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Sozialer Beruf mit psychischer Krankheit?

H!ap<py mBanxana


Ich finde man sollte psychisch Kranken eine Chance geben. Psychisch Krank zu sein bedeutet definitiv nicht das man automatisch unfähig ist mit Menschen im sozialen Bereich zu arbeiten. Ich für mich kann mir z.B. keinesfalls jemals vorstellen in einem reinen Büro-Job zu arbeiten. Ich denke ich werde es in 1,2 Jahren mit der Ausbildung definitiv in Angriff nehmen.

cxhi


Das Problem mit dieser Chance ist, dass es sozial schwache Menschen ausbaden müssen, wenn die Chance nicht funktioniert. Vielleicht gibt man ihnen dann noch ne 2. oder ne 3. Chance, aber auch da leiden dann wieder die Patienten, die Kunden, oder wie auch immer man sie nennen mag, darunter, wenn die psychisch instabile "Helferin" nicht mehr helfen kann. Oder die Situation für den Patienten womöglich noch verschlimmert, weil sie sich nicht mehr im Griff hat.

HZagal-az7x7


ich finde auch, es kommt klar darauf an in welchem bereich man eingesetzt ist. die arbeit mit behinderten ist klar etwas anderes, als die mit psychisch kranken. und sicher gibt es situationen, die triggern, andererseits kann aber ein psychisch kranker mensch einen ebensolchen viel besser verstehen und begreifen. mir hat mein burnout dahingehend viel gebracht, denn es hat meinen horizont immens erweitert. meine "gesunden" kollegen, die nur körperlich krank werden, sind keineswegs ressistenter, im gegenteil, sie sind oft viel angegriffener von den problemen der leute, die ihnen begegnen als ich, denn zu meinem leben gehören schatten, sie schrecken mich nicht mehr ;-)

E8hemaliigerw Nutzer x(#325731)


Das Problem wird sein mit solchen Vorerkrankungen, die ja angegeben werden müssen bei der personalärztlichen Eigungsuntersuchung einen Ausbildungsplatz zu bekommen, bzw. später eine Einstellung.

Ich schließe mich den meisten Meinungen hier an, mit eigner psychischer Erkrankung hat man in deinem sozialen beruf nichts verloren ....man triggert sich damit auch ständig selber, das kann auf Dauer nicht gut gehen.

EChemalUiger N$utzger (=#32x5731)


Ich denke ich werde es in 1,2 Jahren mit der Ausbildung definitiv in Angriff nehmen.

Dir ist aber schon bewusst das die gesundheitliche Eignung an anderer Stelle entscheiden wird, nämlich durch die ärztliche Eigungsuntersuchung. Natürlich kann man bewusst falsche Angaben machen, aber kommt das raus wird die fristlose Kündigung erfolgen ....

H&ag2alaxz77


komisch, ich möchte behaupten, dass gerade in sozialen berufen, die meisten psychisch kranken arbeiten, die dort ja auch bleiben, es sei denn es wird beruflich wirklich komplett umorientiert. ich frage mich, ob die, die hier so dagegen posaunen eigentlich selbst betroffen sind ;-)

SOafWka6raffxe


komisch, ich möchte behaupten, dass gerade in sozialen berufen, die meisten psychisch kranken arbeiten

Quelle? Oder zumindest eine logische Begründung? :)D

HDagalaxz77


@ Safkaraffe

vielleicht sollte man dazu wirklich mal ne Studie machen, ich wäre gespannt. Es gibt hinreichend Leute, die nicht diagnostiziert sind, das wird hier ein wenig vergessen.

E@hemaliKger ?Nutzxer (\#3257x31)


komisch, ich möchte behaupten, dass gerade in sozialen berufen, die meisten psychisch kranken arbeiten, die dort ja auch bleiben, es sei denn es wird beruflich wirklich komplett umorientiert

Es ist aber nun mal ein Unterschied ob man diagnostiziert und behandelt ist oder eben nicht, und auch ob man vorher schon in dem beruf gearbeitet hat und vielleicht einen unbefristeten Vertrag hat, oder neu eine Ausbildung beginnen will.

Da sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ....

HNappwy B.anana


Hier muss keiner der die Ausbildung zur Erzieherin machen zu irgendeiner Untersuchung. Die Schulen hier reissen sich um jeden der diese Ausbildung machen möchte. Da wird keiner nach irgendwelchen Krankheiten gefragt. Habe ich auch noch niemals erlebt. Es wird leider Gottes auch nicht im laufe der Ausbildung ausgesiebt. Wenn das irgendwo anders so ist dann soll es so sein.

J%ul"exy


Also erstmal danke für die zahlreichen Antworten @:)

Und... ich kann beide Seiten irgendwie verstehen.

Ich muss dazusagen, dass sich meine Triggeranfälligkeit schon extrem gebessert hat, ebenso die Fähigkeit mich abzugrenzen. Das lernt man hier, wenn man auf engstem Raum mit mehreren anderen psychisch Erkrankten zusammenlebt.

Ich kann schon verstehen dass es dem Klienten eher schaden kann wenn man selbst nicht stabil ist, aber ich möchte ja nicht mit psychisch Kranken arbeiten und bei der ehrenamtlichen Tätigkeit hat's ja auch geklappt mit den Kindern und Jugendlichen... ":/ und im Krankenhaus früher auch, ich konnte mich wunderbar abgrenzen, klingt jetzt vielleicht hart, aber es war sehr sehr selten, dass mich ein Schicksal zu sehr berührt hat. Ich denke, wenn ich das wirklich will, schaffe ich das auch!

E>hema!liger Nuftzer (x#325731)


Hier muss keiner der die Ausbildung zur Erzieherin machen zu irgendeiner Untersuchung.

Das mag sein das es die bei schulischen Ausbildungen nicht gibt, aber die Betriebsärzte kommen spätestens zum Einsatz wenn es um den Wechsel in den Beruf geht ....

Denn wenn die betriebe keinen eigenen Arzt haben, wird man eben zum Gesundheitsamt geschickt und jeder Arbeitsvertrag besagt auch unter Voraussetzung der gesundheitlichen Eignung ....

Sicher kann man einfach drauf los rennen, aber wenn man nicht hinterher dumm dastehen will sollte man sich über die Einstellungsbedingungen NACH der Ausbildung auch mal informieren ...

S-afkFaraxffe


Meine Studienerfahrungen (Sozialwesen): Viele Depressive, Borderliner und mit PTBS wurden aufgenommen, die können sich ja soooooo super in das Klientel hineinversetzen.

Ende von Lied: die haben keine 3 Semester durchgehalten. Na sowas.

Ich finde ganz radikal, dass psychisch Kranke nicht in diese Branche gehören. Wenn ich querschnittsgelähmt bin, kann ich auch nunmal nicht Ballerina werden.

Man hat mit Klienten zu tun, die von sexuellem Missbrauch, Gewalt, Sucht etc. betroffen sind.

Da ist eine psychisch labile Person nun wirklich nicht die geeignetste, sorry.

E\hemalijger N utzear (#325x731)


Im übrigen gibt es meist [[http://www.nuernberg.de/imperia/md/berufsschule_7/dokumente/fachakademie_sozialpaedagogik/gesundheitliche_eignung.pdf solche]] Formulare die vom Arzt ausgefüllt werden müssen und das betrifft eigentlich alle sozialen Berufe ...

gerotPtchxe


hallo !

Selbst um im Kindergarten zu arbeiten muß man heute wirklich psychisch belastbar sein (da schließe ich mich einigen Vorschreibern an.

Ich selbst arbeite in einer Kindertagesstätte seit fast 20 Jahren und es hat sich unglaublich viel verändert.

Ist man selbst psychisch nicht gefestigt bin ich sehr sicher, daß man den Job nicht durchhalten würde. In einem Praktikum hat man recht wenig an Verantwortung (was als ausgelernte Kraft anders ist) und man bekommt nicht wirklich zu 100 % mit, was die ausgelernten Erzieherinnen leisten müssen.

Dazu gehören Elterngespräche (die nicht immer sehr einfach sind- besonders wenn bei dem Kind Probleme bestehen), Umgang mit schwierigen Kindern etc.

Das alles ist ein dickes Gesamtpaket daß man nicht mal so wegsteckt.

Ich bin durchaus belastbar was die Psyche angeht und sogar ich träume das ein oder andere Mal nachts von Situationen, Gesprächen oder ähnlichem aus der Arbeit. Daran merk ich dann immer, daß mein Gehirn und meine Psyche sich doch mit den Fällen beschäftigen, auch wenn ich sie eigentlich für mich als erledigt markiert hab.

Ich denke, es wäre der falsche Beruf (auch im Behinderten Bereich (die Arbeit ist oft noch anstrengender psychisch als "normale" Kita) für dich – egal welcher soziale Bereich.

Das soll allerdings nicht dich als Person in Frage stellen ! Nur anregen vielleicht doch mal zu überlegen, was du vielleicht statt dessen machen könntest / oder machen wollen würdest (sorry- komischer Satz *gg* ich weiß).

Ich bin auch genauso sicher, daß du einen Beruf finden kannst, der dir spaß macht und den du prima meistern kannst ! :)^

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