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Was passiert beim Amtsarzt wegen Verbeamtung?

ElsrMomEIsser hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Da ich mich demnächst verbeamten lassen muss, muss ich natürlich zum Amtsarzt. Kann mir jemand sagen, was da passiert?

Mein Hauptproblem ist Folgendes:

Ich war von ca. 2007-Mitte 2011 sehr oft beim Arzt, da ich in dieser Zeit ständig müde war. Es hat aber keiner dieser Ärzte irgendwas gefunden. Dass heisst viele Ärzte haben irgendeine Verdachtsdiagnose gestellt oder es wurde von Arzt A die Diagnose X gestellt, Arzt B hat gesagt, Diagnose X stimmt nicht. Dann bekam ich wahllos Medikamente verschrieben, die habe ich teilweise genommen, teilweise nicht. Da die Medikamente nie geholfen haben hiess es dann wieder "Wenn die Medikamente nicht helfen, haben Sie die Kankheit auch nicht". Dann wurden Diagnosen gestellt, die ich bis heute nicht begreifen kann, z.B. Alzheimer oder Restless-legs-Syndrom. (Dafür muss man doch wenigstens irgendwelche Symptome haben oder nicht?). Dann wurde wieder gesagt ich bin kerngesund. Dann gab es Ärzte, die mir Substanzmissbrauch vorgeworfen haben oder dass ich eine schlechte Kindheit hatte.

So war ich bis ca. 2009 bei ca. 60 Fachärzten. Von 2009 bis 2011 war ich dann nur noch regelmässig in einer Institutsambulanz bei einem Psychiater. Der wusste zwar auch nicht, was ich habe, aber ich brauchte regelmässig Atteste.

Jedenfalls möchte ich diese Arztgeschichten beim Amtsarzt nicht angeben. Ich würde wohl erstens gar nicht mehr alle Ärzte und Verdachtsdiagnosen und Medikamente zusammenbekommen und zweitens habe ich keine Lust, dass der Amtsarzt da irgendwelchen konfusen Verdachtsdiagnosen auf den Grund gehen will und ich dann nochmal zu X Ärzten rennen muss, womöglich nochmal so schmerzhafte Untersuchungen wie Knochenmarksentnahme, etc. über mich ergehen lassen muss und ich auch noch die ganzen Fahrtkosten tragen muss.

Im Grunde muss ich sagen, hat mir diese ganze Arztrennerei absolut 0 genutzt. Ich bin dadurch nicht schlauer geworden als vorher und habe genug Arztbriefe aus denen hervorgeht, dass ich Top-Blutwerte habe, EEG,EKG, MRT, Ultraschall, etc. auch nur super Ergebnisse aufweisen und bei mir psychisch auch alles in bester Ordnung ist.

Also im Grunde habe ich gar nichts, dass irgendwie Hinweise darauf gibt, dass ich nicht kerngesund sein könnte. Nichtmal ein popeliger Blutwert war bei mir nicht in Ordnung.

Also muss ich davon irgendwas beim Amtsarzt erzählen?

Bzw. kann es Konsequenzen haben, wenn ich mal berufsunfähig werde? Also wenn ich mit 60 tatsächlich mal Alzheimer bekomme, muss ich dann damit rechnen, dass man dann diese Diagnose von 2009 irgendwo ausgräbt und mir das dann zum Verhängnis wird? Oder wenn ich mal Burn-Out bekomme sagt man mir dann, "ach da hat ja mal ein Neurologe was von einer schlechten Kindheit geschrieben, soso, das hat jetzt zu ihrem Burn-Out geführt, da haben Sie uns aber Vorerkrankungen verschwiegen"?

Ich bin jetzt auch mal ganz ehrlich: Durch diese Müdigkeit die ich während des Studiums hatte konnte ich mich nur mit Krediten über Wasser halten. Nun bin ich also hoch verschuldet und drauf angewiesen, dass ich einen gut bezahlten Job bekomme. Ich kann mir also das Risiko nicht verbeamtet zu werden nicht leisten.

Gruss

Antworten
tXsa


Wenn du bewusst etwas verheimlichst, kann das im Leistungsfall (sprich: Berufsunfähigkeit etc.) ganz gewaltig nach hinten losgehen.

Ich würd' an deiner Stelle mit offenen Karten spielen.

F!lampechxen


Wenn du bewusst etwas verheimlichst, kann das im Leistungsfall (sprich: Berufsunfähigkeit etc.) ganz gewaltig nach hinten losgehen.

Es geht hier um keine BU sondern um eine Verbeamtung.

Ich würde es so angehen: wenn nur nach Vorerkrankungen gefragt werden, ein klares NEIN angeben, denn es wurde ja nichts festgestellt, also hast du auch keine Vorerkrankung ;-)

Wenn gefragt wird,bei welchen Fachärzten du so in Behandlung bist, würd ich nur die "gängigen" angeben, also Gyn, Zahnarzt...alles andere geht keinen was an.

Bei meiner Verbeamtung wurde zumindest nur nach Vorerkrankungen gefragt und da musst du ja nicht angeben, was so alles im Verdacht stand. Die wollen Fakten und da alles Ok ist bei dir, würd ich gar nicht erst was vom Ärztemarathon erwähnen. Keine schlafenden Hunde wecken ;-) ;-)

Lxyl


Ich bezweifel, dass bei dir psychisch alles in Ordnung ist, wenn du gegenüber deinem Partner handgreiflich wirst.

RUoge`rRa2bbixt


Ich bezweifel, dass bei dir psychisch alles in Ordnung ist, wenn du gegenüber deinem Partner handgreiflich wirst.

:-o Grad reingelesen.

Ich kann mir also das Risiko nicht verbeamtet zu werden nicht leisten.

Schreibt jemand, der mit einer Pfanne auf den eigenen Partner einschlägt. Manchmal glaube ich, ich lebe in einem Paralleluniversum {:( .

E|srotmEss}e?r


Ich würd' an deiner Stelle mit offenen Karten spielen.

Dass kann ich mir ja wie gesagt finanziell nicht leisten.

Ich kann mir also das Risiko nicht verbeamtet zu werden nicht leisten.

Schreibt jemand, der mit einer Pfanne auf den eigenen Partner einschlägt. Manchmal glaube ich, ich lebe in einem Paralleluniversum

Naja soooo arm bin ich dann noch nicht, dass ich mir keine neue Bratpfanne leisten kann. Es geht ja eher darum, dass ich ohne Verbeamtung diese Stelle gar nicht erhalte.

EMheZmaliger VNutzer; (#39x3910)


Wird man heute sofort verbeamtet? Gibt es den Beamtenanwärter nicht mehr?

Ich hoffe doch, dass es den noch gibt, denn wenn sich die TE im Job so verhält wie zu Hause, dann ist sie auf keinen Fall lange verbeamtet.

fMettnpaepfc"hvenhuepxfer


Doch, den gibt es noch :)z

S-talxfyr


Wird man heute sofort verbeamtet? Gibt es den Beamtenanwärter nicht mehr?

Der Beamtenanwärter ist auch schon ein Beamtenverhältnis (Beamter auf Widerruf).

mJaripoxsa


Wenn man beim Amtsarzt lügt, kann eine Verbeamtung auch wieder aufgehoben werden. Ich finde es sinnvoll, dass der Staat/das Land genau hinschaut, wen er lebenslänglich einstellt. Wenn das Risiko einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit besteht, bleibt ja immer noch die Beschäftigung im Angestelltenverhältnis.

Naja soooo arm bin ich dann noch nicht, dass ich mir keine neue Bratpfanne leisten kann.

Wenn Du im wirklichen Leben so auftrittst wie hier, merkt sogar der dümmste Amtsarzt, dass da etwas nicht stimmt.

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