» »

Berufseinstieg nach 15jähriger Pause

S*chw%ald hat die Diskussion gestartet


Eine Bekannte macht mich "fertig". Sie hat wegen ihrer 2 Kinder 15 Jahre Berufspause gemacht. Früher war sie Bürokauffrau. Nun will sie Arzthelferin werden und wundert sich, dass sie keinen Job bekommt. Die Gesellschaft sei schuld.

Findet ihr 15 Jahre Pause gerechtfertigt oder viel zu lange? Sollten solche Menschen eine Art "Recht" auf Arbeit haben oder sind sie selber schuld?

Antworten
L olfa20w10


Findet ihr 15 Jahre Pause gerechtfertigt oder viel zu lange?

Zu lange. Es ist oftmals fast klar, dass man dann nichts mehr findet-man ist ja quasi ganz draußen. Hör sowas öfter und mich wundert es nicht. Wir würden hier auch ganz klar immer einen Berufsanfänger bevorzugen oder am liebsten eben jemand der Berufserfahrung hat und nicht wirklich lange aus dem Beruf raus war.

NPelxa


Hm, ich finds schwierig. Ich denke, dass sie schon ein "Recht" auf Arbeit hat, finde aber, dass sie sich die Arbeit nun eben nicht mehr aussuchen kann, sondern nehmen muss, was sie kriegen kann ":/ In 15 Jahren ändert sich sooo viel, das ist doch alles eine stete Weiterentwicklung.

K*leixo


Schwald

Eine Bekannte macht mich "fertig". Sie hat wegen ihrer 2 Kinder 15 Jahre Berufspause gemacht. Früher war sie Bürokauffrau. Nun will sie Arzthelferin werden und wundert sich, dass sie keinen Job bekommt. Die Gesellschaft sei schuld.

Keine Ahnung, wo sie wohnt. Hierzulande gibt es eine eigene Ausbildung für Arzthelferinnen - das ist soweit ich weiß, keine Jahrelange Ausbildung, aber doch eine Spezialisierung. Das ist ja doch etwas anderes, als normale Bürotätigkeit. Vielleicht ist das ja der Grund. Auch wird sie da schon ein bestimmtes Alter haben und oft gibt es da Förderprogramme. Aber generell ist es schwierig wieder einzusteigen. Ich denke nicht, dass da 5 oder 15 Jahre einen großen Unterschied machen.

Findet ihr 15 Jahre Pause gerechtfertigt oder viel zu lange?

Wer nimmt sich das Recht andere nach solchen Kriterien zu beurteilen? Ich fäde das ja fast als unverschämt.

Sollten solche Menschen eine Art "Recht" auf Arbeit haben oder sind sie selber schuld?

Woran schuld? Andere haben ja auch kein "Recht" auf Arbeit. Je nach Qualifikation und Glück bekommt jemand eine Arbeit oder nicht.

smin|gha


Nun will sie Arzthelferin werden und wundert sich, dass sie keinen Job bekommt.

Hat sie den die Ausbildung dazu? Die heißt jetzt "Medizinische Fachangestellte" und geht drei Jahre.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Arzthelferin#Ausbildung]]

15 Jahre sind eine lange Zeit, mMn sollte sie mal erst eine Weiterbildung, o.ä. machen um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Ssc9hm/idtBi70


Ich persönlich finde 15 Jahre zu lange, weil für mich dann klar gewesen wäre, dass ich "raus" bin...Aber grundsätzlich muss das ja Jeder für sich selbst entscheiden...

Es ist aber komplett unrealistisch, quasi sofort einen Job zu finden...noch dazu in einem Beruf, den man nicht gelernt hat...Wie kommt man darauf?

Ich denke, sie sollte in dem Bereich zu suchen, in dem sie mal gelernt hat...Notfalls halt Arbeit suchen, die keine Ausbildung erfordert....

Das "Recht" auf Wiedereinstieg hat man halt normalerweise nur, wenn man nach der Elternzeit wiedereinsteigt....wenn man sich dafür entscheidet, länger zu Hause zu bleiben, muss man eben auch mit den Konsequenzen leben, die das dann fürs Berufsleben hat....

KFleHio


Zu lange. Es ist oftmals fast klar, dass man dann nichts mehr findet-man ist ja quasi ganz draußen. Hör sowas öfter und mich wundert es nicht. Wir würden hier auch ganz klar immer einen Berufsanfänger bevorzugen oder am liebsten eben jemand der Berufserfahrung hat und nicht wirklich lange aus dem Beruf raus war.

So ein Vorurteil pflegen wir in unserer Firma nicht. Es geht um Kompetenz. Viele Einsteigerinnen überholden ihre Qualifikation, schulen sich, bringen sich auf den neuesten Stand. Auch verbringen Mütter ihre Auszeit unterschiedlich - die einen verblöden, um eine ehemalige Kollegin zu zitieren und das in 3 Jahren, andere bilden sich weiter. Es sind Wiedereinsteigerinnen nicht gleich Wiedereinsteigerinnen und das gilt auch für Berufsanfänger. Auch da gibt es jene und jene.

Hm, ich finds schwierig. Ich denke, dass sie schon ein "Recht" auf Arbeit hat, finde aber, dass sie sich die Arbeit nun eben nicht mehr aussuchen kann, sondern nehmen muss, was sie kriegen kann

Ich kenne niemanden, der sich aussuchen kann, wo er arbeiten will - die Zeiten sind längst vorbei.

LladyS7ue


Findet ihr 15 Jahre Pause gerechtfertigt oder viel zu lange?

Das kommt doch immer auf den Einzelfall an.

Ich z.B. habe mir den Luxus gegönnt, in der Familienphase 4 Kinder großzuziehen.

Das wollte ich genau so, das war wichtig für meine Kinder und da stehe ich zu.

Seit 6 Jahren gehe ich wieder sozialversicherungspflichtig arbeiten. Vor 12 Jahren, als ich den Wiedereinstieg versucht habe, habe ich etliche Kurse übers Arbeitsamt gemacht .

Sollten solche Menschen eine Art "Recht" auf Arbeit haben oder sind sie selber schuld?

Solche Menschen? Das ist ja wohl ziemlich unglücklich formuliert.

Deine Bekannte hat die ganze Sache wohl etwas falsch angegangen, denke ich.

Sie sollte sich mit Hilfe des Arbeitsamtes über Wiedereingliederungskurse EDV-mäßig auf den neuesten Stand bringen lassen und dann mal schauen, was geht (auch mit diversen Praktika). Ich halte es auc h nicht für klug, sich gleich derart festzulegen. Kann man sich eigentlich denken, dass es so nicht funktioniert. Sie wird ihr Ziel kurzfristig so nicht erreichen, aber auf lange Sicht – -warum nicht?

Glück gehört natürlich auch dazu.

Ältere Frauen haben durchaus Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil sie gegenüber jungen Frauen gewisse "Vorteile" mitbringen.

SDchwxald


Ich finde es - sorry für den unglücklichen Ausdruck - anmaßend zu denken, dass der Arbeitsmarkt auf sie wartet. Andere Frauen haben Kinder UND bleiben am Ball.

Sie hat nichts gemacht - außer Familie natürlich, was nicht nichts ist, aber am Arbeitsmarkt uninteressant. Ich denke auch, dass sie zuerst eine Ausbildung machen müsste, trotzdem sehe ich die Chancen gering, dass sie einen tollen Job bekommt.

a`ug2x33


Th, Du kommst mir etwas überheblich vor! Grenz dich vom Klagen und Lamentieren der Bekannten ab! Sie muss ihre Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt selbst machen.

Auf Glücksfälle kann zwar niemand bauen, aber die gibt es. Wegen zu viel Arbeit saß plötzlich bei mir im Büro eine Frau mit jahrelangen Auszeiten; ihr Mut wieder in den Beruf zu kommen hatte die Chefin beeindruckt und mit hatte sie zugetraut, dass ich sie einarbeiten würde. Es klappte nach und nach – einige Jahre später konnte sie die Stelle mit "Berufserfahrung" verlassen.

LZolaf2010


So ein Vorurteil pflegen wir in unserer Firma nicht. Es geht um Kompetenz. Viele Einsteigerinnen überholden ihre Qualifikation, schulen sich, bringen sich auf den neuesten Stand.

Die meisten aber nicht, das zeigt hier zumindest die Erfahrung. Und etwaige Schulungen, Fort- und Weiterbildungen werden dokumentiert bzw. dafür gibt es Nachweise. Die ich bisher leider sehr sehr selten gesehen habe. Die Realität sieht hier zumindest so aus: Zig Jahre aus dem Beruf, ohne irgendwelche Maßnahmen. Und natürlich gibt es bei Berufseinsteigern solche und solche-natürlich nimmt man hier auch nicht die mit den schlechtesten Qualifikationen.

a-ug2x33


Korrektur: ... und mir hat sie zugetraut....

K2lxeio


Ich finde es - sorry für den unglücklichen Ausdruck - anmaßend zu denken, dass der Arbeitsmarkt auf sie wartet. Andere Frauen haben Kinder UND bleiben am Ball.

Ja und? Was bringt der Vergleich mit anderen Frauen? Menschen sind unterschiedlich und gehen die Dinge nach ihren subjektiven Prioritäten an.

Sie hat nichts gemacht - außer Familie natürlich, was nicht nichts ist, aber am Arbeitsmarkt uninteressant. Ich denke auch, dass sie zuerst eine Ausbildung machen müsste, trotzdem sehe ich die Chancen gering, dass sie einen tollen Job bekommt.

Zwischen Theorie und Wirklichkeit gibt es trotzdem immer noch einen Unterschied. Es heißt auch, dass Frauen über 40 nicht leicht einen Job bekommen und ich hatte einen nach 2 Runden Bewerbungen. Aus meiner Sicht sind es Richtlinien. Wie es wirklich wird, wird sie schon herausfinden.

AAntig@one


Eine Bekannte macht mich "fertig". Sie hat wegen ihrer 2 Kinder 15 Jahre Berufspause gemacht. Früher war sie Bürokauffrau. Nun will sie Arzthelferin werden und wundert sich, dass sie keinen Job bekommt. Die Gesellschaft sei schuld.

Was hat sie als Bürokauffrau noch "drauf"? Ist sie mit heutigen PC-Programmen vertraut?

Wenn sie jetzt gerne MFA lernen will, spricht an sich nichts dagegen.

Inwiefern ist "die Gesellschaft" daran "schuld", dass sie keinen Ausbildungsplatz dafür findet?

Wie alt ist sie jetzt?

B]raun-es|ledernsof)a


Der Bekannten ist aber klar, dass man nicht einfach "Arzthelferin" ist, sondern den Beruf erst erlernen muss? Hat sie da überhaupt Zeit und Geld für?

Will sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten? Wieso bleibt sie nicht in ihrem Beruf und macht einen Kurs für Wiedereinsteigerinnen mit?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH