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Frust über Kollegen an meinem letzten Arbeitstag als Erzieher

S`o5ling!erx35


Und derartigen verallgemeinernde, frauenfeindliche Aussagen wie die Sollingers zuzustimmen sprechen 1. nicht gerade für Dich und geben 2. keinerlei konkrete Vorfälle wider.

Das zeigt:

1. dass du meine Beiträge nicht gelesen und verstanden hast und

2. das wir hier nicht vor Gericht sind und keinen Indizienprozess führen.

Was also sollen wir dazu sagen?

Dir das Köpfchen tätscheln und Deine Kolleginnen beschimpfen wie schrecklich böse sie doch sind Dich nicht mal richtig verabschiedet zu haben?

Das ist Männerfeindlichkeit in Reinkultur, wenn ein Mann eine solche Aussage gegenüber einer emotional betroffenen Frau getätigt hätte, wäre hier schon der Shitstorm los gegangen... Aber hier geht es ja nur um einen jungen Mann...

[...]

SyolingDer35


man stelle sich vor, man investiert 16 Jahre lang, Liebe, Zeit, Aufmerksamkeit und letztlich auch Geld in die soziokulturelle Prägung seines Kindes. Freut sich dass dieser eine Prosoziale Ader entwickelt hat und gerne Erzieher werden möchte. Findet dann auch einen Ausbildungsplatz und schliesst diese Ausbildung erfolgreich ab. Wahrscheinlich im Alter von 19 oder 20 Lj. und wird dann so behandelt wie der TE es hier geschrieben hat.

Und dann kommt ernsthaft eine solche Aussage:

Aber für eine mehr oder weniger herzliche Verabschiedung sehe ich weiterhin keine Veranlassung.

Schonmal was von Schutzbefohlenen, Erziehungsauftrag und sozialer Verantwortung in der Berufsausbildung gehört?

Schon einmal darüber nachgedacht was eine solche Erfahrung in der Einstellung eines jungen Mannes anrichten kann wenn er als Erste Berufserfahrung eine solch negative Erfahrung macht?

s'ubito443


@ froggyxx

Vielen Dank für den Link, jetzt weiß ich ungefähr, was Supervision in Deinem Arbeitsbereich bedeutet.

Ich habe diese Aussagen in einer Supervision gemacht, in der es maßgeblich um Befindlichkeiten geht, das alles in einer Atmosphäre, in dem man in einem vermeintlich gesunden Team sagen kann und soll, wie es einem geht und wo man gemeinsam im Team erarbeitet, wie das Zusammenarbeiten besser funktionieren kann.

Ich sehe das Problem in dem "vermeintlich gesunden Team". Ich halte die Idee der Supervision für gut, wenn sich alle Beteiligten an die (durchaus anspruchsvollen) Spielregeln halten. Das Problem sehr vieler Leute ist aber, dass sie abstrakte Kritik an einer Situation sofort als Angriff auf sich persönlich beziehen und die sprichwörtliche "beleidigte Leberwurst" spielen.

Was Du da machen kannst? Gar nichts, einfach die Schnauze halten. Das entspricht nicht den Regeln der Supervision, aber den Regeln des Selbstschutzes. Ist blöde, aber es geht nicht anders.

Versuch doch mal die jetzt gegebene Situation so zu verarbeiten: Du warst zu blauäugig, das kannst Du ändern. Sei etwas mißtrauischer. Beobachte in Zukunft Deine Kollegen genau, bevor Du etwas von Deiner Meinung zum Team oder zur Politik der Einrichtung von Dir gibst. Du kannst es ausnutzen, wenn Du weißt, wer "das Ohr" der Leitung hat, da lassen sich Sachen steuern, die in einer "richtigen" Firma nicht gehen. Warum sollst Du die Schwächen Deines Umfeldes nicht zu Deinem Vorteil ausnutzen?

Und bei Gelegenheit solltest Du für Dich beschließen, dass Dich niemand beleidigen kann. Ich habe das für mich vor langer Zeit in meiner Buwe-Zeit gemacht, es hat für mich sehr gut funktioniert. Wenn jemand meinte, mich als "Idiot" oder mehr zu beschimpfen, dann habe ich nur drüber gelacht, ich weiß ja, dass ich kein Idiot bin. Du bist auch keiner, also los.

Und wenn ich dort meine Befindlichkeiten (und auch Unzufriedenheiten) nicht äußern "darf", wo dann?

Bei Deiner Freundin vielleicht, auf jeden Fall nur im privaten Umfeld. So brutal es klingt, Deinen Arbeitgeber interessiert Deine Befindlichkeit einen feuchten Kehricht und Deine Unzufriedenheit ist ihm völlig Wurscht. Du sollst funktionieren, wenn es geht stromlinienförmig, mehr nicht. Zur Illustration ein Rat, den ich auf meiner ersten Arbeitsstelle bekam (nicht von meinem Chef): "Sie werden das große Siemens-Schwungrad weder beschleunigen noch abbremsen." Ich war nicht schockiert, da ich das mir schon gedacht hatte. ]:D

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