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Depression dem Amtsarzt bei Einstellungs­untersuchung melden?

g/aPlXaxys hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich hoffe jemand kann mir bei meiner Frage weiterhelfen.

Ich beginne im Dezember in einem öffentlichen Krankenhaus zu arbeiten. Habe davor zwar schon in einem anderen Spital gearbeitet, ebenfalls öffentlich und selber Träger, doch diese Situation hatte ich noch nicht. Es wird nämlich verlangt, dass man in den ersten Arbeitswochen zur Amtsärztin geht. Okay, abgesehen davon, dass ich kein Fan davon bin, Blut- und Harnproben abzugeben (hatte dieses Jahr insgesamt schon genug blöde Erfahrungen in Spitälern als Patient, daher will ich die Röhrchen und Becher mit meinem Namen drauf nicht mehr sehen ;-D ), werde ich das irgendwie durchziehen und die Zähne zusammen beißen.

Natürlich wird auch eine gründliche Anamnese erhoben. Jetzt ist meine Frage, was muss man dem Amtsarzt sagen und was nicht? Prinzipiell darf der Arzt sowieso nichts weitersagen, das ist mir schon klar. Aber gäbe es im Extremfall Konsequenzen, wenn ich eine Depression verheimliche? Ich habe die Depressionen nur phasenweise, ich komm gut damit klar, merke es wenn sie sich ankündigen, kann sofort mit einem Medikament gegensteuern, das bei mir sehr gut und schnell wirkt, quasi nebenwirkungsfrei. Somit habe ich eigentlich recht viel Glück. Ich werde also aufgrund der Depression nichtmal soeben 3 Monate in Krankenstand sein oder alle 3 Wochen mal für 1-2 Tage. Sicher, wenn sich das noch sehr negativ entwickelt, dann könnte das schon passieren. Und dann schickt einen der Arbeitgeber zum Amtsarzt. Und wenn man dann erst sagt, dass man Depressionen hat, das kommt doch extrem blöd, wenn man es eh schon seit Jahren weiß, oder?

Also meine Frage ist eigentlich kurz und knapp: was muss man dem Amtsarzt sagen, was nicht? (zb generell chronische Erkrankungen, Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum, einfach Dinge über die man nicht gerne redet)

Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrung damit oder es ist auch ein Amtsarzt unter euch ;-)

Antworten
kJleineKr_dracheMnstexrn


Du musst dem Arzt gar nichts sagen und der Arzt darf auch nur die üblichen Dinge untersuchen, die für eine Einstellung relevant sind, z.B. dein Sehvermögen und im KH darf auch abgeklärt werden, ob du ansteckende Krankheiten hast oder Parasiten o.ä. So war das zumindest damals bei mir.

gWala-xys


Ich habe mit einer zukünftigen Kollegin geredet, dass Blut abgenommen wird um die Titer zu bestimmen. Aber sie meinte auch, dass eine sehr gründliche Anamnese gemacht wird. Also ähnlich wie Patienten, die aufgenommen werden. Und psychische Erkrankungen sind da immer dabei. Genauso wie Gewohnheiten bezüglich Alkohol, Nikotin und Drogen. Prinzipiell denke ich, dass das meine Sache ist. Ich meine, ich rauche gelegentlich und trinken tu ich auch nur äußerst selten in letzter Zeit (eben wegen den Depressionen). Aber trotzdem sind das eigentlich Sachen, die beantworte ich wahrheitsgemäß bevor mir Medikamente verschrieben werden, vor meiner Blinddarm-OP habe ich alles genau angegeben. Ansonsten kanns dem Arbeitgeber/Amtsarzt ja egal sein. Also, sollte ich einmal aufgrund meiner Depression länger oder öfter hintereinander in Krankenstand gehen müssen und das aber vorher nicht beim Amtsarzt gemeldet haben, kann mir aber nichts passieren, dass ich dann gekündigt werde?

S7unfloEwer_7x3


Kommst Du aus Österreich?

gJalaxxys


Ja, Österreich. Bei uns ist es eher unüblich bei einer Einstellung sofort zum Amtsarzt geschickt zu werden, daher kann mir da auch niemand meiner Bekannten weiterhelfen

S+unflcowe^r_7x3


Ich kenne aus D halt nur den Betriebsarzt, der bei Einstellung in einer Klinik eine Untersuchung durchführt. Und da muss man im Wesentlichen ehrlich antworten. Wobei es da nur um Blutuntersuchugen geht, Check auf ansteckende Krankheiten, Vorerkrankungen. Ich muss da quasi immer ehrlich sein, da ich meine zahlreichen Knie-OP's nicht verbergen kann. Psychische Dinge würde ich runterspielen... Gibt es nicht eine Stelle bei Euch, die Dir rechtlich weiterhelfen kann?

Wenn in D ein Amtsarzt ins Spiel kommt (z.B. bei Verbeamtungen), MUSS man ehrlich antworten. Das ist dann halt was anderes als die unzulässigen Fragen nach dem Gesundheitszustand im Vorstellungsgespräch.

Kündigung: Wir in D haben ja 3-6 Moante Probezeit, wo man jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kan (mir gerade passiert nach einer Gyn-OP, die absolut nicht absehbar war, was aber in Kombi mit meiner Schwerbehinderung wg. Knie dazu führte, dass ich für die Klinik zum Problemfall wurde und man mich lieber rauswarf, als irgendein Risiko einzugehen).

Solange Du aber normal arbeiten kannst, ist eine Depression kein Grund für eine Kündigung. Häufen sich aber Fehlzeiten (ob nun einzelne Tage oder längere Phasen), dann ist letztlich egal, welcher Grund es ist, weil man dann schnell auf die Abschussliste gerät.

dRumm2schfmarxrer74


ich setze mal voraus, dass

ich komm gut damit klar

objektiv stimmt.


Und dann schickt einen der Arbeitgeber zum Amtsarzt. Und wenn man dann erst sagt, dass man Depressionen hat, das kommt doch extrem blöd, wenn man es eh schon seit Jahren weiß, oder?

depressionen können sich ja auch entwickeln. ich würde mir bei sowas die fragen stellen: ist die behandlung, die vor der untersuchung stattfand, zu einem späteren zeitpunkt nachweisbar? kann ein unabhängiger arzt feststellen, dass du schon vor der untersuchung depressionen hattest?

g*alaxxys


Naja, über die Krankenkasse wäre es durchaus nachweisbar, dass ich in Behandlung war (Kostenzuschuss für Psychiater und eingelöste Rezepte). Ich würde jetzt mal nicht davon ausgehen, dass die das einfach so nachprüfen. Es kann vorkommen, dass ich in sehr schweren Phasen schlecht oder garnicht schlafe und dazu kommt dann vielleicht noch ein Migräneanfall, dann melde ich mich mal für einen Tag krank. Aber sogar während dem Studium, wo ich mehr Freiraum gehabt hätte, ist das nicht oft vorgekommen. Also vielleicht zweimal im Jahr wo ich mich dann überhaupt nicht mehr durchringen konnte das Bett zu verlassen. Also von daher denke ich nicht, dass der Arbeitgeber einen Grund hätte das nachzuprüfen. Ich denke, da gibt es Leute die weitaus öfter mal immer so für 2-3 Tage krank sind, am besten vor Feiertagen oder Wochenenden ;-D

dzumhmschFmarre:r74


Naja, über die Krankenkasse wäre es durchaus nachweisbar

da kann ich wegen Ö nichts dazu sagen. ich persönlich würde lieber aus vorsicht den arzt wechseln, wenn ich etwas heruntergespielt hätte (was vermutlich bei einem psych. evtl problematischer ist als z.b. bei einem hno).

SPunflo>w0er_x73


Ein Arztwechsel ändert aber nix an den abgerechneten Leistungen...

deummschTmarrMe2r7x4


wenn es hart auf hart kommt, vermeidet das aber atteste wie "frau galaxys hat wieder ihre jährliche depression" wo die abrechnungen dokumentiert werden, weiß ich nicht wegen Ö. in D muss deine aussage nicht unbedingt stimmen

g a>laRxMys


Naja, den Termin beim Amtsarzt habe ich erst irgendwann mal in den nächsten Wochen, es ist halt die Frage ob ich es sagen kann/soll oder lieber nicht, was weniger Probleme macht. Und meinen Psychiater wechseln kommt für mich nicht in Frage, denn obwohl er leider sehr teuer ist, fühle ich mich bei ihm wohl, er versucht nicht meine Medikation zu verändern, wenn ich mal wieder Medikamente nehmen muss, er kennt meine Geschichte und menschlich finde ich ihn sehr sympathisch und vertrauenswürdig. Das ist also keine Option. Mir ging es wirklich nur darum, ob es Konsequenzen geben könnte, wenn ich es verschweige.

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