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Jung, gut ausgebildet, kinderlos, engagiert - will Teilzeit

HOan?nahWxe


Wenn ich mir vorstelle, dass das noch Jahre so weitergeht, dann mache ich mir definitiv Sorgen um meine psychische Gesundheit. Um diese Entscheidung fällen zu können, bräuchte ich aber noch mehr Ansporn, weil: ja, Geld beruhigt mich, denn ich weiss wie ich in der Vergangenheit jeden Ende des Monats zittern musste um nicht dauernd im Dispo zu landen.

*redpepper284*

Genau so ging es mir auch jahrelang - bis ich dann aus gesundheitlichen Gründen zum Handeln gezwungen wurde. Ich war auch immer jemand der auf Sicherheit gespielt hat und lieber gespart hat "für schlechte Zeiten". Mein "Ansporn", statt zu jammern wirklich etwas zu ändern war leider erst da, als ich ganz unten war psychisch und körperlich.

Ich bin mir ziemlich sicher das ich den Burnout nicht gehabt hätte, wenn ich bereits vorher auf Teilzeit reduziert hätte. Aber nachher ist man immer schlauer. ":/

Angst mit dem Geld nicht auszukommen habe ich nur bedingt. Ich wohne mit meinem Partner zusammen der gut verdient.

interessanter faden, habe nur gerade zu wenig zeit.

*dummschmarrer74*

Das Problem kenne ich. ;-D

Abgesehen davon spielt der Chef nicht mit, da kommt schon deutliche Kritik wenn ich den Gleitzeit Rahmen ausschöpfe (was im Prinzip heißt, das ich Nachmittags ne Stunde vor den anderen gehe).

*Nordi84*

Genau das kenne ich auch. Wenn ich Freitags mal um 17 Uhr gehen wollte, kamen sofort doofe Sprüche, von wegen "halben Tag Urlaub genommen"? Es wurde ständig betont, das wir ja kein Amt wäre und dass Einsatz erwartet wird - von theoretischer Gleitzeit kann man sich nichts kaufen, wenn man durch jedes punktliche Gehen in beim Chef in Ungnade fällt. :(v

sFchnCecxke1985


@ TE

Ich kann dich absolut verstehen! :)z

Was nützt einem die fette Kohle, wenn man keine Zeit zum Genießen mehr hat? Wenn man zwar Geld für Urlaub, aber keine Zeit hat?

Aktuell studiere ich noch, langfristig streben mein Partner und ich jeweils eine Teilzeitstelle an - wir sind kinderlos und beide gesundheitlich vorbelastet und haben keine großen Ansprüche in finanzieller Hinsicht. Luxusurlaub, Markenklamotten ect. bedeuten uns nicht viel, dafür unsere Hobbies.

Burn-out ist ja nur die englische Umschreibung für eine Erschöpfungsdepression und irgendwoher muss die Erschöpfung ja kommen. Wenn ich mir so ansehe, wie wenige Menschen mal Zeit haben innezuhalten, ihr Leben und ihre Ziele zu überdenken - das macht mich etwas traurig. Unsere Lebenszeit ist ein Geschenk, das wertvollste Geschenk überhaupt. :)z

R;afax88


Du hast es geschafft :)^ , du bist echt dafür zu beneiden.

Ich würde ebenso handeln wie du, 80 Prozent würden mir auch reichen, Momentan bewege ich mich aber eher bei 120 ;(. Hätte ich ein Job bei denen ich mit Teilzeit trotzdem mein Leben vernünftig finanzieren kann, wäre das kein Problem, momentan würde es wohl in meiner Firma nicht funktionieren weil das Geld dann doch die Rolle spielt.

Ich denke es würden viele auf Teilzeit gehen, wenn sie denn die Wahl hätten. Doch die wenigsten Arbeitgeber haben dafür Verständnis sondern fordern den maximalsten Einsatz für die Firma ob man dann nach 30 – 40 Jahren verheizt wurde, interessiert niemand. Man sollte aber auch bedenken das es Firmen gibt wo das nicht möglich ist, z.b. in der Automobilindustrie. Es würde schlecht funktionieren wenn ein Mitarbeiter am Band nach 6 Stunden seine Arbeit beendet.

Ich hoffe darauf das in den nächsten Jahren die Stundenanzahl wieder sinkt, 36 Wochenstunden wären eigentlich auch voll in Ordnung und das bei 100 Prozent vom Gehalt.

N{o&rdiM8x4


Bei mir hat das mit den blöden Sprüchen erst aufgehört als ich mich vor meinem Chef aufgebaut hab (bin zwei Köpfe größer als er) und ihm die betriebliche Arbeitszeitregelung unter die Nase gehalten habe. Möglich das er sich immernoch daran stört und mir mangelnde Motivation unterstellt, allerdings macht er das dann ohne was zu sagen. :D

Das Blöde ist ja, das man immer irgendwie ein Gleichgewicht zwischen Geld und Freizeit finden muss (Krankheiten mal ausgenommen), denn Hobbies kosten nunmal auch Geld. Und Urlaub auch, selbst wenn es keine drei Wochen in der Südsee sein müssen. Da reichen schon 1-2 Wochen in nördlichen Ländern, günstig ist das auch nicht. So ganz ohne Geld oder mit 50% des üblichen Gehaltes gehts nunmal auch nicht.

H7annwahWxe


Das Blöde ist ja, das man immer irgendwie ein Gleichgewicht zwischen Geld und Freizeit finden muss (Krankheiten mal ausgenommen), denn Hobbies kosten nunmal auch Geld.

Ja, das stimmt. Allerdings habe ich das Gefühl, das ich, ähnlich wie Studenten, mit genügend Freizeit eher in der Lage bin, die günstigen Angebote zu nutzen, die Menschen zur Verfügung stehen, die Zeit haben.

Soll heißen:

(Mein Freund arbeitet im Schichtbetrieb, ist daher unter der Woche zeitlich wesentlich flexibler als ich es früher war), d.h. Früher sind wir meist Samstagsabends ins Kino gegangen, weil ich nur Sonntags ausschlafen konnte. Heute gehen wir auch mal Dienstags (am Kinotag) für fast die Hälfte des Preises ins Kino, weil ich bei der reduzierter Stundenzahl auch mal erst um 9 Uhr im Büro aufschlagen kann, ohne dass ich deswegen bis Mitternacht "nachsitzen" muss an dem Tag. Das spart Geld.

Außerdem spielen wir Tennis, und die Courtpreise sind in unserem Club tagsüber um ein vielfaches günstiger als Abends und am Wochenende, wenn alle nach Feierabend kommen. Spart auch Geld, und man muss nicht so früh reservieren.

Wenn ich meine Familie am anderen Ende Deutschlands besuchen will übers Wochenende, kriege ich die günstigeren Zugtickets (auch kurzfristig noch Spartarife verfügbar) wenn ich bereits Freitagmittag fahren kann und nicht erst abends.

Abgesehen von davon hat es noch ettliche Vorteile, die zwar nicht direkt Geld wert sind, aber fast: Im Reitverein ist tagsüber die Halle fast leer, während man sich abends in der Halle fast auf die Füße tritt, weil sie viele gleichzeitig reiten.

Ich muss nichtmehr Samstags vormittags meinen Wocheneinkauf machen, wenn alle es tun.

In der Therme und der Sauna ist es nachmittags schön leer.

Ich will nicht behaupten, dass ich mich nicht finanziell einschränken muss, denn das muss ich. Aber ich achte auch seitdem mehr darauf, wo das Geld überhaupt hingeht und wo ich ein Schnäppchen machen kann. Als mein Partner und ich beide Vollzeit gearbeitet haben, uns wegen seiner Schichtarbeit und meinen Arbeitszeiten oft eher die Klinke in die Hand gegeben haben, habe ich oft nichtmal richtig meine Kontoauszüge geprüft - hatte keine Zeit für solchen Kram.

N!ordix84


Ha, so ähnlich gehts mir auch. Ich überfliege meine Kontoauszüge zwar und prüfe ob da was drauf ist, das ich nicht kenne, aber ich schaue z.B. im Supermarkt nicht nach den günstigsten Schnäppchen oder fahre nen Umweg um zum Discounter zu kommen. Hauptsache ich hab das was ich brauche im Wagen und bin da schnell wieder raus.

A9ugUustuxs


Daher hier meine Fragen an euch: Würdet ihr Teilzeit arbeiten, auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, für mehr Freizeit und Lebensqualität? Gibt es noch andere da draußen, denen Zeit für sich mehr Wert ist als die nächste Gehaltserhöhung, der nächste Karriereschritt, der nächste leistungsabhängige Bonus? Die das Gefühl haben, mit einer Vollzeitstelle und gelegentlichen Überstunden kein Leben mehr zu haben?

Nein, käme für mich definitiv nicht in Frage. Geld ist mir sehr wichtig, und mich einschränken zu müssen geht gar nicht, dann würde ich meine Freizeit erst recht nicht geniessen. Klar Arbeit ist nicht alles, und man muss noch Spaß am Leben und Freizeit sowie Zeit dafür haben. Ich würde mich dann eher beruflich versuchen zu ändern, als diese Abstriche zu machen.

Aber, das bedeutet nicht ich kritisiere deine Vorgehensweise. Nicht jeder hat die Prioritäten, die ich habe. Deswegen käme es mir nie in den Sinn die Meinung/Vorgehensweise oder Lebenseinstellung anderer Personen zu kritisieren. Solange du selbst damit glücklich bist, geht das doch in Ordnung.

HGa2nna^hWWe


Hauptsache ich hab das was ich brauche im Wagen und bin da schnell wieder raus.

Hab ich immer so gemacht, seitdem ich arbeite. Nie auf den Preis geachtet, am besten zu Kaufland oder Familia oder so und einfach alles rein. Oh, da gibts einen Friseur bei Familia, da kann man sich ja mal schnell die Spitzen schneiden lassen, egal wie schlecht der Friseur ist!

Kreditkartenabrechnung? Wird schon stimmen. Versicherungen? Liefen auch mal ein paar Jahre weiter, selbst wenn das Risiko (z.B. Brille) garnichtmehr existierte. Hatte keine Zeit mich um den Papierkram zu kümmern. Steuererklärung? Outgesourced - Lohnsteuerhilfe sei dank. Shoppen? Wann denn, bestelle lieber schnell im Internet abends.

Arzttermin? Passt leider garnicht, wenn man von 8 bis 18 Uhr arbeitet. Man kriegt zwar unter Protest dafür frei, aber dann muss ich die Zeit irgendwann nacharbeiten und bin dann wirklich nicht vor 20:00 Uhr zuhause. Also Krankheiten so lange verdrängen bis sie sich nicht mehr verdrängen lassen - oder Urlaub nehmen! Wegen einer fiebrigen Erkältung 2 Tage Zuhause bleiben? Tja, schön wärs, wenn ich die 2 Tage Produktivitätsausfall in der Projektarbeit nicht in der kommenden Woche voll nacharbeiten dürfte!

Das ist doch kein Leben!

In der Klinik in der ich war stand ein Schild auf dem Flur: Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird morgen viel Zeit für seine Krankheiten haben müssen.

nnimmeYrnieIdli~ch


Ich arbeite auch nur 78%.

Als ich vor 15 Jahren im Betrieb anfing war nur eine Mutterschaftsvertretung mit 50% frei. Mit der Option zu erhöhen sobald möglich. Also dachte ich mir 50 % ist besser als nichts, hab damals auch noch zu Hause gewohnt und dort gearbeitet. Also hab ich mit 50 % angefangen. Später bekam ich dann 70 % und dann 74 %. Da ich soviele Überstunden machte hat man mir 100% angeboten. Allerdings war damals eine sehr liebe Kollegin (70%) frisch getrennt und in großer Geldnot und auch noch nicht so lange im Betrieb wie ich und so hab ich abgelehnt und den Chef gebeten ihre Stunden auf 100 % aufzustocken da sie das Geld nötiger braucht. (Er hatte mich zuerst gefragt weil ich schon länger im Betrieb bin.). Ich bekam dann 78%.

Und das Geld reicht mir. Habe 10 Jahre allein gelebt, Wohnung war billig und große Extras waren nicht drin, aber vermisst habe ich nichts.

Mittlerweile bin ich 15 Jahre dabei und muss sagen dass ich mit meinen 78% fast genausoviel verdiene als eine Kollegin mit 100% die erst 1-3 Jahre dabei ist. Da fehlts höchstens um 50€..

Dafür hab ich eine drei Tagewoche + jedes zweite Wochenende. Natürlich werden mir auch mal freie Tage gestrichen wenns pressiert, dafür bau ich sehr schnell Überstunden auf die ich dann auch wieder abfeiern kann. War teilweise in den Sommermonaten schon mal 4 Wochen am Stück zuhause.

Psychisch finde ich es auch besser da ich da öfters mal Probleme hab. Mittlerweile ist es bei uns so streßig dass ich 100 % auch gar nicht verkraften würde.

Und ich verdiene immer noch mehr als z.B. eine schlecht bezahlte Friseuse mit 100%.

Wem das nicht passt der soll sich um seinen eigenen Kram scheren. Ich weiß was ich mir zumuten kann und was nicht. Ich liege niemanden auf der Tasche, bezahle meine Sachen selbst und habe keine Schulden. ;-)

m$nmef


Daher hier meine Fragen an euch: Würdet ihr Teilzeit arbeiten, auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, für mehr Freizeit und Lebensqualität? Gibt es noch andere da draußen, denen Zeit für sich mehr Wert ist als die nächste Gehaltserhöhung, der nächste Karriereschritt, der nächste leistungsabhängige Bonus? Die das Gefühl haben, mit einer Vollzeitstelle und gelegentlichen Überstunden kein Leben mehr zu haben?

Die mutig genug sind, ihre Interessen trotz gesellschaftlichem Gegenwind durchzusetzen und das Leben zu leben, was SIE möchten, ohne ständig das zu tun, was andere von ihnen einfordern?

Ja, warum nicht? Ich sehe da überhaupt kein Problem. Ich setze mal davon aus, dass man sich trotz finanzieller Einbußen noch selbst finanzieren kann. Rentenabschläge in einigen Jahrzehnten (bei mir) wären mir auch keine Sorge... Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass unser Rentensystem bis dahin völlig anders aussehen wird. Oder ob ich nicht mit 59 längst tot bin.

Wen juckt es da, was das größere Umfeld sagt? Mir nicht besonders nahestende Personen würde ich überhaupt nicht in Kenntnis darüber setzen, wieviele Stunden ich letztlich arbeite. Und die, die das wissen und nicht nachvollziehen können, gehen mir am Allerwertesten vorbei. Mein nahes Umfeld, also die Leute, die ich mir wichtig sind, kämen nichtmal auf die Idee, wegen einer Teilzeitstelle ohne triftigen Grund auch nur mit der Wimper zu zucken. Die würden es auch ohne Zusammenbruch verstehen.

Trotzdem war das Durchsetzen der Arbeitszeitreduzierung ein Kampf- mein Chef ist noch immer der Meinung, dass ein gesunder Mensch doch nicht allen Ernstes Teilzeit arbeiten wollen könnte?

Armer Mann...

d-anaxe87


Daher hier meine Fragen an euch: Würdet ihr Teilzeit arbeiten, auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, für mehr Freizeit und Lebensqualität? Gibt es noch andere da draußen, denen Zeit für sich mehr Wert ist als die nächste Gehaltserhöhung, der nächste Karriereschritt, der nächste leistungsabhängige Bonus? Die das Gefühl haben, mit einer Vollzeitstelle und gelegentlichen Überstunden kein Leben mehr zu haben?

In jedem Fall! Haben als Familie inzwischen herausgefunden wie wenig wir eigentlich brauchen um glücklich zu sein, nicht ganz freiwillig, aber es war ziemlich erhellend. Fazit war und ist: Am Ende ist die STunde Spaziergang mit Kind und Mann einfach nicht zu bezahlen. Das macht soviel Spaß mit der Kleinen durch die Pfützen zu hüpfen das mir niemand genug bezahlen kann um darauf auf dauer zu verzichten.

N@aonHn#i7x7


Ich arbeite krankheitsbedingt auch nur noch 50%. Allerdings bekomme ich eine teilweise EU Rente.

Nachdem ich das erste Mal mit meinen Depressionen fast 1 Jahr krank war, hab ich nach der Wiedereingliederung auch auf 80% reduziert, mehr ging leider finanziell nicht. Hab ich dann aber nicht lange durchgehalten und war kurz darauf wieder zuhause und das dann fast 2 Jahre. Dann war ich in der Reha und mir ist zum Glück die Rente bewilligt worden.

Viele gucken schon komisch wenn ich sag ich arbeite nur Halbtags, von wegen du bist doch noch jung etc. Ja, aber krank bin ich trotzdem. Die Rente wird einem ja auch nicht hinterhergeworfen. %-|

s*u*mm(erdrream84


Also ich habe mich nach einer OP auch mal auf 30h setzen lassen weil ich wirklich nicht mehr geschafft hätte. Und als ich die Lohnabrechnung bekam fiel bei mir auch der Groschen.... Jahrelang den hintern aufgerissen und halb durchgedreht vor Überstunden, Stress, nervige Chefs, Fahrerei jeden Tag.... und das alles wegen 100 Euro mehr bei ner "offiziellen" 40h Woche. Auf den Hunderter verzichte ich gern wenn ich dafür mein Leben "leben" kann.... Das sind immerhin 40 Std monatlich die ich für MICH nutzen kann. Hab dann nochmal den Arbeitgeber gewechselt, dort hab ich dann das gleiche Geld für nen 30h Platz bekommen als beim ersten für 40Std.... Damit wars perfekt. Und ja, mich haben auch Kollegen verurteilt weil ich auch kinderlos und jung bin.... Na und, das ist nur der Neid! Ich arbeite gern, aber ich liebe auch mein Leben. Und das besteht eben nicht nur aus Arbeit.... :|N

Fkiallxe


HannahWe

Ich lebe in der Schweiz; hier ist es absolut gang und gäbe, dass man Teilzeit arbeitet (vor allem als Frau), und gesellschaftlich, soweit ich es überblicken kann, durchaus akzeptiert. Ich denke, ein wichtiger Grund dafür ist, dass man hier auch von einem Teilzeitlohn durchaus leben kann (sofern man gut qualifiziert ist, sogar ziemlich gut). Ein Beispiel: Meine Arbeitskollegin ist alleinerziehend, bekommt für ihren 12-jährigen Sohn keine Alimente und arbeitet 50%. Sie kann sich und das Kind wunderbar durchbringen und sogar mehrmals im Jahr in Urlaub fahren. Ich selbst arbeite 60% (plus allfällige Aufträge, die ich von zu Hause aus erledigen kann, aber das kommt selten vor), um Zeit für meine Hobbys und überhaupt mehr Freizeit zu haben. Bin zwar verheiratet, aber auch ohne das Gehalt meines Mannes würde ich mit meinem Gehalt echt gut auskommen.

Was ich an dieser Fragestellung aber viel interessanter finde, sind die Aussagen Deines Chefs, die Du zitiert hast. Bei uns hier spricht alles von der 'Generation Y' (Ende 20 – Anfang 30), die Freizeit, Hobbys und überhaupt Leben über den Job stellt. Es gibt sogar vielversprechenden akademischen Nachwuchs, der sich weigert, einen Auslandsaufenthalt einzulegen, weil es zu stressig ist und man von seinen Freunden weg müsste; dann nehmen sie lieber in Kauf, dass sie keine akademische Karriere machen werden. Ist das in Deutschland kein Thema? Gilt da nach wie vor, dass man möglichst viel arbeiten sollte, des Geldes und der Karriere wegen?

H*ann_ahAWe


Nein, käme für mich definitiv nicht in Frage. Geld ist mir sehr wichtig, und mich einschränken zu müssen geht gar nicht, dann würde ich meine Freizeit erst recht nicht geniessen. Klar Arbeit ist nicht alles, und man muss noch Spaß am Leben und Freizeit sowie Zeit dafür haben. Ich würde mich dann eher beruflich versuchen zu ändern, als diese Abstriche zu machen.

Danke für deine Meinung! So wie dir geht es wahrscheinlich vielen, drum hatte ich ja gefragt, ob es auch noch "andere" gibt.

Ich habe lange drüber nachgedacht, ob der Burnout und auch die Gründe, warum ich Teilzeit arbeiten möchte, etwas mit der falschen Berufswahl zu tun haben könnte. Bin dann aber für mich zu dem Schluss gekommen, dass es mir wohl in fast jedem Job so gehen würde. Selbst wenn ich etwas noch so gerne mache - 40 Stunden in der Woche und das unter Druck und mit dem Zwang, es tun zu MÜSSEN würde ich wahrscheinlich - garnichts.

Selbst wenn ich meinte liebsten Hobbies jede Woche 40 Stunden machen müsste - Tag ein, Tag aus, ob ich nun Lust habe oder nicht, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es bald schrecklich finden würde.

Es geht mir darum, dass ich bei einem Vollzeitjob den Großteil meiner wachen Zeit mit Dingen verbringe, die ich nicht frei wählen kann. Fremdbestimmt zu sein. Tagesformen werden ignoriert, man muss jeden Tag 100% bringen. Das ist es, was mich ausbrennt.

Es gibt tatsächlich Menschen, die so viel Spaß an ihrer Arbeit haben und so viel Leidenschaft aufbringen können, dass sie viele viele Stunden arbeiten können, nicht krank werden und zufrieden sind. Die Arbeit gibt Ihnen (außer Geld!!) genügend zurück, also Bestätigung, Zufriedenheit, Erfolgserlebnisse, Lob, usw. Ich bin nicht sicher, ob es sich lohnt, immer weiterzusuchen, um zu so einem Menschen zu werden.

Glaubt ihr, jeder Mensch muss nur den richtigen Job finden, um jeden Tag problemlos 10 Stunden arbeiten zu können? Die Frage meine ich ernst.

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