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Länger krank, schlechtes Gewissen

RDaRf)a8S8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin nun das erste Mal auf der Arbeit wohl länger krankgeschrieben. Ich hatte heute plötzlich massive Kreislaufbeschwerden und bin während der Arbeit doch lieber zum Doc gegangen, eigentlich wollte ich nur checken lassen, das nixs ernsteres ist – doch der Arzt hat mich gleich 2 Wochen krankgeschrieben. Da ich danach eine Gallen-OP habe, werde ich also sicherlich gut 5-6 Wochen ausfallen. Der Arzt meinte ich soll mich "ausruhen " damit endlich Ruhe im Magen und Kreislauf wird.

Nun plagt mich doch wieder ein schlechtes Gewissen, weil im Grunde geht es mir jetzt nach einer "Wechseldusche" wieder ganz gut und ich bin mir sicher das ich wieder auf Arbeit hätte gehen können. Außerdem haben Kollegen sowieso genug zu tun, also ist mein Ausfall für sie ärgerlich. Theoretisch könnte ich den K-schein ja ignorieren und trotzdem auf Arbeit, andernseits wäre Erholung für mich doch besser, gerade wenn ich sehr viele Gallensteine habe.

Das hört sich eigentlich völlig sinnfrei an, weil ich eigentlich derjenige bin der immer sagt das man lieber seinen Körper schonen soll wenn der Arzt es sagt.

Habe ich zurecht ein schlechtes Gewissen oder mache ich mir wieder unnötig einen Kopf?

Antworten
PKfiffaerlixng


Mit Krankenschein auf Arbeit zu gehen ist keine gute Idee, es ist vielmehr illegal. Entweder du lässt dich gesundschreiben oder du gehst nicht zur Arbeit. Ich würde davon mal abgesehen sagen: du hast ja eine reale Krankheit und bist deshalb zu Recht krankgeschrieben. Kannst du die Operation nicht etwas nach vorn verschieben?

NRordix84


Ähnliche Probleme habe ich (und viele andere auch) schon bei 2-3 Tagen Krankheit. Man möchte nicht das die Arbeit liegen bleibt oder das die Kollegen zusätzlich belastet werden und eigentlich gehts einem ja garnicht so schlecht und irgendwie hat man ein schlechtes Gewissen weil einem das ja als Krank "feiern" ausgelegt werden könnte.

Blödsinn ! Du hast dich schlecht Gefühlt, bist zum Arzt und der hat dich auf der Stelle krank geschrieben. Dann bist du auch Krank und brauchst die zwei Wochen Ruhe, die er dir verordnet hat. Dein Chef muss eben für geeigneten Ausgleich sorgen damit die Arbeit nicht komplett liegen bleibt.

Ignorierst du deinen Körper und deinen Arzt und gehst trotzdem arbeiten dann ist das auf eigenes Risiko. ich weiß nicht wie die Krankenkasse reagiert wenn dann was passiert. Ganz abgesehen davon: Was ist, wenn du arbeiten gehst und sich dein Zustand verschlechtert. Dann fällst du nicht bloß 2 Wochen sondern 2 Monate oder 2 Jahre aus. Auch nicht so richtig wünschenswert.

sCev|enth&rxee


der Arzt wird dich nicht aus Jux und Dollerei gleich 14 Tage krank geschrieben haben

wenn es dir weiterhin gutgeht würde ich bei der Arbeit vorbeischauen und anbieten kleinere Arbeiten zu erledigen. Ich hab auch schon, eigentlich krank geschrieben, meine ganz wichtigen Arbeiten aus dem Büro zuhause erledigt um die Kollegen zu entlasten.

RxafaZ88


Mit Krankenschein auf Arbeit zu gehen ist keine gute Idee, es ist vielmehr illegal.

Stimmt so nicht, soweit ich informiert bin entscheidet der Arbeitnehmer wie fit er sich fühlt und kann jederzeit auch mit ärztlich Attest die Arbeit wieder aufnehmen ohne das er den Versicherungsschutz verliert. Illegal ist das also definitiv nicht.

S,chmwidti7x0


Ich denke nicht, dass Du ein schlechtes Gewissen haben musst, aber nachvollziehen kann ich das schon....Ich war in den letzten beiden Jahren auch mehrere Wochen wegen OPs krankgeschrieben und auch wenn kein Kollege mit mir tauschen wollte, hatte ich auch ein schlechtes Gewissen....

Ich würde aber an Deiner Stelle jetzt schon zu Hause bleiben....Du kannst doch gucken, ob es Dir z.B. nach dem Wochenende deutlich besser geht, dann kannst Du ja immer noch ne Woche vor der OP gehen und alles noch vernünftig übergeben...Heute würde ich nicht gehen...sähe auch komisch aus...Krankschreibung für 2 Wochen und plötzlich gehts Dir am gleichen Tag wieder gut....Das könnte eher bei den Kollegen komisch ankommen....

Alles Gute für die OP!

Sgtilxgar


Mit Krankenschein auf Arbeit zu gehen ist keine gute Idee, es ist vielmehr illegal. Entweder du lässt dich gesundschreiben oder du gehst nicht zur Arbeit.

das ist falsch....eine krankschreibung ist für den patienten nicht verpflichtend....wenn er arbeiten gehen kann und will, muss er sich nicht gesund schreiben lassen...es gibt da auch keine probleme mit der versicherung, sollte etwas passieren...ist ein altes ammen-märchen, dass sich hartnäckig hält....

te

gesundheit geht vor...leider ist es in der heutigen zeit üblich geworden, dass man dies ein stück weit vergisst...eben aus dem schlechten gewissen heraus....interessant ist zu sehen, dass die meisten arbeitnehmer eher das schlechte gewissen den kollegen als dem arbeitgeber gegenüber haben...wir werden doch nicht etwa sozial werden ":/ ]:D

melde dich krank...schick die au und gut is....du kannst ja eventuell deinem chef zu verstehen geben, dass der arzt nun sicher gehen will, dass bei der op nichts schief läuft und deshalb will er, dass du dich auskurierst....dein chef wird das dann schon mit deinen kollegen und der arbeit regeln....ist seine aufgabe....

EYhemal,iger N7utzer8 (#5.039156)


Warum ein schlechtes Gewissen? Bist du dir nichts wert oder wie?

Gesundheit geht vor Arbeit!

DXie S0eherxin


Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Attest) ist die Einschätzung des Arztes, wie lange voraussichtlich die Arbeitsunfähigkeit dauern wird. Der tatsächliche Krankheitsverlauf kann anders aussehen als die Einschätzung. Die Krankheit kann länger dauern, dann wäre eine Verlängerung der AU-Bescheinigung nötig. Die Genesung kann aber auch früher eintreten als erwartet. Mancher quält sich mit einer Grippe drei Wochen, ein Anderer ist nach der Hälfte wieder fit.

Hinzu kommt noch, dass die Frage der Arbeitsfähigkeit nicht allein von der Krankheit abhängt, sondern auch von der Art der Tätigkeit. Wer einen Arm in Gips hat, kann wohl kaum einen LKW fahren, aber eventuell sehr wohl in einer Telefonzentrale arbeiten. Diese Dinge kann der Arzt unter Umständen nicht ausreichend einschätzen, so dass die Dauer der AU-Bescheinigung immer nur als "erste Annahme" zu betrachten ist.

Wie ist es aber nun, wenn man tatsächlich früher wieder zur Arbeit gehen will?

Wichtig ist natürlich, dass man sich im Betrieb ordnungsgemäß wieder als anwesend meldet und in der Personalbuchführung auch so geführt wird. Dann besteht ein Versicherungsschutz ohne Einschränkung. Sowohl für die Krankenversicherung als auch im Falle eines Arbeitsunfalls.

Wird man dagegen weiterhin als krank geführt, obwohl man arbeitet, dann ist das nicht mehr gegeben. Hinzu kommt, dass die Krankenkasse dann möglicherweise weiterhin Krankengeld zahlt, obwohl der Betroffene wieder arbeitet. Das wäre Betrug an der Krankenkasse.

Eine Gesundschreibung, die so oft erwähnt wird, gibt es nicht. Oder hat jemand schonmal bei seinem Arzt ein "Gesundschreibungsformular" gesehen?

Weiterhin ist zu beachten, dass mit der Wiederaufnahme der Arbeit die AU-Bescheinigung ihre Gültigkeit verliert. Sollte der Betroffene dann feststellen, dass er doch noch nicht fit ist, dann muss er sich eine neue AU-Bescheinigung holen. Denn er war ja mittlerweile auf dem Papier wieder gesund.

Soweit ist dargelegt, dass man trotz Attest früher wieder arbeiten gehen kann. Es stellt sich aber die Frage, ob das Sinn macht.

In der Regel kommt das Ansinnen dazu ja meist aus den "Nöten des Betriebs" und "es ist ja so viel zu tun" und "die Anderen müssen das jetzt miterledigen". Schön und gut, aber ein Mensch ist keine Maschine und jeder Arbeitgeber muss mit gewissen Ausfallzeiten rechnen und eine Vertreterregelung einrichten können.

quelle: gute-frage.net

Pyfiff;erlinxg


@ Stilgar:

du hast natürlich vollkommen Recht, ich habe auch noch nie ein Gesundschreibungsformular gesehen. Mein Arbeitgeber forderte von mir, als ich mal frühzeitig wieder arbeiten wollte, einen erneuten Arztbesuch, der das quasi "erlaubt". Da wurde mir auch gesagt, dass ich sonst nicht versichert wäre. Schöner Mist ;-).

M,oniskxa65


Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen wegen der langen Ausfallzeit. Vermutlich würde ich jetzt ein oder zwei Tage warten, wie ich mich fühle und dann gegebenenfalls zur Arbeit gehen. Man kennt doch oft seinen Körper besser als ein Arzt, bei dem man gelegentlich mal aufschlägt.

Swt(il4gxar


pfifferling

du hast natürlich vollkommen Recht, ich habe auch noch nie ein Gesundschreibungsformular gesehen. Mein Arbeitgeber forderte von mir, als ich mal frühzeitig wieder arbeiten wollte, einen erneuten Arztbesuch, der das quasi "erlaubt". Da wurde mir auch gesagt, dass ich sonst nicht versichert wäre. Schöner Mist

kein problem...dafür hast du uns ja :)_

ich denke, dass selbst viele arbeitgeber ein wenig mit allen gesetzen und regelungen überfordert sind , und deshalb nicht genau wissen, wie es laufen muss...auch sie kennen dieses ammen-märchen...jetzt weißt du zumindestens etwas mehr als er ;-)

monika

Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen wegen der langen Ausfallzeit.

naja...damit stellst du ja aber das wohlergehen deiner "kollegen" über deine eigene gesundheit...es ist schon gut, wenn man sich etwas gedanken macht, aber in der regel dankt dir das keiner....

MNonIikea6x5


naja...damit stellst du ja aber das wohlergehen deiner "kollegen" über deine eigene gesundheit...es ist schon gut, wenn man sich etwas gedanken macht, aber in der regel dankt dir das keiner..

Schon klar, er muss natürlich selbst beurteilen, ob er sich arbeitsfähig fühlt, kommt ja auch auf die Arbeit an. Vielleicht freuen sich die Kollegen doch darüber, ein gutes Arbeitsklima ist ja auch wichtig für die Gesundheit.

agutumnd-likxe


Du hast enormen Stress in der Arbeit mit Überstunden, wenn ich mich recht erinnere.

Bleibe zu Hause.

Auch ich hatte oft massive Kreislaufprobleme und ignorierte sie stets. Heute weiß ich, dass sie ein Warnzeichen waren.

Ich kündigte und fiel im neuen Job dann gleich 5 1/2 Wochen aus. Entlassen wurde ich zum Glück nicht. Aber mit geht es heute bedeutend besser als die letzten Jahre.

Ich war nie wegen einer Grippe krank, schleppte mich immer in die Arbeit. Gedankt wurde es nicht. Im Gegenteil, es wurde immer mehr gefordert. Meine Hörstürze wurden vom Arbeitgeber ignoriert. Ich ging ja immer arbeiten.

Nimm dir diese Auszeit. Du brauchst sie. :-)

a0utudmnF-lixke


ich ersetze das "mit" durch "mir" ;-)

Einige Jahre habe ich diesen Zustand im Job durchgehalten. So ist es nicht. Der Zusammenbruch war dann aber nicht mehr aufzuhalten. Ich habe 2 Jahre zu spät gewechselt. Aber lieber spät als nie.

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