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Unzufrieden mit Beruf (Physio)

cYer@ebrale-_diarxrhoe


In diversen Praktika und in der Ausbildung selbst wird man mit der Realität leider nicht so konfrontiert, dort wird einem der Himmel auf Erden versprochen, doch leider ist der Sturz eine gar harte Landung gewesen, die ich jetzt büßen muss.

Es ist sehr schade das die sogenannten Berufsberater neben der persönlichen Neigung zu einem Beruf nicht auch den finanziellen Aspekt betrachten. Man kann sich doch grob zwischen folgenden Modellen entscheiden:

Lebensarbeitszeit beträgt 42 bis 45 Jahre.

- ohne Abitur und mit dualer Ausbildung weniger verdienen oder

- mit Abitur und Studium 5 bis 9 Jahre nichts verdienen bzw. Schulden (Bafög, Eltern, Bank) anhäufen und auf 500 bis 1500 EUR mehr monatlichen Nettolohn hoffen das sich das Modell bis zur Rente rechnet.

Graustufen gibt es viele dazwischen und noch mehr krumme Lebensläufe. Doch subsummiert kann ein Geschäftsmodell mit Schulden am Ende der Ausbildung und geringer Vergütung nie aufgehen. Eine Selbstregulierung des Marktes ist leider nicht vorhanden.

Kommt zur Armee haben sie gesagt... ]:D

tmell$mewVhexn


Nunja, der Bachelor in 3,5 Jahren wäre schon einmal ein Anfang. Es gibt viele Masterstudiengänge über 4 Semester, die berufsbegleitend durchgeführt werden können – das wäre also nicht das Problem. Leider war ich zu naiv vor 8 Jahren und habe mich dazu überreden lassen diesen Beruf zu ergreifen. Die Eier legende Wollmilchsau suche ich nicht, lediglich etwas, dass mir mehr Chancen gibt.

cuereb7rale_ediarxrhoe


Ach übrigens habe ich in deinem Alter (+2) auch angefangen zu studieren. Mit elternunabhängigen Bafög.

P'rim1adonnLnaGxirl


unja, der Bachelor in 3,5 Jahren wäre schon einmal ein Anfang.

Und wie kommst du auf 3,5 Jahre? :-/

Leider war ich zu naiv vor 8 Jahren und habe mich dazu überreden lassen diesen Beruf zu ergreifen.

Ich auch vor 6 Jahren. Und man hat mich vorgewarnt. aber es hat keine 5stellige Summe gekostet. Wünsche dir trotzdem viel Erfolg beim umorientieren, wildfremde Menschen können dir nix raten, wenn du nicht mal selbst weisst, was dir liegen könnte. ich denke, das ist einleuchtend...

Du bist nicht der erste und nicht der letzte, der in dieser Situation ist und ich bin davon überzeugt, dass du etwas findest, das dir bessere Chancen bietet.

S5ubnfloFwers_73


Arbeit mit Menschen wird quasi IMMER mies bezahlt. Ich hab' nach meinem Studium (Psychologie) nocht 25.000€ hingeblättert für die Psychotherapie-Weiterbildung, die mich 6 Jahre gekostet hat, Schulden verursacht hat, mit erheblichem Prüfungsaufwand verbunden ist.

Jetzt arbeite ich in der Ambulanz einer Klinik, soll Patienten auch nur für 30 Min. sehen (mein Wunsche wären klassische 50 Min-Termine). Fließbandarbeit. Gehalt: Unter 2.000€ netto. WeiterbildungsZWANG, zahlen tut's auch keiner.

Physiotherapie ist anstrengend, ich bin seit Jahren in Dauerbehandlung. Angesichts Deiner Kritikpunkte solltest Du Dir dann aber einen Job jenseits des Gesundheitswesens suchen. Selbst Ärzte in eigener Praxis machen tagein tagaus dasselbe und sehen die Pat. noch kürzer. Und über den "Moloch Klinik" muss man auch nicht groß reden.

ENTWEDER Du änderst etwas an Deiner Einstellung zum Job, oder Du machstg was Neues. Ausbildungskosten hin oder her. Wenn Du jetzt schon "Depressionen" erwähnst, macht Dich festhalten am Job nur des Geldes wegen auch nicht glücklich. Und Du bist noch jung genug für einen Wechsel.

t_ellm~ewhxen


Bafög bräuchte ich vermutlich nicht einmal, das wäre also kein Problem.

Ich denke, dass ich mich damit noch einmal richtig auseinandersetzen muss, dass wird keine

einfache Entscheidung.

Scunflonwer_x73


Ich habe übrigens erst mit 26 mein Abi gemacht...

Das mit dem "etwas, was mir Chancen" gibt, sollte man mit Vorsicht genießen. Viele viele Jobs sind letztlich derselbe Trott.

tFel^lmUewhxen


@ Sunflower_73 :

Bist du weiblich?

Wie hast du das mit Familienplanung gemacht?

Für eine Frau die auf Familie aus ist dürfte das schwierig sein.

P_rimQado[nnaxGirl


Für eine Frau die auf Familie aus ist dürfte das schwierig sein.

Laut dieser pauschalen Logik dürften die meisten Frauen, das mit langem Studium einher geht, keine Familie gründen können. Ist doch das selbe in grün wie bei Ärztinnen, Managerinnen und was weiss ich.

t'ell$mewhHen


Als Mann ist es wirklich einfacher, ihr habts da schon nicht leicht.

s3lowgaxn


Wäre eine eigene Praxis als Ziel in ein paar Jahren vielleicht ein Gedanke?

tqellrmewShexn


@ slowgan :

Ich habe mir diverse Rechnungen dazu mal angeschaut.

Es lohnt sich prinzipiell gar nicht sich selbstständig zu machen, außer man würde nur Privat machen im Bereich Osteopathie z.B....ich denke das kommt für mich nicht in Frage :(.

P!rima don'naGirl


Inwiefern ist es für einen Mann einfacher, abgesehen davon, dass er weder Schwangerschaft noch Geburt an der Backe hat? Bei uns in der Familie und in meinem umfeld haben die meisten Frauen studiert und alle haben Kinder. Kinder sind diesbezüglich immer ein "Problem". Ob man nun Putzfrau oder zahnärztin ist. Nur eben auf unterschiedliche Art.

W(olfxgang


*bedenklich mein Haupt wieg*

Weiterbildungen sind nötig, aber sauteuer und der Physio muss sie selbst bezahlen – das Geld kommt nie wieder rein.

- Das ist insoweit richtig, als physiotherapeutische Weiterbildungen tatsächlich sehr teuer sind. Die Kurskosten sind teuer, dazu kommt der Verdienstausfall während des Kurses und evtl Unterkunft und Reisekosten, wenn der Kurs nicht am Heimatort stattfindet. Die Prüfungen sind streng und es ist keineswegs sicher, dass du nach einem teuren Kurs auch tatsächlich das Zertifikat bekommst.

- Das ist insoweit falsch, als du bei der Abrechnung dieser speziellen Qualifikationen nur ein paar Centbeträge mehr bekommst. Aber du bekommst immerhin diese Patienten, die ein anderer Physiotherapeut ohne die Qualifikation überhaupt nicht behandeln dürfte. Also lohnt es sich doch wieder.

Der Bewerber sollte ein Auto haben und dieses dienstlich für Krankenbesuche einsetzen, zeitlich sehr flexibel sein – und der Lohn ist ein 400 € -Job. Zeitlich befristet, weil es eine Schwangerschaftsvertretung ist... >:(

Auch das ist nur teilweise richtig. Hausbesuche werden besser bezahlt und es gibt Kilometergeld. Und immerhin besser Hausbesuche machen als untätig herumsitzen, Däumchen drehen und über mangelnde Patienten klagen. Häufig sind Hauspatienten auch Leute, die langfristig Therapie benötigen. Sie sind also sichere Dauerpatienten. Aus Schwangerschaftsvertretungen können auch leicht feste Stellen werden.

Es bietet sich auch an eine freiberufliche Tätigkeit als Physiotherapeut zu machen. Dann kannst du für verschiedene Praxen arbeiten und bekommst 70 % deiner Rezeptgebühren, also weit übertariflich. Davon musst du allerdings dann noch deine Sozialabgaben abdrücken. 30 % bekommt die Praxis für Verwaltung, Räumlichkeiten und Ausstattung der Praxis.

Ein gutes Fundament an Fortbildungen ist ausserdem entscheident wichtig, damit du gute Stellen bekommst. Berufsanfänger, die gerade die Physiotherapieschule abgeschlossen haben gibt es reichlich. Wir z.B. suchen verzweifelt Mitarbeiter mit bestimmten Qualifikationen (Vojta, Manuelle Therapie) . Bewerber können sich gerne an mich wenden!! Es gibt keine Bewerber, denn wer diese Therapien beherrscht, der hat eine gute Stelle!

(Eine Tätigkeit als Lehrtherapeut scheidet m.E. für den TE aus, denn auch dazu braucht es erst mal reichlich Berufserfahrung.)

c3ere_brale`_diarxrhoe


Als Mann ist es wirklich einfacher, ihr habts da schon nicht leicht.

Naja so einfach ist es nicht immer! Zum Beispiel hüte ich gerade die Brut damit Frau Doktor sich drei Wochen fortbilden kann. Ich glaube kaum das es alleinerziehende Managerinnen (ohne Nanny) gibt.

Und so schwer ist das alles doch gar nicht. Wenn beide studieren ist Kinder bekommen so viel entspannter als im Berufsleben, du glaubst es gar nicht. Diese Flexibilität kommt so schnell nicht wieder. Wie schon andere sagten: Das Leben ist kein Ponyhof!

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