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Ärztin schreibt nicht länger krank – und nun?

G-unther_Ga0nthxer


Du schreibst gar nichts von Therapien oder Behandlungen

Wie? Es gibt Therapien und danach wird man nicht mehr gemobbt?

@ TE

Ich würde die Ärtztin sofort wechseln. Das ist eine Unverschämtheit von ihr zu Entscheiden das du wieder arbeiten könntest.

mgnexf


Wie? Es gibt Therapien und danach wird man nicht mehr gemobbt?

Wäre sein Problem lediglich das Mobbing, hätte er kein Problem damit, sich eine neue Stelle zu suchen.

mNne1f


Das ist eine Unverschämtheit von ihr zu Entscheiden das du wieder arbeiten könntest.

Es ist eine Unverschämtheit sich von einer Ärztin nur das gefallen zu lassen, was einem gerade in den Kram passt. Traue ich einem Arzt zu, mir eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen, muss ich ihm auch zutrauen, meine gegebene Arbeitsfähgkeit zu beurteilen.

S;unoflo[weir_q73


Wer soll denn bitteschön über die Arbeitsunfähigkeit entscheiden, wenn nicht ein Arzt? Das fällt ganz offiziell in deren Verantwortungsbereich. Solange der MDK sich nicht einschaltet, dann haben nämlich auch die behandelnden Ärzte nichts mehr zu entscheiden.

Gegen Depressionen helfen Therapie und Medikamente. Gegen Mobbing die Suche eines neuen Jobs. Wofür man ggf. Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen muss.

Krankschreibung als Alternative zur Arbeitslosigkeit: :|N

G?edankekng}efdlecxhte


Gegen Mobbing die Suche eines neuen Jobs.

Unter Umständen – schlechten Umständen- widerfährt ihm auch im neuen Job Mobbing, daher es ist sinnvoll als Betroffener oder ehemals Betroffener den Umgang mit Mobbing zu lernen. Am besten: Wie man es unterbinden kann?

Gewalt ist das letzte Mittel, aber durchaus ein legitimes Mittel, meiner Meinung nach, auch wenn die Gesellschaft diesbezüglich anders denkt und uns eintrichtert.

G.unither_+GKanthxer


muss ich ihm auch zutrauen, meine gegebene Arbeitsfähgkeit zu beurteilen.

mnef

Ich vermute du hattest noch nicht mit psychischen Problemen zu tun.

Wer soll denn bitteschön über die Arbeitsunfähigkeit entscheiden, wenn nicht ein Arzt?

Nur fühle ich mich noch nicht wieder fit genug, mir eine neue Arbeitsstelle zu suchen.

sqwatkatNten1x62


Sofort den Arzt wechseln und stelle bei Deiner Krankenkasse einen Reha-Antrag (der Arzt wird Dir dabei helfen, bzw. den Antrag einreichen), der bei gesicherter Depression sicher befürwortet wird.

Nmandxana


Wie? Es gibt Therapien und danach wird man nicht mehr gemobbt?

Ja, das kann unter Umständen so sein. Wenn man aufgrund persönlicher Eigenschaften oder Defizite das Mobbing immer wieder "anzieht", dann kann eine entsprechende Therapie sehr nützlich sein, um zu verstehen, was man da an sich hat, dass man immer wieder Mobbing auf sich zieht, und wie man das verändern kann.

Das heißt natürlich nicht, daß Mobbing in Ordnung ist, weil der Gemobbte ja selber schuld ist, aber es trifft eben doch bevorzugt bestimmte Menschen, die sich schlecht abgrenzen und wehren können oder sozial irgendwie schwierig sind. Da kann man ja dran arbeiten.

S~unfloweer_x73


Das Fass mit dem "Mobbing anziehen" wollte ich gestern Abend nicht auch noch aufmachen... ;-) Zumal die beschriebenen Arbeitsbedingungen an sich ja schon für einen Wechsel reichen würden.

@ Gunther:

Die rechtliche Situation ist nun mal so, dass ein Arzt es entscheidet. Und ein Arztwechsel nützt NULL, wenn ggf. der MDK schon Druck macht. Dann wird die KK ggf. auf den Arztwechsel sehr skeptisch reagieren und noch schnell eine Klärung durch den MDK anfordern. Dann hat KEIN Arzt mehr was zu sagen, sondern eine Institution, deren ruf und Vorgehen selbst bei eindeutigen Fällen oft als sehr frqagwürdig anzusehen ist.

Und was das sich fit genug fühlen angeht: Bei längerer AU wg. psychischer Probleme (plus dme schwierigen Job) fühlen sich Leute selten so richtig eindeutig fit. Da sind immer Unsicherheiten, da ist immer das Gefühl, dass es noch zu viel sein könnte. Dann muss man halt ermutigen, aber eine dauerhafte Krankschreibung und Verkriechen zu Hause bringen nichts.

Alternativ stünde dem TE ja frei, stationär zu gehen. Was ggf. halt aber auch nicht so entspannt ist wie die Zeit zu Hause zu verbringen.. Solange er aber nicht mehr über die erfolgte Behandlung schreibt, ob/was stattfindet, können wir nur wild spekulieren.

Wenn er wirklich nicht viel mehr tut als bei der Psychiaterin 10-Minuten-Gespräche zu führen und die AU abzuholen, dann ist für sie wohl der Punkt erreicht, dass sie dies nicht mehr fördert, weil es nichts an der Erkrankung ändert. Motivationsversuch auf die harte Tour.

Mir fehlen beim TE einfach auch Aussagen wie "Ich will wieder gesund werden". Aktuell will er mit möglichst wenig finanziellen Einbußen zu Hause bleiben. Was ändert sich dadurch an den Depressionen, die ihn einschränken?

Ich bin aktuell selber noch AU nach einer OP und hab' deswegen meinen Job verloren. Mit der Zusendung der Auszahlscheine fürs Krankengeld bekam ich so eine nette Broschüre der Krankenkasse, wo meine Rechte, aber eben auch Pflichten bzgl. Krankengeldbezug drinstehen. Da gibt's dann so Klauseln wie "Alles tun, was die Gesundung fördert".

Da sollte der TE mal schildern, was er tut bzw. bereit ist zu tun. Denn der Aspekt fehlt hier und macht hellhörig.

GKunthear_GBanthexr


Ich bin aktuell selber noch AU nach einer OP und hab' deswegen meinen Job verloren.

Dürfen die das?

wenn ggf. der MDK schon Druck macht

Magdeburger Doktorenkammer?

S;chmKidati7x0


Erstaunlich, wie schnell der Ärztin Unverschämtheit unterstellt wird....Wir kennen doch die Situation gar nicht...Vielleicht ist die Ärztin wirklich unverschämt, vielleicht aber der Patient auch therapieunwillig...das lässt sich aus den paar Zeilen doch gar nicht beurteilen....

Fakt ist, dass möglichst lange Krankschreibung keine Dauerlösung ist...Wenn der TE wirklich nicht arbeiten kann, dann muss er dafür kämpfen, sollte sich aber auch um entsprechende Therapien kümmern. Im Falle einer tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit würde ich auch nicht meinen Job kündigen....selbst wenn ich mir aktuell nicht vorstellen kann, dorthin zurückzukehren....

Und mal Hand aufs Herz: Wer von Euch wäre so selbstlos?

S]unfdlowexr_73


MDK: Medizinischer Dienst der Krankenkassen.

@ Schmidti:

Kündigen würde ich in DER Situation auch nicht. Allein schon wg. der drohenden Sperre beim ALG I. Wenn man wirklich depressiv ist und noch in einer intensiven Behandlung, dann braucht man bzgl. AU auch keine Sorge zu haben. Die Frage hier ist einfach, ob eine entsprechend intensive Behandlung läuft, der TE zumindest auf einen Therapieplatz wartet. Oder er nur AU sein will weil es finanziell so praktisch ist; eine Therapie und Auseinandersetzung mit der Situation aber schlichtweg vermieden wird. Krass formuliert: Keine Bereitschaft zur Behandlung = keine Grundlage für Krankengeldzahlung, weil keine aktive Mitarbeit zwecks Besserung.

Und es bleibt jederzeit die Optione einer stationären Aufnahme; bspw. wenn die Ärztin wirklich unfair handelt, es dem TE schlecht geht und erstmal keine ambulante Therapie in Sicht ist. Wenn stationär zu intensiv ist, könnte der TE auch in eine Tagesklinik gehen.

Wbaterp@lanext


Huch, so viele Rückmeldungen... da musste ich mich erstmal durchwühlen.

Es war gestern schon spät und ich habe das Ganze verkürzt dargestellt. Es ist wohl der Eindruck entstanden, daß ich nie mehr/auf längere Zeit nicht wieder arbeiten will/kann. Das stimmt so nicht.

Zur Vorgeschichte: die letzten 10 Jahre habe ich mit verschiedenen Therapien, Medikamenten, Tagesklinik versucht, meiner Panikstörung und der sich anschließenden Depression Herr zu werden. In dieser Zeit hatte ich finanziell mehr als genug zu kämpfen. Daß ich diese Runde nicht wieder drehen will und davor zunehmend Panik entwickele und nach Lösungen suche, dürfte verständlich sein.

Seit 2010 bin ich bei besagter Psychiaterin in Behandlung und bekomme Paroxetin von ihr. Es sind wirklich die berühmten 10-Minuten-Termine. Erzählen, was die letzte Zeit war, Rezept mitnehmen und der Nächste bitte.

Parallel hierzu bin ich ebenfalls seit 2010 in einer Verhaltenstherapie, die mir wirklich sehr gut geholfen hat. Diese Termine sind momentan alle 14 Tage bis 4 Wochen. Diese Therapeutin ist psychologische Psychotherapeutin. Sie ist auch der Meinung, daß ich einfach noch nicht wieder so weit bin, mir die Zeit nehmen soll, die ich brauche und die momentane Situation (des Nicht-ganz-fit-Seins) akzeptieren soll.

Eine eigene Kündigung ist bereits in greifbarer Nähe, damit ich wenigstens aus der momentanen belastenden Situation herauskomme (Chef ruft immer noch pausenlos an und hat Fragen, ich soll vorbeikommen und was machen, ich könne ja nicht immer weiter faulenzen usw.). Mit dem Arbeitsamt ist bereits geklärt, daß es in meinem Fall zu keiner Sperrzeit kommen würde. Allerdings ist man auch dort der Meinung, daß ich erstmal wieder ausreichend stabil werden solle.

Klar möchte ich wieder arbeiten gehen. Ich habe damals jahrelang zu Hause gesessen und weiß, daß mir das nichts bringt. Nur wird es schwierig, mit dieser Vorgeschichte etwas zu finden. Und wenn dann zusätzlich der finanzielle Absturz vor der Tür steht, trägt das nicht gerade zu meinem psychischen Befinden bei. Nur fehlt mir *momentan* noch die Kraft dazu. Daher finde ich das Vorgehen meiner Psychiaterin ziemlich befremdlich.

Das darf echt nicht wahr sein. Und die Arbeit wird dann dauerhaft den Kollgen aufgebürdet, weil die Stelle ja "besetzt" ist.

Hierzu ein Originalzitat vom Chef: "Wofür hab ich Dich eigentlich bezahlt? Ich mache jetzt alles alleine. Dadurch kann ich mich nicht mehr um neue Kunden kümmern. Du bist schuld!" Glaubt jemand ernsthaft, unter diesen Bedingungen interessiert es mich, ob ich die Stelle 'besetzt halte'?

S2chmidvtix70


@ Sunflower

Genauso meinte ich das auch....

SYunf<lowjer_73


@ Waterplanet:

Dann bitte Deine Therapeutin, sich mit der Psychiaterin in Verbindung zu setzen. Entbinde sie jeweils von der Schweigepflicht und schau, was dabei rauskommt. Deine Thera dürfte Dich tatsächlich besser kennen.

Aber: VT seit 2010 bedeutet doch, dass Du mit der Sitzungszahl bald am Limit sein dürftest. Die langen Abstände sprechen dafür, sind aber in der jetzigen Situation auch kritisch, weil wohl nicht genug. Da Du ja wohl auch noch eine Weile Hilfe brauchst, würde ich an Deiner Stelle wirklich über Klinik/Tagesklinik nachdenken, damit Du a) intensivere Hilfe bekommst und b) Deine ambulante Therapie noch eine Weile machen kannst.

In dieser Zeit hatte ich finanziell mehr als genug zu kämpfen. Daß ich diese Runde nicht wieder drehen will und davor zunehmend Panik entwickele und nach Lösungen suche, dürfte verständlich sein.

Verständlich ja, aber dennoch nicht unproblematisch. Denn Krankengeld ist nun mal auch zeitlich begrenzt. Ich kenne solche Situationen, wo alles wegbricht, selber gut genug, aber dasist nun mal auch Lebensrisiko und eine Problematik, die Menschen OHNE Krankheit auch haben: Arbeitslosigkeit = finanzielle Sorgen. Da kann man sich nicht pauschal hinter einer Krankschreibung verstecken.

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