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Jung, gut ausgebildet, kinderlos, engagiert - will Teilzeit

KoletterppflaGnze80


Man merkt auch hier wieder, dass der Büromensch doch eher unglücklich mit seiner Arbeit ist. Da lob ich mir doch das Handwerk.

So würde ich das nicht automatisch sehen, es gibt auch genug menschen die gerne im büro arbeiten, die frage ist ja auch was sie da genau machen. Also wenns was langweiliges ist okay, aber ich mache genau das im büro was mir auch spaß macht bzw. was ich auch zuhause teilweise machen würde.

Ich würd auch Teilzeit arbeiten, wenn es dann noch zum Leben reicht. Und so 1500€ netto würden mir eigentlich reichen. ;-)

Hm da gibts aber doch einige jobs wo man teilzeit soviel verdient, aber gut kommt natürlich drauf an was du so machst ;-)

K*lYette!rpflapnzxe80


Und in der übrigen Zeit würde ich dann was anderes machen, z.B. eine Doktorarbeit schreiben

Nachtrag: Wie ich sagte der trick ist für etwas bezahlt zu werden, was man eh gerne macht bzw. machen würde, also wie wärs mit ner Promotionsstelle, wo du fürs schreibend er doktorarbeit bezahlt wird, klar die stellen sind begehrt, aber es gibt es.

l1i%ebeQslxeben


Hallo Hannah,

ich habe vor 2 Jahren auch einen Antrag auf 60% Teilzeit gestellt, weil ich meinen Job satt hatte.

Mein Arbeitgeber sah den Antrag und hat mir darauf hin eine andere Tätigkeit angeboten.

In der neuen Stelle finde ich 40 Stunden zwar immer noch etwas viel, es macht aber so viel Spaß, dass ich das Geld gerne mitnehme. Auch bin ich nicht so erschöpft nach der Arbeit sondern angenehm fit.

Ich kann deinen Entschluss also sehr gut verstehen und wünsche dir alles Gute auf deinem Lebensweg!

SP.X wall2isii


Hab auch immer nur Teilzeit gearbeitet, nur die Ausbildung über natürlich nicht – aber da wusst ich dann jedenfalls dass ich's lieber so kurz wie möglich .. äh, gehabt hab (derzeit mag ich nicht mal das).

Was mit etwas Glück dabei hilft den Wunsch nach weniger Arbeit jemand zu "erklären" (i.d.R. kann man sich ernsthafte Erklärungsversuche schenken) ist "Das Geld reicht mir und ich hab dafür mehr Freizeit." Schlägt das Glück zu will der Gegenüber jetzt auch nicht unbedingt als Halsnichtvollkrieger dastehen und nimmt's zumindest hin, wirklich verstanden wurde es bei mir natürlich auch nur hier und da – und ja, manchmal nervte das auch ziemlich. Chefs haben's das nie verstanden, aber zum Glück hingenommen, Kollegen mal so mal so, nichtverstehen lief dann aber meist unterschwellig ab, nur einer hat's mal ein, zwei Wochen lang tatsächlich für seine Pflicht gehalten mich zu bekehren %-| das war ätzend, heute hätt ich da nicht mehr so lange Geduld. Andermal hat mich ein Geschäftskunde deswegen ausgequetscht und meinte dann sowas wie "Dann mach ich das wohl falsch" in nem Ton der das eher zu "Du bist ja gestört" dechiffrierte.

Ist ne Weile her aber von dem häufigen Nichtverständnis, ob nun versteckt oder offen, bin ich echt immer noch angepisst. ;-D

xkxBlraKirxx


Ich könnte es mir niemals vorstellen, nur Teilzeit zu arbeiten. Dafür habe ich nicht studiert und dafür liebe ich Geld viel zu sehr. Dreimal im Jahr ein großer Urlaub, große Wohnung, ein Auto und regelmäßig shoppen. Darauf könnte ich nicht verzichten. Außerdem lege ich jeden Monat eine größere Summe weg, damit es mir auch im Alter gut geht.

Nbo~rOdix84


Ist halt immer die Frage, wie lange man auf 110% laufen kann. Vier oder fünf Jahre sicher, aber 30 oder 40 Jahre ? Nur um dann festzustellen was man alles verpasst hat. Da tröstet dann auch das Auto oder die neue Handtasche nicht drüber weg. Und mitnehmen kann man am Ende eh nix.

Aber genau das meine ich damit, das Geld muss reichen. Wenn ich heute genug verdiene um Urlaub, Hobbies, Altersvorsoge und alltägliches Leben zu finanzieren, wieso sollte ich dann noch mehr verdienen müssen ? Wenn der Chef mich vor die Wahl stellt 20% mehr Brutto oder 20% weniger Arbeitszeit dann würde ich ohne zu überlegen die geringere Arbeitszeit nehmem.

M%ilLky_e7x7


Von der Generation Y hatte ich bisher noch nichts gehört. Ist hier in Österreich zumindest kein Diskussionsthema.

Ich persönlich wäre dafür, dass alle Jobs auf 30 Stunden reduziert werden und dafür mehr Personal eingestellt wird.

Denn viele sind arbeitslos und die anderen müssen oft ZU viel arbeiten.

Ein Ausgleich wäre meiner Meinung nach eine gute Lösung.

M.eister_0Gl/anxz


Am Ende stellt sich die Frage, wie man sowas finanzieren möchte. Natürlich wär ich auch für weniger Arbeit für mehr Leute. Aber solange die Preise gleich bleiben, bringt das nix.

Dass die Unternehmer halt mit etwas weniger Gewinn arbeiten müssten, kann man grad mal ausschliessen.

HianFnahWxe


Ist halt immer die Frage, wie lange man auf 110% laufen kann. Vier oder fünf Jahre sicher, aber 30 oder 40 Jahre ? Nur um dann festzustellen was man alles verpasst hat. Da tröstet dann auch das Auto oder die neue Handtasche nicht drüber weg. Und mitnehmen kann man am Ende eh nix.

Nordi, das Ding ist sicherlich, das die Menschen halt auch unterschiedlich belastbar sind. Der eine findet einen 40-Stunden Job entspannt und bezieht aus der Arbeit so viel Annerkennung, Geld, Status und was auch immer, das es ihn erfüllt und er noch Energie hat für anderes. Und ein anderer quält sich durch eine 20-Stunden-Woche. Leider sind die Menschen da wohl so unterschiedlich wie es verschiedene Schuhgrößen gibt. Trotzdem werden alle (gesunden, kinderlosen) Erwachsenen von der Gesellschaft in eine 38-40 Stunden Woche gepresst, als ob es keine Unterschiede in der Belastbarkeit gäbe.

Und genau da geht es ja dann los mit der Diskussion, was noch "normal" ist:

Ist jemand "psychisch krank", der in seinem bisherigen Leben (Schule, Studium) keine psychischen Probleme hatte, aber einen 40-Stunden-Job mit Stress und Überstunden nicht über Jahre durchhält? Müsste der Staat diesem "kranken" Menschen mit Sozialleistungen den selben Lebensstandard ermöglichen, den jemand hat, der psychisch locker eine 40-Stunden Woche wegsteckt? Oder sagt man da: Naja, der ist halt nicht so belastbar, muss halt weniger arbeiten. Finde ich schwer zu entscheiden.

Sicher ist: Wenn man plötzlich alle Erwachsenen zwischen 18 und 67 Jahren zwingen würde einer Vollzeitbeschäftigung unter Leistungsdruck nachzugehen, hätten wir wahrscheinlich plötzlich noch viel viel mehr psychisch Kranke als im Moment.

H_annaahWe


Dass die Unternehmer halt mit etwas weniger Gewinn arbeiten müssten, kann man grad mal ausschliessen.

Ja, noch. Die Krankenkassen machen bereits Druck auf die Politik, dass sie die Unternehmen verpflichten sollen, ihren Arbeitnehmern mehr Flexibilität einzuräumen, weil die Krankenkassen unglaublich viel Geld wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen zahlen müssen. Depressionen die viele Menschen nicht hätten, wenn sie unter besseren Arbeitsbedingungen arbeiten würden.

Ich frage mich halt, was die Unternehmen machen werden, wenn der Fachkräftemangel richtig durchschlägt in ein paar Jahren und ihnen die Leute weiterhin so wegbrechen wie im Moment. Einige Jobs kann man sicher durch EU-Ausländer stopfen, die dann das Geld in die Sozialkassen einzahlen, um die Leute mitzufinanzieren, die dem Druck dieser Leistungsgesellschaft nichtmehr standgehalten haben. Ironischerweise.

Aber meinen Job zum Beispiel wird niemals ein Ausländer machen können (nicht nur wg. de Qualifikation sondern wegen der Inhalte, für die man akzentfreies und perfektes Deutsch sprechen und schreiben muss), das heißt im Endeffekt wird die Wirtschaft darauf angewiesen sein, den Leuten, die sie halten wollen/müssen, ein Arbeitsumfeld zu bieten (Teilzeit, weniger Stress durch Vertretungsregelungen im Krankheitsfall, usw...), dass sie nicht krank macht und unter dem sie langfristig zufrieden arbeiten können.

L}ilaELinxa


Ich könnte es mir niemals vorstellen, nur Teilzeit zu arbeiten. Dafür habe ich nicht studiert und dafür liebe ich Geld viel zu sehr.

Ob Teilzeit oder nicht hat ja nichts mit der Ausbildung zu tun. Wir haben hier im Großkonzern auch etliche promovierte Akademiker, die nicht Vollzeit arbeiten. Weil sie nicht wollen, weil die nebenher einen Dozentenjob haben, sich um die Familie kümmern....die Gründe sind vielfältig und werden immer mehr akzeptiert.

Aber klar, wenn man hohe Ansprüche hat und nicht den ultrahohen Stundenlohn, dann kann man nicht einfach reduzieren, ohne Einschnitte beim Shoppen, Reisen usw. hinzunehmen.

R{affa8E8


Ist halt immer die Frage, wie lange man auf 110% laufen kann. Vier oder fünf Jahre sicher, aber 30 oder 40 Jahre ? Nur um dann festzustellen was man alles verpasst hat. Da tröstet dann auch das Auto oder die neue Handtasche nicht drüber weg. Und mitnehmen kann man am Ende eh nix.

So ist es, ich habe einen lieben Kollegen, 63 Jahre alt und die letzten 10 Jahren wo er für unseren Arbeitgeber gearbeitet hat, hat er 110 – 120 Prozent gearbeitet. Er selbst hat ein Haus, Grundstück ist zwar alleinstehend, ich habe aber nie begriffen wieso er gerade jetzt vor der Rente noch so buckeln will. Wenn ich nach 8 Stunden nach Hause gehe oder ihm sage das es diese Woche bei mir schlecht mit Überstunden ist werde ich schief angeschaut ... . Ich sage immer jedem das seine, jeder soll das tun was er für richtig hält.

In meiner Situation ist es gut mal 1500 € (bei 120 Prozent) zu verdienen als normal 1300 €, die 200 € machen sich da schon bemerkbar. Aber nur zu welchem Preis ? Momentan bin ich krank, und werde vorraussichtlich sehr lange noch daheim sein, hätte ich mich vorher lieber geschont wäre ich jetzt wohl schneller wieder fitter.

Ich persönlich wäre dafür, dass alle Jobs auf 30 Stunden reduziert werden und dafür mehr Personal eingestellt wird.

Denn viele sind arbeitslos und die anderen müssen oft ZU viel arbeiten.

Dito. Das würde in der Schweiz oder sogar in Österreich problemlos funktionieren. Doch hier in Deutschland halte ich das für unrealistisch, hier gibt es noch zuviele Arbeitnehmer die mit 40 Stunden zu tun haben, das sie über die Runden kommen. Die Löhne, vorallem in den neuen Bundesländern, sind dafür einfach zu niedrig.

T>ex}as97x9


Das würde in der Schweiz oder sogar in Österreich problemlos funktionieren.

also bei mir nicht und ich lebe in der Schweiz. Ich arbeite 42.5 Std/Woche (100%) und habe eigentlich einen normal bezahlten Job. Aber ich kann es mir leider nicht leisten auf 80% zu reduzieren. Da würde ich nicht mehr durchkommen mit Miete, Auto, Lebensmittel usw. Und ich leiste mir keine Ferien und shoppe auch nicht.

Aber ich bin auch eher eine Person, die lieber die Arbeit reduzieren würde und dafür mehr Freizeit haben und auch Lohneinbussen in kauf nehmen. Aber eben... im Moment würde ich einfach nicht durchkommen mit weniger als 100%

M|eistGer_MGlafnz


Warum sollte das grad in der Schweiz funktionieren?

R~afaK8x8


Okay, da habe ich mich vielleicht doch etwas getäuscht. Ich bin von meinen 2 Bekannte ausgegangen, die in der CH leben und seit sie vor 2 Jahren Eltern geworden sind, arbeiten beide nur noch Teilzeit auf 30 Stunden. Er jobt als LKW-Mechaniker, sie als Angestellte im Supermarkt und beide kommen mit ihrem Geld super hin, obwohl sie für mein empfinden einen relativ hohen Lebensanspruch haben.

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