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Die Uni hat schlecht aufs Ref vorbereitet

EPhemwalige]r Nutzjer C(#543981x5)


ich hatte auch dieselben Veranstaltungen in Englisch und Französisch wie die Gymnasial- und reinen Fachwissenschaftskandidaten. ;-)

b1lackh4eart4edquxeen


Na, dann war es viell. nur bei meiner Uni so – da hatten die Lehrämtler tatsächlich die gleichen Kurse und Vorlesungen wie die anderen

Wir haben auch teilweise Kurse mit den Nichtlehramtlern zusammen. Aber das sind eben eher die allgemeinen Sachen. Chemie, Einführung in Blabla und so weiter. Und bei meinem Zweitfach Spansich habe tatsächlich einen Großteil der Kurse mit Romanistikstudenten zusammen. Da es um die Sprache geht, macht das aber durchaus Sinn.

K lett9erLpflan,ze80


Na, dann war es viell. nur bei meiner Uni so – da hatten die Lehrämtler tatsächlich die gleichen Kurse und Vorlesungen wie die anderen, was gerade bei den Naturwissenschaftlern für ordentlich Frust gesorgt hat. Natürlich gabs noch zusätlich Didaktik-Fächer, aber leider nicht intensiv genug

Ich habe gar nicht gesagt, dass die Lehrämtler nie gemeinsam Kurse mit den Fachwissenschaftlern haben, aber es kann rein logisch und zeitlich ja gar nicht sein, dass die Lehrämtler die gleichen Kurse sprich alle Kurse besuchen, die die Fachwissenschaftler besuchen, wie soll das gehen? Wie schon erwähnt wurde oft haben die Naturwissenschaftler nur ein fach, wie soll ein Lehrämtler mit 2 Fächern und dann noch Didaktik und Erziehungswissenschaft genau gleich viele Fachkurse besuchen?

Das die Lehrämtler wenn sie Fachkurse besuchen die gleichen haben wie die Fachleute finde ich gar nicht verkehrt, wie gesagt was bringt die Didaktik, wenn man keine Ahnung vom Fach hat.

fSilohsofixa


Ich habe gar nicht gesagt, dass die Lehrämtler nie gemeinsam Kurse mit den Fachwissenschaftlern haben, aber es kann rein logisch und zeitlich ja gar nicht sein, dass die Lehrämtler die gleichen Kurse sprich alle Kurse besuchen, die die Fachwissenschaftler besuchen, wie soll das gehen? Wie schon erwähnt wurde oft haben die Naturwissenschaftler nur ein fach, wie soll ein Lehrämtler mit 2 Fächern und dann noch Didaktik und Erziehungswissenschaft genau gleich viele Fachkurse besuchen?

Genau so war es bei mir aber. Pro Semester habe ich zu meinen zwei Fächern in der Regel noch eine Didaktik- und eine Erziehungswissenschaft- oder Psychologieveranstaltung sowie während des Studiums insgesamt drei Praktika (jeweils Blockpraktika) gehabt. Das kam zu den fachwissenschaftlichen Veranstaltungen, die die gleichen waren wie bei den Magisterleuten hinzu. Magisterstudenten hatten eben entweder zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer und entsprechend etwas weniger abzuarbeiten. Dafür haben die Lehramtsstudenten meist auch etwas länger fürs Studium gebraucht (wenn man von den Bummelstudenten im Magister mal absieht).

Ich finde das auch richtig. Ich habe an meiner momentanen Schule mit bildungsbürgerlicher Klientel zu tun und brauche das Fachwissen einfach. Mit oberflächlichem Wissen kommt man an manchen Schulen schnell an seine Grenzen. Wenn man bestimmte Sachstrukturen nicht begriffen hat (und das bedeutet, dass man in die TIefe gehen muss), ist es unmöglich, guten Unterricht zu planen und durchzuführen.

Nicht umsonst heißt das Referendariat auch "zweite Phase der Lehrerausbildung", weil dort eben der Schwerpunkt auf der Didaktik bzw. Praxis liegt.

Mit dem ersten Staatsexamen kann man auch woanders arbeiten (habe ich auch drei Jahre lang gemacht), das zweite qualifiziert einen für den Lehrerberuf und das gute Gehalt. Es ist eine verdammt harte Ausbildung (v.a. das Referendariat ist echt schlimm phasenweise) und ein hochanspruchsvoller Job. Ich halte nichts von einer Schmalspurausbildung, durch die man immer nur eine Zeile weiter ist als die Schüler.

Insofern: Halt' durch!

fbilosohfxia


Wer fehlende Kommata oder Tippfehler entdeckt, darf sie behalten!

WratIerlix2


Ja, das ist schade, dass die Universität mehr Theorie als Praxis bietet. Ist aber nicht in allen Lehramtsfächern so. Meine Schwester hat Sonderpädagogik für schwererziehbare Schüler und Schüler mit Lernschwierigkeiten studiert. Da war Unterrichtsplanung, Unterrichtsvorbereitung – insgesamt die ganze Didaktik-Thematik wesentlich wichtiger als das Lehrfach wie Mathe.

Ja, aber am Gym ist es schon wichtig, dass man sein Fach wissenschaftlich beherrscht... versteh immer die Leute nicht, die das sinnlos finden. ":/

Da ist es leider unwichtig, ob der Lehrer nun seine Stunde besonders gut vorbereitet hat oder überhaupt eine gute Lehrkraft ist.

Das stimmt ja so nun auch nicht ganz. Ein Lehrer, der seine Stunde besonders gut vorbereitet hat und noch ein paar andere Dinge gewissenhaft beachtet, IST ein guter Lehrer. Dass das vom Zufall/von unveränderlichen Personmerkmalen abhängt, ist ja längst total überholt.

Unterrichten ist ein Handwerk. Jedenfalls laufen bei mir Stunden, wo keine wichtigen Phasen fehlen, erheblich besser, als welche, wo alles wie Kraut und Rüben "irgendwie" geplant ist und ich finde das auch völlig logisch. Sonst gäbs ja keine Phasenmodelle. ;-D

Werden es aber trotzdem, weil man ja schon ewig dafür studiert hat und nicht weiss was man sonst damit anfangen soll...

Das sind dann wohl aber auch nur die Leute, die immer denken "das vom Fachstudium brauch ich alles eh nie wieder". Die wissen dann außer Lehrer nichts zu werden. Mir fallen ehrlich gesagt mit Gym-Lehramt noch zig Sachen ein und auch besonders, wenn man ein MINT-Fach studiert hat. Man muss da bestimmt nicht neu studieren, wenn man Info/Mathe-Lehrer studiert hat und dann in die freie Wirtschaft will. Da reicht bestimmt ein zusätzlicher Master (2 Jahre, statt Ref?? ;-)) oder gar erheblich weniger aus. In meinem Fach (GeiWi) kann ich sofort alle Nichtlehrerjobs besetzen, das ist überhaupt kein Problem. Naja, promovieren muss man da eh meist, aber darf man als Gym-Lehrer ja problemlos. Außerdem kann man sich auch seine Scheine anrechnen lassen und da nen Bachelor draus machen und umsatteln, ohne komplett von vorn anzufangen.

Ich kenne letztendlich einen Deutsch/PoWi-Lehrer, der jetzt bei einer Softwarefirma arbeitet. Das kam so hobbymäßig, dann hochgearbeitet, gut gewesen, fertig.

Es gibt ein Leben nach dem Referendariat und auch eins daneben, immer dran denken. Auch, wenn man "Lehramt" studiert hat. Wenns nicht grad Grundschule/Förderdings ist, dann kommt man da raus (und auch Grundschullehrer können vielleicht auf Kindergarten umsatteln, Familienhilfe beim Jugendamt machen etc. und was mein Prof noch meinte: mit Lehrbücher schreiben werden Sie auch reich! ;-D )

m]ar ipo.sxa


Meinen Vorrednern/-schreibern kann ich hier nur zustimmen – insbesondere, was die Bedeutung des Fachstudiums betrifft.

Damit gibt es für Abbrecher und diejenigen, die nicht in der Schule bleiben wollen, immer irgendwelche Möglichkeiten. Viele Arbeitgeber erwarten gar nicht ein bestimmtes Fach, sondern einen Abschluß in einem beliebigen Fach – und natürlich Flexibilität.

Ber zurück zum Thema:

Die Feedbacks, die ich bislang bekommen habe, sind recht gut. Das Einzige, was bekrittelt worden ist, dass ich das mit der Zeit nicht so im Blick habe und auch 1x einen eigentlich guten Beitrag im Unterricht nicht ausreichend gewürdigt habe.

Hilaria, das sind die typischen Anfänger'fehler', und die könnte kein Uni-Seminar verhindern. Aber die sind nicht schlimm, Zeitmanagement lernt man eben nicht theoretisch, sondern am besten im Umgang mit unterschiedlichen Lerngruppen. Mit zunehmender Routine lernt man auch den Umgang mit kreativen Beiträgen der Schüler, die zwar gewürdigt werden sollen, aber auch nicht die Planung aushebeln dürfen.

An welchem Schultyp arbeitest Du?

a%betrha<ll/o2


Ihr habt wirklich keine einzige Pädagogik-Klausur geschrieben? :-o

E^hemali5ger Nvutzehr (?#54x3915)


Hi Mariposa,

ich bin an der Gesamtschule. Bisher bin ich dort wirklich glücklich – auch wenn es vielleicht dumm klingt. Es ist so viel besser, als ich erwartet habe; aber ich bin auch mit keinen so klaren Vorstellungen oder Erwartungen an das Ganze herangegangen und dort, wo ich vorher mal gearbeitet habe, sei es Praktika, Förderstellen, Lehrauftrag usw. habe ich häufig halt wirklich ausschließlich die leistungsschwachen Schüler unterstützt. Ich war auch viel an sozialen Brennpunkten aktiv. Auch bei meinen Nachhilfeschülern war es oft von familiären Problemen begleitet. Das ist eben in Großstädten auch nichts Ungewöhnliches. Ich bin zwar von einer Großstadt in eine andere Großstadt gezogen, arbeite allerdings in einer Nachbarstadt, die eher als Kleinstadt zu werten ist.

Unsere Schule ist wirklich gut. Vieles ist dort super geregelt, man wird unterstützt, bekommt selbst die Gelegenheit zum Unterstützen usw. Inklusion wird dort gelebt.

Wird sich dann noch zeigen, wie die Fachleiter mich finden. ]:D

WWa=terlxi2


Zeitmanagement ist wirklich nicht so leicht. Gibt aber auch viele fertige Lehrer, bei denen das nicht jedes Mal alles hinhaut. Bei mir haut es manchmal auch einfach hin. Aber man macht echt so Fehler, wie z.B. drauf eingehen, wenn die Schüler irgendwelche Diskussionen anfangen etc. oder mal eine Phase vergessen/nicht ideal planen, da kann auch das Verständnis oder die Aufmerksamkeit der Schüler leiden. Oder oft ist es einfach Freitag 5./6. Stunde. Die Schüler sind schon total fertig und gehen über Tisch und Bänke.

Ich find es passiert auch extrem viel im Unterricht, man kann am Anfang noch gar nicht alles beherrschen...

Ich plane mir bei Zeit sowieso immer schon ein bisschen mehr ein, damit man dann noch Luft hat (aber dann falls es doch klappt, noch irgendein Spielchen planen, falls Zeit übrig ist ^^).

j`ust_loPoking?


Kleiner Minieinwurf auf Waterli eingehend, oh ja, Freitag letzte Stunde, da plane ich schon nur die Hälfte, eh schon schwierige Klasse und da sind mit dem Kopf schon beinahe alle im Wochenende.

EuhemaligUer1 Nutzer V(#543x915)


Ja, Zeitmanagement. :D

Wobei wir ja wenigstens fast 70 Minuten Stunden haben. Irgendwie komme ich damit besser zurecht. :D

Man kann v.a. methodisch echt mehr machen und auch mal was Warm-up-Mäßiges in die Länge ziehen. (ok Letzteres sollte ich beim UB vielleicht nicht tun... *hust*)

Waterli, du bist quasi dann mit Ref durch ?

jFustl_lookCingx?


Kleiner Minieinwurf auf Waterli eingehend, oh ja, Freitag letzte Stunde, da plane ich schon nur die Hälfte, eh schon schwierige Klasse und da sind mit dem Kopf schon beinahe alle im Wochenende.

Eohemali`ger 1Nuatzer< (#543x915)


Just looking,

oder man ist als "Leerkörper" auch schon im Wochenende. XD

Spaß beiseite, ich bekam das gestern in Franz auch live mit, das bei uns schon die 5. Stunde strapaziös für die SuS ist. Die endet gegen ca. 14 Uhr.

Bei uns zieht sich das durch die Länge der Stunden, die Mittagspause halt sehr in die Länge.

jKust?_lo#okixng?


Also an mir liegts sicher nicht. Ich hab die gleiche Stufe nochmal, da wäre es viel einfacher wenn ich genau das selbe machen könnte (zumindest vom Stoff her, wenn auch mit anderem Schwerpunkt wegen anderer Schülervorlieben). So hab ich eine Klasse die im Zeitrahmen liegt und eine die hinter ihnen ist.

Oh ja, 14.00 ist hart. Bei uns ist spätestens 13.20 am Freitag Ende.

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