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Muss ich einspringen, wenn Kollegen krank sind?

S9mawragd+augxe


Größere Arbeitgeber können sich solche Mauscheleien nicht leisten.

Hast Du eine Ahnung, was da alles läuft.... und das IST definitiv ein sehr bekannter Arbeitgeber, und die können es sich solange leisten, wie es nicht genug anständige Arbeitgeber gibt, wo man seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Aber aus der Praxis heraus und zum Thema zurückzukommen, ohne Einspringen funktioniert es einfach nicht. Flexibilität ist eine der wesentlichen Anforderungen an diese Arbeitsbereiche ebenso wie in den meisten Fällen Schichtdienst, dafür ist natürlich nicht jeder gemacht.

Was hat Schichtdienst mit permanenten Einspringen an freien Tagen zu tun? Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Und Flexibilität bedeutet in meinen Augen nicht, dass man permanent auf Abruf zu hocken hat, dass man nicht mehr abschalten kann und irgendwann einen Burnout kriegt.

"ohne Einspringen funktioniert es einfach nicht" - Du übernimmst hier die Haltung der Arbeitgeber bzw das, was Arbeitnehmer glauben sollen. Du bist doch auch schon ein paar Jährchen auf dem Arbeitsmarkt - erinnerst Du Dich nicht mehr daran, dass vor 20, 30 Jahren mehr Personal vorhanden war, so dass praktisch niemand seinen Urlaub abbrechen musste oder eine Doppelschicht fahren musste, damit nicht alles zusammenbricht? Ich hab in meiner Jugend selbst Doppelschichten gefahren, aber das war FREIWILLIG und wurde erstklassig bezahlt. Ich kannte niemanden, der einen Burnout hatte, und die Statistik zeigt, dass psychische Erkrankungen tatsächlich immer mehr zunehmen. Und das wird noch schlimmer werden, die halbwegs normal bezahlten Jobs werden immer knapper, immer mehr Jobs werden in Billiglohnländer verschoben, immer mehr Leute gehen stempeln oder aufstocken und die, die noch regulär Arbeit haben, werden - leider - immer mehr mit sich machen lassen, weil sie drin sein wollen und nicht draussen. Zu Lasten ihrer Gesundheit, zu Lasten der Gesundheit ihrer Kollegen, Stichwort Betriebsklima, Hackordnung, Mobbing.... Schlägt sich alles aufs Gesundheitswesen nieder.... Davon werden die, die daran verdienen, natürlich nichts mitkriegen, die sind privat versichert.

dbanaex87


Monika

Die deutsche Bahn fällt abe rbei dir schona uch unter "größerer Arbeitgeber" oder? was glaubst du denn wie das Problem im Stellwerk bei Mainz zustande kam? Genau, durch penetrante Ausbeutung die in dem Bereich besonders gut funktionierte weil die Bahn da landesweit der einzige Arbeitgeber ist. :-/ :-/

Fakt ist das es eben Arbeitgeber gibt die sich an die Gesetze halten und etwas ausgleichen etc. und einen ganzen Satz der das nicht tut. Darunter fällt sicherlich auch das zunehmende MObbing von Betriebsratsmitgliedern und so weiter.

Smaragdauge

Genau das ist das Problem! Immer dieses einhacken auf H4ler wo doch ganz andere Menschen sich godene Nasen am System verdienen. :-(

SFmarsagwdauxge


Genau das ist das Problem! Immer dieses einhacken auf H4ler wo doch ganz andere Menschen sich godene Nasen am System verdienen

Das ist gewollt. Und es funktioniert ja immer noch.... Da kann man den Leuten zig Mal sagen, dass die Arbeitsbedingungen nicht schlechter werden wegen der H4ler, die früher fast alle in Lohn und Brot waren, sondern deswegen, weil da ein paar Leute sind, die immer wieder mal ein Stückchen an der Schraube drehen (schön sachte, damit das dumme Volk sich dran gewöhnt und nicht aufmuckt) und sich ansonsten schön im Hintergrund halten. Man kann zig Mal sagen, dass es jeden treffen kann - das wird einfach ausgeblendet (wohlwissend, wie unerträglich das wäre). Man kann zig Mal sagen, hört auf euch gegenseitig fertigzumachen sondern macht mal die Augen auf, wer sich eine goldene Nase daran verdient - das sind auch dienigen, die das zu verantworten haben. Aber leider klappt diese Tour immer und immer wieder, es wird an die niederen Triebe appelliert, an Unzufriedenheit, Neid, mangelndes Selbstwertgefühl und die vielen vielen Ängste....

T$imb4atuxku


Größere Arbeitgeber können sich solche Mauscheleien nicht leisten.

Monika65

Sag mal, liest du wirklich keine Zeitung? Amazon ist einer der ganz großen Arbeitgeber. Hast du in den Medien verfolgt, was die sich alles leisteten? Wohl nicht. Hast du mal wenigstens ansatzweise davon gehört, was Aldi – ebenfalls einer der ganz großen Arbeitgeber – sich seit Jahren alles leistet? Oder bist du in deinem Wolkenkuckucksheim so sehr davon überzeugt, dass es in der Arbeitswelt nichts Böses gibt, sodass du all die Berichte für Lügen hältst?

Tmim%bratukxu


Die deutsche Bahn fällt abe rbei dir schona uch unter "größerer Arbeitgeber" oder? was glaubst du denn wie das Problem im Stellwerk bei Mainz zustande kam? Genau, durch penetrante Ausbeutung die in dem Bereich besonders gut funktionierte weil die Bahn da landesweit der einzige Arbeitgeber ist. :-/ :-/

danae87

Damit hast du nur zum Teil recht. Berichten zufolge beschränkt sich das bei der Bahn nicht nur auf die Region und hat folglich nichts damit zu tun, dass die Bahn dort in der Umgebung der einzige Arbeitgeber ist (was er vermutlich eh nicht ist). Dass es in Mainz zu diesen personalbedingten Ausfällen kam ist eher Zufall. Es hätte ebenso an jedem anderen Ort eine Konstellation mit denselben Folgen entstehen können. Der Grund ist, dass der ehemalige Bahnchef Mehdorn auf Geheiß der Politik das Unternehmen mit aller Gewalt an die Börse bringen wollte. Deswegen wurden rigoros alle Maßnahmen ergriffen, mit der die Bahn profitabler wurde. Dazu gehörten auch drastische Personalkürzungen, die schließlich zu den bekannten Ausfällen führten.

Erhemaliguer NutzerM (#+3P536x55)


Größere Arbeitgeber können sich solche Mauscheleien nicht leisten.

Doch, wenn die Arbeitnehmer nichts wert sind, also austauschbar wie die Socken morgens. Bei Hochqualifizierten sieht es dann wieder anders aus ;-)

Tbimb#atukxu


Meistens gibts auch Betriebsräte, die die Dienstpläne überwachen.

Monika65

Richtig. Und nachdem der Betriebsrat nach Prüfung den Dienstplan unterschrieben zurückgegeben hat, wird er dann nach Laune von der Pflegedienstleitung geändert. So geschieht es regelmäßig bei der Diakonie, einem Unternehmen der evangelischen Kirche, einem der größten Arbeitgeber überhaupt. (Wegen deiner Behauptung, es seien nur "Kleine", die das machen.)

Das Problem an Diskussionen wie diesen ist das komplette Durcheinanderwerfen aller möglicher Argumente.

Monika65

Es mag sein, dass Diskussionen wie diese aufgrund der großen Teilnehmerzahl etwas unstrukturiert sind und daher Argumente durcheinandergeworfen werden. Ein weiteres großes Problem an Diskussionen wie diesen sind allerdings auch Teilnehmer wie du, welche die Schilderung realer Vorkommnisse seitens anderer Teilnehmer als unwahr, übertrieben oder sogar als Konsequenz einer gewissen Verwöhnung ignorieren, nur weil sie selber das große Glück hatten, so einen Mist nie selbst durchlebt zu haben.

SvendVzi$mixr


Millenium-Triologie, erster Teil.

dCanXabex87


Timbatuku

Natürlich lag das Stellwerkdebakel in der Personalpolitik Mehdorns begründet. Ich hab das nicht deutlichgeug geschrieben: Es lag schlicht daran das es zu wenige Angestellte gab und das diese wenigen sich über viele Jahre für den Betrieb kaputt gemacht haben damit die Passagiere nicht leiden müssen. Problem an der Stelle eben auch das Menschen mit dieser (speziell dieser) Ausbildung haben eben doch nur den einen Arbeitgeber in Deutschland zur Auswahl. :-/ :-/ Ich warte eigentlich nur darauf das sich das an anderen Stellen in Deutschland wiederholt. Hier in der Näh ist auch ein Stellwerk und was die Angestellten da als normels Pensum über die vereinbarten Stunden arbeiten die sie niemals bezahlt bekommen oder abfeiern können ist einfach unmenschlich. :|N :|N

Smaragdauge

Ich versteh es auch nicht, aber vielleicht hat es etwas damit zu tun das es viel leichter und weniger gefährlich ist auf die Schwächeren einzuhaken als sich mit den Großen anzulegen. Außerdem scheint es einen ähnlichen Effekt zu geben wie bei Gewaltverbrehcen: dem Opfer Schuld zu schieben um sich selber sicher zu fühlen da man sich ja mit korrektem Verhalten vor ähnlichem UNgemach schützen kann. :|N

TLapas


auch da gabs Kappungen und Überstundenfrei, gerade im Sozialbereicht, die häufig dem öffentlichen Dienst angeglichen sind

Kappung heißt doch im Klartext, alles was über x Überstunden ist verfällt am Monatsende? Ich rechne gar nicht mehr nach, wieviel ich regelmäßg auf diese Art verschenke.

Ich kenne zB Firmen, die zB Dienstreisen immer mit 8 Stunden pro Tag abrechnen obwohl teilweise rund um die Uhr gearbeitet wird.

Der ÖD ist einer dieser "Firmen". Und wenn dann noch ein Teil der Kollegen zwangsweise abgesenkt arbeitet, kommt es zu der Konstellation, dass einige für ein und dieselbe 20 h-Dienstreise 8:00 Stunden, einige 7:45 und andere sogar nur 7:30 abrechnen dürfen. Mir muss keiner mehr mit Arbeitsmoral kommen.

Bei Hochqualifizierten sieht es dann wieder anders aus

Nicht wirklich!

TMi]mbatuxku


Natürlich lag das Stellwerkdebakel in der Personalpolitik Mehdorns begründet. Ich hab das ...

danae87

Ich stelle fest, du weißt Bescheid. *:) Dann betrachte meine Einlassung einfach als Ergänzung und nicht als Kritik. Dein vorheriger Beitrag zu diesem Sachverhalt ließ für den unbedarften Mitbürger den Schluss zu, es handele sich um ein regional begrenztes Problem. Mir ging es darum, klarzustellen, dass dem nicht so ist und es stattdessen ein bundesweites Bahnproblem ist. Offenbar sind wir uns darin einig. :)^

b\abyNsku1ll


Hallo ihr lieben!!

Meine TL.. hat nix mehr gesagt nur ein wenig beleidigt gewesen.. :)

Raafax88


Ich bin momentan alleine in meiner Abteilung, da mein Kollege Urlaub hat. Diese Woche läuft auf eine 55h Arbeitswoche hinaus, weil ich die Arbeit für 2 machen muss – es wäre aber interessant wenn ich krank geworden wäre. Da wäre die Firma ziemlich aufgeschmissen gewesen ... .

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