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Möglichst schlechtes Arbeitszeugnis

sQugaraloxve


Jeder Arbeitnehmer hat gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, welches min. der Note "befriedigend" entspricht.

dies ist nicht wahr. Nur ist man als Arbeitgeber in der Beweispflicht, wenn es im Schnitt schlechter als "befriedigend" ist.

C{allaxloo


Damit vor Gericht durchzukommen dürfte aber schwierig werden denke ich. Habe da schon die ein oder andere Verhandlung miterleben dürfen. Als Arbeitnehmer sitzt man da schon irgendwie am längeren Hebel... Wenn's auch manchmal nicht wirklich gerecht ist und andere Arbeitgeber mit vermeindlich guten Zeugnissen geblendet werden.

[[http://www.n-tv.de/ratgeber/Befriedigendes-Zeugnis-nur-mit-Begruendung-article10712406.html]]

AYliceHHargrexaves


Dass du dich über sie geärgert hast, kann ich ja nachvollziehen. Auch dass du froh bist, sie los zu sein. Aber was bringt es dir, ihr den weiteren Weg zu vermasseln? Geht dir dabei einer ab? Brauchst du diese kleingeistige Rache für dein Ego, oder was? Ich an deiner Stelle würde den Mantel des Vergessens über die Sache breiten und ihr zum Abschied ein normales Zeugnis mittlerer Qualität mitgeben. Schade, dass du diese Größe nicht besitzt.

eben wir hatten eine ähnliche Kollegin hinzu kam sie war auch öfters krank kam spät und ging früh also der absolute Traum aller Kollegen ;-) irgendwann hat sich selbige Kollegin in eine andere Abteilung versetzen lassen und dort war sie pünktlich und zuverlässig. Ich habe ich dann irgendwann mit ihr unterhalten und von ihr erfahren, sie hat ihren damaligen Chef einfach nicht ernst genommen (was keiner getan hat) und ihre Fehler eingesehen. Ich würde der Dame wie Timbatuku ein normales Zeugnis schreiben, alles andere ist doch einfach nur dämlich. Vielleicht hat es wirklich nicht gepasst zwischen der Mitarbeiterin und dem Betrieb soll vorkommen.

A?liceH~argreuavxes


Weil sich wohl viele Chefs gerade nicht auf diese Konfrontation einlassen wollen sondern einfach ein normales Zeugnis ausstellen und froh sind das Problem erledigt zu haben.

man darf eben nicht vergessen da stecken Menschen dahinter und was ist wenn die Dame wegen eines solchen Zeugnisses wirklich keinen neuen Job bekommt? Vielleicht agiert sie in der nächsten Firma anders und es hat in Mirolis Firma einfach nicht gepasst manche Menschen können einfach nicht miteinander.

S4ilbe/rmondaxuge


Jeder Arbeitnehmer hat gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, welches min. der Note "befriedigend" entspricht.

Auch die Kassiererin die in die Kasse gegriffen hat ? Auch der Abteilungsleiter der dem/der Azubi an den Po und noch woandershin gegriffen hat ? Auch die Angestellte, die immer unfrieden geAuch die Person die nur beim Feierabend pünktlich war (wobei ich immer dachte, wenn in einem Zeugnis die Püntktlichkeit erwähnt wird, ist die Leistung besch...eiden ?)

LZilaMLi&nxa


Jeder Arbeitnehmer hat gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, welches min. der Note "befriedigend" entspricht.

In welchem Gesetz steht denn so was?

Tiimba=tuku


Damit der nächste Arbeitgeber sie einstellt und dann der Gelackmeierte ist? Da würde ich mich als Folge-Arbeitgeber aber bedanken!

Cornelia59

Lebenslängliche Strafe ist besser? Ganz abgesehen davon, dass in manchen Fällen sogar der Arbeitgeber selbst seinen Anteil daran hat, wenn ein Mitarbeiter nicht "funktioniert". Das will ich in diesem Fall dem TE nicht unterstellen, sondern nur darauf hinweisen, dass es das gibt. Und dann bekommt der Arbeitnehmer für die Unfähigkeit des Arbeitgebers einen lebenslangen Makel verpasst? Ich weiß nicht ... mit solchem Denken kann ich mich nicht richtig anfreunden.


Der TE macht sich unter Umständen sogar schadensersatzpflichtig gegenüber dem neuen Arbeitgeber, wenn er eine glatte 5 auf eine 2 hochhievt.

DoN_

Jetzt mach dich aber nicht lächerlich, lieber DoN_. Ausgerechnet du, wo du doch gerne den mit allen Vorschriften und Gesetzen bestens vertrauten lebenserfahrenen Schlaumeier raushängen lässt, solltest dann doch wissen, dass für einen Schadensersatz der Nachweis eines entstandenen Schadens sowie der Nachweis einer Schuld unabdingbar ist. Der neue Arbeitgeber hätte bereits seine liebe Not, den Schaden zu beziffern. Dem TE eine "Schuld" nachzuweisen dürfte dagegen sogar unmöglich sein, da das Zeugnis immer auch eine subjektive Bewertung der Leistung darstellt.

Ganz abgesehen davon, dass ich von einem "Zeugnis mittlerer Qualität" sprach und das ist dann keine 2, sondern vielleicht eher eine 3-4.

Das ist primär keine Frage niederer Emotionen, die man unbedingt ausleben muss,

Oh, das Ansinnen des TE in seinem Eröffnungsbeitrag hatte aber einen ziemlich emotionalen Anstrich. Ich glaube kaum, dass irgendwer nicht den Eindruck erhalten konnte, dass es ihm darum geht, der scheidenen Mitarbeiterin noch was mit auf den Weg zu geben. Darum mein Beitrag. Ich bin wie du dafür, niedere Emotionen rauszuhalten. Dazu gehört nämlich auch, Rachegelüste nicht aufkommen zu lassen.

T;imb"ateukxu


man sollte aber auch in betracht ziehen, dass es manchmal einfach nicht passt (arbeitsklima, chemie zwischen chef und angestellter, job an sich) – dieselbe angestellte kann im nächsten job ganz super passen.

tuffarmi

:)^ Eben! Das meinte ich.

Knleixo


Ich würde so ein Zeugnis nicht akzeptieren, denke mal die Dame, die gegangen ist auch nicht.

Das kann jemand schon versuchen, aber das Zeugnis soll schon der Realität entsprechen. Niemand kann ein besseres Zeugnis einklagen, als er es tatsächlich verdient.

Dass du dich über sie geärgert hast, kann ich ja nachvollziehen. Auch dass du froh bist, sie los zu sein. Aber was bringt es dir, ihr den weiteren Weg zu vermasseln? Geht dir dabei einer ab? Brauchst du diese kleingeistige Rache für dein Ego, oder was? Ich an deiner Stelle würde den Mantel des Vergessens über die Sache breiten und ihr zum Abschied ein normales Zeugnis mittlerer Qualität mitgeben. Schade, dass du diese Größe nicht besitzt.

Ich sehe absolut keinen Zusammenhang zwischen menschlicher Größe und einem Zeugnis, das den Tatsachen entspricht. Nicht der TE vermasselt sich den beruflichen Weg, sondern die Mitarbeiterin. Wir hatten vor einigen Monaten auch so jemanden und sie wird sicher kein gutes Zeugnis bekommen. Worauf hin denn? Sie war faul, sie hat absichtlich Weisungen ignoriert, sie war nicht integer, loyal und respektlos. Gut, ich hätte sie auch nicht eingestellt, aber bei einem entsprechenden Zeugnis ist es nun einmal einfacher sich den richtigen Mitarbeiter zu suchen.

man sollte aber auch in betracht ziehen, dass es manchmal einfach nicht passt (arbeitsklima, chemie zwischen chef und angestellter, job an sich) – dieselbe angestellte kann im nächsten job ganz super passen.

Ja, aber Faulheit, unterdurchschnittliche Kompetenz, fehlende Loyalität, etc. hat nichts mit "nicht-passen" zu tun, genau wie die Dinge, die TE erwähnt: "unfähig, faul, unpünktlich und unzuverlässig, distanzlos und übergriffig".

Man darf auch nicht vergessen: mit einem solchen Arbeitszeugnis wird es verdammt schwer, eine neue Arbeitsstelle zu finden, und das wissen auch die Richter und stellen damit dem alten Chef eine extreme Nachweispflicht entgegen! Und insbesondere beim Verhalten oder nicht protokollierbarer Arbeit werden entsprechende Zeugnisse immer beanstandet.

Naja, es geht hier um 4 Monate. Sie kann das Zeugnis bei der Bewerbung auch weglassen. Vielleicht lernt sie ja dann aus ihrem Verhalten, da noch so ein Zeugnis wohl eine zu große Lücke im Lebenslauf hinterlassen würde.

TSim1batuxku


Ich sehe absolut keinen Zusammenhang zwischen menschlicher Größe und einem Zeugnis, das den Tatsachen entspricht.

Kleio

Du sprichst von Tatsachen, ich von der subjektiven Wahrnehmung des TE. Vielleicht hat er sie schlimmer wahrgenommen als sie in Wirklichkeit war. Wir wissen es nicht, auch du und ich nicht. Ich lese zwischen seinen Zeilen, dass er ihr unbedingt noch eins auswischen will, weil er sich über sie geärgert hat. Es wäre in der Tat ein Zeichen menschlicher Größe, darauf zu verzichten, auch wenn du den Zusammenhang nicht erkennen kannst.

F'iall#e


Kleio

Alles, was Du schreibst, könnte ich unterschreiben. Was sind das bitte für Gesetze, die vorschreiben, dass unfähige, bösartige, inkompetente Leute kein schlechtes Arbeitszeugnis bekommen dürfen? >:( Leute, die sich an einem Arbeitsort so verhalten, dass man sie am liebsten mit einem Tritt in den A… rausbefördern möchte, werden es woanders ziemlich sicher genauso tun. Ich spreche hier nicht von Leuten, die vielleicht nicht die Hellsten sind, sich aber redlich Mühe geben. Wir hatten bis vor kurzem eine Sekretärin, die uns durch ihre Schlamperei immer wieder auffahren ließ, völlig respektlos war, auf ihre unmittelbaren Aufgaben pfiff und obendrein die ganze Zeit 'krank' oder sonstwie abwesend war (Kindergartenversammlung, Elternabend mitten am Vormittag etc.). Dieselbe Person hatte beim Probezeitgespräch hoch und heilig versichert, dass sie ihre Arbeitszeiten nicht reduzieren wird, und einen Tag nach Ablauf der Probezeit (!) eine Reduktion um 20% beantragt (die uns anschließend an jeder Ecke fehlten). Und die wurde nicht entlassen, sondern hat von sich aus gekündigt und ein halbwegs normales Arbeitszeugnis bekommen. Das konnte ich leider nicht beeinflussen und bin darüber immer noch richtig wütend >:(

ASl4l1RB


Naja, also die wohlwollende Abfassung wird hier mitunter doch etwas übertrieben. Neben jenem Grundsatz muss ein Arbeitszeugnis nämlich auch inhaltlich richtig sein (Wahrheitspflicht). Wenn etwa Unpünktlichkeit tatsächlich *charakteristisch* für die Tätigkeit des Arbeitnehmers war und das Zeugnis spricht vom Gegenteil, dann ist es an der Stelle nicht wohlwollend, sondern schlicht falsch. Lügen darf man im Zeugnis als Arbeitgeber aber durchaus nicht.

Ejhe>maligerG Nutzear (#421x703)


Gesetzlicher Anspruch in Deutschland

Der Zeugnisanspruch ergibt sich aus dem Gesetz und aus den Tarifverträgen. Seit 1. Januar 2003 gilt für alle Arbeitnehmer der § 109 der Gewerbeordnung (früher für gewerbliche Arbeitnehmer § 113 GewO a. F. und für die übrigen Arbeitnehmer und Dienstverpflichtete § 630 Bürgerliches Gesetzbuch). § 109 GewO lautet:

(1) Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darüber hinaus auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken.

(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

(3) Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen.

K)leixo


Timbatuku

Du sprichst von Tatsachen, ich von der subjektiven Wahrnehmung des TE. Vielleicht hat er sie schlimmer wahrgenommen als sie in Wirklichkeit war. Wir wissen es nicht, auch du und ich nicht.

Es geht auch nicht um Deine oder meine Wahrnehmung, sondern eben seine als AG und das ist hier der Ausgangspunkt. Er fragt, wie man einer unfähigen Mitarbeiterin ein entsprechendes Zeugnis ausstellt. Wenn ich ihm unterstellen würde, dass er die Fähigkeiten seiner Mitarbeiterin nicht beurteilen kann, würde ich hier gar nicht schreiben. Dass da ein ordentliches Fass an Ärger da ist, bedeutet nicht, dass er sie nicht trotzdem sachlich beurteilen kann.

Ich lese zwischen seinen Zeilen, dass er ihr unbedingt noch eins auswischen will, weil er sich über sie geärgert hat.

Ich hätte meine Kollegin auch zeitweise durch das Büro prügeln können (und wenn jemand diese Bilder in meinen Gedanken - mir als Pazifistin - hervorruft, dann kann er es wirklich) und verhielt mich trotzdem immer höflich und respektvoll ihr gegenüber - das, was sie selbst gar nicht getan hat, weil sie geglaubt hat, sie könne den anderen etwas vormachen. Dass ich immer noch ordentlichen Ärger auf sie habe, wenn dieser Ärger auch immer weniger auftaucht, vor allem, da ich jetzt ein Kollegin habe, die fleißig, kompetent und loyal ist, liegt daran, dass wir endlich ihre Fehler alle behoben haben - ist für mich völlig nachvollziehbar. Rächen - nein, ich bin nur froh, dass die Tante von der Bildfläche verschwunden ist. Sie soll glücklich werden, Hauptsache nicht in meinem Blickfeld - nie wieder. Ein gutes Zeugnis verdient sie schlichtweg nicht. Hier Rache zu unterstellen - kann man - deswegen muss es noch lange nicht zutreffen.

Es wäre in der Tat ein Zeichen menschlicher Größe, darauf zu verzichten, auch wenn du den Zusammenhang nicht erkennen kannst.

Ich sehe darin keine menschliche Größe, wenn er andere bewusst einfahren lässt, weil der die Mitarbeiterin falsch beurteilt.

HTotCcho*col]axte


Ich würde zunächst einmal ein unqualifiziertes Arbeitszeugnis erstellen, gut möglich, dass sie sich damit zufrieden gibt nach den Schwierigkeiten. Nach 4 Monaten wäre mir persönlich ein einfacher Tätigkeitsnachweis lieber, als ein schlechtes qualifiziertes Zeugnis.

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