» »

Erkrankte Kollegin zu Hause anrufen?

F.lam,ecxhen


ich weiß nicht, warum ich das anders empfinde :-/ aber ich würde nicht fragen, ob mein Anruf erwünscht ist.

Wenn sie ans Telefon geht, ist der Anruf schon OK. Wenn sie keine Lust hätte zum telefonieren, würde sie Anruf igrnorieren. So seh ich das.

Und wenn sie speziell ihren Anruf nicht will, dann wird sie das sagen ala " Nimm es mir nicht übel, aber...."

Ach nee, einfach so viel Gesundheit wünschen ":/ , das würde ich nicht, denn das tut man ja allgemein oft und es kann verkehrt ankommen. Sie denkt dann ev. du weist es nicht und ob sie selbst dann gleich sagt: ich habe Krebs... ne, da kann ein Fettnäpfchen lauern

Wieos tritt man ins Fettnäpfchen, wenn man einem Krebskranken ganz viel Gesundheit wünscht? ist es nicht das, was er/sie in dem Moment am meisten braucht? Da finde ich eher die Frage "wie gehts?" unangebracht.

Fblam=echxen


Meine Mutter war in einer ähnlichen Situation und hat eine Weihnachtskarte gekauft und dort einen schönen langen Text reingeschrieben.

DAS ist wirklich eine ganz tolle Idee :)^ :)^ :)^ :)^

w"intpersonxne 0x1


Wieos tritt man ins Fettnäpfchen, wenn man einem Krebskranken ganz viel Gesundheit wünscht? ist es nicht das, was er/sie in dem Moment am meisten braucht? Da finde ich eher die Frage "wie gehts?" unangebracht.

naja klar, so wie du es schreibst, ist das "wie geht's" auch nur eine Floskel.... es kommt wahrscheinlich bei beiden auf die Betonung und die Worte davor und danach an.

Ach einfach anrufen und das sagen, was einem gerade einfällt und da es von Herzen kommt, passt der Ton dazu und es ist authentisch.

F^lameAchxen


Ach einfach anrufen und das sagen, was einem gerade einfällt und da es von Herzen kommt, passt der Ton dazu und es ist authentisch.

ja da hast du recht. :)_

EwhemaWlige8r Nutzer (#924223x0)


Wenn sie ans Telefon geht, ist der Anruf schon OK. Wenn sie keine Lust hätte zum telefonieren, würde sie Anruf igrnorieren. So seh ich das.

Das hat ja nix mit Lust oder Unlust zu tun. Ich geh auch ans Telefon wenn ich keine Lust habe zum telefonieren.

Mauma ist sich einfach nicht sicher, ob die Kollegin sie in Ihr Leben und somit in Ihre Leidensgeschichte rein lassen möchte.

Ein Anstandsanruf ist das eine: Ich rufe an, ignoriere meine Empathie, wünsche frohe Weihnachten, viel Gesundheit und einen guten Rutsch, lege auf und dann kann ich darunter einen Haken setzen.

Ein aufrichtiger Anruf ist das andere: Ich rufe an, wenn sie rangeht, tue ich meine Unsicherheit kund (zumindest mache ich das, weil ich kann ja nicht davon ausgehen, dass die Kollegin Lust zum telefonieren hat und vorallen Dingen über Ihre Krankheit reden möchte, nur weil sie nun doch ans Telefon gegangen ist. Ist zumindest für mich kein Freifahrtsschein, in das private Leben meiner Kollegin zu platzen) und wenn die Kollegin wirklich möchte, dann ist doch alles gut. Mauma braucht kein unsicheres Gefühl zu haben, ob der Anruf nun gut war oder total unerwünscht.....(im letzteren Fall tät ich erstmal mehrere Tage mit einem ungutem Gefühl im Magen rumrennen).

Zumindest kann ich den Faden nachvollziehen, ich wüsste auch nicht auf Anhieb, WIE ich das bewerkstelligen soll..... und letztendlich läuft das in meinen Fällen auch immer darauf hinaus: Ich trete auf die Person zu, um die es geht und mache aber meine Unsicherheit kund. Endweder diese Person nimmt mir die Unsicherheit, mit einer wegwerfenden Handbewegung und erläutert mir, dass es schon gut so ist, dass ich sie angesoprochen habe und ich bräuchte mir keine Gedanken zu machen, ob ich ne Grenze überschritten hätte.

Oder: Diese Person kann direkt darauf einsteigen und mich abweisen, genau mit der Begründung, die mein unsichere Gefühl bestätigt.

Ich finde, das hat sonst immer so n bischen was von Zugzwang: "Nur weil jetzt jemand sein "Beileid" bekundet muss ich jetzt höfflich sein und darauf eingehen..... Dabei gehts mir gerade so schlecht, komme gerade von Chemo heim und mag eigentlich gar nicht sprechen. Aber diese Person scheint das nicht zu merken, also investiere ich jetzt dies 5-Anstandsminuten und wimmle sie dann wieder ab, weil sie hat sich ja auch schon immer meine Leidensgeschichten von meinem Mann angehört... "

Mit dem Kundtun seiner Unsicherheit kan nman relativ schnell die Fronten klären.....

myaumxa


Ich danke Euch schon mal für Eure Einschätzung und Ratschläge, es sind wirklich viele gute dabei.

Und ihr alle seid ja eindeutig der Meinung ich soll mich auf jeden Fall melden, und das werde ich auch tun, denn das war ja von Anfang an auch mein Gefühl, und ihr habt mich darin bestätigt das das Gefühl richtig ist.

Ich denke ich werde wohl die richtigen Worte finden, denn total unsensibel bin ich ja nicht, und ob sie dann weitere Telefonante oder sogar Treffen möchte wird sich herrausstellen.

FAla2mecxhen


und dieses "wie gehts" hasse ich sowieso wie die Pest :-/ ]:D

Das ist o ne doofe Frage, weil man doch eh weiß, dass man sogut wie nie ne ehrliche Antwort bekommt.

m8auxma


Ein Anstandsanruf ist das eine: Ich rufe an, ignoriere meine Empathie, wünsche frohe Weihnachten, viel Gesundheit und einen guten Rutsch, lege auf und dann kann ich darunter einen Haken setzen.

Und genau das möchte ich nicht, denn dann kann ich es gleich bleiben lassen, oder über die anderen Kollegen meine Grüße ausrichten.

Ich möchte sie irgendwie in die Arme nehmen, nur wie gesagt weiß ich halt nicht ob sie sich in den Arm nehmen lassen möchte.

Aber das kann ich nur rausfinden wenn ich sie kontaktiere, und wenn sie mir dann sagt, nein , so weit möchte ich Dich nicht bei mir haben, so nah will ich Dich nicht an mich rankommen lassen, ist das für mich auch o.K, das kann ich respektieren.

F6lamecxhen


horrorvibe

ich versteh schon wie du das meinst :)_ und du hast sicher auch recht.

Ich kann nur von mir sprechen und von der Erfahrung, die ich mit meinem Vater gemacht habe.

Das hat ja nix mit Lust oder Unlust zu tun. Ich geh auch ans Telefon wenn ich keine Lust habe zum telefonieren.

ja im "normalfall" schon. Aber nicht im diesem Krankheitsfall.Als wir in der Situation waren, hab ich erst auf die NR geschaut, wer angerufen hat und hab dann entschieden, ob ich auf diese Person jetzt Lust hatte. Alle flüchtigen Bekannten flogen da schon mal raus. :=o

Ich war eigentlich nur für meine Familie (Schwester,Mutter ect) zu sprechen.

Mein Vater hatte sein Telefon die ersten Tage komplett von der Strippe genommen, er wollte niemanden sprechen. Später hat er es wie ich gemacht, auf die Nr geschaut und dann entschieden.

"Anstands-rangehen" gabs da nicht, weil Schlichtweg keinen Nerv dazu ;-)

Das ist ja im Normalzustand nicht so.

Und ich denke auch, dass man seine Unsicherheit nicht unbedingt kundtun muss. Ich denke, beide Seiten sind unsicher und das wissen beide Seiten.

Mich zum Bsp kennt man im allgemeinen als sehr lustige, offene Person und trotzdem ist mir zu der Zeit, keiner "lustig und offen" gegenüber getreten und auch ich war keinesfalls mehr lustig und offen.

Sicher ist auch ein Weg, zu sagen, "ich bin unsicher und weiß nicht, ob und wie ich mit dir umgehen soll" aber das weiß der Betroffene oft selbst nicht. Man sagt immer so salopp "geh mit mir um , wie du immer mit mir umgegangen bist" ...aber das traf für mich und für meinen Vater nicht zu. Im Gegenteil.

Meine sonst so helle Lebenfreude und mein Humor sind mir kräftig vergangen und hätte einer, einen dummen Witz gerissen – so wie SONST immer- wäre ich an die Decke gegangen.

uns war das Lachen schlichtweg vergangen.

Was ich damit eigentlich sagen will: manchmal bedarf es keiner vielen Worte und man muss auch nicht alles erklären. Manchmal reicht es einfach, dem anderen Glück, Mut, Kraft zu wünschen und zu singnalisieren "ich bin für dich da"

Unsicher ist der Betroffene selbst genug.

wuionte\rso!nxne 01


Ich weiß was du meinst, dieses nichtssagende: wie geht's?

ist aber etwas anderes, als wenn man sagt: ich habe davon gehört... es geht mir sehr nahe, dass es du eine solche Diagnose bekommen hast (oder so) und dann die Frage:

wie geht es dir denn jetzt so

Jedenfalls hat mir die betroffene Kollegin erzählt, dass sie genau diese Frage erwartet hätte...

Aber man kann es ja auch genauer formulieren, um dem verwechseln mit dem Nichtsagendem aus dem Weg zu gehen.

Da sieht man wie schwierig es ist!

F_lame_chexn


ist aber etwas anderes, als wenn man sagt: ich habe davon gehört... es geht mir sehr nahe, dass es du eine solche Diagnose bekommen hast (oder so) und dann die Frage:

ja das stimmt natürlich :)z :)_

Jedenfalls hat mir die betroffene Kollegin erzählt, dass sie genau diese Frage erwartet hätte...

ja da sieht man wieder, wie unterschiedlich das ist. Man kann eben schwer bis gar nicht von einem auf alle schließen.

EYhemaliNger NZu<tzerD (#24y223x0)


Allerdings. Das muss man sich Tag für Tags aufs neue klar machen: Jeder ist anderst, reagiert anderst, hat andere Erwartungen usw......

Zumindest hat Mauma jetzt mehrere Möglichkeiten, die sie angehen kann. Das ist doch die Hauptsache. :)_ :)_

F3lmamee}chXen


Allerdings. Das muss man sich Tag für Tags aufs neue klar machen: Jeder ist anderst, reagiert anderst, hat andere Erwartungen usw......

:)z ja genauso ist es.

EnhemaliZger iNuQtzer] (#24x2230)


er weiß, vielleicht ruft Mauma an, und die Kollegin hat solch einen guten Tag, dass man das Ihr direkt schon anhört.....

Es ist ja auch so, je länger man mit einer Krankheitsgeschichte zu tun hat, desto mehr gewöhnt man sich daran, wird das alles mehr und mehr zum Alltag und der Umgang mit dem Thema ist dann auch ein anderer, im gegensatz zum Anfang, als man gerade erst die Diagnose eröffnet bekommen hat....

FdlamGech"en


ja sicher und wie gesagt, meine Cousine hat Brustkrebs und sie geht dermaßen offen damit um, dass ich jedesmal staune :-/

Sie würde am Telefon ganz sicher nen Witz reißen :-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH