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Arbeitgeber verbietet Arztbesuch nach Arbeitsunfall

GCaroux78


@ All

Hallo Leute,

ich habe hier u.a. gelesen, dass empfohlen wurde den Betriebsunfall, nicht als solchen zu melden. Ich kann jedem davon nur strikt abraten. Ich hatte 1992 einen Schulunfall und die Schulversicherung hatte damals mehrfach gefragt, ob es in der Schule passiert sei. Da meine Mutter sich nichts dabei dachte und der Schule Ihrer Meinung auch kein Ärger machen wollte, verneinte Sie dies.

Als Folge dieses Unfalles hatte ich 17 Knieoperationen, da ein schwerer Schaden eingetreten war, der viel zu spät erkannt wurde. Das ganze endete 2002 in einer versuchten "Rettungsmaßnahme" als man mir ein künstliches Kniegelenk (Knie-TEP) implantierte. Auch dort kam es zu Folgeoperationen und letztendlich wurde mir 2008 mein Bein im oberen Drittel des Oberschenkels amputiert!

Wäre alles als Schulunfall gemeldet gewesen, hätte ich mein ganzes Leben lang alles Kosten in Verbindung mit der Amputation der Versicherung der Schule (Gemeindeunfallkasse) in Rechnung stellen können, u.a. hätte ich bedeutend längere stationäre Rehabilitationen bekommen und nicht nur 3 Wochen nach der Amputation.

Ich könnte manchmal vor Wut durchdrehen, dass meine Mutter das nicht hat offiziell werden lassen.

Mittlerweile spielt die Amputation für mich keine Rolle mehr. Knapp ein Jahr danach wurde ich durch einen Narkosefehler ab dem 12. Brustwirbel inkomplett querschnittgelähmt. Meine Prothese habe ich mittlerweile zurückgegeben und habe mich mit einem Leben im Rollstuhl abgefunden.

Jedoch klage ich aktuell gegen den Arzt, dem ich den Querschnitt zu verdanken habe, da er u.a. die Narkoseform änderte, ohne meine Erlaubnis, obwohl diese Form massive Risiken für mich hatte, mit denen ich jetzt leben muss!

Daher, wenn Ihr einen Schul- oder Betriebsunfall habt, meldet das! Es ist Euer gutes Recht und Ihr profitiert nur davon.

Liebe Grüße

Heiko

a^myEle


wie kann ein Mensch allein nur so viel Unglück haben :°_

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg :)*

G+ar+ou7x8


Hallo,

ich wäre sehr vorsichtig damit, wenn ich krankgeschrieben bin, dann woanders hospitieren zu gehen. Denn eine Krankschreibung dient dazu, wieder gesund zu werden und man selbst soll alles unternehmen, um wieder gesund zu werden.

Außerdem würde ich die Krankenkasse lieber nicht anrufen und fragen, ob Du morgen dort hospitieren gehen darfst, obwohl DU krankgeschrieben bist. Denn dann kann die Krankenkasse mit Hilfe des MdK auch unter Umständen dafür sorgen, dass eventuelle Kosten durch einen eingetretenen Unfall (z.B. auf dem Arbeitsweg oder während der Arbeit ein Bein gebrochen) nicht oder nur teilweise übernommen werden. Denn die Krankenkasse könnte schließlich argumentieren, dass Du trotz Krankschreibung arbeiten warst und somit nicht zur Gesundung mitgeholfen hast.

Des Weiteren hättest Du auch regulär arbeiten gehen können, wenn Du auch dort hospitieren gehen kannst.

Außerdem kann der Kindergarten (von Morgen) und Du massive Probleme bekommen, wenn Dir auf dem Hin- und Rückweg zum Kindergarten oder während der Arbeit etwas passiert. Denn ich bezweifle sehr, das der Kindergarten Dich für einen Tag nur an- und wieder abmeldet!

Es muss nichts passieren, aber was machst Du, wenn Dir auf dem Weg zum Kindergarten etwas passiert und Du bleibende Schäden zurück behältst? Ich wünsche es Dir nicht, aber was ist wenn??

Ich hätte ein ähnliches Beispiel für Dich, was passieren kann: Bei uns in der Region ist vor längerer Zeit ein Ex-Zivildienstleistender verunglückt: Der Zivi hat den Zivildienst abgeschlossen gehabt und war am nächsten Tag noch einmal auf der Rettungswache. Dort bekamen die Kollegen einen Einsatz und er ist noch einmal mitgefahren, da ein Kollege sich kurz vorher krank meldete. Er tat dies aus reiner Höflichkeit und wollte auch kein Geld dafür haben. Auf der Fahrt zum Einsatzort, ist das NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) schwer verunglückt und der ZIVI ist seit dem Tag ab dem 10. Brustwirbel komplett querschnittgelähmt.

Der Mann klagt seit vielen Jahren gegen die Berufsgenossenschaft, da die sich weigert zu zahlen! Denn die Berufsgenossenschaft stellt sich quer, da er nicht wieder als Zivi oder Mitarbeiter angemeldet wurde.

Stattdessen wurde Ihm jetzt dazu geraten, den Träger der Rettungswache (DRK) zu verklagen.

Das ist zwar ein recht krasses Beispiel. Aber glaub mir, Du kannst schneller in dieser Rolle sein, als Dir lieb ist. Ich sitze jetzt auch wegen eines Arztfehlers im Rollstuhl und werde den nie wieder verlassen.

Gharoux78


@ All

Nur mal kurz ein kleiner Hinweis zu mir: Ich bin gelernter Sozialversicherungsfachangestellter Fachrichtung Allgemeine Krankenversicherung – oder kur SoFa KV. Meine Ausbildung ist zwar schon gut 8 Jahre her, aber ein bißchen weiss ich auch noch. Ein bißchen leider nur noch, da ich seit 5 Jahren in Frührente bin.

Wenn jemand krankgeschrieben wurde, für z.B. 2 Wochen und die Person merkt nach 1,5 Wochen, dass es Ihm wieder besser geht, dann kann er wieder arbeiten gehen. Jedoch darf er nicht einfach so wieder auf der Arbeit erscheinen. Er muss zuvor sich beidem Arzt vorstellen, der Ihn krankgschrieben hat und diesem seine Genesung mitteilen. Anschließend muss der Arzt Ihn wieder "gesund schreiben."

Wenn ich trotz Krankschreibung wieder auf der Arbeit erscheine und nicht gesund geschrieben wurde und mir auf der Arbeit dann ein Betriebsunfall passiert, dann kann das zu massiven Problemen mit der Berufsgenossenschaft führen.

Schließlich hat Euer Arzt Euch krankgeschrieben, da er der Meinung war, dass Ihr nicht arbeitsfähig war.

NGicci1H781x0


Es ist ja so das Sie dort,beim Hospitieren,nur zuschaut.Und im Kindergarten wo Sie arbeitet bzw Ihr Praktikum macht muss Sie ja auch körperlich ran.Kinder tragen,mit Ihnen spielen etc.

Ich meine,ich würde es mir auch überlegen ob ich dort hingehen würde trotz Krankschreibung. Muss jeder für sich selbst wissen.

Aber es könnte Ihr genauso gut was passieren wenn Sie auf dem Weg zum Arzt ist zur Nachkontrolle oder zur Apotheke um sich zb Salbe zu holen.

N&ici17;810


Da fällt mir noch ein,wenn Sie einkaufen geht.Das darf Sie ja auch während Sie krank geschrieben ist

sDchnueSpchexn


Garou78, mir fehlen die Worte :°( .

Ich war am Donnerstag Hospitieren, habe wirklich nur zugeschaut und es ist zum Glück nichts passiert :-) . Nur die Praktikumsstelle werde ich nicht annehmen, die Umstände gefielen mir gar nicht. Da könnte ich auch in meiner jetzigen Einrichtung bleiben.

Heute rief mich dann das Krankenhaus an, über wen das Praktikum denn laufen würde. Tja, der Träger hat leider "vergessen", mich anzumelden. Das hab ich ja schon befürchtet gehabt. Nun bekommen Träger und Einrichtung gewaltigen Ärger. Und ich hab Angst, dass ich die Kosten selbst tragen muss :-( . Kennt sich jemand damit aus? Kann das Krankenhaus eine Kostenerstattung von mir fordern? Und der D-Arzt ja auch...

Ich bin echt verzweifelt. Zudem dann noch der Psychoterror auf der Arbeit, das wird morgen bestimmt furchtbar.

a,myle


Heute rief mich dann das Krankenhaus an, über wen das Praktikum denn laufen würde. Tja, der Träger hat leider "vergessen", mich anzumelden. Das hab ich ja schon befürchtet gehabt. Nun bekommen Träger und Einrichtung gewaltigen Ärger.

das werden sie dir doch nicht so gesagt haben ?

Bist du denn länger als drei Tage krankgeschrieben ?

Dann musst du unbedingt eine Unfallanzeige seitens deines AG's gemacht werden und lass dir unbedingt eine Ausfertigung geben, lies sie dir gut durch und bestehe auch auf Richtigstellung, wenn irgendwas nicht der Wahrheit entsprechend ist. Diese Unfallanzeige muss binnen drei Tage nach dem Unfall erstellt werden.

[[http://www.dguv.de/de/Ihr-Partner/Arbeitgeber-Unternehmer/Fragen-zur-Unfallanzeige/index.jsp]]

Mach dir mal keinen Kopf, dass du nicht gemeldet bist. Bestehe auf die Unfallanzeige, nimm deine Kopie als Nachweis (ganz wichtig!) und dann bist du deinen Verpflichtungen im vollen Umfang nachgekommen.

s7chnnuep:che#n


Die nette Dame aus dem Krankenhaus hat gesagt, dass die BG bei ihnen angerufen hat, um zu fragen, über wen ich denn versichert und gemeldet bin, weil es ja durchaus ein Missverständnis sein könnte. Während des Telefonats kam dann raus, dass ich nur über einen einzigen Weg versichert sein kann und das bin ich definitiv nicht. Da meinte die Dame, dann würden Träger und Einrichtung gewaltig Ärger bekommen.

Ja, ich war länger als drei Tage krankgeschrieben. Der Unfall war heute vor einer Woche und heute war mein erster Arbeitstag. Ich war aber direkt am Mittwoch in der Einrichtung und hab die Krankschreibung abgegeben und auf eine Unfallanzeige bestanden. Da sagte man nur, das sei nicht wichtig, ich solle mich nicht so anstellen. Habe aber betont, dass das sehr wichtig sei. Da hieß es nur, Ja, ja. Heute war ich wieder da und hab nachgefragt. Nichts wurde gemacht und sie werden auch nichts melden :°( . Ich hab da echt keine Chance. Was blüht mir?

Übrigens, ist es normal, dass Knochenhautprellungen nach einer Woche noch unverändert Schmerzen und der Ellenbogen immer noch total geschwollen ist?

P~fiffexrlxing


Mal im Ernst: du bist eindeutig in der besseren Position und dir blüht überhaupt nichts. Du wechselst ab Januar die Einrichtung, diese Einrichtung bezahlt dich nicht und sie haben dich nicht korrekt angemeldet. Die sind – entschuldigung – am Arsch und nicht du. Besteh auf die Unfallanzeige (denn sonst hast du bei notwendigen Folgebehandlungen eventuell Probleme mit der Versorgung) und packe danach notfalls deine Sachen und geh.

a/mylxe


Arbeitgeber muss Unfall melden

Für die Meldung des Unfalls ist der Arbeitgeber zuständig: "Die Unternehmen sind verpflichtet, dem Unfallversicherungsträger alle Unfälle zu melden, bei denen der Betroffene mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist", erklärt Ziegler. "Das gleiche gilt für Unfälle auf Dienstreisen oder auf dem Wege von und zur Arbeit." Der Arbeitgeber muss diese Unfallanzeige binnen drei Tagen erstatten, nachdem er von dem Unfall Kenntnis erlangt hat. "Tödliche oder schwere Unfälle sollten aber sofort gemeldet werden."

Bei einem Arbeitsunfall trägt der Unfallversicherungsträger nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch die Kosten für Rehabilitation, Lohnersatzleistungen sowie Renten. Auch Hilfsmittel wie etwa Brillen, die bei einem Arbeitsunfall zerstört wurden, werden erstattet.

dein AG steht eindeutig in der Pflicht.

Ich persönlich würde allerdings ein Schreiben erstellen, dass ich eben (mit genauen Angaben von Daten und Uhrzeiten) einen Arbeitsunfall (Unfallhergang schildern) erlitten habe, ihn (mit Datum und Uhrzeit) ihn an Frau Sowieso gemeldet habe und das eine Krankmeldung gleich mit abgegeben wurde.

Dieses Schreiben würde ich Morgen bei meinem Arbeitgeber abgeben und mir eine Kopie davon machen – sicher ist sicher.

Übrigens, ist es normal, dass Knochenhautprellungen nach einer Woche noch unverändert Schmerzen und der Ellenbogen immer noch total geschwollen ist?

keine Ahnung, sonst lass nochmals drüberschauen

aJmyle


die Quelle hab ich vergessen anzugeben

[[http://uni.de/beruf/Gesund+%26amp%3B+Fit/Arbeitsunfall%3A+Rechte+und+Pflichten]]

a5ma2x8


Heute rief mich dann das Krankenhaus an, über wen das Praktikum denn laufen würde. Tja, der Träger hat leider "vergessen", mich anzumelden. Das hab ich ja schon befürchtet gehabt. Nun bekommen Träger und Einrichtung gewaltigen Ärger. Und ich hab Angst, dass ich die Kosten selbst tragen muss :-( . Kennt sich jemand damit aus? Kann das Krankenhaus eine Kostenerstattung von mir fordern? Und der D-Arzt ja auch...

Nein, m.E. hast du keine Kosten zu tragen (höchstens deine Krankenkasse ;-) wenn sich das KH an die wendet, aber die werden sich dann mit den entsprechenden zuständigen Stellen deines AGs auseinandersetzen).

dein AG steht eindeutig in der Pflicht.

Ich persönlich würde allerdings ein Schreiben erstellen, dass ich eben (mit genauen Angaben von Daten und Uhrzeiten) einen Arbeitsunfall (Unfallhergang schildern) erlitten habe, ihn (mit Datum und Uhrzeit) ihn an Frau Sowieso gemeldet habe und das eine Krankmeldung gleich mit abgegeben wurde.

Dieses Schreiben würde ich Morgen bei meinem Arbeitgeber abgeben und mir eine Kopie davon machen – sicher ist sicher.

einen eigenen Unfallbericht zu erstellen halte ich für eine gute Idee! Allerdings würde ich mir das mehrfach ausdrucken, alle Berichte original unterscheiben und eines davon mit "Original" und die andern mit "Zweitschrift" kennzeichnen (kann man ja auch schon so im PC erstellen). Dem AG (Kindergarten) würde ich in diesem Falle nur eine Zweitschrift geben, ggf. auch eine an das Krankenhaus und/oder deine Krankenkasse, falls die sowas benötigen. Ggf. macht es Sinn, mal bei deiner Krankenkasse nachzufragen, wie du dich nun verhalten sollst?

Und im Zweifelsfall, bist du (z.B. über deine Eltern?) rechtschutzversichert?

und hierzu:

Übrigens, ist es normal, dass Knochenhautprellungen nach einer Woche noch unverändert Schmerzen und der Ellenbogen immer noch total geschwollen ist?

ja, kann durchaus sein, Prellungen dauern im (Schmerz)Heilungsprozess oft sehr lange und die Knochenhaut ist sehr empfindlich, das mit vielen feinen Blutgefäßen und Nervenbahnen durchzogen. Ich würde dir ja die zusätzliche Einnahme von "Traumeel" (Homöopath. Mittel, bekommst du in jeder Apotheke) ca. 4-5x tgl. für die nächsten 2 Wochen, einfach langsam lutschen empfehlen und ggf. einen Kontrollbesuch beim Arzt, wenn du Bedenken hast und es gar nicht besser werden scheint.

Gute Besserung!

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