» »

Kollegin macht ständig krank - was tun?

C+arolixna86 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe ein Problem dass mich nun immer mehr belastet. Ich muss ziemlich eng mit einer Kollegin zusammenarbeiten - es ist vorgeschrieben dass wir gewisse Tätigkeiten nur zu zweit machen sollen. Über diese Tätigkeiten müssen wir dann auch immer einen längeren Bericht schreiben und dem Firmenleiter vorlegen. Im Grunde kein Problem.

Aber: seit ca. 1 Jahr meldet die Kollegin sich regelmäßig krank - es vergeht praktisch kein Monat in dem sie sich nicht mindestens 1 x krankgemeldet hat. Und jedes Mal fällt sie nur 1-3 Tage aus, muss also für so eine Kurzzeiterkrankung auch kein Attest vorlegen. Seit ca. 2 Monaten häufen sich ihre Krankmeldungen aber immer mehr - sie meldet sich immer öfter krank und immer 1-3 Tage und meistens ist es so, dass sie sich Freitag z.B. Urlaub nimmt und dann Montag bis max. Mittwoch krank ist. Es kam schon sehr oft vor, dass sie "um den Urlaub rum" oder "ums Wochenende rum" krank ist. Ich führe keine Statistik, aber mir fällt es halt - gerade in letzter Zeit - extrem auf. In den letzten 4 Wochen hat sie sich nun sogar jede Woche krankgemeldet - immer 1-3 Tage!

Klar sagen jetzt bestimmt einige, dass es mir doch egal sein kann was die Kollegin macht, aber das kann es eben gerade nicht! Ich muss mit ihr eng zusammenarbeiten und gewisse Tätigkeiten DÜRFEN wir eben nur zu zweit ausführen und dummerweise kann ich mich da auch nicht einfach mal mit jemand anderem zusammentun (bin also auf die Kollegin angewiesen). Ich habe z.B. den letzten Bericht geschrieben und der Kollegin zugeschickt damit wir nochmal darüber sprechen, sie eventl. noch Ergänzungen hat usw. - das war vor 1,5 Wochen und da die Kollegin ja praktisch nie da ist, konnte ich ihn folglich auch nicht mit ihr besprechen.

Außerdem ist es so, dass wir uns bei Abwesenheiten gegenseitig vertreten - wenn ich Urlaub haben will, muss der Urlaubsantrag über die Kollegin laufen, da sie die Vertretung bestätigen muss (andersherum läuft es genauso) - da die Kollegin aber wie gesagt immer wieder mehrere Tage krank ist bin ich da ziemlich eingeschränkt! "Spontan" mal einen Tag frei nehmen ist da nicht drin...

Und wenn die Kollegin nicht da ist, dann muss ich natürlich ihre Arbeit mitmachen. Klar, normale Vorgänge kann man liegen lassen, aber es gibt eben auch viele Sachen die man unmittelbar bearbeiten muss und die muss ich dann für sie mitmachen. In der Zeit in der sie offiziell "krank" ist muss ich also für 2 arbeiten!

Mich ärgert das mittlerweile so sehr! Und vorallem belastet mich das mittlerweile auch psychisch ganz schön - ich kann selbst zu HAuse nicht mehr wirklich abschalten und meine Gedanken kreisen ständig um dieses "Problem". Ich habe das Gefühl, dass die Situation mich langsam aber sicher fertig macht.

Ich glaube auch nicht dass die Kollegin wirklich krank ist - vor und nach der "Erkrankung" ist sie immer kerngesund und komisch ist es halt schon, dass die Krankheitstage meistens vor bzw. nach dem beantragten Urlaub liegen, vor bzw. nach dem Wochenende wo sie meinte irgendwohin fahren zu wollen usw. Und in den letzten 4 Wochen ist es halt WÖCHENTLICH dass sie sich 1-3 Tage krankmeldet!

Ich kann nichts mit ihr besprechen, ich kann gewisse Dinge nicht erledigen da wir das absrechen müssen (wie z.B. den Bericht) usw.

Klar habe ich die Kollegin schon mal auf die hohen Fehlzeiten angesprochen, aber sie blockte da total ab. Ich hatte den Eindruck, dass es ihr auch egal war. Am darauffolgenden Tag hat sie sich auch prompt wieder krank gemeldet...

Was soll ich denn nun machen? Zum Vorgesetzten gehen und "petzen" (sowas kann aber ganz schnell nach hinter losgehen - petzten und andere Kollegen anschwärzen ist ja nicht so gern gesehen)? Oder es irgendwie "umschreiben" - also sagen, dass aufgrund der hohen Fehlzeiten der Kollegin die Arbeit fast ausschließlich an mir hängen bleibt und ich deshalb darum bitte mir eine Geschäftsaushilfe zuteilen zu lassen, die dann hier mitarbeiten kann? Das wäre dann kein "direktes Petzen" ala "die Kollegin macht blau", aber es würde dem Vorgesetzten vielleicht schon ein bisschen mit der Nase drauf stoßen.

Antworten
jGosiex81


Oder es irgendwie "umschreiben" - also sagen, dass aufgrund der hohen Fehlzeiten der Kollegin die Arbeit fast ausschließlich an mir hängen bleibt und ich deshalb darum bitte mir eine Geschäftsaushilfe zuteilen zu lassen, die dann hier mitarbeiten kann? Das wäre dann kein "direktes Petzen" ala "die Kollegin macht blau", aber es würde dem Vorgesetzten vielleicht schon ein bisschen mit der Nase drauf stoßen.

So würde ich es machen! Vor allem weil sie ja im direkten Gespräch mit dir abgeblockt hat, da bleibt dir ja nicht mehr viel übrig als zum Vorgesetzten zu gehen.

SSch>litzaxuge67


Wieso fällt dem Vorgesetzten denn die Fehlzeit nicht auf? Finde ich ja echt komisch.

Und wo muß man heute keinen gleben Zettel vorzeigen? Die meisten Arbeitgeber verlangen dies vom 1. Tag an.

Eigentlich eine tolle Firma, wo dem Chef so was nicht auffällt.....

hYag-tywsjxa


ganz genau so würde ich es machen.

es geht nicht darum, was die kollegin macht, sondern um die konsequenzen, die sich daraus für dich ergeben.

also geh zum chef und spich deine baustelle an:

du hast mehrarbeit durch die vielen ausfallzeiten deiner kollegin, die du alleine nicht schaffen kannst, du brauchst also unterstützung, weil anderenfalls aufgaben liegen bleiben werden.

und grad bezüglich der sachen, wo du sie brauchst, fordere eine vertretung, die das für sie übernehmen kann, da du diese dinge alleine nicht machen darfst und ihr sonst nicht mehr hitnerher kommt.

ob sie krank ist oder macht, ist nicht dein thema, darüber muss sich der chef ein urteil bilden.

C2arol(ina86


@ Schlitzauge67:

Keine Ahnung ob ihm bisher nur nicht aufgefallen ist oder er das einfach nicht sehen "will". Von der Personalstelle kriegt er bei jeder Krankmeldung eine Meldung, dass die Kollegin krank ist - also die "Häufung" sollte ihm eigentlich schon aufgefallen sein. Vielleicht ist er aber auch nur zu feige um irgendwas zu tun, vielleicht denkt er sich "läuft ja auch so ganz gut und niemand beschwert sich" und tut deshalb nichts.

So eine Attestpflicht ab dem 1. Tag der Krankmeldung würde ich in diesem Fall super finden! Klar geht man nicht wegen jeder Erkältung, wegen jedem Wehwehchen sofort zum Arzt, aber wenn sich diese "Kurzzeiterkrankungen" halt so immens häufen, dann finde ich schon dass man bei den betreffenden Personen sowas einführen sollte.

A>dam'sfTrxau


Hallo Carolina

Es ist kein "Petzen" wenn Du Deinen (Euren) Vorgesetzten darauf aufmerksam machst, dass Du wegen den vielen Abwesenheiten Deiner Kollegin mit Eurer Arbeit in Verzug geraten wirst.

Es ist Deine Pflicht, Deinen Chef um Unterstützung zu bitten, dass Du Deine Arbeit fristgerecht erledigen kannst.

Was Dein Chef dann tut, ist seine Sache!

Bringst Du das Problem nicht zur Sprache, dann hat er auch keine Chance etwas zu ändern.

Bereite Dich gut vor, schreibe Dir die wichtigen Punkte auf, frage ob er 15 Minuten Zeit habe und leg los.

Wenn Du nichts tust, dann gehst Du kaputt!

Wenn Er nichts tut, dann hast Du es wenigstens rechtzeitig gemeldet.

Aber: Klage nicht darüber, dass die Kollegin "Krankfeiert", sprich nur davon welche Arbeit wegen Ihrer Abwesenheit nicht erledigt werden kann!

Viel Erfolg und eine gute Portion Kraft für Dich :)*

C*aroli.na86


@ hag-tysja:

Naja, so einfach ist das mit der Geschäftsaushilfe ja auch nicht. Sowas muss man erst einmal ausführlich begründen (das muss der Vorgesetzte tun) und der Firmenleiter muss es genehmigen. Und klar müssen sie sich dafür zwangsläufig auch mit der Häufung der Krankmeldungen der Kollegin auseinander setzen, da sie ja der Grund für meinen Wunsch nach einer Geschäftsaushilfe sind.

Der Kollegin wird es natürlich nicht passen dass dann so viele Fragen gestellt werden und wird bestimmt das Gefühl haben dass ich sie "schlecht machen will", aber das ist mir nun eigentlich so ziemlich egal. Wer ständig krank macht (und es in Wharheit sehr wahrscheinlch nicht ist) muss halt auch mit solchen Konsequenzen rechnen.

Caarolimna8x6


@ Adamsfrau:

Nene, ich werde mich hüten was vom "krankfeiern" zu sagen! Das beste ist es wohl wenn man auf der Sacheben bleibt - Kollegin ist oft krank, Arbeit bleibt deshalb im Wesentlich ausschließlich an mit hängen, darum bitte um Geschäftsaushilfe.

w2hiteo magixc


Wegen was ist denn deine Kollegin krank?

Wenn sie war Chronisches hat, könnte man ja das Gespräch auch darüber beginnen.

Ansonten finde ich deine Idee sehr gut. Den Chef darauf aufmerksam machen und um (Aus)Hilfe bitten.

Ich finde es auch komisch das euer Chef darauf nicht reagiert. Immerin geht es ja auch um Gelder der Firma.

Die Kollegen wird für 50 % Arbeit zu 100% bezahlt.

hAag-tyQsxja


ja, aber wie gesagt: deine aufgabe ist es zu sagen:

chef, da die kollegin in letzter zeit häufig nicht da ist und ich sie vertrete, schaffe ich unser beider arbeit nicht. ich tu soviel, wie geht, aber was ich nicht schaffe bleibt liegen.

mehr schaff ich einfach nicht. was die sachen angeht, die wir zusammen machen müssen: wir schaffen es nicht mehr, wir hängen hinterher. wir brauchen eine lösung.

damit hat sich deine aufgabe erschöpft. wie der chaef das regelt, ist sein ding.

jYulibl;umxe


Oje, eine sehr ärgerliche Situation, ich fühle (und ärgere mich) mit dir mit!

Ich finde den beschriebenen Weg eine gute Möglichkeit und wünsche dir viel Kraft und Erfolg für das Gespräch @:) !

Sag doch danach kurz Bescheid, wie es gelaufen ist, das würde mich sehr interessieren.

T9ridxianxe64


Hey,

sehr schwieriges Thema. Ich gehe mal von meiner Situation aus, wie es bei mir damals war. Ich habe auch sehr häufig gefehlt, meistens auch 2-3 Tage, aber aufgrund von Migräneattacken, die bis hin zum Erbrechen gingen. Im Schalterdienst war es mir da schlichtweg unmöglich zu arbeiten. Sicher haben die Kollegen da auch nicht gerade ihre wahre Freude dran gehabt, aber ich hab mir diesen Mist nunmal auch nicht herausgesucht. Würde es gerne abgeben um voll einsatzfähig zu sein.

Vielleicht ist es ja bei Deiner Kollegin etwas Ähnliches. Fakt ist, es ist der richtige Weg einen Vorgesetzten einzuschalten, damit Du entlastet wirst. In dem Fall ist das vorrangig. Was der Vorgesetzte dann mit der Kollegin macht, ist ja nicht Dein Problem. Ich gehe aber davon aus, daß er es weiß, denn solche häufigen Fehlzeiten werden nirgends toleriert.

CZaroli#na8x6


@ Trixiane64:

Klar, kann sie auch was chronisches haben und sie sagt auch selber von sich, dass sie öfter mal Migräne hat. Allerdings ist es so, dass sie im ersten Jahr als sie hier abreitete praktisch fast nie krank war und sich das in diesem Jahr ziemlich gesteigert hat. Auffällig ist halt, dass diese Krankheitstage oft um das Wochenende oder um ihren Urlaub rum liegen... Und was die Migräne angeht: ich glaube schon, dass sowas sehr schlimm sein kann. Allerdings glaube ich auch, dass es viele Leute gibt die sowas gerne als "Ausrede" für Krankheitstage hernehmen - Migräne ist ja beim normalen Doc nicht unbedingt sofort nachprüfbar.

N@alar85


Ich würde vielleicht vorab nochmal einen Warnschuss auf die Kollegin abgeben. Also ihr sagen, dass durch ihre häufigen Fehlzeiten du mit der Arbeit überfordert bist und darum bitten willst eine Aushilfe anzustellen.

C,azrol5ina8x6


Aktuell ist die Kollegin auch wieder krank. Über das Wochenende wollte sie lt. eigener Aussage nach Prag fahren und hat auch auf facebook am Sonntag Bilder gepostet (kriege nämlich immer eine Meldung vo nfb wenn eine meiner Freunde was postet) - da sieht sie aber noch total glücklich und fröhlich aus. Seit Montag: krank.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH