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Jung, gut ausgebildet, kinderlos, engagiert - will Teilzeit

Meil8ky_xe77


@ HannahWe:

Du bringst es 100 % auf den Punkt wie ich es auch empfinde: das schreckliche Gefühl des Fremdbestimmtseins, nicht seinen natürlichen Zeitryhthmus leben können, der Druck Leistung zu bringen....

Ich weiß auch nicht ob es für JEDEN Menschen eine Tätigkeit gibt, die täglich 8 - 10 Stunden problemlos ausgeführt werden kann.

Ich glaube allerdings nicht.

Wie du sagst, wahrscheinlich würde auch das tollste Hobby bald keinen Spaß mehr machen, wenn man es jede Woche 40 Stunden ausführen MUSS und noch dazu zu vorgegebenen Zeiten und unter ständiger Beurteilung und Zwang zur bestmöglichen Perfektion. Da gehen die Freude, Spaß und Kreativität schnell verloren....

E(hemalig<er N#utzer (#14x9187)


Das Leben ist zu kurz, um TÜV-gerechte Motorräder zu fahren.

Es ist auch zu kurz, um Vollzeit zu arbeiten.

j6ust_LlookZinxg?


Vorstellen könnte ich mir das auch sehr gut. Vielleicht jetzt noch nicht aber doch früher oder später. Wobei auch ich die Pensionsabschläge bedenken würde, wobei ob das wenn es zu der Situation kommt, ich denke ich würde es riskieren.

Ich habe auch vor früher oder später ein oder eventuell ein 2. Sabbatical zu machen.

Wobei ich sagen muss, ich liebe meinen Beruf, keine Frage, aber sollte ich Euromillionen gewinnen, da hätte ich kein Problem ihn an den Nagel zu hängen und mein Leben zu genießen.

E9hemaljiger NutXzer (#8149x187)


Hab mir gerade gedacht, dass man Vollzeit klein schreibt. Also:

Das Leben ist zu kurz, um vollzeit zu arbeiten.

CraramaIlxa


Ich finde so etwas sollte eher die Regel, anstatt die Ausnahme in der heutigen Gesellschaft sein. Denn so wie du es beschreibst, HannahW, geht es den meisten Menschen. Ich kenne zwei Frauen, die das auch nach ihrer Ausbildung so gelebt haben, zwar mit den Einbußen, aber halt so, das sie über die Runden kamen. Eine ist verheiratet, was dann eher möglich war und die andere Alleinstehend. Bei Beiden wurde auch erst einmal etwas gemosert, aber zum Schluss dann doch akzeptiert. Man tut ja schließlich keinem was zu Leide.

Ich bin ohnehin für ein völlig neues Geld- und Wirtschaftssystem. Wir ackern für ein System, dass sich immer wieder, wie ein mit Sporen vorangetriebener Gaul, zu Tode reitet, der dann wieder aus dem Sumpf erhoben wird, erneut vor den Karren gespannt wird, bis zur nächsten Kriese. Viele bleiben dabei auf der Strecke, man muss sich nur einmal in anderen Ländern umsehen und einen Blick über den Teich werfen, z.B. nach Indien und China mit denen wir Handel betreiben. Fragt sich nur zu welchen Bedingungen. Für reinen Luxus und Konsum zu arbeiten ist eine riesen Verschwendung, anstatt die eigenen Talente in sinnvolle soziale/gemeinwohle Projekte zu investieren. Aber solange nur das Materielle bei uns entlohnt wird und nicht auch die Arbeit, die jeder für die Gesellschaft geben kann, solange meine ich, haben wir ein Problem mit Vollzeitarbeit, die die manch einen kaum richtig ernährt und auf der anderen Seite dann zur Arbeitslosigkeit führt, deren Arbeitskraft brach liegt. Weil nichts zu tun ist? Es ist viel zu tun, aber es wird ja nicht entlohnt. Wohlstand und schöne Dinge sollte jeder haben können, aber übertriebene Luxusdinge, hinter denen nur Prestige und schöner Schein steckt und über die man sein Image aufpoliert, sind so überflüssig wie ein Sack Reis, der in China umfällt. Natürlich steckt da noch viel mehr dahinter, worüber man sicher ein dickes Buch mit schlauen Gedanken schreiben müsste, dass dann auch entsprechende Werte und Regeln definiert. Es gibt ein gutes Beispiel von einer Insel, wo alle Menschen plötzlich reich wurden, weil sie einen Wertstoff hatten, der überall gebraucht wurde. Ergebnis: Alle faul, fettleibig, nichts wurde mehr getan. Entsprechend sah es dann auch bald aus. Erst Luxus, dann totaler Verfall. Also gehört schon eine Menge Bewusstsein/Vernunft dazu, auch unter Wohlstand richtig handeln und leben zu können.

Das nur am Rande. Ich sehe unser Verständnis und unser Geld- und Wirtschaftssystem als Ursache für Vollzeitstellen an, wo manche Menschen lieber Teilzeit arbeiten würden und wo man vielleicht auch lieber seine eigenen Kinder großziehen würde, anstatt sie früh abgeben zu müssen. Müssen ist etwas anderes als wollen. Die Zeiten, dass Frauen nur Hausfrauen sein müssen, halte ich im Internetzeitalter für nicht mehr möglich, denn man kann sich dadurch vielseitig weiterbilden, in die Gesellschaft einbringen. Ich denke, diese Gefahr besteht alleine deshalb nicht mehr.

C[arakmaxla


Sorry, sollte natürlich HannahWe, heißen.

é8pinxe


Ich verstehe Dich sehr gut! Und bin ein bisschen neidisch. ;-)

Möglicherweise ändert sich an meiner Arbeitssituation in den nächsten Jahren wieder etwas, obwohl ich seit 5 Jahren im gleichen Betrieb bin. Sollte ich versetzt werden, werde ich auf jeden Fall 90% oder etwas weniger beantragen...

Mit Fahrtzeit verbringe ich ziemlich viel Zeit außer Haus, vor allem aber startet mein Tag meist um 4:30 Uhr – völlig entgegen meiner inneren Uhr. Somit ist jedes frühe ins Bett gehen ein Kampf, ich bin dennoch ständig todmüde, schaffe nachmittags kaum etwas... Und jeder freie Tag ist ein Geschenk.

Karriereoptionen gibt es in dem Job ohnehin nicht wirklich – und es wird mir zunehmend zu viel, auch wenn es finanziell dann natürlich knapp würde.

So richtig dazu durchringen kann ich mich nicht.... Aber toll wäre es! x:)

E]hemaluiger NutzVer (Z#14918x7)


Mit Fahrtzeit verbringe ich ziemlich viel Zeit außer Haus, vor allem aber startet mein Tag meist um 4:30 Uhr – völlig entgegen meiner inneren Uhr. Somit ist jedes frühe ins Bett gehen ein Kampf, ich bin dennoch ständig todmüde, schaffe nachmittags kaum etwas... Und jeder freie Tag ist ein Geschenk.

... und, das machst Du genau wie lange?

Bis Du krank wirst, und das geht zuweilen schneller als man gemeinhin denkt. Und dann kotzen alle. Btw: ich auch ;-)

M9il ky_ex77


Ich bin auch von Mo - Do täglich mind. 11 Stunden außer Haus und freitags 7 - 8 Stunden.

Ich bin oft so dermaßen traurig dass ich meine kostbare Lebenszeit kaum nutzen kann :°(

érpinxe


... und, das machst Du genau wie lange?

Och, bisher 8 Jahre? :=o

Du hast schon Recht und ich habe es – vor allem, wenn sich die positiven Punkte meines derzeitigen Arbeitsplatzes erledigen würden (tolles Arbeitsklima! Und etwas kalkulierbarere Arbeitszeiten – meistens eben sehr früh – als woanders) eindeutig auf dem Schirm.

Meine Fahrkosten sind ja auch heftig...

Vielleicht sollte ich wirklich nochmal durchrechnen, wie viel knapp 500 km weniger monatlich (bei 80% / 1 Tag weniger pro Woche) schon da ausmachen würden.

Im Moment herrscht auch bei mir noch ein gewisser Leistungsanspruch – schließlich BIN ich gesund und jung (28), habe nicht vor mir Kinder zuzulegen... Wer sollte das packen, wenn nicht ich? Eigentlich ganz schön blöde, dass man so denkt. ":/

Und zugegebenermaßen – ich trage ohnehin schon weniger zum gemeinsamen Haushalt bei. Das würde jetzt nicht besser werden, wenn die Summe x fehlte....

E(hemalUigeZr Nutzera (#149x187)


Eigentlich ganz schön blöde, dass man so denkt. ":/

:)^

mynexf


Och, bisher 8 Jahre? :=o

:-o Ich habe das so in der Form ein knappes Jahr gemacht und dann stand fest, das ists mir nicht Wert. Und damals war ich noch jünger als du jetzt ;-D |-o

E4hiem|ali(ger *NutzMer (#1x49187)


Und zugegebenermaßen – ich trage ohnehin schon weniger zum gemeinsamen Haushalt bei. Das würde jetzt nicht besser werden, wenn die Summe x fehlte....

Mein Haus, mein Pool, mein Heli.

SLi$neaxd


Ich arbeite als Lehrerin und die Schule ist nur 5 Minuten von zuhause aus entfernt. Eine volle Stelle beträgt hier 24 Stunden, da kommen natürlich noch viele Vor-und Nachbereitungsstunden hinzu ABER ich geniesse es so sehr nie (ausser bei Konferenzen oder Elternabenden) später als 16.00 zuhause zu sein und über so viel frei planbare Zeit zu verfügen; ich kann meine Zeit einteilen wie ich will und ich liebe das :)z Hätte ich also einen "normalen" Bürojob würde ich wohl auch reduzieren wenn es nur irgendwie möglich wäre, auch wenn das bedeuten würde dass ich dann eben weniger verdiene, mir ist die freie Zeit da echt wichtiger :-)

éxpixne


Mein Haus, mein Pool, mein Heli.

Darauf wollte ich nicht hinaus. Ich liege niemandem gerne auf der Tasche – das kann ich einfach nicht. Meine Situation jetzt ist besser als vor einigen Jahren, da war es wirklich knapp. Das war echt nicht schön....

Jetzt gibt es eine schöne, preislich faire gemeinsame Wohnung und ein Beziehungsleben, das nicht allzu sparsam ist. Das gebe ich zu und geht nicht unbedingt von mir aus. Ich bräuchte Vieles nicht so sehr, anderes (Kurztrips, auch spontane Fahrten zu weit entfernten Freunden) genieße ich schon sehr... Entsprechend möchte ich gern den (eh schon kleineren Teil) weiterhin beisteuern.

Unterm Strich: Klar wär ich nur Teilzeitler, wenn das Geld egal wäre! ;-D

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