» »

Wurde des Mobbing beschuldigt, kann ich dagegen vorgehen?

D,schu0-Dzschu


Zumal du – sollte die Anzeige ernsthafte Aussichten haben – mehr nachzuweisen haben würdest als das Anschwärzen beim Chef.

TSabeau66x6


@ wintersonne01:

Es geht mir um meinen guten Ruf, um mein gutes Image in der Firma! Dass Mobbingvorwürfe erhoben wurden hat sich bisher rumgesprochen - auch wenn dann "rumerzählt" wird, dass die vorwürfe fallengelassen wurde o.ä. bleibt doch immer etwas an mir haften, vorallem wenn ich nichts dagegen mache. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede! Eine Kollegin (die nicht mehr bei uns arbeitet) hat vor einigen Jahren behauptet von ihrem Bürokollegen belästigt worden zu sein - die Vorwürfe gegen den Kollegen wurden fallen gelassen, aber noch heute philosophieren die anderen Kollegen ob eventl. nicht doch was dran war und man es ihm bloß nicht beweisen konnte. U. a. weil er selber sich eggen solche Vorwürfe nicht rechtlich "gewehrt" hat!

Und ich will nicht, dass es bei mir auch heißt: die Vorwürfe sind zwar fallen gelassen worden, aber vielleicht war ja doch was dran und man konnte es ihr nicht beweisen...

TYabea6666


@ Dschu-Dschu:

Z.B. dass sie bei Kollegen rumerzählt hat, dass ich sie mobben würde? 2 Kollegen haben mir nämlich gesagt, dass sie es direkt von ihr haben... So kam es wohl erst dazu, dass dieser Fall in der Firma nun die Runde macht.

Dhsch4u-D<schu


Tabea

Es ist wohl leider zu fürchten, dass du diese Sache so oder so bereits anhängen hast. Äußerst übel, ja.

Stehen Gerüchte und Beschuldigungen einmal im Raum, können sie sehr hartnäckig sein, und ein beschädigter Ruf kann lange Auswirkungen haben, damit hast du Recht; ich denke an einen Lehrer in meiner Heimatstadt, der einen langen Prozess führte, weil er seine Tochter missbraucht haben sollte. Selbst ein Gutachten und ein Freispruch (Rache der geschiedenen Ehefrau) haben das alles nicht wegwischen können, und auch die Justiz ist dagegen nicht allmächtig.

Was aber für dich vielleicht das Wichtigste ist, könnte das Gefühl sein, dich zur Wehr zu setzen. Ich würde die Entscheidung trotzdem nicht übers Knie brechen.

FJlamecmhen


Ich würde so eine Anschuldigung auch gar nicht auf mir sitzen lassen.

Klar mobbing beginnt dann, wenn der andere sich gemobbt fühlt.

Eine klare Definition gibt es da nicht und du wirst auch nicht sagen können, dass du sie nie gemobbt hast. So doof wie das klingt, wenn SIE sich gemobbt fühlt, ist das so.

Ich würde mit IHR alleine gar kein gespräch mehr führen. Nur noch unter Zeugen...so bist du auf der sicheren Seite.

Ganz wichtig halte ich auch die Aussprache mit ihr und dem Chef. So könnt ihr euch beide positionieren.

Ich würde mit ihr auch nicht mehr zusammen arbeiten wollen - denn wie du schon sagst, du musst ja immer Angst haben, das sie deine Worte in den falschen Hals bekommt. Das ist sehr anstrengend. Vielelicht kannst du das Büro wechseln oder so?

Wie kommst du mit den anderen Kollegen zurecht? Kannst du die mal fragen, ob sie der Meiung sind, dass du sie je "gemobbt" hast? Damit meine ich nicht, die Kollegen auf deine Seite zu ziehen, sondern wirklich ehrlich zu fragen, wie sie die Situation einschätzen.

Das macht dich vielleicht auch sicherer bzw vielleicht sind ja ein paar andere auch der Meiung, dass du sie gemobbt hast. Manchmal merkt man ja gar nicht, wie man andere mit seinem Verhalten verletzt.

Die Idee mit dem Anwalt find ich soooo abwegig gar nicht. Bei Mobbing kann es im schlimmsten Fall auch zur Kündigung kommen. Wenn das Betriebsklima gestört wird, werden manche Chefs hellhörig und gerade Mobbing ist ein sehr sensibles Thema. Wenn so was im Raum steht, muss der Chef quasi handeln.

Es gab ja immerhin schon einige Leute, die sich wegen Mobbing das Leben genommen haben. Sowas kann kein Chef totschweigen.

Deswegen, wenn DU dir wirklich sicher bist, dass du sie nicht gemobbt hast und das "üble Nachrede" ist (was sehr wohl eine Straftat ist, die auch angezeigt werden kann) , dann nimm dir ruhig einen Anwalt.

Es ist nämlich wirklich schwer, gegen einen Mobbingverdacht anzukommen. Wenn SIE sagt, sie wurde gemobbt...wie willst du das Gegenteil beweisen.

Mein Tipp: vereinbare ganz schnell einen Termin beim Chef MIT ihr. Somit zeigst du, dass du die Angelegenheit klären willst. Hör dir an, was SIE dir da vorwirft und wenn es absolut nicht wahr ist, such dir nen Anwalt (und ich würde sehr wohl dann eine Anzeige wegen "übler Nachrede" erstatten).

In solchen Fällen sind leider oder zum Glück..je nach dem in welcher Position man sitzt- die Gemobbten eindeutig in der besseren Position.

ich drück dir die Daumen und verstehe, dass dir das echt Nahe geht.

D8sqchu-Drschu


Die Sache mit dem Anwalt wäre dann nicht abwegig, wenn mehr vorläge. Hier stünde aber vermutlich lediglich Aussage gegen Aussage. Ich glaube nicht, dass das Aussicht auf Erfolg hätte. Eine anwaltliche Beratung wäre aber vielleicht für Tabea hilfreich.

FJlamecxhen


Deswegen sagte ich ja auch, dass sie erstmal das gespräch mit IHR und dem Chef suchen soll. Um zu hören, was ihr vorgeworfen wird und nur weil Aussage gegen Aussage steht, würde ich den Schwanz nicht einziehen. Es könnte um ihren Job und um ihren Ruf gehen. Da wäre mir das wert.

Dkschum-D!schxu


Es könnte um ihren Job und um ihren Ruf gehen. Da wäre mir das wert.

Mir auch. Wenn eine Anzeige effektiv etwas bringen könnte, dann ja. Es könnte aber auch ein Schuss nach hinten werden, deshalb wäre ich da vorsichtig.

F8lamlechexn


aber du hast natürlich recht, eine anwaltliche Berarung tuts auch erstmal. :-)

Ftlam|echexn


Die Frage ist, wie "sicher" ist sich die TE, dass sie NICHT gemobbt hat und wie sind die tatsächlichen Vorwürfe der Kollegein.

Wenn mich einer für so was beschuldigt,was ich wirklich nicht getan habe und da ein Ruf und womögluch der Job dran hängt, würde ich vor einer Anzeige nicht zurückschrecken.

Wie sonst soll sie sich gegen sowas wehren?

Beweisen kann sie es nicht, dass sie nicht gemobbt hat.

Wenn das Ganze Strafrechtlichen Charakter animmt, wird auch die Kollegin nochmal genau drüber nachdenken, ob sie gemobbt wurde. Und wenn Aussage gegen Aussage steht, wird das Verfahren eingestellt ...dann hat sie aber immerhin schwarz auf weiß, dass sie nicht die Schuldige ist und positioniert sich so.

Sich das gefallen lassen und drauf hoffen, dass es im Sande verläuft, ist gewagt.

wlin3tersognne 01


Selbst wenn du mit Unterstützung vom Anwalt Recht bekommst, wird man in der Firma ev. sagen: "na da hatte sie einen guten Anwalt."

Denn vor Gericht wird ja auch nicht immer Recht gesprochen, sondern oft ist es Glücksache oder eben von guten Anwälten abhängig.

Wenn du so eine Mühle in Gang bringst hast du ewig mit der Sache zu tun. Das ist es nicht wert... mach das Chefgespräch, mache klar , dass du so etwas nicht unwidersprochen hin nimmst und dann sollte es gut sein und du es auch für dich zu den Akten legen. Du versaust dir sonst dein ganzes nächste Jahr mit der doofen Geschichte.

Weist du, wer blöde Quatschen will tut es trotzdem. Du musst dir überlegen, ob es ev. besser ist sich zu sagen: "Lass die Leute reden, sie reden über jeden."

Oder du stellst dich vor die Kollegen und sagst ihnen ins Gesicht, wie du die Sache siehst.

T0a$bePa666


Inweifern könnte es ein Schuss nach hinten werden? Mein Ruf ist so oder so im Eimer - auch wenn die Beschuldigung zurückgenommen wird. Normal mit der Kollegin arbeiten geht jetzt sowieso nicht mehr - ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie sich noch dabei wohlfühlen würde wenn sowas im Raum steht. Wie kann es also noch schlimemr kommen?

Zwei Kollegen sind heute zu mir ins Büro gekommen nachdem ich beim Chef war und haben gesehen wie ich vollkommen fertig war mit den Nerven. Sie haben gemeint dass sie direkt von der Kollegin haben dass sie mich wegen Mobbing beschuldigt hat. Sie meinten auch, dass sie gar nicht nachvollziehen können was ich eigentlich getan habe - sie haben ein paar de rAsnchuldigungen genannt die heute auch der Chef genannt hat und meinten dass egal was ich in den genannten Situation gesagt oder getan hätte, die Kollegin hätte das wohl immer in den falschen Hals bekommen bzw, es sich so drehen können dass es ein "Vorwurf" wird und ich falsch gehandelt habe. Einer hat auch gemeint dass es in Wirklichkeit vielleicht gar nicht so sehr um die genannten Vorwürfe geht, sondern im Grunde vielleicht um etwas ganz anderes. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass einer der beiden früher schon mal vermutet hat, dass meine Kollegin mir missgönnt dass ich meine Arbeit ordentlich mache und sie wohl glaubt ich würde sie neben mir "schlecht" aussehen lassen.

Aber das sind auch wieder nur reine Vermutungen. Ich kann mir nicht vorstellen dass sie, nur weil sie mir den Erfolg missgönnt, Mobbingvorwürfe gegen mich erhebt - ich persönlich finde das etwas weit hergeholt. Sie muss doch wissen, dass sie eventl. wegen übler NAchrede angezeigt werden kann. Also ich würde mich sowas nicht trauen!

FMl:a?mecxhen


sich vor versammelter Mannschaft der Sache stellen, wäre auch ne gute Möglichkeit um Stärke zu beweisen...aber wie gesagt, ich würde erstmal das 3er Gespräch abwarten.

T9abe#a66x6


@ wintersonne01:

Und wenn irgendwann wieder Beförderungsmöglichkeiten bestehen sollten, kann theoretisch jeder andere Kollege sagen: "Hmm...wenn ich sie jetzt ebenfalls beschuldige mich zu mobben, dann habe ich eine Konkurentin weniger. Ihr glaubt man eh nicht, denn sie wurde schon mal beschuldigt und obwohl die Anschuldigungen fallen gelassen wurden hat sie sich nicht sonst wie zur Wehr gesetzt - ich habe also nicht zu befürchten dass von ihr was kommt". Und schon heißt es ich würde den Kolelgen XY mobben. Oder belästigen. Oder hätte irgendwas angesetellt.

Ihr sagt dass mobbing dann anfängt, wenn sich jemand gemobbt fühlt. Ich fühle mich momentan auch gemobbt, denn ich habe das Gefühl dass die Kollegin mich angeschwärzt hat um mich was eine pot. Beförderung betrifft aus dem WEg zu haben. Außerdem fühle ich mich gemobbt, weil sie diese Anchuldigungen in Umlauf gebracht hat obwohl sie nicht wahr sind und von ihr auch nicht bewiesen wurden. Theoretisch könnte ich doch nun auch sagen dass sie mich mobbt, ode sehe ich das falsch?

D)sch1u-6Dsxchu


Du kannst selbstverständlich sagen, dass DU dich gemobbt fühlst wegen ihrer Mobbing-Behauptung. Du kannst auch Anzeige erstatten, das ist natürlich deine Entscheidung. So wie du jetzt schreibst, bist du doch auch schon dazu entschlossen, mit der Sache zum Anwalt zu gehen, oder?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH