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Die Uni hat schlecht aufs Ref vorbereitet

m_ari<posxa


Da geht es leider v.a. darum, dass du am Ende des Jahres deinen Lehrplan durchgezogen hast.

Als Referendarin Lehrpläne 'durchziehen'? Da geht es um anderes.

jFust_-lzookixng?


Das ja, aber ganz am Lehrplan vorbei sollte es wohl auch nicht sein.

T?opfexn20


Wir haben wirklich zur Unterrichtsplanung nicht annähernd was gemacht, auch in Bezug auf die Praktika nicht. Ich habe bei meinen Schulpraktika lediglich Reflexionsberichte schreiben müssen, ohne großartige Bedingungsanalysen, von diesen Phasierungsbeschreibungen ganz zu schweigen.

Wirklich gar nichts!? Das finde ich schon heftig.

Zumindest ist es bei uns in Ö. so, dass man auf der Uni, wenn man Lehramt studiert nicht einfach nur Fächer studiert, sondern zu den Fächern jeweils einige fachdidaktische Lehrveranstaltungen sowie allgemein gewisse Pädagogikveranstaltungen absolvieren muss. Hatten sogar extra ein Seminar nur zur Unterrichtsplanung.

Bei uns jammern immer alle (einschließlich mir), dass vergleichsweise trotzdem ein großer Teil für das Studium der Fächer draufgeht und man viel mehr pädagogisches und bei uns vor allem didaktisches Wissen bräuchte. Aber gar nichts dazu zu lernen, ist schon :-o

Hatten bereits ab dem zweiten Semester Bücher zur Unterrichtsplanung zu lesen (Hilbert Meyer natürlich, aber z.B. auch Berger/ Fuchs oder Mühlhausen/ Wegner) und das dann umzusetzen. Da waren halt dann die Studienkollegen der Schülerersatz ;-)

H;ele;naLove


@ Mariposa – ja,

ich hab mich wohl nicht präzise genug ausgedrückt. Natürlich geht es im Referendariat erstmal nicht um den Lehrplan – aber vor allem in Realschulen und Gymnasien stehen währen der gesamten Schullaufbahn nun mal die Inhalte, die der Lehrplan vorgibt, im Vordergrund. Da ist es leider unwichtig, ob der Lehrer nun seine Stunde besonders gut vorbereitet hat oder überhaupt eine gute Lehrkraft ist. Ich denke, dass kann sich also durchaus auch schon auf das Ref auswirken, je nachdem, an welcher Schule man ist.

mYaripxosa


Natürlich geht es im Referendariat erstmal nicht um den Lehrplan – aber vor allem in Realschulen und Gymnasien stehen währen der gesamten Schullaufbahn nun mal die Inhalte, die der Lehrplan vorgibt, im Vordergrund.

Potzblitz, darauf wäre ich ja nie gekommen! ]:D

Da ist es leider unwichtig, ob der Lehrer nun seine Stunde besonders gut vorbereitet hat oder überhaupt eine gute Lehrkraft ist.

Guter Unterricht beinhaltet selbstverständlich die Orientierung an den Curricula, für Referendare ist das in der Regel allerdings die geringste Schwierigkeit. Da geht es um andere Dinge.

Da geht es leider v.a. darum, dass du am Ende des Jahres deinen Lehrplan durchgezogen hast.

Das ist so nicht richtig!

Meine Schwester hat Sonderpädagogik für schwererziehbare Schüler und Schüler mit Lernschwierigkeiten studiert.

Ich glaube, das reicht einfach nicht für die Beurteilung dessen, was Referendare leisten müssen und was die wichtigsten Kriterien beim Bestehen der 2. Staatsprüfung sind.

Das Gutachten möchte ich sehen, in dem steht '... ihren Lehrplan hat sie durchgezogen...' %-| Das sind doch Selbstverständlichkeiten.

k>leineFr_dirachmenstPern


ich habe in gruaer Vorzeit auch mal für Lehramt an Gymnasien studiert, mich dann aber doch für eine andere Richtung entschieden.

Noch viel krasser als deine Erfahrungen finde ich ja, dass während des Studiums niemals wirklich getestet wird, ob der Student denn auch zum Lehrer taugt, also

a) Stoff vermitteln und

b) auch mit schwierigen Kindern/ Jugendlichen klar kommen kann.

Und dann kommt das Ref und dann stellen nichtgerade wenige fest, dass das so gar nicht hinhaut und sie eigentlich nicht zum Lehrer geeignet sind. Werden es aber trotzdem, weil man ja schon ewig dafür studiert hat und nicht weiss was man sonst damit anfangen soll...

Unfassbar ist das alles eigentlich!!!

SZat{ixne


Hilaria, stell dich auf die schwerste Zeit deines Lebens ein...

Meine Freundin hat das vor einigen Jahren begonnen und das Ref einige Monate vor Schluss hingeworfen. Sie war total überfordert von den Anforderungen an ihre Person. Was man da alles so nebenbei machen/lernen/lesen muss und dann noch den Unterricht halten... :-o Sich mit Kollegen, Schulleitung und den Eltern (die ihre Ansprüche haben, klar) auseinandersetzen. Und dann dabei noch souverän rüberkommen. :=o Dazu kam bei ihr Mobbing durch die betreuende Lehrkraft... (Das Mobbing wurde bestätigt... Auch die nach ihr folgende Referendarin hat deswegen hingeschmissen. An dieser Schule darf deswegen jetzt kein Referendariat mehr statt finden)

Jetzt hat sie es nochmal in Angriff genommen an einer anderen Schule. Es war mörderhart, aber sie hat es nicht mehr so verbissen gesehen, ist in der zwischenzeit menschlich gereift und nimmt sich nicht mehr alles so zu Herzen.

Sie sagt aber auch, dass der Umfang an Stoff/Literatur kaum zu bewältigen ist und sie sich da im Studium mehr dazu gewünscht hätte.

Sie hat halt nun ein Netzwerk aus schon fertigen Lehrerinnen, mit denen sie sich austauschen kann und von denen sie sich im Notfall Zusammenfassungen und Ausarbeitungen holen kann... Ihre Lehrproben hat sie mit denen vorher auch durchgesprochen und die Vorbereitungen gegenchecken lassen.

Reicht natürlich nicht für super Noten, aber wer braucht heutzutage schon eine Verbeamtung... ;-) :=o Der Staat schickt dich dann eh jeden August (oder wann eben bei dir Sommerferien sind) ins Jobcenter zum Hartz IV abholen (so ging es einer anderen Bekannten von mir :(v ).

m&ari)poxsa


Noch viel krasser als deine Erfahrungen finde ich ja, dass während des Studiums niemals wirklich getestet wird, ob der Student denn auch zum Lehrer taugt

kleiner_drachenstern, ich finde das überhaupt nicht krass, denn – wie ich schon oben geschrieben habe – sind die Universitäten keine Lehrerausbildungsfabrik, sondern bieten das Studium wissenschaftlichers Fächer. Fitgemacht für die Praxis wird man dann in der Referendarzeit, und die ist kein Zuckerschlecken (meiner Meinung nach ist sie zu kurz und der Anteil an bedarfsdeckendem Unterricht ist zu hoch im Vergleich zum Ausbildungsunterricht).

Das, was Du Dir wünscht, sind pädagogische Hochschulen – da allerdings studiert man kein wissenschaftliches Fach.

Und dann kommt das Ref und dann stellen nichtgerade wenige fest, dass das so gar nicht hinhaut und sie eigentlich nicht zum Lehrer geeignet sind. Werden es aber trotzdem, weil man ja schon ewig dafür studiert hat und nicht weiss was man sonst damit anfangen soll...

Unfassbar ist das alles eigentlich!!!

Das finde ich gar nicht. In allen anderen Disziplinen und Berufen kann es einem genau so ergehen.

Und wenn man ewig studiert hat, ist es sowieso zu lange. Ich bezweifle übrigens, dass es so ist, wie Du es beschrieben hast. Sehr häufig sind Abiturienten von irgendwelchen Fächern begeistert, wollen niiiiiiiieee Lehrer werden – und stellen dann fest, dass sie mit ihren studierten Fächern eigentlich nur Lehrer werden können. 8-)

k:leiner_"drachOensxtern


Ich finde das aber völlig daneben, liebe Mariopsa. Ich finde, dass Lehrer eben als Lehrer ausgebildet werden sollten und in meinem Studium wollten alle auch wirklich Lehrer werden.

das Problem ist doch, dass man eigentlich nicht mehr zurück kann, wenn man im Ref feststellt, dass man Null für den Bruf geeignet ist und das ist doch Wahnsinn :-X .

Zu diesem Zeitpunkt fängt doch niemand mehr ein Studium neu an, sondern hält dann eben weiter durch... gruselige Vorstellung :-X .

Wenn es nur ums Studium geht, könnte man ja gleich studieren, was man möchte und dann eben was berufsspezifisches Draufsatteln, wie es in anderen Ländern außer in Bereichen wie Medizin und Jura ja durchaus möglich ist.

mraripoPsa


Zu diesem Zeitpunkt fängt doch niemand mehr ein Studium neu an, sondern hält dann eben weiter durch... gruselige Vorstellung :-X .

Das ist persönliches Schicksal. :)*

HFelen^aLovxe


@ kleiner_drachenstern

Du hast besser ausgedrückt, was ich eigentlich sagen wollte, danke!

Viele Studierende lernen fachliche Dinge, die sie später niemals wieder für ihren Unterricht brauchen werden. Stattdessen gehen didaktische Anforderungen unter. Ich frage mich da immer, wofür es denn überhaupt die Unterscheidung zwischen den Studiengängen für Lehramt und den Bachelor-/Masterstudiengängen gibt, wenn die da sowieso das gleiche lernen?

KolettetrpflAanxze80


Ich frage mich da immer, wofür es denn überhaupt die Unterscheidung zwischen den Studiengängen für Lehramt und den Bachelor-/Masterstudiengängen gibt, wenn die da sowieso das gleiche lernen?

Tun sie aber doch gar nicht. Auch wenn einige Lehrämtler das glauben, ist es meist ein himmelweiter Unterschied bzw. ne Riesendiskrepanz da zwischen dem was Lehrämtler fachlich lernen und die die das Fach richtig studieren. Die haben meist die Grundvorlesungen und das wars dann, meine Erfahrung und die vieler anderer ist das bei fachlichen Gesprächen die Lehrämtler dann auch sehr schnell raus sind, weil ihnen die Tiefe fehlt. Die lernen die grundlagen und das ist doch auch gar nicht verkehrt, was bringt es wenn nur die pädagogischen Aspekte berücksichtigt werden die Leute aber inhaltlich nichts verstehen bzw. um etwas erklären zu können und vorbereitet zu sein auf Nachfragen sollte man das Ganze grundsätzlich verstanden haben. In Jura ist das doch genauso, da lernt man die Theorie im Studium und erst im 2 Staatsexamen wie man tatsächlich praktisch mit dem Recht umgeht.

E"heImaali[ger BNutze|r (#5439x15)


Hallo,

ich hatte ja jetzt einige Wochen Hospitation und auch die ersten U-Erfahrungen.

Also um das noch mal aufzugreifen:

mein ganzes Studium war sehr philosophisch orientiert. Wir sind fast alle theoretischen Sachen wohl durchgegangen, die man durchgehen kann. Von René Descartes über Schopenhauer, Kant hin zu Adorno usw. Ich halte das sicherlich nicht für völlig verkehrt, aber das ist an den Bedürfnissen einfach vorbei.

Wir hatten jetzt pädagogische Tage, wo sie uns mal auf die schriftlichen Unterrichtsentwürfe nun vorbereitet haben, dann wie man Lernziele formuliert usw. Alle großen Themen haben wir in 45 Minuten als "Stationenlernen" abgearbeitet. 45 Minuten "schriftlicher Unterrichtsentwurf", 45 Minuten "Rituale" usw.

Ich mache das jetzt halt so, wie oben geschrieben. Gehe das entspannter an, gucke mir öfter mal was nach, interviewe die Leute bei mir in der Schule und mache mir immer eine To Do List für jeden Tag, die ich abarbeite, mache aber auch mal einen Tag nicht so viel. Das klappt so eigentlich ganz gut.

Dazu habe ich eben 3h Fahrt an öffentlichen Verkehrsmitteln momentan.

Nächste Woche steht bereits das EPG an und im Juni werde ich den 1. Unterrichtsbesuch haben.

Die Feedbacks, die ich bislang bekommen habe, sind recht gut. Das Einzige, was bekrittelt worden ist, dass ich das mit der Zeit nicht so im Blick habe und auch 1x einen eigentlich guten Beitrag im Unterricht nicht ausreichend gewürdigt habe.

Na mal gucken, wie es Dienstag wird.

In Französisch habe ich leider noch keine Stunde machen können bislang. Trage mich mit der Hoffnung, dass das übernächste Woche mal was wird.

LG

brlackheajrtedqxueen


Auch wenn einige Lehrämtler das glauben, ist es meist ein himmelweiter Unterschied bzw. ne Riesendiskrepanz da zwischen dem was Lehrämtler fachlich lernen und die die das Fach richtig studieren.

Ist es tatsächlich. Ich bin nach einigen Semestern Mikrobiologie auf Lehramt umgestiegen. Natürlich KANN ein Lehramtsstudium nicht so in die Tiefe gehen wie ein Fachstudium.

Erstens studiert man (mindestens) 2 Fächer und zweitens kann man nicht wirklich Schwerpunkte setzen und Fachwissen vertiefen. Ist ja auch gar nicht Sinn und Zweck eines Lehramtsstudiums.

HOelensaLovxe


@ Kletterpflanze80 und blackheartedqueen

Na, dann war es viell. nur bei meiner Uni so – da hatten die Lehrämtler tatsächlich die gleichen Kurse und Vorlesungen wie die anderen, was gerade bei den Naturwissenschaftlern für ordentlich Frust gesorgt hat. Natürlich gabs noch zusätlich Didaktik-Fächer, aber leider nicht intensiv genug. Aber ist doch schön, dass es nicht überall so läuft :)z

However – Hilaria, ich finde deine Herangehensweise gut. Konzentrier dich auf das, was du schon kannst und der Rest kommt dann mit der Zeit! :-)

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