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Loben von Mitarbeitern, die nie krank sind

N5and0anxa


auch noch extra Prämien auszuzahlen für Mitarbeiter, die nie krankheitsbedingt fehlen, das geht mir eindeutig zu weit.

Warum geht das zu weit? Die Arbeitenden vertreten ja die Kranken und übernehmen deren Pflichten, leisten also auch Mehrarbeit. Die Anwesenheitsprämie ist in meinen Augen ein fairer Ausgleich dafür.

Ja?? Ich habe bei 50% meiner Kollegen eher das Gefühl das es zum guten Ton gehört mindestens einmal im Monat einen Schein einzureichen.

Es sind auch immer die selben und auch immer zur selben Zeit: nach dem Wochenende, vor dem Wochenende, nach dem Urlaub, vor dem Urlaub, zwischen freuen Tagen ...

So kenne ich das auch. Wenn man solche Mitarbeiter schon nicht offen auf den Verdacht ansprechen darf, weil es ja den Falschen treffen könnte und ja niemand verpflichtet ist, über seine Krankheit Auskunft zu geben – warum sollte man nicht wenigstens diejenigen positiv hervorheben, die die Last der anderen mittragen?

loben sollte man eher den Einsatz eines Angestellten.

Seiner Pflicht nachzugehen, auch wenn man sich mal ein wenig unpässlich fühlt, ist wohl auch unter "Einsatz" zu verbuchen.

Wer wirklich richtig schwer krank ist, sodaß er nicht mehr aus dem Bett kommt oder nur noch kotzen muß, der macht sich auch keine Gedanken mehr über komische Rückfragen oder Prämien. Der ist froh, wenn er einfach liegen kann. Alle anderen dürfen ihr Krankmeldeverhalten ruhig einmal hinterfragen. Wirklich stark krank ist man ja wohl eher selten, oder aber es erwischt einen ganz übel mit einem Unfall, Krebs o.ä. Dafür dürften Chefs und Kollegen aber auch Verständnis haben und das anders bewerten als immer wieder turnusmäßige Fehlzeiten ohne erkennbaren Grund. Wer wirklich immer wieder oft richtig krank ist und deswegen überdurchschnittlich häufig fehlt, der muß sich auf lange Sicht sowieso fragen, ob er diesen Beruf dann machen kann oder sich lieber etwas anderes suchen sollte.

ASnna-LErNnestoine


Bei uns werden pro Krankheitstag 4% vom Weihnachtsgeld gekürzt.... :(v

AIgent_29


Nix gesagt ist gelobt genug. Man braucht keinen Mitarbeiter loben, man wird für den Job schließlich bezahlt.

Wenn man krank ist man krank und soll zuhause bleiben. Anders sehe ich das bei notorischen Blaumacher.

Ich kenne bei uns in der Firma genügend Beispiele von Leuten die Blau machen. Bei einen Kollegen konnte man das schon voraussagen. Meistens war es ein Mittwoch, wo er für die Kinder verantwortlich war und diese in den Kindergarten bringen musste. Bei sowas könnte ich kotzen, wenn das auch noch von den Chefs toleriert wird.....

t0uffaxrmi


Dennoch halte ich es für unangebracht, wenn solche Mitarbeiter besonders hervorgehoben und gelobt werden, wie es in manchen Firmen geschieht.

sehe ich genau wie du, gesundheit ist schließlich kein verdienst. so ein lob würde ich als stets gesunder mitarbeiter entsprechend auch nicht wirklich ernst nehmen (können).

E[dmu#nd


Und unterstellen, daß manche Leute "krank machen", darf und will man ja unterschwellig wohl auch nicht.

Doch – darf man!

Ich habe in meinem bisherigen Leben in ausnahmslos jeder Firma reichlich dieser "Pappenheimer" zähneknirschend erleben müssen. >:(

hfag-xtysja


vor der abteilung loben finde ich auch daneben, im 2er gespräch erwähnen hingegen finde ich angebracht. denn ja, der, der fast nie krank ist, macht in der regel die arbeit der kranken kollegen mit und das sollte man ruhig erwähnen.

generell kenne ich aber auch mehr als genügend menschen persönlich, die mal hier, mal da einen tag krank ohne schein machen, weil sie schlecht geschlafen haben, eh grad nicht so viel zu tun ist, der urlaub aufgebraucht. selten ist sowas leider wirklich nicht mehr.

eine prämie fürs nicht krank sein sehe ich mit skepsis. das lädt nämlich dazu ein, mit grippe ins büro zu kommen und dann schön die gesamte belegschaft mit anzustecken. das hat keinen mehrwert fürs unternehmen sondern unterm strich sogar nachteile, weil sich durch einen "tapferen" eine unnötig große shrinkage ergibt.

auch das habe ich oft genug erlebt. mit fieber, kotzend oder total verrotzt und kläffend im großbüro erscheinen und dann stolz verkünden, dass man ja nieeeee krank ist.

IEn-Kog( Nito


ich finde schon, dass man das etwas steuern kann und boni sind dann vielelicht ansporn.

ich habe vor drei tagen abends einen drehschwindel bekommen, war beim doc und infusion.

das hirn wußte nicht mehr , wo links, rechts, oben und unten ist...

echt ätzend. man denkt, man fällt durch das bett...

am nächsten tag ging es wieder und ich habe mich in die arbeit fahren lassen, da wichtiger tag.

und bekomme eine mail von jemanden anderen, er kommt heute nicht, ihm ist schwindelig...

und der hatte im vergleich zu mir nur den job, sich hinzusetzen und zuzuhören.

auch mein mann würde eigentlich nicht fehlen, es sei denn, er kommt nicht mehr aus dem bett oder fieber oder sonst was.

aber ich finde schon, dass es eine grauzone gibt, in der jeder die persönliche entscheidung hat und das ja zur arbeitsstelle sollte doch honoriert werden, egal, wie..

R&afa8x8


Ich bin nun auch etwas rumgekommen und muss auch sagen das in jeder Firma Mitarbeiter zu finden sind, die gerne mal "blau" machen. In meiner ersten Firma war es aber so das die Prämie (aller 3 Monate) weggefallen ist wenn man krank war, auch wenn man wirklich eine Woche eine Magen-Darm Grippe auskuriert hat .... . So habe ich mich meist auch immer auf Arbeit geschleppt auch wenn es mir richtig dreckig war.

In einer anderen Firma waren sich die Mitarbeiter ihren Job sehr sicher, "gerade der Schichtdienst macht doch einen so kaputt das man lieber immer mal paar Tage daheim bleiben muss" – so ein Kollege, den man auch mit K-schein regelmäßig im Studio angetroffen hat. Er hat mal zu mir gemeint "Wir haben doch einen Betriebsrat, glaub mir so schnell können die uns nicht entsorgen" ... . Fand das sehr dreist, weil es auch andere gibt die sich sowas nie leisten, aber im Endeffekt die selbe Vergütung bekommen.

tYhe r9eraPl nuoki


maypower

Aber wer arbeitet, obwohl er krank oder noch nicht richtig auskuriert ist und dadurch seine Gesundheit möglicherweise schädigt, der erfährt i.d.R. weder Mitleid, noch einen besonderen Dank dafür, noch bekommt er irgendwas geschenkt.

Daher finde ich dieses besondere Loben von Mitarbeitern, die nie krankheitsbedingt gefehlt haben, eben nicht angebracht.

Ja was denn nun? Da widersprichst du dir ja schon innerhalb eines Beitrages selbst. ":/

aTlles+_wi[rd_xgut


Bei uns gibt es auch ein paar Kollegen, die gerne mal fehlen, ohne dass eine Erkrankung offensichtlich ist. Oder sie bleiben bei jedem Schnupfen daheim.

Sagen darf man als Vorgesetzte ja nix, das gäbe gleich Ärger...

Aber beruflich kommen diese Kollegen hier nicht weiter und wichtige Aufgaben (die natürlich karriere- und einkommensfördernd wären) kann man dann diesen Kollegen auch nicht geben. Die Lorbeeren bekommen dann die zuverlässigeren und engagierten Leute.

Aber es gibt ja Mitarbeiter, denen alles egal ist, solange man sie nicht feuern kann, leider ist das so... hatte ich schon alles...

Nur um es nochmal klarzustellen: ich rede jetzt nicht von Kollegen die wirklich mal Pech haben, irgendwas übles bekommen oder einen Unfall hatten, eine Weile aus nachvollziebarem Grund fehlten, aber sonst zuverlässig sind und vorher und nachher keine auffälligen Fehlzeiten hatten.

Sondern es geht um die, bei denen ständig irgendwas ist. Die anwesenden Kollegen müssen nämlich dann oft die Arbeit der Abwesenden mitmachen und falls das oft passiert, ist das unfair und sorgt für Unruhe.

Sichmid)ti7x0


Blau machen geht gar nicht, keine Frage...

Aber dieses Aufrechnen "Ich konnte ja auch mit Krankheit xy kommen, warum bleibt Kollege Meier, Müller, Schulze damit denn zu Hause" finde ich auch absolut daneben...

Bei uns gibts zum Glück keine solche Prämien..Oder Kürzungen...Da hätte ich in den letzten 2 Jahren mit 3 OPs alt ausgesehen...

Wir sind zum Glück nicht so extrem dünn besetzt...wenn ich wirklich krank bin, bleibe ich zu Hause...ausnutzen tue ich das aber nicht...und ich kann das auch von Keinem meiner Kollegen behaupten.....

Nqa!ndanxa


Bei uns gibts zum Glück keine solche Prämien..Oder Kürzungen...Da hätte ich in den letzten 2 Jahren mit 3 OPs alt ausgesehen...

Bei einer zusätzlichen Prämie hättest du doch überhaupt keinen Nachteil, wenn du eben krankheitsbedingt gefehlt hast. Du bekommst doch dein volles, ganz normales Gehalt trotz Krankheit selbstverständlich ausgezahlt. Nur die Mitarbeiter, die immer zur Arbeit erschienen sind und deine Krankheitsvertretung mit übernommen haben, bekommen etwas ZUSÄTZLICH. Das ist der Ausgleich dafür, daß du deine OPs bei vollem Gehalt in Ruhe auskurieren konntest, während andere deine Arbeit erledigt haben.

m?nGef


Warum geht das zu weit? Die Arbeitenden vertreten ja die Kranken und übernehmen deren Pflichten, leisten also auch Mehrarbeit. Die Anwesenheitsprämie ist in meinen Augen ein fairer Ausgleich dafür.

Beim erstem Überlegen fand ich das auch nicht gut. Aber eigentlich hast du Recht. Unzufrieden ist leider so oder so immer eine "Seite".

Bei einer zusätzlichen Prämie hättest du doch überhaupt keinen Nachteil, wenn du eben krankheitsbedingt gefehlt hast. Du bekommst doch dein volles, ganz normales Gehalt trotz Krankheit selbstverständlich ausgezahlt. Nur die Mitarbeiter, die immer zur Arbeit erschienen sind und deine Krankheitsvertretung mit übernommen haben, bekommen etwas ZUSÄTZLICH. Das ist der Ausgleich dafür, daß du deine OPs bei vollem Gehalt in Ruhe auskurieren konntest, während andere deine Arbeit erledigt haben.

:)^ Nur ob diejenigen, die so eine Prämie nicht bekommen, das auch so sehen (wollen) :-/ Und eine Trennlinie müsste man auch ziehen – ab wie vielen Fehltagen hätte man seine Prämie verspielt? Und er schon drüber ist, lässt sich den Rest des Jahres auch öfter mal AU schreiben und so weiter. Da hängt ein ziemlicher Rattenschwanz dran...

mqnexf


PS: Groß loben find ich hingegen nicht gut. Davon hat keiner was ausser man hats nötig Wenn es irgendeine Regelung mit Prämien oder meinetwegen mehr Urlaub für geleistete Krankenvertretung gäbe, sollten davon alle in Kenntnis sein und es nicht weiter hochspielen. Auf ein Hochloben nach dem Motto "seht alle her, er ist nie krank, aber ihr..." könnte ich so gar nicht.

NfandCanxa


Und er schon drüber ist, lässt sich den Rest des Jahres auch öfter mal AU schreiben und so weiter.

Da hast du leider Recht, das ist dann so ein "Jetzt ist es auch schon egal, also nutze ich es." Könnte man abfangen, indem man die Prämie nicht jährlich, sondern vielleicht pro Quartal neu auszahlt. Dann ist bei Krankheit in einem Quartal nicht gleich das ganze Jahr hin.

Ab wieviel Krankheitstagen die Prämie verspielt ist, wird wohl branchenabhängig sein. Bauarbeiter sind sicherlich im Durchschnitt öfter arbeitsunfähig als Bürokräfte. Aber es gibt ja wohl ungefähre Durchschnittswerte, die man hernehmen könnte.

Aber nochmal zum Thema "Gesundheit loben": Natürlich ist es unsinnig, jemanden für seinen Gesundheitszustand zu loben. Aber für gesundheitsbewusstes Verhalten oder aber die Bereitschaft, bei kleineren Bagatellerkrankungen sich einfach mal an einem unpäßlichen Tag zusammenzureißen, schon.

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