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Jung, gut ausgebildet, kinderlos, engagiert - will Teilzeit

MailRky_eu77


hätte nicht gedacht dass es doch so viele Gleichgesinnte gibt ;-)

In anderen Foren bzw. so im allgemeinen hat man eher immer den Eindruck einer Leistungsgesellschaft und dass man ziemlich alleine dasteht mit seiner Einstellung dass Vollzeitarbeit Lebenszeit vernichtet.

WUeid6e*nfxee


Daher hier meine Fragen an euch: Würdet ihr Teilzeit arbeiten, auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, für mehr Freizeit und Lebensqualität?

Ich sage auch klar: ja!

Ich habe in meinem Job eine vertragliche 38-Stunden-Woche, habe aber vor gut einem Jahr (kinderlos und mit 23 Jahren) auf 36 Stunden reduziert um ein Ehrenamt ausüben zu können.

Das ist jetzt nicht viel, ein Nachmittag die Woche eben - aber es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte!

Das Ehrenamt im Kinderhort gibt mir einen tollen Ausgleich zum Bürojob und macht super viel Spaß! Dafür verzichte ich gerne auf ein bisschen Geld :-D

D~er klZeinRe P(rinz


épine,

ich kam drauf, weil es so ein Bemühen zeigt, mit ihm Gleichstand halten zu wollen: er zahlt jetzt schon mehr von den Haushaltskosten, wie soll das erst sein, wenn ich weniger verdiene ...?

Wie soll das sein, wenn Du gar nix mehr verdienst? Das seht Ihr alle nicht. Ihr seht nur die letzten 20%. Der Blick für das, was eventuell danach kommt, fehlt leider vielen.

In der Mechanik sagt man "nach fest kommt ab".

Ich will Dich nicht angreifen, nur Deinen Blick schärfen.

AHugustxus


Du willst keinen Angreifen, sondern anderen deine Meinung aufdrücken...

Wenn ich jetzt spontan dieses oder nächstes WE einfach mal nach .. hmm London, Paris, Rom, ... wollte, dann buch ich das. Das macht mir Spaß. Wenn ich dafür kein Geld habe, würde mich das traurig machen. Abzüglich der ganzen Fix- und Unterhaltungs-(und bitte nicht hier nicht den Euro umdrehen ...) sowie Vorsorgekosten fürs Alter sollen doch bitte noch mehrere hundert Euro / Monat übrig bleiben für sowas...

m}nef


Wenn ich jetzt spontan dieses oder nächstes WE einfach mal nach .. hmm London, Paris, Rom, ... wollte, dann buch ich das. Das macht mir Spaß. Wenn ich dafür kein Geld habe, würde mich das traurig machen. Abzüglich der ganzen Fix- und Unterhaltungs-(und bitte nicht hier nicht den Euro umdrehen ...) sowie Vorsorgekosten fürs Alter sollen doch bitte noch mehrere hundert Euro / Monat übrig bleiben für sowas...

Wenn einem das noch Freude machts, ist doch alles tutti. Nach einer Woche die quasi nur aus Arbeit besteht hätte ich persönlich keine Lust auch noch rumzujetten. Insofern hätte ich vom Geld genau gar nichts. Außer wenn man zu Hause ne Frau hat, dies ausgibt ]:D

W3eid:e}nfeQe


Naja, ich denke das kommt zum einen auf den Lebensstil an - zum anderen auf das Gehalt....

Gut, bei mir kann man jetzt vielleicht nicht wirklich von Teilzeit reden (ich habe ja nur einen Nachmittag die Woche reduziert) - aber ich habe trotzdem noch genug um monatlich genug beiseite zu legen, tolle Urlaube zu machen und meine Freizeit zu finanzieren. Und das plus an Lebenszeit und Ausgleich macht die (kleine Ahnung) 150 oder 200 Euro im Monat absolut wett 8-)

é,pinxe


Ich will Dich nicht angreifen, nur Deinen Blick schärfen.

Das hatte ich auch so aufgefasst – danke! @:)

Ich denke, ich stecke im gleichen Zwiespalt wie die Meisten... Vom Pflichtgefühl den Kollegen gegenüber (Teilstellen würden nicht ersetzt werden) will ich gar nicht reden.

Davon abgesehen ist gerade überaus fraglich, ob Teilzeit so genehmigt würde, wie ich das wollte – der Trend geht zu gleichem Arbeitspensum in kürzerer Tagesarbeitszeit, keine zusätzlichen freien Tage. Das wäre für mich absolut keine Verbesserung. Ich weiß also nicht, wie ein solcher Antrag enden würde.

Das sind die rein sachlichen Einwände (jenseits Einschränkungen für mich) – aber ich bin wohl auch ohne diese noch nicht weit genug, um es anzugehen. :-/

D>eMs)perxo


Mir geht es genauso wie dir. Ich habe eine 39 h Woche incl. Bereitschaftsdienste, die nicht zur Arbeitszeit dazu gerechnet werden, die ich aber auf Arbeit "absitze". Ich komme auf 181 h im Monat statt 156 h. Und dazu kommen noch 5-6 Rufdienste im Monat. Bin echt am Ende und auf die Frage, ob ich kürzen könnte, kommt die Antwort "zu wenig Personal"!!!

Ich wollte noch abwarten ob ich nun im April ein Studienplatz bekomme, aber wenn nicht überlege ich meine Chefin zu "erpressen" und sage dann zu ihr "0 oder 80% ???" ]:D

D#er kpleinje Prinfz


Wenn ich jetzt spontan dieses oder nächstes WE einfach mal nach .. hmm London, Paris, Rom, ... wollte, dann buch ich das.

Dazu brauchst Du eine Vollzeitstelle? ;-)

Ffialxle


Leute, ich will ja nicht aufdringlich sein, aber vielleicht mag jemand auf meine Frage (ganz unten auf S. 3) eingehen, wie es in Deutschland mit der Diskussion um die 'Generation Y' aussieht? Würde mich einfach interessieren, wie Ihr das erlebt.

C%hrsismtinax85


Ich glaube, es ist schwierig bis unmöglich allgemeingültig zu antworten, wie die Generation Y ihre Work-Life-Balance gerne hätte.

Ich habe selber BWL studiert, und da waren die meisten schon sehr "karrieregeil". Und Karriere gibt es eben nur, wenn man dazu bereit ist, sein Leben erstmal vorrangig der Arbeit zu widmen. Die Motivation liegt hier vor allem am Geld.

Mir selber ist schon während des Studiums immer deutlicher geworden, dass ich weder die Energie hab, tagelang durchzuarbeiten und dann noch ein erfüllendes Privatleben zu haben, noch dass mir das Geld, dass ich dadurch verdienen würde, besonders viel Ansporn gibt. Bei mir ging wie bei der TE auch immer nur eine Sache gleichzeitig: entweder Vollzeit Arbeit und sonst nicht viel, oder eben Teilzeit und Privatleben.

Es gab damals also nach dem Abschluss für mich nur die Entscheidung: mache den Job, für den du studiert hast, mit 80 Wochenstunden, weniger geht im Unternehmensbereich einfach nicht, oder mache was ganz anderes.

Deswegen bin ich jetzt Heilpraktikerin. Ein wichtiger Grund neben dem Interesse daran ist natürlich auch die flexible Einteilung. Ich kann selber bestimmen, wann und wieviel ich arbeiten will, solange genug Geld reinkommt, und das ist für mich die allerbeste Lösung.

Ich gehöre also definitiv zu der Generation, für die Freizeit oberste Prioriät hat, solange man über die Runden kommt. Teure Urlaube, teure Autos, etc interessieren mich nicht großartig. Auch ein Eigenheim hat für mich keinen besonderen Reiz bislang. Und viele meiner Freunde geht es ebenso. Ich habe fast niemanden in meinem Umfeld, der wirklich mindestens 9 to 5 arbeitet.

HRanFnahxWe


Leute, ich will ja nicht aufdringlich sein, aber vielleicht mag jemand auf meine Frage (ganz unten auf S. 3) eingehen, wie es in Deutschland mit der Diskussion um die 'Generation Y' aussieht? Würde mich einfach interessieren, wie Ihr das erlebt.

Ja, die "Zeit Campus" ist voll von Berichten über die Generation Y- aber im echten Leben sehe ich wenig davon. Ich bin positiv überrascht wie viele hier doch auch ohne "gesellschaftlich anerkannte" Gründe Teilzeit arbeiten - denn ich kenne außer mir niemanden in meinem Freundeskreis oder bei der Arbeit. Da arbeiten nur die "Muttis" in Teilzeit'- wobei ich niemandem unterstellen möchte, dass er seine Kinder gekriegt hat um nichtmehr jeden Tag 8-9 Stunden im Büro eingesperrt zu sein. ;-D

Vielleicht ist es aber auch einfach in der Branche in der ich arbeite - einer Männerdomäne, nicht üblich, Zeit für sich haben zu wollen. Ich arbeite nicht im sozialen Bereich oder mit Menschen - sondern in einem Bereich wo es klar ums Generieren von Profit geht. Dahin verirren sich wahrscheinlich wenig Menschen, die sich für Geld und Boni nicht um jeden Preis begeistern lassen. Ich hingeben habe den Beruf aus Sicherheitsgründen und auch aus echtem Interesse am Fach gewählt - aber das reicht bei mir anscheinend nicht, um mich 40 Stunden pro Woche begeistern zu können.

Generation Y - ich habe sie noch nicht gesehen, außer jedem Tag im Spiegel. ;-)

H)ann<ahWe


Ich habe in meinem Job eine vertragliche 38-Stunden-Woche, habe aber vor gut einem Jahr (kinderlos und mit 23 Jahren) auf 36 Stunden reduziert um ein Ehrenamt ausüben zu können.

Das ist jetzt nicht viel, ein Nachmittag die Woche eben - aber es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte!

Das Ehrenamt im Kinderhort gibt mir einen tollen Ausgleich zum Bürojob und macht super viel Spaß! Dafür verzichte ich gerne auf ein bisschen Geld :-D

Weidenfee, sowas finde ich auch toll, ich denke, ich sollte mich auch mal umgucken, was ehrenamtliches Engagement angeht - sowas gibt einem viel zurück und beschäftigt einen auf sinnvolle Art und Weise.

Wenn ich jetzt spontan dieses oder nächstes WE einfach mal nach .. hmm London, Paris, Rom, ... wollte, dann buch ich das. Das macht mir Spaß. Wenn ich dafür kein Geld habe, würde mich das traurig machen. Abzüglich der ganzen Fix- und Unterhaltungs-(und bitte nicht hier nicht den Euro umdrehen ...) sowie Vorsorgekosten fürs Alter sollen doch bitte noch mehrere hundert Euro / Monat übrig bleiben für sowas...

Kann ich verstehen - wenn ich die Energie dazu hätte, Vollzeit zu arbeiten, nebenbei unter der Woche den Haushalt zu schmeißen, Arzttermine wahrzunehmen, einkaufen zu gehen, meinen Hobbies nachzugehen und Freude zu treffen, und dann am Wochenende nach London zu jetten, glaube mir ich würde es tun (und habe es 2-3 Jahre lang getan!).

Aber nun ist es wie es ist - ich fliege immernoch übers Wochenende nach London, Paris, Rom, aber statt 3 mal im Jahr halt nurnoch 1 mal. Das ist es mir Wert - irgendwann hat man London dann auch mal sattgesehen. ;-)

SFt<ilgaxr


Wenn ich jetzt spontan dieses oder nächstes WE einfach mal nach .. hmm London, Paris, Rom, ... wollte, dann buch ich das. Das macht mir Spaß. Wenn ich dafür kein Geld habe, würde mich das traurig machen. Abzüglich der ganzen Fix- und Unterhaltungs-(und bitte nicht hier nicht den Euro umdrehen ...) sowie Vorsorgekosten fürs Alter sollen doch bitte noch mehrere hundert Euro / Monat übrig bleiben für sowas...

das ist eigentlich auch der grund, warum ich das auch weiterhin so durchziehe...ich pcke recht viel in die altersvorsorge, da ich im alter nicht flaschen sammeln gehen möchte...und 2x im jahr haue ich für 2-3 wochen ab und lasse es mir irgendwo gut gehen...darauf will ich aktuell auch nicht verzichten...wobei ich sagen muss, dass ich mich im job nicht stressen lasse, drum empfinde ich es momentan auch nicht als qual....es ist schon ganz angenhem in den laden zu gehen und das zu kaufen, was ich will ohne mir großartig gedanken darüber machen zu müssen....

a@r>aschniva_lZevaxna


Ich, w, 31J. arbeite auch Teilzeit -30h-

Diverse Gründe sind Fahrtweg und psych. Erkrankung. Leider verstehen das weder Chef, noch Kollegen; aber ich bleibe dabei und nehme weniger Geld (+ mehr Freizeit) gern dafür in Kauf.

In letzter Zeit "nervt" mein Chef, ob ich nicht auf 40h gehe. Demnächst steht ein Gespräch an. Irgendwie muss ich ihn davon abbringen ;-D

Mir geht es so VIEL besser (vorher 40h)

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