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Werde wohl von Kollegin ausgenutzt

Fbran=ziskax_B hat die Diskussion gestartet


Hallo!

So langsam platzt mir hier echt der Kragen! Ich fühle mich einfach nur noch total ausgenutzt und verar***!

Ich habe hier schon einmal einen Faden zu dieser Kollegin eröffnet, aber nun hat sich noch zusätzlich ein anderes Problem ergeben. Das heißt, eigentlich besteht dieses Problem auch schon seit ca. 1 Jahr, aber bisher war es mir nicht so wichtig - JETZT stört es mich aber nun doch ungemein!

Die Kollegin und ich üben die gleiche Tätigkeit aus und müssen deshalb (leider) ständig und praktisch ununterbrochen zusammenarbeiten. Der Unterschied ist nur, dass ich noch zusätzlich die Funktion der "Arbeitsschutzbeauftragten" in unserer Firma ausübe und dies wöchentlich ca.6-7 Stunden in Anspruch nimmt und somit also nicht gerade so mal ne "Pseudo-Aufgabe" ist. Die Kollegin ist für diese Tätigkeit NICHT zuständig und trotzdem gibt sie sich gegenüber anderen Kollegen in der Firma so als ob sie zuständig wäre! Sie berät die Leute teilweise, gibt Übersichten zu diesem Thema weiter usw.

Ich habe das nur so am Rande ein paar Mal persönlich mitgekriegt wo sie sich als "Zuständige" dargestellt hat bzw. einfach Beraten hat und den Hören nicht an mich weitergeben hat bzw. auf mich verwiesen hat. Aber es kam nun schon diese Woche 2mal vor, dass Kollegen reinkamen und z.B. was zum Thema Arbeitssicherheit der Kollegin gegeben haben und NICHT mir obwohl ich anwesend war! Dass es sich um Unterlagen zu dem Thema handelte habe ich erst mitgekriegt als der betreffende Kollege wieder weg war... Normal habe ich sowas einfach ignoriert bzw. habe darüber hinweggesehen, aber beim letzten Mal habe ich Kollegen der was vorbeibrachte angerufen und habe freundlich aber bestimmt erläutert, dass für Arbeitsschutz nur ICH zuständig bin und NICHT die Kollegin! Eigentlich doch lächerlich, dass man sowas extra sagen muss, oder?!? Manchmal fühle ich mich hier wie im Kindergarten... Normalerweise verweist man doch automatisch an den zuständigen Kollegen bzw. die zuständige Kollegin und tut nicht so als ob man selber zuständig ist und gibt dann fachliche Ratschläge (die teilweise auch noch falsch sind von denen ich aber auch noch erst im Nachhinein erfahren habe).

Warum ich nun dazu übergehe die Leute explizit - auch nachträglich - darauf hinzuwesien dass NUR ich für diese Aufgabe zuständig bin? Ich sehe gar nicht ein warum die Kollegin sich mit der Zuständigkeit "schmückt" und es ihr gefällt wenn die Leute "hilfesuchend" zu ihr anstatt zu mir kommen und ich Idiot aber die ganze Arbeit die mit der Aufgabe verbunden ist mache! Der Chef wollte dass NUR ich diese Tätigkeit ausübe und nicht die Kollegin.

Das ist das eine. Das andere ist, dass sie sich bei gemeinsamen Arbeiten/Projekten in den Berichten an die Leitung generell als Erstes aufführt und somit im endeffekt als "Projektleiterin" und Berichtschreiberin darstellt. Und das obwohl ich den kompletten Bericht geschrieben habe und den Haupttei lder Arbeit gemacht habe! Mir stinkt es gewaltig dass die Kollegin sich auf meine Kosten so profilieren will.

Mittlerweile weiß ich auch warum das alles so weit gekommen ist. Ich lasse mich ausnutzen! Ich mache die Hauptarbeit und häng mich voll rein aber im Endeffekt wird es dann so dargestellt als ob die Kollegin und ich alles zu gleichen Teilen gemacht hätten bzw. manchmal sieht es dann für Dritte auch so aus als ob sie das Wesentliche gemacht hat!

Ich bin von meinen Eltern zu Bescheidenheit erzogen worden (bloß nicht rausstechen aus der Masse, anderen immer den Vortritt lassen, besser nachgeben als Ärger zu verursachen usw.) und irgendwie beginne ich nun zu glauben dass sowas eher negativ ist als positiv. Zumindest in meinem Fall.

Mein Problem ist halt irgendwie dass ich mit Konflikten nicht gut umgehen kann. Ich spreche zwar schon Dinge an die mich stören aber bleibe dann immer noch nett und freundlich. Ich kann irgendwie nicht so "auf den Tisch hauen".

Deshalb:

1. Habt ihr eine Lösung für mich wie ich mit der Kollegin besser umgehen kann? Gerade was die Zuständigkeiten und das mit den Berichten angeht?

2. Wie kann ich konfliktfähiger werden? Habt ihr Verhaltenstipps für mich wie ich solchen Konfliktgesprächen am besten verhalten soll? Wie kann ich Konfliktthemen am besten ansprechen? Ich habe schon mal eine Fortbildung zu diesem Thema gemacht aber das hilft mir in dem Fall so gar nicht...

Antworten
CShrist&ina2x5


Ich würde ihr ganz in einem freundlichen aber bestimmenden Ton sagen, das DU die Beauftragte bist und sie nicht so tun soll als ob sie das wäre und du das auch jetzt nur einmal ihr sagen würdest.

Dann würde ich noch hinterher drücken das es jetzt auch aufhört das du die Hauptarbeit machst und Sie sich

damit schmücken kann. Ab jetzt ist Schluss damit.

Ich würde ihr sagen das du dir das jetzt ne ganze Weile wohlwollend mit angesehen hast, aber das so in der Zukunft nicht mehr funktioniert.

Nimm keine Rücksicht mehr auf sie, sie nimmt auch keine auf dich! Du musst dich jetzt nicht wie die Axt im Walde verhalten. aber ich würde es ihr so sagen das sie es auf jeden Fall versteht. Die Zeit wo sie dir indirekt auf der Nase rumtanzt ist vorbei.

So würde ich es machen

CLornexlia5x9


Auch sowas kann man gut rüberbringen, wenn man dabei höflich und sachlich bleibt. Auf keinen Fall ins Unsachliche oder sogar Beleidigende abrutschen, dann müßte das gehen.

Nett und freundlich muß nicht unbedingt sein, aber höflich solltest du bleiben. Schreib dir einfach mal ein paar Formulierungen auf, wie du das rüberbringen willst, dann funktioniert es besser.

o]guxs


Vielleicht auf dem Schreibtisch oder an der Bürotüre ein Hinweisschild aufstellen / anbringen Frau XXX "Arbeitsschutzbeauftragte u. ggf. ein internes Mail machen in Absprache mit deinen Vorgesetzten in dem Du

klarstellst u. darum bittest absofort alle Anfragen bzw. Probleme an Dich zurichten.

Bei Projekten wo Du die Hauptarbeit machst würde ich Dein Namen an oberste Stelle setzen u. falls Deine Kollegin das ändert Sie höfflich aber bestimmt bitten es zu ändern falls sie es nicht macht, ggf. ein Gespräch mit dem Chef führen..... denn mit fremden Lorbeern schmüchen ist nicht ok

FJranziLska_xB


@ ogus:

Ich habe sie bereits mal gefragt warum sie sich immer an erste Stelle setzt. Sie meint dann, dass wir das Projekt doch "zusammen" gemacht haben, wir gleichberechtigt sind und da ihr Nachname weiter vorne ist im Alphabeth würde sie halt an erster Stelle genannt. Das ist ihre "offizielle" Begründung... Allerdings bin ich mir sicher, dass dies nicht der einzige bzw. der wahre Grund für die "heimlichen" Änderungen ist (sie sagt mir nie dass sie es geändert hat - sie macht es einfach).

Heute morgen hat das alles aber nun eine neue Stufe erreicht: ich habe gestern einen Entwurf vorbereitet und sie hat ihn - nachdem ich gestern nach Hause gegangen bin - einfach abgeändert und u.a. ihre Firmenkennung eingefügt! Sie ändert in meiner Abwesenheit und ohne einen Ton zu sagen einfach so MEINE Entwürfe ab! Wo gibt es denn sowas? Also ganz ehrlich, das kanns doch nicht sein, oder ??? Die werde ich mir nun später mal zur Brust nehmen - das ist ja wohl auch lange überfällig! >:(

omgus


Vielleicht solltest Du mit deinem Vorgesetzten sprechen oder ein Vertreter vom Betriebsrat, denn wenn sie so hinterhältig ist dann ist ein 4 Augengespräch evtl. nicht das richtige....

F#ranzviska._xB


@ ogus:

Ich weiß nicht genau was nun besser ist - persönlich ansprechen oder direkt zum Chef. Beim Chef wird da natürlich gleich eine riesen Sache draus. Das wäre für mich wirklich die allerletzte Möglichkeit.

Ich werde es nachher jedenfalls mal persönlich bei der Kollegin ansprechen und klarstellen dass so ein "heimliches" Abändern MEINER Entwürfe (egal ob diese gemeinsame Projekte betreffen oder meine alleinigen) einfach ein No-Go ist! Sowas geht einfach nicht. Und ich werde auch sagen dass wenn jemand z.B. mit Fragen zum Arbeitsschutz kommt sie diesen jemand bitte zu mir schicken soll weil ICH dafür zuständig bin und sie nicht selber irgendwelche Beratungen geben soll nur weil sie neidisch darauf ist dass ich diese Tätigkeit ausüben "darf" und sie nicht. Sie wollte mal ebenfalls Ansprechperson für Arbeitsschutz werden und da meinte der Chef dass die alleinige Zuständigkeit bei mir bleiben soll. Dass sie die Tätigkeit nicht ausüben darf/soll ist demnach nicht meine Schuld - mittlerweile finde ich es gut dass der Chef nein gesagt hat, denn wenn ich in dem Bereich auch noch mit ihr "zusammenarbeiten" müsste dann wäre das der absolute Horror...

CGornseliav5x9


Ich denke, wenn ihr Verhalten so eskaliert, ist mal ein SEHR ernstes Gespräch mit ihr notwendig. Ich würde ihr das noch einmal persönlich klarmachen, und zwar bereits mit der Ankündigung, daß du das nächste Mal dich direkt an den Chef wenden wirst.

Grundsätzlich scheint das tatsächlich ein Neid-Problem zu sein. Es ist höchste Zeit, da mal Klartext mit ihr zu reden, damit dein Ansehen im Betrieb nicht Schaden nimmt! Das grenzt schon an Mobbing!

Außerdem: speichere deine Entwürfe künftig an einer anderen Stelle, eventuell mit Paßwortschutz. Die "Hauptspeicherung" kannst du ja beibehalten und weiterhin auch immer auf dem aktuellsten Stand halten, aber das tatsächliche Arbeitsexemplar ist dann vor ihr sicher!

S5ch$litzPaugex67


Wovor hast Du denn Angst? Warum erst zum Chef? Das ist Kleinmädchenart.

Was hindert Dich wirklich, direkt zu werden?

F"ranz^iska_xB


@ Schlitzauge67:

Was mich hindert? Meine Erziehung denke ich. Meine Eltern haben mich so erzogen, dasss man ja keinen Ärger machen soll und wenn halt irgendwer unbedingt seinen Willen haben möchte, dann sollte man halt lieber nachgeben (so nachdem Motto "der Klügere gibt nach"). Auch direkte, persönliche Kritik an anderen - also außerhalb der Familie - übt man nicht, das ist zumindest die Meinung meiner Eltern. Immer schön unauffällig und diplomatisch sein - im Zweifelsfall den Mund halten und drüberstehen damit es keinen Ärger gibt. Ja keinen Ärger...

F\ra3nziyskax_B


@ Cornelia59:

Ich denke auch dass es grundsätzlich ein Neidproblem ist. Warum auch immer. Vielleicht hat sie "Angst" dass ich bei einer möglichen Beförderung ihr vorgezogen werde? Ich kann mir sehr gut vorstellen dass sie diese Angst/Befürchtung hat - dass sie denkt aufgrund ihres Alters (sie ist ein paar Jahre älter aber nur 1,5 Jahre länger im Berufsleben) mehr Anspruch auf eine Beförderung zu haben kam das ein oder andere mal schon durch. Wie der Chef das genau sieht und ihre Befürchtungen gerechtfertigt sind weiß ich nicht. Ich habe wirklich gar keine Ahnung was der Chef über uns oder über mich und meine Arbeit denkt und wie meine Chancen bei einer Beförderungsmöglichkeit stehen. Ich habe wirklich keine Ahnung... Unser Chef hat da nie irgendwas rausgelassen wo man dann sagen könnte "die Person mag er, die Person mag er nicht, von der Person hält er viel, von der Person nicht so viel" usw.

Wenn es wirklich ein reines Neidproblem ist, dann kann das ja noch heiter werden wenn es dann wirklich mal eine Beförderungsmöglichkeit in der Firma geben sollte. OMG.

S#chlitz!ausgxe67


Was mich hindert? Meine Erziehung denke ich. Meine Eltern haben mich so erzogen, dasss man ja keinen Ärger machen soll und wenn halt irgendwer unbedingt seinen Willen haben möchte, dann sollte man halt lieber nachgeben (so nachdem Motto "der Klügere gibt nach"). Auch direkte, persönliche Kritik an anderen – also außerhalb der Familie – übt man nicht, das ist zumindest die Meinung meiner Eltern. Immer schön unauffällig und diplomatisch sein – im Zweifelsfall den Mund halten und drüberstehen damit es keinen Ärger gibt. Ja keinen Ärger...

Und das ist Deine lebenslang bleibende Einstellung? Nicht einmal daran gedacht, dass dies falsch sein könnte?

Und jetzt stehst Du eben genau da, wo Du bist.... Man darf heute auch eine eigene Meinung haben. Und ja, man darf dazu stehen und klar machen, wo seine Grenze ist.

Haben die Eltern denn mit ihrer Einstellung großartiges vollbracht, weshalb einem nun als Vorbild dienen könnte? Oder ist das auch alles so lau und macht Magenschmerzen, Sodbrennen oder in sich Reinfressen?

F+ranZzisxka_B


So, gerade habe ich ein ziemlich heftiges Gespräch mit ihr gehabt. Ich habe ihr mal so richtig die Meinung gesagt und dass so ein Verhalten einfach nicht geht. Und wisst ihr was? Sie hat nicht mal zugegeben dass sie meinen Vorgang abgeändert hat. Stattdessen hat sie es so drehen wollen als ob ich das Problem bin, ich nur ein Problem habe und einen Kindergarten veranstalte, ich diejenige bin die unkollegial arbeitet, ich diejenige bin die neidisch ist (warum auch immer - worauf wollte sie aber nicht sagen), ich diejenige bin die gemeinsame Projekte blockiert usw.

Das habe ich aber nicht mit mir machen lassen. Ich habe dann gesagt dass wenn sowas nochmal vorkommt wir gerne mit dem Chef darüber sprechen können. Ich hasse solche Konfliktgespräche und wirke dann schnell nervös und gehetzt, aber ich denke es war gut dass ich trotzdem nicht einfach aufgehört habe sondern klar gesagt habe dass sowas ein No-Go ist.

H)ermelxin


:)^

C:ornhelia59


Genau richtig! :)=

Weißt du, "Der Klügere gibt nach" kann in vielen Fällen ganz OK sein. Aber in einem Fall wie diesem führt das nur dazu, daß du anschließend nicht die Klügere, sondern die Dumme bist! ;-)

Und das Gegenstück zu dem Spruch ist "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!" Im allgemeinen braucht es einfach eine Balance zwischen diesen beiden Polen. Denn sonst wird man genauso ausgenutzt, wie es dir gerade passiert!

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