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"Mein Kind ist krank" – Beruf und Gewissen

L+uczindxe hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

ich sitze gerade zu Hause mit einem kranken Kind (Schwelle zur Bronchitis) , am Sonntag fing es an, Montag und Dienstag konnte ich noch irgendwie dafür sorgen,dass mein Kind betreut ist. Da es dem Kleinen Dienstag nicht besser ging, entschloss ich mich, mit ihm zum Arzt zu gehen. Gehört wohl zum normalen Weg. Aber der Horror ist für mich jedes Mal, auf Arbeit anzurufen und uns krank zu melden.

Wir sind 10 Kollegen, von denen fünf Kinder im Haus haben , die Älteren haben ihre gross, Filialleiterin ist kinderlos, ebenso die stellvertretende Filalleiterin. Wir sind alles Frauen. Kleinkinder haben nur eine weitere Kollegin und ich, somit sind wir auch diejenigen, die dann 'öfter' mal ausfallen. Und das natürlich immer zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Es ist jedes Mal eine Tortur, anzurufen.

Fragen wie: "Was hat er denn? Ist es denn wirklich so schlimm? Können Deine Eltern nicht? Kann denn sonst niemand? Was ist mit Deinem Mann? Der kann ja wohl auch mal zu Hause bleiben?! Du weisst aber, dass nur so und so viele da sind und Kollegin XY frei hat ne?! Aber morgen reicht doch wohl? Wie, 3 Tage?!" sind dann normales Vorgehen.

Die anderen Kollegen (ich weiss das ja, wenn andere Kollegen mit Kind krank sind) erleben es dann nach Ende des Telefonats so: "Das Drecksbalg von XY ist schon wieder krank, die ist doch tatsächlich bis Freitag nicht da. Na schönes langes Wochenende dann." etc. pp. ich könnte das ewig weiter führen, es ist wirklich nie schön.

Gestern war mir kotzübel, dass ich anrufen musste, das Telefonat verlief aber dann relativ harmlos....

Ich war vormittags ehrenamtlich unterwegs und hatte den ganzen Tag dieses Gefühl 'oh man, hoffentlich kann ich ihn morgen wegbringen, irgendwie muss das doch gehen, er wird das schon machen, eigentlich sieht er doch ganz gut aus, Fieber ist auch nicht mehr sooooo hoch, lulululu usw" Dazwischen dann etliche Anrufe nach Hause, wie es ihm geht, etc.

Irgendwie weiss ich gar nicht, worauf ich hinaus will..... ach, es nervt einfach. Nachdem ich gestern arbeitsmässig alles geklärt hatte, fiel alles von mir ab und ich ärgerte mich so, über mich selbst, über die Art und Weise, wie das jedes Mal abläuft und wie es immer wieder nebenbei eingeschoben wird. Als Teilzeitler sind wir Mütter ja eh schon stinkenfaul und verwöhnt (ich schappe sowas öfter mal auf).

Ich ärgerte mich darüber, dass ich x-Mal zu Hause angerufen habe, nicht um des Kindes Willen (ihm ging es echt schlecht), sondern unter der Prämisse, ob ich auch ja arbeiten kann.

Ich ärgerte mich über mein schlechtes Gewissen, dass ich ausfallen werde, ärgerte mich darüber, dass ich am Telefon sagte, "Ja, wenn es ihm etwas besser geht, komme ich früher wieder. Meeting? Donnerstag Abend? Ja ich komm dann abends, keine Sorge."

Heute geht es meinem Sohn tatsächlich etwas besser und ich grübele schon wieder, ob ich diese Woche doch noch arbeiten gehen kann, der Kinderarzt wollte mir eine Freistellung bis in die nächste Woche geben, ich habe gesagt, diese Woche reicht. Mein Mann hält es für angebracht, ihn morgen und übermorgen zu Hause zu behalten, damit er wieder richtig fit ist. Und ich ringe schon wieder mit mir, was ich nun tun soll. Ist das noch normal?

Wir sind eigentlich nicht sehr oft krank, das erste Jahr nach der Elternzeit war es recht häufig, aber immer nur kurz. Ich glaube wir hatten 14 Krankentage in dem Jahr. Im gesamten letzten Jahr waren es 8 Tage, dieses Jahr sind es dann bis jetzt 4 Tage, wenn ich diese Woche voll machen sollte. Ist das viel ???

Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich mich rechtfertigen will und die Kollegen das indirekt auch schon ein Stück weit einfordern.

"Was hatte er denn? Also zu unserer Zeit gab es sowas nicht. Die Kinder waren immer gesund." (wer's glaubt!) "Wir mussten immer Vollzeit arbeiten!" – Blablabla! Und die Kollegen ohne Kinder haben sowieso immer die besten Lösungen parat. Von Erziehungsmethoden ganz zu Schweigen, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich halte mich dann auch immer dezent zurück, weil ich weiss, dass es sie eh nicht interessiert und erzähle nur kurz. Ich rede hier auch nur von den Eindrücken, die mir meine Kollegen vermitteln. .

Ich würde gerne Erfahrungen anderer berufstätiger Mütter hören. Aber auch die kinderloser und älterer Kollegen.

Vergisst man mit zunehmendem Alter die Querelchen der Kinder im Kleinkindalter? Oder war es wirklich so anders?

Gibt es Mamas, denen es ähnlich geht, oder bin ich selbst viel zu sensibel, was das betrifft?

Ich schicke das jetzt mal ab, obwohl es mir gerade als reines Gefasel erscheint, mein Kopf ist so voll.

Würde mich freuen, einige Meinungen zu lesen.

Beste Grüsse! @:) *:)

Antworten
T)hrxud


Ich kann dich voll verstehen, aber denkt immer daran: deine Arbeit ist nicht dein Leben. Der Job funktioniert auch eine Weile ohne dich.

Ich muss morgen auch zum dritten Mal auf der Arbeit anrufen und sagen, dass meine Krankschreibung verlängert wurde. Ich habe noch keine Kinder, bin momentan schwanger. Nur weiss das auf der Arbeit keiner. Ich will das so zeitig noch nicht sagen. Und ich weiss jetzt schon, dass ich später nicht Vollzeit arbeiten kann, obwohl ich gern möchte (denke ich zumindestens im Moment). Einfach aus Kosten und Betreuungsgründen.

Was ich hasse, sind die Fragen: "Was hast du denn?" Das geht KEINEN etwas an. Meine Ärztin hat gesagt, das hat den Arbeitgeber auch nicht zu interessieren.

Letztens durfte ich mir von meiner Kollegin Vorwürfe anhören, warum ich mich nicht melde und öfters mal anrufe. Bitte? Ich will meine Ruhe haben und mich nicht mit Problemen im Arbeitsbereich rumschlagen, wenn ich mich erholen soll. In den zwei Wochen habe ich wirklich nur für die Meldung der Krankschreibung gemeldet und gut ist. Bis jetzt scheint das Unternehmen trotz meines Fehlens nicht pleite gegangen zu sein.

Also red dir kein schlechtes Gewissen ein und rechtfertigen brauchst du dich auch nicht. Was meinte meine Freundin letztens? "Arbeitskollegen sind keine Freunde und sollten es auch nicht werden". Arbeit ist Arbeit und krank ist krank. Alles ganz normal und Dinge, die nun mal passieren.

AxJNJEVS


Ich kenne das nur zu gut. Musste die Woche auch anrufen und bescheid sagen. Mach mir auch jedes mal ein Kopf, aber eigentlich weiß ich selbst dass es unbegründet ist. Denn JOB ist JOB und Kind geht IMMER vor. Und wenn man 3 Monate am Stück nicht kommen kann. Die Leute finden doch immer was wo sie sich das Maul zerreißen können. Kann mir vorstellen dass es im Einzelhandel (klingt nach Einzelhandel oder) richtig heftig ist. Ich habe einen Bürojob im öffentlichen Dienst, da sind alle ganz verständnisvoll. Mach dir nicht so viel Sorgen. Einfach da rein, da raus. Und noch was, bitte rechtfertige dich nicht. Das geht die gar nichts an. Kind ist krank muss völlig reichen. Du musst nicht begründen wenn du zu Hause bleibst. Dir stehen vom Gesetz 10 Tage pro Jahr, als Alleinerziehende sogar 20 Tage pro Kind zu, die du in Anspruch nehmen kannst. Deinem AG entsteht dadurch noch nicht mal Lohnausfall, weil er dir in der Zeit nicht zahlt sondern die Krankenkasse. Und alles was darüber hinaus geht würde ich einfach auf unbezahlt machen (sofern du es dir leisten kannst). ALLES Liebe :)* @:)

S5chm(i(dti7p0


Ich bin da etwas zwiegespalten...Ja, wenn das Kind krank ist, gehört es nicht in den Kiga oder die Schule und gehört auch betreut....

Ich hatte selber das Glück, dass mein Kind fast nie krank war...auch als sie klein war nicht....Bzw. sie eher immer nur leichtes Fieber hatte und meine Eltern/Schwiegers sie dann betreut haben.

Sie ist jetzt nicht mehr klein, ich arbeite trotzdem Teilzeit, weil ich noch Zeit für sie haben möchte. Meine Teilzeitkollegin ist schon die Hälfte diesen Jahres ausgefallen...teils, weil sie selbst krank war, teils, weil was mit den Kindern war. Und ich gebe offen zu, ich ärgere mich schon, wenn ich das Gefühl habe, sie versucht es nicht mal auch anders zu organisieren und wir sind ihr schlichtweg egal. Ich darf dann nämlich einspringen und habe die Nachmittage an der Backe, die ich nicht wollte....Daher arbeite ich ja auch Teilzeit.

Es sollte ein Geben und Nehmen sein, dann ist das auch kein Problem. Dazu gehört für mich durchaus auch, dass man versucht, auch andere Lösungen zu finden....

LnadxyZ


Liebe Lucinde,

ich habe 2 Kinder (4 und 8) und arbeite Teilzeit in einer Arztpraxis. "Problematisch" für mich ist das für mich auch Mich plagt da auch das schlechte Gewissen. Aber halt eigentlich nur mich. Meine Chefin ist Ärztin und selbst Mutter von 3 Kindern. Sie weiß, dass ein Kind innerhalb von wenigen Stunden von pumperlgesund zu richtig krank kippen kann. Und sie sagt dann halt, wenn ein Kind krank ist, dann sollen wir zu Hause bleiben bzw. ist es vollkommen klar, dass wenn der Kindergarten oder die Schule anruft und sagt, dass das Kind krank ist, wir sofort gehen können. Ich habe noch zwei Kolleginnen. Eine ebenfalls Teilzeitkraft mit zwei Kindern im Alter von 17 und 15. Sie ist ein Engel, denn sie springt immer und sofort für mich ein weil sie halt nicht vergessen hat, wie es ist, wenn man kleine Kinder hat und sie sagt immer, dass sie froh ist, dass die Zeit vorbei ist und sie ihre Kinder schon mal alleine lassen kann.

Die andere Kollegin hat (noch) keine Kinder. Sie ist auch sehr nett aber was sie wirklich denkt, wenn ich anrufe, weil ein Kind krank ist, ist mir, gelinde gesagt, sch***egal. Weil jemand, der keine Kinder hat weiß einfach nicht, wie es ist das alles unter einen Hut zu bringen. Ich nehme es diesen Kollegen nicht mal übel - sie wissen es nicht.

ABER: Meine Chefin ist sicher nur deshalb so toll in dieser (und auch anderer) Hinsicht, weil ich bzw. wir alle halt immer versuchen, Möglichkeiten zu finden, das Kind doch evtl. durch den Vater oder die Großeltern betreuen zu lassen. Dafür bringe ich meine Kinder dann auch in der Früh 40 km zu den Großeltern und hole sie danach wieder bzw. springe ich ein, wenn eine andere Kollegin krank ist, mache nach Bedarf Überstunden und decke Dienste, wenn es einfach mal eng wird, weil jemand kündigt. Das ist ein Geben und Nehmen bei uns und da reicht ein Anruf und jede springt für jede ein. Wir wissen halt, dass keine von uns das ausnutzt, ziehen alle an einem Strang denn es kann jeden mal treffen.

Aber ich habe schon auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal anrufen muss weil ich wirklich nicht kommen kann. Ich habe da auch immer Bauchschmerzen und wiege ab, ob ich das Kind am nächsten Tag wieder in die Kita/Schule bringen kann oder ob es wirklich nötig ist, dass es noch zu Hause bleibt.

Ngan`datna


Ist doch verständlich, daß beide Seiten unterschiedliche Interessen und Positionen haben. Manchmal hat man als Mutter wohl keine andere Alternative und muß wohl oder übel mit dem kranken Kind zu Hause bleiben. Aber die Kollegen, die das dann mittragen und dafür mehr arbeiten müssen, sind doch auch zu verstehen! Schließlich ist es nicht das eigene Kind, man muß aber dafür trotzdem Nachteile hinnehmen, da kann man auch schon mal sauer werden.

Beide Parteien müssen eben aufeinander zugehen – die Mutter des kranken Kindes sollte, wenn es irgendwie geht, für Betreuung sorgen oder auch vorzeitig zur Arbeit zurückkehren, wenn das Kind schneller wieder beisammen ist. Die Kollegen sollten der Mutter nicht noch ein schlechteres Gewissen machen, als sie schon hat.

Vielleicht kannst du ja, wenn du aus dem Kind-krank wieder zurück bist, den Kollegen als kleinen Ausgleich für deren Mehrarbeit mal einen Kuchen mitbringen oder was ähnliches – dann haben sie das Gefühl, daß ihr Nachteil gesehen wird und du das nicht für selbstverständlich nimmst. Oder vielleicht nimmst du den anderen dafür mal einen Arbeitsgang ab. Solche Gesten entspannen das Verhältnis sicher.

d,ana4e8x7


Fragen wie: "Was hat er denn? Ist es denn wirklich so schlimm? Können Deine Eltern nicht? Kann denn sonst niemand? Was ist mit Deinem Mann? Der kann ja wohl auch mal zu Hause bleiben?! Du weisst aber, dass nur so und so viele da sind und Kollegin XY frei hat ne?! Aber morgen reicht doch wohl? Wie, 3 Tage?!" sind dann normales Vorgehen.

Die anderen Kollegen (ich weiss das ja, wenn andere Kollegen mit Kind krank sind) erleben es dann nach Ende des Telefonats so: "Das Drecksbalg von XY ist schon wieder krank, die ist doch tatsächlich bis Freitag nicht da. Na schönes langes Wochenende dann." etc. pp. ich könnte das ewig weiter führen, es ist wirklich nie schön.

Also diesen Tonfall finde ich absolut unmöglich. Als wäre es besonders unterhaltsam mit einem kranken Kind zu Hause zu sein und sich zu gut deutsch mal vollkotzen zu lassen! Etwas befrmdlich finde ich dagegen das du deinem Kind gegenüber ein weniger schlechtes GEwissen zu haben scheinst als deinem Arbeitgeber. Immerhin ist das ein Kleinkind von dem erwartet wird das es krank auf Mama verzichtet damit die erwawchsenen Kollegen nicht meckern. Bleib zu Hause, kurier ihn aus und bring hinterher einen Kuchen mit als Dankeschön Gelaber wird ignoriert und Punkt!

sounsQhineJ82


Ich arbeite Vollzeit und habe auch ein kleines Kind. Da ich zwangsweise privat versichert bin und mein Kind über mich, haben wir als Eltern insgesamt 4 Tage, aber weiteren Anspruch auf insgesamt 10 Tage, wenn Betreuung absolut notwendig ist. Dazu muss Sonderurlaub beantragt werden und genehmigt werden, soweit ich das richtig weiß. Mein Mann bekommt keinen einzigen Tag kindkrank.

10 Tage im Jahr sind nicht viel. Da bleibt es nicht aus, dass man ein schlechtes Gewissen hat, in der Arbeit anzurufen. Aber was soll man tun? Ich habe so den Eindruck, dass Kollegen, die selbst kleinere Kinder haben, sehr verständnisvoll sind. Kinderlose Kollegen unterschiedlich reagieren (Das ist nicht böse gemeint, denn ich kann auch deren Position verstehen). Ab und an fängt man schon einen blöden Kommentar auf. Ich denke mir immer: Mein Kind braucht mich, wenn es krank ist. Die Arbeit läuft auch mal ein paar Tage ohne mich. Allerdings sehe ich es dann als selbstverständlich, dass ich kranke Kolleginnen mal freiwillig vertrete oder eine Kleinigkeit organisiere (Kuchen, Schoki, oder einfach mal eine lustige Dankeskarte).

DNiei_Pauxla


Meine Tochter wird im Sommer 4 und geht seit letzten Sommer in den Kindergarten. Seitdem war sie bestimmt 15mal richtig krank und ich davon auch 10 mal.

Ich kann auch kaum schlafen, wenn ich dran denke, dass ich im Büro anrufen muss, weil ich daheim bleiben muss.

Das führt bisher dazu, dass ich höchstens mal daheim bleibe, wenn das Kind krank ist... wenn ich selbst krank bin, gehe ich wegen des schlechten Gewissens immer ins Büro. Auch mit Mittelohrentzündung, Magen-Darm was noch nicht ganz ausgestanden ist und mit den schlimmsten Erkältungen...mit denen andere kOllegen schon lange zuhause geblieben werden.

Danken tut mir das auch keiner... das weiss ich.

Ausserdem bringe ich mein Kind sobald es irgendwie geht in den Kindergarten und hoffe den ganzen Tag, dass mein Handy nicht klingelt. Fieber messe ich an manchen Tage lieber gar nicht (wenn ich weiss, dass es zumindest nicht hoch sein kann).

Und manche Leute können sich nicht vorstellen, dass man niemanden zuhause hat, der das Kind betreuen kann.

Beide Omas und der eine Opa arbeiten. Und wer will schon ein krankes Kind betreuen?

Dieses Jahr musste ich 2 Mal einen Tag zu Hause bleiben (Mein Mann hatte 3 Kinderkranketage dieses Jahr...an denen er KEIN Geld bekommt! Und 2 Tage hat meine Mutter betreuen können). Das mache ich dann, in dem ich Überstunden abfeiere... trotzdem hab ich ein schlechtes Gewissen und auch ich ägere mich eigentlich am meisten über mich selbst dabei!! :-(

D]ie_PaMuxla


Wir arbeiten beide übrigens auch vollzeit. Ich würde gerne etwas weniger arbeiten. Aber entweder findet man hier nur Jobs mit 15-20Stunden oder Vollzeit. Dazwischen so gut wie unmöglich.

u~p^exla


Hmmm... flexible Arbeitszeiten und Home Office ist nicht? Das wenige, was ich nicht mit Grosseltern oder Partner abpuffern kann (war im letzten Jahr aber nur zwei Arbeitstage, glaub ich), das arbeite ich am Wochenende oder abends wieder rein.

Ansonsten tun wir unser möglichstes, dass er gar nicht krank wird. Hustentropfen, Nasenspülungen, Verdunster im Zimmer, und ein robustes Kind haben uns bis jetzt vor undefinierbaren fiebrigen Infekten bewahrt.

Dcie_PHauxla


Nein, überhaupt nicht flexibel. Arbeit mit nach Hause nehmen ist aus Datensicherheitsgründen Geschäftsbuchhaltung Großkonzern auch nicht möglich.Finde auch schade, dass einem sowas nicht ermöglicht wird.

Meine Tochter war vorher auch nicht oft krank... aber sie ist ganztags im Kindergarten und knutscht sich ständig mit ihren Freundinnen ab |-o Ist vielleicht auch anders, als z.B. bei wilden Jungs, die viel draussen rumrennen. Sie hat leider sehr oft was... Magen-Darm war dieses Jahr eine Epedemie im Kindergarten. Das hatten alle.... Kinder und Erzieher.

Und Bindehautentzündung hatte sie 2 Mal...das war gar nicht schlimm, aber die Kinder dürfen danach erst mit Attest wieder in die Gruppe.

Ich hoffe, dass es nach dem 1 Jahr endlich besser wird.

Ich bin auch bisher nicht oft zuhause geblieben... aber habe das Kind sicher auch oft eigentlich zu früh wieder in den Kindergarten gebracht.

D{i)e_Paxula


verschärfterweise habe ich übrigens im Januar einen neuen Job begonnen, mit Probezeit und vorerst befristet: da hat man natürlich noch mehr Angst, zuhause bleiben zu müssen...

LTuci&ndxe


Vielen Dank für Eure Antworten.

Es ist richtig, dass es grundsätzlich nachteilig ist, wenn Kind krank ist, bzw man selbst. Ich gehöre zu den Menschen, die im Falle anderer Krankheitsausfälle immer gerne einspringen, sofern ich das geregelt bekomme, was meist der Fall ist. Sauer bin ich da niemandem, weil niemand dafür kann, wenn er oder das Kind krank wird. Was natürlich nicht heisst, dass es in dem Moment nicht gerade schön ist. Es gab auch Zeiten, in denen ich mein Kind mit hohem Fieber versucht habe, irgendwie unterzukriegen, bei meinen Eltern, sofern es möglich war (beide berufstätig), um dann zur Arbeit zu fahren. Ich habe das gerne gemacht, aber sobald das nicht möglich war, gab es lange Gesichter und irgendwie schien das für die anderen schon selbstverständlich geworden zu sein, dass die Betreuung des Kindes gewährleistet wird, nur eben nicht von mir.

Ich bin der Auffassung, dass es niemandem zusteht, zu hinterfragen, wie ich das nun regeln könnte/sollte, ausser mir selbst (würde mir selbst nie in den Sinn kommen!) und dass selbst die Bemühungen darum nicht mehr gewürdigt werden. Von daher mache ich mir und auch den Grosseltern den Stress nicht mehr (Oma hat dann irgendwie versucht, frei zu kriegen, Schicht zu tauschen und das Kind vormittags gepflegt, bis ich kam und ist dann selbst los zur Arbeit).

@ danae87:

Das ist für mich gerade das Schlimme, dass sich das Gewissen eher dem Arbeitgeber/Chef gegenüber meldet. Mir ist das gar nicht so bewusst gewesen, mein Mann hatte mich gestern Abend direkt damit konfrontiert und das war auch das, was mich dann so sehr geärgert und auch wirklich beschämt hat.

Mein Mann versteht meine Panik auch nicht so wirklich. Er hat aber auch einen Arbeitgeber, bei dem es kein grosses Drama ist, schnell mal nen freien Tag einzuschieben, weil Kind krank. Grössere Sachen stehe ich mit dem Kleinen aus, weil mein Mann den Löwenanteil unserer finanziellen Mittel verdient und somit auch viel mehr Abzüge hätte.

Und ich schrieb ja schon, dass es so oft nicht vorkommt. Aber es ist eben immernoch zu viel.

Mein Mann meinte schon, dass die Glück haben, dass er doch oft mal bei sich im Unternehmen schieben/rücken kann, damit ich z.B. für andere einspringe. Das wäre bei uns gar nicht möglich.

FfiKal8lxe


Ich glaube wir hatten 14 Krankentage in dem Jahr. Im gesamten letzten Jahr waren es 8 Tage, dieses Jahr sind es dann bis jetzt 4 Tage, wenn ich diese Woche voll machen sollte. Ist das viel

NEIN, das ist wenig!

Ich denke, früher war es vielleicht insofern anders, als da die Bindungen innerhalb der Familie im weiteren Sinne stärker waren, so dass es oft die Großeltern aufgefangen haben, wenn die Kinder krank waren, betreut werden mussten etc. In unserer Gesellschaft haben sich die 'Stammesbeziehungen' weitgehend aufgelöst; für die Kinder müssen meistens Mama oder Papa aufkommen, sonst ist niemand von den Verwandten da. Ich sehe es in vielerlei Hinsicht als Problem. Meiner Meinung nach profitieren die Kinder auch vom Kontakt zu älteren Menschen.

Vielleicht war das bei Deinen älteren Kolleginnen der Fall und sie verstehen nicht, dass es heutzutage anders ist?

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