Da stimme ich Dir zu. Der Ruf nach weniger Sozialleistungen drängt damit aber in die genau falsche Richtung.

Erst HartzVI hat doch in dem Maße möglich gemacht, dass Menschen in Lohnsklaven-Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, von denen man(n) eine Familie nicht mehr ernähren kann.

Geht ja schon so weit, dass die hier "jeder ist sich selbst der Nächste"-Rufer wohl meinen, dass man sich ja auch per Flaschensammeln sein Geld "verdienen" könnte.

Indem man die sozial Schwachen weiter runter drückt, mit dem selbstverständlichen "Selbstverschuldet"-Argument, werden die Arbeitsstellen, von denen man eine Familie ernähren könnte, wohl kaum mehr werden.

Ln.va@nPelt


ernstzunehmender, als ein gemeinsames KIND, welches man nicht einfach mal annullieren oder trennen kann, scheidungskosten hin oder her? Das ist ja eben die Logik, die ich nicht verstehe und einige hier scheinbar genauso wenig. Klar sollte man auch 10000x überlegen, ob und WEN man heiratet, aber wenn ich ja Sage zu einem gemeinsamen Nachwuchs, dass sollte ich mir beim Erzeuger im optimalfall erst recht bereits sicher sein. VOR der Zeugung, die ja geplant war.

Die Fakten zeigen doch, dass es anscheinend einer eigenen Logik folgt. Sonst würde ja keiner mehr Kinder bekommen.

Ich kenne nur sehr sehr wenig erwachsene Menschen in meinem Alter und jünger, die keine Scheidungskinder sind. Hinzukommend noch die ganzen alleinerziehenden Mütter und Väter. Somit ist es doch der logische Schluss, dass der jeweile Partner und Mitelternteil mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eben nicht der Partner fürs ganze Leben ist. Gottseidank entscheiden sich dennoch Menschen für ein (gemeinsames) Kind, denn würde man es davon abhängig machen, dass die Partnerschaft "für immer" sein muss, würden – bis auf einen kleinen Teil – die meisten wohl kinderlos bleiben.

Sowohl eine Elternschaft als auch eine Partnerschaft sind immer ein Wagnis. Sicher ist da nix. Und diese vermeinlich angestrebte "Sicherheit" bezüglich des Partners.... ... .. Ich sach nur: Scheidungszahlen. Da machen sich dann wohl offensichtlich einige was vor.

Und einen drängenden Kinderwunsch haben ja sogar Menschen ohne Partner.

Ich bin da inzwischen ganz pragmatisch: für den Erzeuger meiner irgendwann mal Kinder habe ich den Anspruch, dass er potentiell auch langlanglangfristig passt, "gute Gene" sind auch noch ganz interessant, aber die absolute Sicherheit, dass er "der eine" ist? Wünschenswert, ja. Aber die Erwartung habe ich nicht.

PErimafdonnxaGirl


Ich kenne nur sehr sehr wenig erwachsene Menschen in meinem Alter und jünger, die keine Scheidungskinder sind. Hinzukommend noch die ganzen alleinerziehenden Mütter und Väter. Somit ist es doch der logische Schluss, dass der jeweile Partner und Mitelternteil mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eben nicht der Partner fürs ganze Leben ist.

dummerweise kann keiner Hellsehen. Ich würde ,einen Partner direkt heiraten, ohne Bedenken. Er sagt mir zu, so wie er ist. Was in 10 Jahren ist? Keine Ahnung.

Ich bin da inzwischen ganz pragmatisch: für den Erzeuger meiner irgendwann mal Kinder habe ich den Anspruch, dass er potentiell auch langlanglangfristig passt, "gute Gene" sind auch noch ganz interessant, aber die absolute Sicherheit, dass er "der eine" ist? Wünschenswert, ja. Aber die Erwartung habe ich nicht.

sehe ich exakt genau so. Mir ist es auch an sich egal, ob jemand eheliche Kinder bekommt oder nicht. Für mich wäre es undenkbar, Kinder zu bekommen ohne zu heiraten. Ein Verbrechen ist es natürlich nicht, jeder soll machen wie er will. Der Staat spricht Eheleuten eben gewisse Privilegien zu. Das kann man gut oder doof finden, aber hilft eben nunmal keinem.

SWilenFtxMax


Aber es ist letztendlich meine Sache, welches Wohnmodell ich wähle und geht den Staat gar nichts an.

Völlig korrekt und der Staat interessiert sich auch nicht dafür wie Du lebst. Wenn Du allerdings Sozialleistungen begehrst musst Du auch die Vorraussetzungen dafür erfüllen und den Nachweis dazu hast Du selbst zu erbringen.

Der Partner zahlt doch aber bereits indirekt, wenn er verdienend ist – oder zahlt er dann keine Steuern? Somit würde er doppelt zahlen.

Das sehe ich etwas anders. Zunächsteinmal zahlt nicht jeder der Einkommen besitzt auch Einkommensteuer (Grundfreibetrag etc.). Außerdem können Unterhaltszahlungen an den Partner unter bestimmten Voraussetzungen bei der Einkommensteuer angerechnet werden.

Wieso hat er weniger Anspruch als ein Single? Wieso muss sie ihre Finanzen offen legen?

Wir drehen uns jetzt im Kreis. Wenn eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt ist das Einkommen des Partners anzurechnen. Liegt keine Bedarfsgemeinschaft vor sondern meinetwegen eine reine Wohngemeinschaft so ist dies glaubhaft nachzuweisen und dann bleibt das Einkommen des Mitbewohners auch außen vor. Wir können an dieser Stelle gerne bemängeln, dass der Gesetzgeber die Abgrenzungskriterien nicht ins Gesetzt geschrieben hat und Betroffene die bei den Behörden jetzt gegen Wände laufen aufwendig klagen müssen.

Der Gesetzgeber hat meiner Meinung nach die richtigen Maßnamen ergriffen um die sogenannte Mitnahmementalität im Bereich der Sozialleistungen einzudämmen und damit den Sozialstaat vor einem Zusammenbruch zu bewahren.

m_ariXposxa


Was ist das denn für eine Argumentation?! Ich finde, man sollte sich schon sehr genau überlegen, wen man wann heiratet. Denn immerhin ist sowas eine ernstzunehmende Angelegenheit, eine tiefgreifende entscheidung und bis ans Lebensende gedacht.

Was ist denn das für eine Argumentation!?

Ich finde, man sollte sich den Menschen, mit dem man ein Kind in die Welt setzt, sorgfältiger aussuchen als alles andere. Ehen können geschieden werden, dann ist man nicht mehr Ehefrau/Ehemann, aber Mutter/Vater bleibt man sein Leben lang.

Ein Kind ist eine wesentlich stärkere Bindung als ein Trauschein.

kGathariWna-dJie-xgroße


Eine Heirat ist nichts, was man mal eben macht, um den ein oder anderen Euro einzusparen.

das haben, auch in diesem Faden, einige aber durchaus als ausschlaggebendes Argument für eine Hochzeit angeführt... :=o

L!.vanLPelt


@ SilentMax

Wenn eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt ist das Einkommen des Partners anzurechnen. Liegt keine Bedarfsgemeinschaft vor sondern meinetwegen eine reine Wohngemeinschaft so ist dies glaubhaft nachzuweisen und dann bleibt das Einkommen des Mitbewohners auch außen vor.

Dann erkläre ich die "Bedarfsgemeinschaft" zum Unwort des Jahres.

Ein Partner hat keine finanziellen Vorteile im Zusammenwohnen, die nicht auch ein Mitbewohner hätte. Gleichzeitig hat er auch keine finanziellen Verpflichtungen oder Rechte dem Partner gegenüber.

Daher ist das Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft schlicht absurd und mitnichten die "richtige Maßnahme" zur Eindämmung der Mitnahmegesellschaft sondern schlicht ein Eindämmen von Sozialleistungen mit fragwürdiger Begründung. Sicher kann man das Konzept eines Sozialstaates ablehnen und sich amerikanische Verhältnisse wünschen. Jeder nur noch für sich selber. Gut dran ist der, der wenn er nicht selbst reich ist, zumindest reiche, wohlwollende Freunde hat.

Wenn Du allerdings Sozialleistungen begehrst musst Du auch die Vorraussetzungen dafür erfüllen und den Nachweis dazu hast Du selbst zu erbringen.

Wenn ich mittellos bin, bin eben ich mittellos und bedürftig. Das müsste ich dann bezogen auf meine Einkünfte nachweisen. Die Rolle des Einkommens meines Partners spielt eben insofern keine Rolle, weil es sein Einkommen ist und ich nicht darüber verfügen kann.

(...) so ist dies glaubhaft nachzuweisen (...)

Wobei ich mich noch immer frage, wie das gehen soll(?). Soll ein Beamter ne Woche mitwohnen, damit wir beweisen können, dass wir keinen Beischlaf vollziehen? Beziehungen und Nicht-Beziehungen werden darüber hinaus so unterschiedlich geführt, was hat der Staat darin rumzukroscheln, ab wann und bis wann welcher Status herrscht, solange ich dies nicht offiziell durch einen formalen Akt in beiderseitigem Einverständnis zu einer Partnerschaft (Heirat) erkläre? Bis dahin bin ich schlicht und ergreifend ledig und niemandem gegenüber finanziell verpflichtet. Der Partner kann sich ja auch jederzeit vom Acker machen.

und Betroffene die bei den Behörden jetzt gegen Wände laufen aufwendig klagen müssen.

Und da haben wir den Punkt: reine Schikane. Es wird einfach eine weitere Hürde gebaut. Denn die Bedürftigkeit ändert sich dadurch ja nicht.

Übrigens, die wirklichen Sozialschmarotzer haben damit die wenigsten Probleme. Die sind bestens informiert und geübt darin, genau diese Hürden zu umgehen.

Wir drehen uns jetzt im Kreis.

Jepp.

@ Mariposa

Was ist denn das für eine Argumentation!?

Ich finde, man sollte sich den Menschen, mit dem man ein Kind in die Welt setzt, sorgfältiger aussuchen als alles andere. Ehen können geschieden werden, dann ist man nicht mehr Ehefrau/Ehemann, aber Mutter/Vater bleibt man sein Leben lang.

Ein Kind ist eine wesentlich stärkere Bindung als ein Trauschein.

%-| Ach ne, wirklich?

Einem Kind gegenüber habe ich sowohl die volle Verantwortung und es ist umgekehrt komplett abhängig.

Für einen (Lebensabschnitts-)Partner habe ich weder die Verantwortung noch möchte ich von ihm abhängig sein oder umgekehrt.

Hier wurde aber großspurig in den Raum geworfen, dass wenn man nicht nur die Nachteile im Sinne eine "Bedarfsgemeinschaft" :-X haben möchte, man denjenigen doch einfach heiraten könne. :=o

Und dieses Konzept der "Bedarfsgemeinschaft" greift ja auch ohne Kinder.

@ katharina-die-große

Eine Heirat ist nichts, was man mal eben macht, um den ein oder anderen Euro einzusparen.

das haben, auch in diesem Faden, einige aber durchaus als ausschlaggebendes Argument für eine Hochzeit angeführt... :=o

Ja, und jetzt schau' Dir doch nochmal an, welche Fraktion dies in den Raum geworfen hat.

Ne? Fällt was auf? ;-)

SSilzentMaxx


Ein Partner hat keine finanziellen Vorteile im Zusammenwohnen

Das ist auch nicht nötig, denn der Gesetzgeber geht davon aus, dass Personen, die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander haben und die in einem gemeinsamen Haushalt leben sich in Notlagen gegenseitig unterstützen und ihren Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken sollen. Fordern und fördern ;-)

Daher ist das Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft schlicht absurd und mitnichten die "richtige Maßnahme"

Der Standpunkt bleibt Dir unbenommen. Ich halte die Bedarfsgemeinschaft für ein gutes und effektives Mittel. Verbesserungswürdig ja, aber der Ansatz ist gut und er schützt uns davor allzu bald amerikanische Verhältnisse in Deutschland vor zu finden.

Die Rolle des Einkommens meines Partners spielt eben insofern keine Rolle, weil es sein Einkommen ist

Als Dein Partner ist er an Deinem Leben beteiligt. Warum sollte dies bei der Absicherung Deines Lebensunterhaltes aufhören? Wenn Dein Partner nicht bereit ist im Notfall für Dich zu sorgen sollte er die Partnerschaft beenden und seine eigenen Wege gehen, denn Liebe scheint für diese Art von Partner keine Rolle zu spielen...

Wobei ich mich noch immer frage, wie das gehen soll(?)

Zur Feststellung einer Bedarfsgemeinschaft gibt es einen entsprechenden Fragebogen. Maßstab für die dortigen Fragen sind die objektiven Umstände wie sie unter Fremden vorzufinden "wären". Wer nicht in dieses Muster passt, hat einfach Pech gehabt (man kann es nicht allen Recht machen).

was hat der Staat darin rumzukroscheln, ab wann und bis wann welcher Status herrscht, solange ich dies nicht offiziell durch einen formalen Akt in beiderseitigem Einverständnis zu einer Partnerschaft (Heirat) erkläre?

Das Zusammenziehen als Paar und nicht als Wohngemeinschaft würde ich als einen formalen Akt in beiderseitigem Einverständnis zu einer Partnerschaft verstehen.

Und da haben wir den Punkt: reine Schikane.

Tatsächlich scheint dies das größte Problem zu sein. Die zunehmende Unterstellung der Bürger, dass der Gesetzgeber seine Bürger absichtlich schikaniert und tatsächlich gar nicht beabsichtigt unserem Land den Wohlstand zu erhalten und zu sichern. Hier hat die Politik noch eingiges aufzuholen.

Übrigens, die wirklichen Sozialschmarotzer haben damit die wenigsten Probleme. Die sind bestens informiert und geübt darin, genau diese Hürden zu umgehen.

Das kann ich aus meiner beruflichen Erfahrung nicht bestätigen. Im Gegenteil, die Anträge dieser Schmarotzer sind rückläufig.

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