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Aushilfe ohne Krankenversicherung

V6icCtorYysVi-llagxe hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe User,

und zwar hat eine sehr gute Freundin von mir ein Problem.

Sie ist 24 Jahre alt, wurde nach der Probezeit in der Ausbildung nicht übernommen und hat auch noch nie durchgehend 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet.

Somit hat sie kein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 + 2

Bei der Familie mitversichert ist sie auch nicht da dies nur bis zum 23. Lebensjahr möglich ist.

Nun hat sie eine Arbeit gefunden.

Abgemacht mit dem Arbeitgeber war dass sie als Teilzeitkraft arbeitet und nach 1 Woche arbeiten (ohne schriftlichen Vertrag) meinte der Arbeitgeber zu ihr dass doch nur noch die Stelle als Aushilfe (auf 450 Euro-Basis) zu besetzen ist.

Wie sieht es da aus mit der Krankenversicherung?

Würde mich auf Antwort freuen.

Danke im voraus!

Antworten
Vnictotr~ysVinllaxge


Keiner 'ne Idee?

Cwor&nelVia5x9


Das sieht schlecht aus. Als Minijobber ist man erstmal nicht krankenversichert. Sie sollte sich mal mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen und schauen, daß sie da eine freiwillige Versicherung mit Minimalbeitrag in die Wege leitet. Anders geht's in dem Fall leider nicht.

Was sie noch nutzen könnte: mal beim Arbeitsamt anfragen, ob sie aufstocken kann auf den Hartz 4-Satz. Ich würde ihr aber raten, auf jeden Fall nebenher weiter nach einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstelle zu suchen. Oder: das einfachste, was sie machen könnte, wäre den Arbeitgeber zu überzeugen, daß er ihr brutto 460,00 Euro monatlich zahlt. Dann ist sie in der Sozialversicherung drin. Das kostet den Arbeitgeber effektiv sogar weniger an Arbeitgeberanteil als ein Minijob, und sie muß aufgrund der Gleitzonenregelung nicht die volle Sozialversicherung zahlen. Das würde dann netto wohl auf ca. 390,00 Euro rauslaufen, nagel mich nicht drauf fest, die Berechnung ist zu kompliziert, um die ohne meine Profisoftware im Büro eben mal zu machen.

d(k e!s{t


Hey,

unabhängig von der Versicherung im neuen Job:

Momentan ist deine Freundin versichert! Es wurde 2013 eine Lücke geschlossen, um nicht ohne Versicherung dazustehen. Das bedeutet wenn sie mit 23 aus der Familienversicherung ausscheidet ist sie automatisch als freiwilliger Mitglied bei der bisherigen Krankenkasse weiterversichert.

Warum die Krankenkassen hierzu anscheinend keine Rechnungen verschicken versteh ich auch nicht so ganz.

Siehe zB [[http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/neue-regelungen-beim-verlassen-der-gesetzlichen-krankenkasse-gkv-ab-01-08-2013/ hier]].

"(4) Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung mit dem Tag nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder mit dem Tag nach dem Ende der Familienversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, das Mitglied erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten seinen Austritt. Der Austritt wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

dpkesqt


Wenn also der 450-Euro-Job sozialversicherungsfrei ist (was ich euch einfach mal glaube ;-D ), dann ist sie also weiterhin frewilliges Mitglied in der KRankenkasse in der sie auch familienversichert war!

Cmor[nel$iax59


Richtig sozialversicherungsfrei ist so ein Minijob nicht, der Arbeitgeber muß blechen, pauschale Versicherungsbeiträge und auch pauschale Lohnsteuer. Aber das führt eben nicht zu einer Versicherung für den Minijobber!

Eigentlich könnten die Krankenkassen mal anfangen, in diesen Fällen Fragebögen nach dem Einkommen zu verschicken, wo der Versicherte dann sein aktuelles Monatseinkommen eintragen kann. Auf der Basis wird dann der Beitrag berechnet, den man dann allerdings selber bezahlen muß, das tut dann eben nicht der Arbeitgeber für einen. Sie könnte mal auf der Website ihrer Krankenkasse nach den Beiträgen in ihrem Fall suchen, aber die Tabellen sind nicht ganz einfach zu lesen. Am besten sollte sie Anfang der Woche mal ihre Krankenkasse anrufen.

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