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Berufliche Zukunft - was tun?

-4w}o;nderfxul- hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Ich schlage mich derzeit seit Monaten mit einer Entscheidungsfindung herum.

Ich hatte in den letzten Jahren, seit Eintritt in das Berufsleben ne Menge Glück, sodass ich seitdem im gleichen Betrieb arbeite in dem ich auch meine Ausbildung absolviert habe.

Nun sieht es jedoch so aus als müsste ich mir in den nächsten 3-5 Jahren einen neuen Job suchen.

Ich habe eine kaufmännische Ausbildung und bald 10 Jahre Berufserfahrung.

Die Frage ist: mache ich eine Weiterbildung oder nicht?

Problemstellung:

Mein Bereich ist recht speziell und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass ich im gleichen Bereich bei einem anderen Unternehmen in meiner Stadt einen Job finden werde.

Ich möchte unbedingt in meiner Stadt bleiben und nicht umziehen. Diese Möglichkeit würde es mit meinem Betrieb geben: umziehen, aber das schließe ich definitiv aus.

Ich müsste mich demnach in einem anderen Unternehmen in jedem Fall neu einarbeiten, hätte somit in den Bereichen auf die ich mich bewerben könnte im Grunde keine Berufserfahrung bis auf die generelle Verwaltungsarbeit.

Am Liebsten wäre mir eine Verbreiterung meines Fachwissens. Zum Beispiel würde ich im Einzelhandel in einem Buchladen in der Verwaltung arbeiten, möchte nun aber auch mehr über Bekleidungs-, Lebensmittel- oder Sportwarenhandel lernen, damit meine Spezialisierung auf Bücher keinen Nachteil darstellt, wenn ich mich neu berwerben muss (denn angenommen es gibt keine Buchläden mehr in meiner Stadt). Solch eine allgemeine Weiterbildung gibt es in meinem Bereich aber leider nicht.

Ich könnte jede Menge Abendstudien zum Betriebswirt oder Fachwirt machen, aber ich möchte gar nicht in eine leitende Stelle, möchte keinen Bachelor in diesem Wirtschaftsmist machen.

Es gibt weitere Spezialisierungslehrgänge, wobei ich dann zwar das Fachwissen oberflächlich (da keine Berufserfahrung) erwerben würde, aber damit die Chancen ja auch nur geringfügig vergrößern würde, da es nur wieder eine weitere Spezialsierung darstellt.

Ich frage mich dann immer mal wieder ob ich nicht einfach fröhlich meine 3-5 Jahre weiter meinen speziellen Job mache und dann auf gut Glück schaue wohin es mich verschlägt und damit lebe, dass ich dann wahrscheinlich wesentlich weniger Geld verdiene.

Denn eine Investition von viel Geld (wobei ich da Unterstützung aus der Familie bekäme) und ner Menge an Lebenszeit für Fachlichkeiten die mich nicht brennend interessieren und mir nur vielleicht mehr Chancen bei einer Bewerbung bringen, klingt irgendwie nicht so richtig überzeugend.

Dazu zu sagen ist, dass ich vor gut 3 Jahren schon einmal eine Weiterbildung begonnen habe die mich nur vielleicht irgendwie weiter gebracht hätte, die ich dann abgebrochen habe um mich auf ein Vollzeitstudium zu meinem eigentlichen Wunschberuf zu bewerben. Da wurde ich nicht angenommen und zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir nicht mehr vorstellen es nochmal zu versuchen, da ich damit mein ganzes Leben auf den Kopf stellen müsste.

Da sitze ich irgendwie und weiss nicht weiter. Wer weiss ob überhaupt jemand soweit liest? 8-)

Würde es dieses Ultimatum nicht geben, würde ich vermutlich solange hier arbeiten bis ich in Rente gehe und nebenbei tolle Sachen wie Spanisch lernen, einen Roman schreiben und weite Reisen machen. Damit wäre ich voll zufrieden und sehr oft sogar richtig glücklich.

Mich treibt jetzt nur die Sorge, dass ich mit meinen bisherigen Qualifikationen keinen so tollen Job mehr bekommen könnte und die Frage was ich tun kann um so einen Job wieder zu erlangen.

Hat jemand nach dem ganzen Wirr Warr irgendeinen Rat? Eine Inspiration? Eine Idee?

Antworten
Sieibxy


Eine Weiterbildung oder Spezialisierung macht m.E. nur dann Sinn wenn du auch kurzfristig in dem Bereich anfangen möchtest. In einigen Jahren, ist heute erworbenes, aber nie angewendetes wissen kaum noch etwas "wert". Überhaupt kann in 3 – 5 Jahren kann so viel passieren. Fachgebiete verändern sich, alte Unternehmen gehen, neue kommen. Jetzt zu wissen was in dann in deiner Stadt/Region gefragt sein könnte ist Glaskugellesen par excellence. Hinzu kommen private Änderungen du dich dann vielleicht doch veranlassen auch in deren Gegenden eine Job suchen zu wollen.

Ich würe es einfach mal auf mich zukommen lassen und wenn es dann konkret wird, die Zeitspanne kleiner (12-18 Monate) kannst Du immer noch über um/weiterbildungen oder andere Alternativen nachdenken.

Ein kluger Mann soll mal gesagt haben: "First things first" ;-D

-:wo,nder$ful-


Danke für deine Antwort :-)

Klingt irgendwie sinnig. Genau dieses Versuchen in der Glaskugel die Zukunft zu erkennen ist das was es so schwierig macht.

Normalerweise höre ich auf mein Bauchgefühl, aber das hält sich fein raus aus dieser ganzen Sache, es regt sich nichts. Nur als ich fast eine Anmeldung zu einer Maßnahme getätigt habe hat es mal ein bisschen rumort 8-) hab es dann gelassen und schon war alles wieder ruhig.

Hab nur Angst, dass es zu spät für solche Weiterbildungen ist, wenn wir die finale Info bekommen.

Aber irgendwas zu machen ist so sinnfrei.

Wenn ich wenigstens wüsste was ich mal machen möchte... aber ich hab da einfach keine Vorstellung von. Irgendwie isses mir ziemlich egal was ich bearbeite solange ich von dem Gehalt gut leben kann und ich mich weder zu Tode langweile, noch zu Tode arbeite.

Ich ziehe meine Energie mehr aus meinem Privatleben als aus meinem Job. Da weiss ich was ich gern mache, was mir gut tut und was mir wichtig ist.

Beim Job sind es eher die Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Urlaubsanspruch, Gehalt, Arbeitsplatz, Kollegen, Chef, etc.

H.elbe{naLoOvxe


Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, geht dein Unternehmen in 3 bis 5 Jahren in eine andere Stadt und für dich ist Umzug nicht drin, oder?

Hast du schon alle Möglichkeiten für Weiterbildung genutzt? Also Studium, FH, IHK, Einzelkurse...? Das ist ja teilweise sehr unterschiedlich, auch was den Zeitaufwand angeht. Du schreibst von "Spezialisierungslehrgängen" – was genau hast du denn gelernt?

Hast du dich bei aktuellen Stellenanzeigen in deiner Stadt schon mal umgeschaut, was die für Anforderungen haben und ob du diese erfüllst oder nicht? Was wollen die konkret? Gefällt dir da das eine oder andere Unternehmen?

-xwondderfuxl-


Hallo HelenaLove !

Ja, das hast du so in etwa richtig verstaden. Mein Arbeitgeber hat sich in den letzten Jahren zentralisiert und ich bin in einer der wenigen dezentralen übrig gebliebenen Abteilungen untergebracht. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird auch diese in 3-5 Jahren an die zentrale Stelle in Deutschland versetzt.

Umziehen in diese Stadt möchte ich nicht, ich bin ja bewusst vor Jahren hier in diese Stadt gezogen weil ich hier leben will.

Ich habe eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau gemacht. Seitdem arbeite ich im Innendienst als Sachbearbeiterin. Das würde ich danach natürlich auch gern weiter machen.

Mit Spezialsierung meine ich, dass ich bisher hauptsächlich in einer Sparte gearbeitet habe und ich mich in jede andere Sparte/Fachrichtung neu einarbeiten müsste. Solche Lehrgänge gibt es für Sachbearbeiter nicht. Für Vertriebe/für den Verkauf ja, aber nicht für die Verwaltung.

Ein Studium würde mir die Möglichkeit bieten die Karriereleiter hochzuklettern, ja, aber das möchte ich im Grunde gar nicht, ich bin zufrieden mit dem was ich mache.

Im Grunde habe ich nur Sorge, dass ich - wenn es dann soweit ist - nicht unterkomme. Vielleicht, weil ich nicht in der Sparte die Berufserfahrung habe die gebraucht wird, nur wie gleiche ich das am Besten aus? Wie bekommt man in anderen Sparten Berufserfahrung?

Ja, ich habe Stellenanzeigen gewälzt. Es gibt hier und da mal eine Stelle zu der ich evtl. passen würde - aus meiner Sicht. Was ich nicht weiß ist, ob ich dafür besser qualifiziert sein könnte und wenn ja WIE? Weil wie gesagt: ich habe einige Jahre Berufserfahrung, aber eben nur in einer Sparte und darin wieder unterzukommen ist eher unwahrscheinlich.

Wenn es nach mir geht muss das auch nicht diese Sparte sein, ich arbeite mich sehr gern auch in jede andere ein. Ich habe da nicht zwingend Vorlieben, solange ich Sachbearbeiterin bleiben kann bin ich zufrieden.

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