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Im Lebenslauf 9 Jahre "verschweigen"?

Myilky*_Qe77 hat die Diskussion gestartet


Meine Schwester wird bald Mitte 30 und hat noch nie gearbeitet, lebt noch bei den Eltern. Sie ist eine "ewige Studentin", aber hat noch nicht abgeschlossen.

Sie möchte jetzt einen Aushilfsjob machen, der nur ein paar Wochen dauert, aber dafür muss sie sich nun zum ersten mal schriftlich bewerben.

Sie hat mir ihren Lebenslauf zur Kontrolle gegeben.

Und was sehe ich: sie hat nur hineingeschrieben: 2008 - heute Studium der Fächer X und Y

Sie studiert aber bereits seit 1999 (hat in diesem Jahr Matura/Abitur gemacht).

Kann man 9 Jahre Studium quasi "verschweigen"?

Meint ihr die Arbeitgeber rechnen nach wie alt sie ist und dass sie ja schon längst fertig sein müsste? Soll sie lieber gleich ehrlich sein und zum "ewigen" Studium stehen oder soll sie es versuchen und einen Großteil der Studienjahre unter den Tisch fallen lassen?

Antworten
D^er=Nachtw$äch{ter


Meint ihr die Arbeitgeber rechnen nach wie alt sie ist und dass sie ja schon längst fertig sein müsste?

Garantiert!

soll sie es versuchen und einen Großteil der Studienjahre unter den Tisch fallen lassen?

Dann wird sie aber trotzdem irgendwie erklären müssen, was sie in dieser Zeit gemacht hat.

Bsarce[lonexta


Kann man 9 Jahre Studium quasi "verschweigen"?

Nein. Die AG sind nicht doof, und falsche Angaben im Lebenslauf führen bei Entdecken dazu, dass man sofort raus fliegt. Wenn es nur ein Aushilfsjob ist, stellt sich auch die Frage, wie wichtig dafür ein schnelles Studium ist. Ich denke, da ist es wenig relevant. Da sie sich früher oder später sowieso gute Erklärungen zurechtlegen muss, warum sie so lang gebraucht hat, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, selbige zu üben. Ich habe auch keinen so geraden Lebensweg, aber ich kann es gut erklären, daher war es noch nie schlimm. Wenn sie nicht weiß, wie sie das machen soll, würde ich mich an ihrer Stelle an die psychologische Beratungsstelle der Uni bzw. das Studentenwerk wenden. Dort gibt es meist jemanden, der darauf spezialisert ist, den "ungeraden" Studenten in den Beruf zu helfen. Dort ist die Erklärung, warum man so lange gebraucht hat, eigentlich immer ein Thema.

M=ilkyx_e77


naja, das ist ja das Problem.

Sie studiert jetzt seit 15 Jahren.

Wirklich Jahre, nicht Semester! ;-)

Gearbeitet hat sie nebenbei nicht, nur ein 6-monatiges unbezahltes Praktikum, das hat sie im Lebenslauf angeführt.

E-isp*fötfchxen


Deine Schwester sollte sich angewöhnen dazu zu stehen was sie gemacht hat oder auch nicht, mit Lügen kann sie sich mehr verbauen als mit der Wahrheit

ByarceWlonxeta


Sie studiert jetzt seit 15 Jahren.

Wirklich Jahre, nicht Semester! ;-)

Ich kenne immerhin jemanden mit 24 Semestern, der es auch noch in die Beratung geschafft hat ;-) Das gibt es alles. Daher auch der Tipp mit de Studentenwerk. Bei ihr wird es früher oder später um die Eingliederung in den Beruf gehen, und ja, es wird schwierig werden. Daher ist es umso wichtiger, dass sie sich jetzt damit auseinandersetzt und zwar mit der richtigen Betreuung. Es wird natürlich immer schwerer mit der Dauer der erklärungsbedürftigen Zeit, aber es ist nicht unmöglich. Man muss wissen, wie man so etwas geschickt verpackt. Das Unternehmen muss dabei den Eindruck erhalten, dass man aus einem bestimmten "Misstand" etwas gelernt hat. Das kann manchmal auch ein Vorteil sein, wenn man es geschickt formuliert und ggf. noch praktische Beweise liefern kann. Dabei braucht sie aber bei 15 Jahren Studium sicher Hilfe. Die sollte sie sich besser jetzt als gleich suchen.

M`iglky_ep77


ich denke auch dass es nicht gut wäre den Lebenslauf quasi zu fälschen bzw. so viele Jahre einfach gar nicht anzuführen.

Für diesen kleinen Aushilfsjob ist es vielleicht nicht so relevant, aber trotzdem.

Ich werde nochmal mit ihr reden.

Aber es ist schwierig Erklärungen zu finden.

Vielleicht könnte sie behaupten sie hätte die Oma neben dem Studium gepflegt?

Wäre aber natürlich auch ein Schwindel, denn die Oma ist noch sehr mobil.

Aber sonst würde mir keine "Ausrede" einfallen, es war halt einfach Faulheit und in den Tag hineinleben. Abgeschlossen hat sie auch heuer wieder nicht, obwohl sie Anfang des Jahres noch gesagt hat, dass sie Herbst 2013 fix fertig werden wird.

Ich würde sagen sie schafft es einfach nicht das Studium abzuschließen.

Beratungsstelle an der Uni wäre sicher gut.

Ich werde es ihr vorschlagen!

Danke für den Tipp, Barcolonetta!

B{arcMelonxeta


Aber sonst würde mir keine "Ausrede" einfallen, es war halt einfach Faulheit und in den Tag hineinleben. Abgeschlossen hat sie auch heuer wieder nicht, obwohl sie Anfang des Jahres noch gesagt hat, dass sie Herbst 2013 fix fertig werden wird.

Wenn es clever formuliert ist, kann man durchaus dazu stehen, dass man am Anfang ziellos studiert hat, wenn man z.B. dann von einer Wendung berichtet, bei der einem klar geworden ist, worauf es einem ankommt und man das ganze engagiert rüberbringt. Dabei hilft es natürlich, wenn man die Wendung z.B. mit einem Praktikum, ehrenamtlicher Arbeit o.ä. untermauern kann. Das Unternehmen soll erfahren, dass man mal einen Fehler gemacht hat, aber das einem das jetzt klar ist, dass sich der Fehler daher nicht wiederholen wird, weil man jetzt weiß, was man will. Stärke, Selbsterkenntnis und Reflexionsvermögen sollte man zeigen. Da kann man durchaus auch in der Bewerbung proaktiv vorgehen und schon im Anschreiben zeigen, dass man dazu steht und souverän damit umgeht, z.B. "Als XY kann ich Ihnen zwar keine kurze Studiendauer, dafür jedoch umso mehr Freude an wasauchimmer bieten" (nur mal so aus dem Ärmel geschüttelt). Dadurch ist sie weniger angreifbar. Sie sollte vermeiden, dass sie peinlich berührt ist, wenn es auf den Tisch kommt, denn kommen wird es auf alle Fälle.

Ekis'pföMtcxhen


Aber es ist schwierig Erklärungen zu finden.

Nein, ist es nicht!

Man sollte schon wegen sich selbst bei der Wahrheit bleiben, entweder die Firma will sie so wie sie ist oder eben nicht.

Einmal an der falschen Stelle und bei der falschen Person verplappert und es ist gut möglich das man den Job los ist, zumal sich die AG sich sehr wohl auch einen Versicherungsdatenauszug von der Person holen können.

Und dann ???

M`ilkyN_ed7x7


@ Barceloneta:

Deinen aus dem Ärmel geschüttelten Satz finde ich gut! :)^

Na ich hoffe meine Schwester ist einsichtig und holt sich in Zukunft professionelle Hilfe.

Für diesen Mini-Job ist es sicher nicht so relevant.

Bzw. rechnen sie vielleicht das Alter nicht nach.

Ich denke dass ihr mittlerweile das ewige Studium selbst etwas peinlich ist.

Sie wird sich auf jeden Fall gute Antworten überlegen müssen, wenn sie sich hoffentlich irgendwann für einen echten Job bewirbt.

Ich weiß dass Arbeitgeber am liebsten in Lücken und bei Jobwechseln bohren.

Was hasse ich Fragen á la "Und warum haben sie bei Job XY aufgehört?" bla bla

Dabei ist mein Lebenslauf lückenlos und ich war nur bei 3 Arbeitgebern, bin also keine Job-Hopperin.

Und trotzdem wird immer gebohrt und versucht etwas negatives zu finden. :-/

Mit einem nicht gerade Lebenslauf stelle ich es mir extrem schwierig vor :-(

s&evenqthrIee


ein naher Verwandter hat 1995 sein erstes Studium begonnen, es aufgegeben und hat dieses Jahr sein Diplom zum zweiten Studium bekommen. Bei Bewerbungen ist das natürlich ein Problem, man kann aber immer argumentieren das man z.B. zwischendurch gejobt hat

Nnamjxa


Lücken in der Größenordnung fallen auf. Dann lieber das Studium reinschreiben und sich eine gute Begründung überlegen, die Frage wird kommen. Idealerweise ist die Begründung dann noch halbwegs wahr.

D ie S;eherxin


Und trotzdem wird immer gebohrt und versucht etwas negatives zu finden.

nein! es wird doch nicht danach gesucht, warum jemand nicht zum team und der aufgabe passt! es wird danach gesucht, warum sich der andere im neuen job sieht, sich im team und der aufgabe wohlfühlen könnte!

und deine schwester könnte aus ihren schwächen eine stärke machen: dass sie eben nicht mehr drauflosstudieren möchte, sondern praktische arbeitserfahrung sammeln will!

Euisp,fötchexn


nein! es wird doch nicht danach gesucht, warum jemand nicht zum team und der aufgabe passt! es wird danach gesucht, warum sich der andere im neuen job sieht, sich im team und der aufgabe wohlfühlen könnte!

und deine schwester könnte aus ihren schwächen eine stärke machen: dass sie eben nicht mehr drauflosstudieren möchte, sondern praktische arbeitserfahrung sammeln will!

Stimmt, in großen Firmen gibt es Leute die sich fast nur mit den Bewerbungen der Leute beschäftigen um für die Firma best-passende Mitarbeiter zu finden und auch wenn eine Absage für den Bewerber erstmal bitter erscheint und ist aber die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass ihnen eine Anstellung erspart wurde wo sie vom Profil her ohnehin nicht reingepasst hätten also win-win für beide Seiten.

-`RRel\oadexd-


Und trotzdem wird immer gebohrt und versucht etwas negatives zu finden.

Da wird nicht krampfhaft nach Negativem gesucht. Sollten sie eine Person nicht wollen braucht man nicht zwanghaft irgendeinen Vorwand nennen....lol.

Warum eine Person den Job wechselte ist nun mal eine interessante Sache.

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