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Wurde des Mobbing beschuldigt, kann ich dagegen vorgehen?

TWab(ea6x66 hat die Diskussion gestartet


Hi!

Ich bin gerade total fertig! Ich wurde heute zu meinem obersten Chef gerufen und der hat mir eröffnet, dass meine Arbeitskollegin mich beschuldigt hat dass ich sie mobbe! Ich bin in dem Moment echt aus allen Wolken gefallen und war total entsetzt, denn Mobbing ist ja schon was sehr Gravierendes!

Mir war bewusst dass die Kollegin und ich so unsere Differenzen haben und ab und an mal aneinander geraten, aber ich habe ihr nie aktiv oder passiv was Böses gewollt, war fies oder hinterlistig zu ihr o.ä. Sie auch nicht zu mir. Die Kollegin und ich haben ja ab und an auch unsere guten Tage wo wir miteinander scherzen und auch mal nen Kaffee zusammen trinken gehen. Also mal kommen wir gut aus, mal zanken wir uns.

Wir haben vielleicht schon in manchen Bereichen etwas unterschiedliche Arbeitsweisen, aber ich würde nicht sagen, dass wir deswegen nicht zusammenarbeiten können. Unterschiedlich arbeiten wir teilweise deshalb weil wir auch generell unterschiedlich sind: ich bin eher ruhig und fast ein bisschen schüchtern, kann nicht besonders gut Reden und Vorträge halten aber dafür sehr gut schriftlich formulieren, kleide mich je nach Laune mal sportlich mal eleganter, habe einen gewissen Ehrgeiz und will beruflich vorankommen. Sie hat ein sehr selbstbewusstes Auftreten, kann in den meisten Fällen gut Reden, ist um ein paar Jahre älter wie ich, will auch beruflich vorankommen und legt sehr viel Wert auf Status und Äußerlichkeiten (nach dem Motto: mein Designerkleid, mein Mercedes, meine Jimmi choos).

Ich war im Büro gerade echt den Tränen nahe. Mein Chef hat mir dann erläutert welche Anschuldigungen die Kollegin gegen mich angebracht hat und ich habe mich dazu geäußert. Es waren alles Sachen wo ich wirklich niemals irgendwas böses gegen die Kollegin im Sinn hatte und aktiv auch gar nichts gemacht habe um sie fertig zu machen, dumm dastehen zu lassen o.ä. Die Kollegin hat sich meiner Meinung nach da immer nur irgendwas böses "reininterpretiert"! Es sind ja nicht mal irgendwelche "Fakten" sondern alles nur Vermutungen, Unterstellungen, Spekulationen, Interpretationen.

Ihr könnt euch das so vorstellen: A kommt morgens ins Büro und hat mal keine gute Laune, weil sie mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. B sagt "Guten Morgen" und "Kann ich mit dir mal über XYZ reden?". A entgegenet "Bitte nicht jetzt - brauche erst einmal einen Kaffee" und B denkt sich "oh, sie will nicht mit mir zusammenarbeiten und kann mich nicht ausstehen".

Ich hatte bisher noch nie Probleme mit Kollegen - im Gegenteil! In der Schule war ich diejenige die oft gehänselt wurde und deshalb würde es mir niemals in den Sinn kommen jemand anders so zu behandeln. Ich weiß wie weh sowas tut und dass es einem das Leben zur Hölle machen kann!

Natürlich lässt man seinen Ärger über einen Kollegen manchmal bei irgendwem anders raus und kotzt sich da aus, aber sowas würde ich wenn überhaupt als normals "Betriebslästern" empfinden - vorallem weil ich das ja nun wirklich nicht häufig mache. In diesem Jahr kam es vielleicht 3 mal vor dass ich mich gegenüber einem Kollegen mal nicht so toll über meine Kollgin geäußert habe, aber auch nur weil ich mich in dem Moment total über sie geärgert habe! Ansonsten habe ich wirklich nie, nie, nie irgendwas getan!

Nachdem ich den ersten Schock so einigermaßen überwunden habe würde ich gerne wissen, was ich gegen so einen Mobbinvorwurf tun kann. Ich würde gerne mit de rKolelgin sprechen, aber die ist - günstigerweise - bis Ende Januar im Urlaub.

Was für Möglichkeiten habe ich um dagegen vorzuegehn? Habe ich überhaupt Möglichkeiten? Wie geht es nun weiter wenn jemand solche Vorwürfe erbracht hat (Chef hat weder ihre Aussagen noch meine bewertet)?

Antworten
mPaumua


Das der Chef keine Wertung vorgenommen hat, ist ja schon mal positiv zu sehen.

Ich würde Dir raten den Chef um ein Gespräch zu dritt zu bitten.

Da kann jeder von Euch Stellung nehmen.

Vileicht hat sich Deine Kollegin wirklich stark verletzt gefühlt, Du wolltest es aber so gar nicht, und man kann evntl Missverständnisse aus dem Weg räumen.

Auf jeden Fall würde ich Gesprächs- Klärungsbereitschaft signalisieren.

Ansonsten würde ich mich jetzt bis Ende Januar gegenüber dritten gar nicht zu den Vorwürfen aüßern, nicht das Dir das hinterher auch negativ ausgelegt werden könnte.

Falls Dich jemand drauf anspricht, einfach sagen, das ist noch nicht abschließend geklärt.

t=sfunaom(i_xxe


Das der Chef keine Wertung vorgenommen hat, ist ja schon mal positiv zu sehen.

Ich würde Dir raten den Chef um ein Gespräch zu dritt zu bitten.

Da kann jeder von Euch Stellung nehmen.

:)z :)^

Genau so habe ich das auch getan.

Den Chef wird einen Teufel tun und das bewerten (was wirklich ein sehr gutes Zeichen ist).

Bis die Kollegin wieder da ist, vergeht ja ne Weile. Hast du die Möglichkeit evtl. mit ihr persönlich ins Gespräch zu kommen, also privat anrufen und die Lage ausloten ?

Alles gute

*:)

TWabeao666


Sie privat anrufen werde ich ganz bestimmt nicht. Nicht dass ich dann im Affekt noch irgendwas sage was mir später leid tut... >:(

Dass sie gegen mich Mobbingvorwürfe erhoben hat ist schon teilweise hier im Betrieb rum. Selbst wenn die Vorwürfe unbegründet sind, wird da immer ein fader Beigeschmack bleiben. Sowas ist ja nicht alltäglich und aus Efahrung weiß ich dass derartigen Anschuldigungen und Vorwürfe auch Jahre später noch nicht vergessen sind - selbst wenn sie sich als unwahr rausstellen sollten. selbst über "Vorfälle" bei Leuten die gar nicht mehr im Betrieb sind wird teilweise heute noch geredet...

Ich weiß nicht was der Chef als nächsten Schritt machen möchte. Ich war so durch den Wind, dass ich nicht gefragt habe wie es nun weiter geht. Er meinte nur ich solle trotzdem erst einmal morgen den freien Tag genißen und gut ins neue Jahr kommen. Aber von "genießen" kann nun wirklich keine Rede mehr sein :-(

Ich weiß nicht was ich tun soll. Kann man nicht gegen so Vorwürfe vorgehen? Darf einfach jeder x-belige solche Vorwürfe machen und ich kann nichts dagegen tun? Das würde ich echt unfassbar finden!

Fällt sowas nicht vielleicht unter "üble Nachrede" oder sowas?

V_e&vodkxyne


Ich verstehe natürlich schon, dass das eine äußerst unangenehme Situation ist, wenn man sich keiner Schuld bewusst ist und völlig zu Unrecht beschuldigt wird. Es führt einem sehr stark die Hilflosigkeit vor Augen, denn ja es ist so, behaupten kann jeder erstmal alles und oftmals bleibt ein fader Beigeschmack für den Beschuldigten, auch wenn er sich – sofern das möglich ist – als "unschuldig" erweist. Da gab es ja jüngst erst ein paar prominente Beispiele in Bezug auf sexuelle Belästigung.

Wenn ich mich in deine Situation versetze, Tabea666, würde ich jedoch versuchen, von dem Gedanken wegzukommen, gegen die Vorwürfe vorzugehen, denn mir scheint, es handelt sich um echte zwischenmenschliche Missverständnisse zwischen dir und deiner Kollegin und keine vorgeschobenen, um dir irgendwie zu schaden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich tatsächlich gemobbt fühlte.

Du schreibst beispielsweise:

Natürlich lässt man seinen Ärger über einen Kollegen manchmal bei irgendwem anders raus und kotzt sich da aus, aber sowas würde ich wenn überhaupt als normals "Betriebslästern" empfinden – vorallem weil ich das ja nun wirklich nicht häufig mache. In diesem Jahr kam es vielleicht 3 mal vor dass ich mich gegenüber einem Kollegen mal nicht so toll über meine Kollgin geäußert habe, aber auch nur weil ich mich in dem Moment total über sie geärgert habe! Ansonsten habe ich wirklich nie, nie, nie irgendwas getan!

Nie, nie, nie, mit Ausrufezeichen sogar, aber dreimal ist ja nicht nie. Du hast also schon das ein oder andere Mal über sie hergezogen, du findest das nur normal, für dich gehört es zum normalen Umgang dazu. Für mich nicht unbedingt, muss ich sagen. Du könntest es in solchen Fällen ja auch direkt mit ihr klären, statt dich bei anderen über sie auszukotzen.

Das gepaart mit den paar anderen schlechten Tagen, an denen du mit dem falschen Fuß aufgestanden und entsprechend abgedeckelt hast, kann in der Summe schon auf "gemobbt fühlen" hinauslaufen. Wenn sich jemand von mir gemobbt fühlen würde, würde mir das aufrichtig leid tun. Ich hätte wahrscheinlich das Bedürfnis, mich zu entschuldigen, auch wenn ich demjenigen nicht absichtlich zu Nahe getreten wäre. Du denkst hingegen darüber nach, wie du gegen sie bzw. ihre Vorwürfe vorgehen kannst. Das sind zwei sehr unterschiedliche Ansätze, wie ich finde.

Es kann aber auch gut sein, dass ich in solchen Dingen zu passiv und harmoniebedürftig bin und man sich natürlich auch nicht alles gefallen lassen sollte. Ich würde schon auch klarstellen, vor allem gegenüber dem Chef, dass ich mir keiner Schuld bewusst bin und da einiges völlig falsch rübergekommen sein muss. Aber entschuldigen kann man sich m.E. auch dann, wenn man jemanden unabsichtlich verletzt hat. Das halte ich jedenfalls für einen guten Anfang.

DPscchu-Dxschu


Ich sehe das exakt wie meine Vorschreiberin. SIE HAT sich offenbar gemobbt gefühlt. Du hast es zwar nicht so gemeint (kann man Mobben überhaupt "meinen"? Es regelrecht absichtlich tun?), aber es kam bei ihr nun mal so an, sonst wäre sie damit kaum zum Chef gegangen.

Ich würde es auch weniger von der Seite sehen, ob man sie nun anzeigen kann, sondern mir vornehmen, das gütlich zu bereinigen. Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, sollte das doch möglich sein.

Dxscbhu-D0schxu


Zur Sache selbst noch bzw. zu deiner eigentlichen Frage:

Mobbing ist in D kein Strafbestand, nur einzelne Handlungen, die aber schon strafrechtliche Relevanz haben müssten.

TSabe1a66x6


@ Vevodkyne:

Die Sache ist nur die, dass sie mir größtenteils bestimmte Verhaltensweisen vorgeworfen hat - sich mir gegnüber allerdings selber genau so verhält!

Und das mit dem "Betriebslästern" würde ich noch lange nicht als Mobbing sehen. In jedem Betrieb wird getratscht und mal über den einen oder den anderen hergezogen wenn irgendwas war. Ich habe mich immer nur bei einem Kollegen ausgekotzt wenn ich mich in dem Moment total über die Kollegin geärgert habe und ich trotz Kommunikation auf keinen grünen Zweig mit ihr gekommen bin und einfach jemanden zum Reden brauchte - der Kollege ist übrigens auch privat ein guter Freund von mir. Anderen Kollegen gegenüber hüte ich mich über irgendwen schlecht zu reden - selbst über die allgemein bekannten Kotzbrocken der Firma habe ich nie ein schlechtes Wort verloren. Wenn jedes Getratsche in der Firma gleich Mobbing ist dann sind wir alle nur noch von Mobbern umgehen - getratscht oder sich bei jemanden über wen anders beschwert hat sicherlich jeder schon mal gemacht ;-)

Wie gesagt bin ich eher ein ruhiger Mensch und vielleicht fast schon ein bisschen schüchtern. Ich würde niemals jemanden direkt anpflaumen können, wenn ich mal schlecht drauf bin. Ich sage dann höchstens dass ich halt gerade nicht gut drauf bin und ob man das nicht bitte ein anderes Mal besprechen könnte. Und sooo oft kommt das ja nun wirklich auch nicht vor! Höchstens alle 2 Monate mal wenn ich Stress mit der Familie hatte o.ä. Ansonsten habe ich immer gute Laune.

Egal wie lange ich über die Anschuldigungen nachdenke - ich verstehe sie nicht. Ich versuche es wirklich, aber ich verstehe es nicht. Ich habe im Internet auch gelesen, dass es bei Mobbing über einen längeren Zeitraum kontinuierliche Angriffe gegen muss und das ist bei mir nun beim besten Willen nicht der Fall! Wie gesagt sind die Anschuldigungen keine Fakten sondern alles nur Vermutungen die meine Kollegin in irgendwelche Handlungen (die übriegns vollkommen korrekt waren und wo ich nichts falsches gemacht habe!) von mir reininterpretiert hat und mir zum negativen auslegt. Z.B. wirft sie mir vor sie bei der Bearbeitung eines Falls ausgegrenzt zu haben - dabei haben wir mehrere gemeinsame Besprechungen gehabt (und meistens habe ich sie gefragt ob wir uns nicht mal wieder deshalb zusammensetzen wollen) und ich sie über alles per Mail informiert habe. Das kann ich auch belegen und das habe ich dem Chef auch so gesagt, Inweifern ich sie da ausgegrenzt haben soll ist mir wirklich ein Rätsel...

TCabeaE666


@ Dschu-Dschu:

Mir geht es darum dass aufgrund dieser Behauptung mein bisher guter Stand und mein bisher gutes Image gefährdet wird! Und das finde ich durchaus schlimm, denn sowas könnte (wenn auch unbewusst bei den Führungskräften wenn es um eventl. Beurteilungen geht) den Ausschlag geben! Außerdem sehe ich es auch nicht ein dass jemand ohne vorher überhaupt mit mir das direkte Gespräch gesucht zu haben solche Vorwürfe gegen mich erheben kann und ich mich dann darum bemühen soll das zu klären und mich ggf. auch noch für nicht falsches Verhalten meinerseits entschuldigen soll! Und das nur, weil die Kollegin sich irgendwas so dreht wie es ihr passt.

Wenn das so ist, dann könnte ich mich auch von meinem Chef gemobbt fühlen: er beantwortet manchmal Mails von Führungskräften früher als meine --> dadurch fühle ich mich ignoriert und zurückgesetzt --> mein Chef will mich mobben

In wahrheit arbeitet er die Sachen nur nach Priorität ab, aber ich kann sowas ja theoretisch auch gleich persönlich nehmen. Sorry, aber wie soll ich denn zukünftig mit der Kollegin normal umgehen wenn ich bei jeder Aussage von mir erst einmal überlegen muss wie sie es eventl. interpretieren könnte. DA kommt doch kein normales Gespräch mehr zustande!

A=nt igonxe


Die Sache ist nur die, dass sie mir größtenteils bestimmte Verhaltensweisen vorgeworfen hat – sich mir gegnüber allerdings selber genau so verhält!

Ich frage mich beim Lesen gerade: Wer mobbt hier wen?

Sie hat ein sehr selbstbewusstes Auftreten, kann in den meisten Fällen gut Reden, ist um ein paar Jahre älter wie ich, will auch beruflich vorankommen und legt sehr viel Wert auf Status und Äußerlichkeiten (nach dem Motto: mein Designerkleid, mein Mercedes, meine Jimmi choos).

Klingt gar nicht nach einem "typischen" Mobbingopfer.

Eine Möglichkeit: Sie will dich mit ihren Vermutungen und dem Mobbingvorwurf aus dem Weg haben, um beruflich eine Konkurrentin loszuwerden.

Bis sie wieder da ist, würde ich gar nichts mehr zu dem Thema sagen und um ein Gespräch zu dritt beim Chef bitten um das aus der Welt zu schaffen.

ALlic]eHa,rgreaxves


(kann man Mobben überhaupt "meinen"

auf jeden Fall ein Mobber möchte den anderen herabsetzen und ihn verletzen :)z

@ Tabea666

Sorry, aber wie soll ich denn zukünftig mit der Kollegin normal umgehen wenn ich bei jeder Aussage von mir erst einmal überlegen muss wie sie es eventl. interpretieren könnte. DA kommt doch kein normales Gespräch mehr zustande!

ich würde jetzt auch wenn ich deinen Ärger und deine Hilflosigkeit gut verstehen kann durchatmen und nach den Feiertagen mal mit der Kollegin reden und zwar in Ruhe und ihr deine Sicht der Dinge erklären. Ich denke ihr werdet einen Weg finden müssen.

Wobei ich es komisch finde warum die Kollegin gleich zum Chef gegangen ist, ich hätte eher dich angesprochen und dich gefragt ob du ein Problem mit mir hast bevor ich zum Chef gegangen wäre ":/

A:liceHasrgreavxes


Eine Möglichkeit: Sie will dich mit ihren Vermutungen und dem Mobbingvorwurf aus dem Weg haben, um beruflich eine Konkurrentin loszuwerden.

das habe ich beim lesen der TE Beiträge auch überlegt da könnte durchaus was dran sein, weil ich eigentlich sagt mir der gesunde Menschenverstand ich berede sowas erstmal mit der Kollegin.

D}iMe Sehjerixn


ich verstehe sehr gut, dass die emotionen gerade in dir nur so brodeln und du dir sorgen machst, was das für berufliche folgen haben könnte. damit wirst du dir aber beim finden einer lösung im wege stehen!

Vevodkyne hat dir da schon den richtigen ansatz geliefert. gehe einen schritt zurück und versuche dich mal in die kollegin hineinzuversetzen, in welchen konkreten situationen sie sich gemobbt gefühlt haben könnte (ich hasse dieses wort mittlerweile, weil es so unglaublich inflationär benutzt wird und damit die wirklichen mobbingfälle fast untergehen lässt).

im nächsten schritt denkst du darüber nach, was sich diese kollegin für ein verhalten von dir wünschen könnte und welches verhalten du dir künftig von ihr wünschen würdest.

und wenn du deine emotionen wieder im griff hast, dann bittest du um einen termin beim chef und sagst ihm, dass du nachgedacht hast. dass du versucht hast, bestimmte situaionen einmal aus dem blickwinkel der kollegin betrachtet hast. vermittle ihm, dass dein wunsch nach klärung ausdrücklich da ist und du sehr gerne ein begleitetes gespräch mit der kollegin hättest.

habt ihr in eurer firma denn mediatoren, oder einen geschulten personal-/betriebsrat?

D4ie S9eherixn


Nachtrag

das kannst du für dich selber (auch bei einem eventuell anstehenden gespräch) mal als gedankenstütze nehmen:

Als Mobbing werden in der Arbeitswelt gezielte, länger andauernde Angriffe auf eine Person bezeichnet. Die entsprechende Person soll dabei ausgegrenzt oder als Sündenbock missbraucht werden. Sie ist in dieser Situation unterlegen.

Mobbing kann durch Kollegen oder durch Vorgesetzte geschehen, Letzteres wird oft auch als "Bossing" bezeichnet. Ebenso ist Mobbing "nach oben" denkbar.

Neben strafrechtlich relevanten Handlungen wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung und Tätlichkeiten gehören zum Mobbing Dinge wie systematisches Ignorieren, permanentes unberechtigtes Beschimpfen, Kritik an der Arbeitsleistung, obwohl die Aufgabe nicht erfüllbar ist, zum Beispiel beim Entzug von Arbeitsmitteln oder Kompetenzen, sinnlose Ermahnungen vor Kollegen und Sabotage der Arbeitsergebnisse.

Dabei müssen kleinere Konflikte und einmalige Entgleisungen hingenommen werden. Nur systematische, über längere Zeit betriebene Handlungen, die zum Ziel haben, das Opfer "fertigzumachen", gelten als Mobbing.

DOschbu-Dschxu


Nun, Tabea, wenn du dir also nichts vorzuwerfen hast und all das nur auf Interpretationen deinerseits beruht … was hast du in der Hand?

Wie schon geschrieben, ist Mobbing an sich in D kein Strafbestand und des Mobbings zu beschuldigen, zumindest ohne übergriffige Handlungen, ebenfalls nicht. Du bist in eine wirklich dumme Lage geraten, das sehe ich ebenso wie du. Die Handlungsweise deiner Kollegin ist ohne mit ihr direkt zu sprechen überhaupt nicht einzuordnen: Will sie sich rächen? Wenn ja, wofür?

Sie der üblen Nachrede wegen anzuzeigen, ist auch schwierig, finde ich. Es wäre zu berücksichtigen, wieviel Staub du damit aufwirbeln würdest und was dabei an Erfolgsaussichten bestünde.

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