» »

Sperre Arbeitslosengeld bei Ablehnung einer Arbeit?

KqatzrenbIärixn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe zwar schon versucht, in Google eine Antwort zu finden, allerdings sind die Fälle immer wieder verschieden. Hier also mein Fall:

Ich bin ab 01.01.2014 arbeitlos und werde ab dem Datum Arbeitslosengeld beziehen. Ich habe jetzt ein paar Vorstellungsgespräche. Unter anderem auch auf eine Stelle, die mir das Arbeitsamt als Vermittlungsvorschlag zugeschickt hat. Allerdings hat sich beim Vorstellungsgespräch herausgestellt, dass die Stelle nichts für mich ist – absolut nicht. Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber anfangen, ob man jede mögliche Stelle annehmen sollte oder nicht (weil das bei den anderen Fragestellen in Google oft der Fall war).

Jetzt warte ich noch auf eine telefonische Zu- oder Absage. Mir wäre es sehr lieb, wenn mir die Firma absagt. FALLS mir die Firma zusagt, und ich da wirklich nicht arbeiten will: Besteht die Möglichkeit, den Arbeitsvertrag, der dann ab Januar 2014 greifen würde, abzulehnen, oder bekomme ich damit eine Sperre für das Arbeitslosengeld, falls ich nichts anderes finde?

Vielen Dank für eure Antworten! *:)

Antworten
A4ndrxusch


Das kommt ganz darauf an, ob der Vermittlungsvorschlag mit oder ohne Rechtsfolgebelehrung ist. Musst mal in das Schreiben der Agentur schauen, wenn drin steht, dass eine Sperrzeit eintreten kann, wenn Du ablehnst, dann kannst Du die auch bekommen (liegt dann am Arbeitsvermittler, mit dem Du dann drüber sprechen sollest).

Wenns nicht drinsteht, dann tritt auch keine ein.

Aber mal andersrum: warum machst Du den Job nicht erstmal (wenn Du die Zusage bekommst) und bewirbst Dich parallel weiter? Aus einem Arbeitsverhältnis heraus zu bewerben kommt immer besser als aus Arbeitslosigkeit heraus.

Kta:tzeYnbxärin


Ok ich schau mal drauf. Ich dachte eigentlich, es ist eher anders rum. Dass Arbeitslose eher nen Job bekommen als Leute in nem Arbeitsverhältnis.

Die Firmen bekommen doch Zuschuss, wenn sie einen Arbeitslosen einstellen.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass viele meiner Kollegen (wir hatten Massenentlassungen) sehr lange vergeblich nach Arbeit gesucht hatten, als sie noch in der Kündigungsfrist waren.

Und als sie dann Arbeitslos waren, gings ruck zuck.

A&ndru;sch


Die Firmen bekommen doch Zuschuss, wenn sie einen Arbeitslosen einstellen.

Dafür muss man erstmal die Voraussetzungen erfüllen und das ist heutzutage gar nicht so einfach, weil überall sparen angesagt ist...auch bei der Sozialversicherung.

Ich hab selbst keine Ahnung, weil ich glücklicherweise seit der Ausbildung einen sicheren Arbeitsplatz, aber in meinem Bekanntenkreis wechseln die Leute öfter mal den Arbeitgeber (neue Erfahrungen sammeln und so...) und denen fällt das verhältnismäßig leicht, von einem Arbeitgeber zum nächsten zu wechseln.

S1unflfowe&r_x73


Es hängt immer auch von Deiner Begründung ab... Ich habe auch schon TROTZ Rechtsfolgebelehrung Jobs abgesagt; die Begründung wurde dann aber akzeptiert. Bzw. ich habe mich mit entsprechender Begründung auch auf den einen oder anderen Job gar nicht erst beworben.

Da Du ja noch nicht mal arbeitslos bist, könnte man vielleicht noch auf etwas Verständnis stoßen bei der Arbeitsagentur. Nach mehreren Monaten Arbeitslosigkeit sieht das dann aber anders aus.

w5ant;maiVl


Nichts macht das AA heute so gerne und schnell wie Geld sperren! Als ob die jetzt dafür bezahlt würden.....

Also, angebotene Stellen auf jeden Fall mal besetzen und dann weitergucken, denn die AA-Stellen sind meine Erfahrung nach zu 90% faule Eier. Lieber selber suchen und sich für was gescheites ggf auch momentan etwas zurücknehmen. – dann weitersuchen, bis man hat, was man sucht. Vor allem immer aktuelle Schulungen, Fortbildungen etc mitnehmen, das ist heute das wichtigste und macht Chancen und Berufsfelder auf, an die man anfangs gar nicht gedacht hatte.

Jedenfalls immer schön mal das AA wissen lassen, dass man schon s´tut... Die wollen auch gar nicht mehr wissen, als ihre Häkchen setzen zu können.

A=nsdrusxch


Nichts macht das AA heute so gerne und schnell wie Geld sperren! Als ob die jetzt dafür bezahlt würden.....

Solche fundierten Aussagen sind ungemein hilfreich :|N

E*hemaFligeIr NutUzer (#3x2y5731x)


Auch wenn du es nicht hören willst, ich würde den Job wohl nehmen wenn sich nichts anderes bietet und parallel weiterbewerben. Aber dann doch lieber einen Job den man nicht mag, als das AA auf der Pelle hängen haben.

Ist ja nicht für immer ...

wNmtxoni


Hi

Ich antworte einmal aus eigener Erfahrung aus dem Winter 2011

Ich gehe einmal davon aus , das sich seit dem nichts geändert hat.

Ich wurde damals zum 01.02.11 arbeitslos , da die Firma aus der Kurzarbeit nicht mehr rauskam und nun sich entschied Personal einzusparen.

Das Arbeitsamt vermittelte Vorschläge und ich selber suchte Arbeitsstellen , die vom Arbeitsamt nicht genannt oder dem Arbeitsamt nicht bekannt waren.

Eine Zeitarbeitsfirma in etwa 50 km Entfernung hatte Interesse und ich bin zu einem Vorstellungsgespräch hingefahren.

Fast gleichzeitig meldete sich eine Elektrohandwerker-Firma aus ca 5 km entfernung der Personal suchte wo ich mich vorstellen sollte .

Der Handwerksbetrieb rief mich 3 Tage später zurück ( ca 2 März Woche ) , das ich zum 01.05 eingestellt würde und das ich so um den 25.04 in der Firma vorbei schauen solle um den Arbeitsvertrag zu unterschreiben .

Einen Tag später nach dem Anruf der Handwerkerfirma rief die Zeitarbeitsfirma an , ich möge doch so kurzfristig wie möglich vorbeikommen um einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben , man hätte eine Stelle wo ich sofort anfangen könne.

Jetzt hies die Überlegung 6 Wochen Zeitarbeit und dann kündigen , oder mit dem Arbeitsamt reden , das Sie diese 6 Wochen bezahlt und ich den Zeitarbeitsvertrag ablehne .

Das Arbeitsamt lies mit sich reden , es rief den Potentiellen Handwerksbetrieb an , lies sich die mündliche Zusage bestätigen und zahlte die 6 Wochen Arbeitslosengeld

gruss

Toni

RYio Grbandxe


[[http://www.helpster.de/vermittlungsvorschlag-ablehnen-was-sie-dabei-beachten-sollten_28565#anleitung]]

Sie stehen grundsätzlich in der Pflicht sich auf jeden Vermittlungsvorschlag zu bewerben. Sie bekommen zu jedem Vermittlungsvorschlag eine Rechtsmittelbelehrung. Lesen Sie sich diese aufmerksam durch. Wenn Sie sich keinesfalls auf diesen Vorschlag bewerben wollen, halten Sie unverzüglich Rücksprache mit Ihrem Sachbearbeiter. Er kann Sie über die eintretenden Rechtsfolgen belehren und Ihnen genau ausrechnen, wie sich Ihr Ablehnen auf Ihre Sozialbezüge auswirken wird. Pauschal können Sie dies nicht im Internet ermitteln, dies ist stets in jedem Einzelfall unterschiedlich.

So viel Spielraum gibt es nicht (immer).

E}hemaligEer NZutzEer (&#32573x1)


Vor allem gibt es an dem Beispiel einen Haken, es setzt voraus das sie auch noch weitere Stellenangebote hätte ...

mdid(nightXlady41


ich glaub man darf auch [...]

vielleicht gefällts dir aber doch. @:)

E;mmMa2x8


Zur Info:

[[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__159.html]]

[[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__148.html]]

[[http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__140.html]]

Und ansonsten kann ich nur raten, besprech sowas VORHER mit deinem Vermittler, dann kommt nicht im Nachhinein eine böse Überraschung und vielleicht hat er sogar mehr Verständnis als du denkst.

wtaDntmaxil


@ Andrusch

Das ist eine Aussage, die auf LIFE beruht, nicht mal ne ordentliche Handhabe muss da sein, da wird erst mal auf Verdacht gesperrt und ggf. im nachhinein wieder freigegeben.

@ Emma28

das ist es genau, immer mit dem Vermittler alles haarklein besprechen, (nach der alten Bundeswehrregel – melden macht frei-).

Einen angenommenen Job, egal wie der deklariert ist und besprochen, der sieht in der Praxis oft ganz anders aus! Du kannst das beim direkten Bewerbungsgespräch auch schon beeinflussen, dass Du den Personaler des Betriebes auf eine ganz andere Idee bringst -Stichwort Qualifikationen-, Dich einzusetzen; also vorher über den neuen Job und Betrieb im allgemeinen gut informieren und mit Fachwissen und Potential glänzen.

Jobsuche auf eigene Faust:

In gewissen Jobs gilt man schon als "verbrannt" wenn man übers AA gemeldet wird, also den entsprechend angebotenen Job, der muss ja im AA-Verzeichnis gelistet sein, im Verzeichnis von [[www.meinestadt.de]] suchen und sich voll unabhängig – scheinbar ohne AA-Beteiligung- bewerben. dann wird das was. – Und sekunden nach dem eingehen der Bewerbung bei dem Betrieb dem AA melden, dass Du dich ja schon vor dem AA-Angebot dort beworben hattest => Nachweis (z.B. scteenshot der emailbewerbung) ans AA senden, dass die abhaken können und möglichst nicht dort gross nachfragen, aussser ja, beworben – und gut.

-Umgekehrt bei der oben genannten webadresse die Jobs suchen, da sind fast nur die, wo auch "bewerbbar sind" und nicht ans AA pflichtgemäss zu besetzten gemeldet.

sicreBwbaxll


Alles zwar richtig, aber manchmal werden einem so beschissene Vermittlungsvorschläge gemacht, manchmal lässt der Sachbearbeiter nicht mit sich reden und ist nur darauf aus dich loszuwerden oder an dir zu sparen, indem dir dein Geld gekürzt wird.

Dann hilft aber in jedem Fall [...]

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH