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Sozialer Beruf mit psychischer Krankheit?

J.uley


Anderer Vorschlag:

Ich könnte doch wieder ehrenamtlich arbeiten wie ich es schon mal getan habe. Da konnte ich selbst entscheiden, was und wie viel ich arbeite und das hat gut funktioniert. Und ich durfte das obwohl die dortigen Soz.Päds von meiner Krankheit wussten. Ich muss ja nicht unbedingt Geld verdienen, bekomme unbefristete Erwerbsminderungsrente und weiß eh nicht ob mich überhaupt jemals wieder jemand nimmt mit einer mittlerweile 6jährigen Lücke im Lebenslauf... ":/

SGmaraEg+dauIgxe


Die Idee mit dem ehrenamtlichen Engagement finde ich gut.

Ansonsten kann ich mich nur vivida anschließen. Du selbst wirst mit 30 Jahren betreut, da wäre es wirklich fahrlässig, Dich andere Menschen betreuen zu lassen. Du bist ja nicht umsonst in einer solchen Einrichtung untergebracht.

J:u]lexy


Ich bin nicht untergebracht. Das hieße ja, dass ich einen Beschluss hätte. hatte ich auch aber das ist zum Glück Vergangenheit Ich bin freiwillig hier.

Semar#agfdauge


Mit untergebracht meine ich auch nur, dass Du dort wohnst und rundum betreut und versorgt wirst. Das wird seine Gründe haben, und damit solltest Du diesen Berufswunsch vergessen.

H-iJllsi5M7


Beruflich würde ich dir nicht dazu raten. Aber da du doch abgesichert bist, kannst du doch weiterhin in diesem Bereich ehrenamtlich arbeiten. Damit kannst du wertvolle Hilfe leisten und die hauptamtlichen wirkungsvoll unterstützen. Und dabei kannst du dir deine Kräfte selbst einteilen.

Ob jemand mit psychischen Störungen einen Sozialberuf lernen und ausüben soll ist sehr differenziert zu sehen. Ich selbst arbeite in diesem Bereich und kenne die Belastungen, denen man gewachsen sein muss. Trotzdem sind mir Fälle bekannt, wo ehemalig Süchtige die besten Drogentherapeuten wurden, da sie sich bestens in die Lage des Klientels hinein versetzen können. Zudem erkranken auch im Sozialbereich viele Mitarbeiter, die danach auch nicht den Beruf wechseln, sondern iwie wieder fit gemacht werden für ihre Tätigkeit.

v>ivtida


Ich finde die Idee mit ehrenamtlicher Tätigkeit auch gar nicht schlecht...sowas wie in einer Suppenküche mithelfen oder so.

Weniger geeignet fänd ich zB "babysitter" also 1 zu 1 Betreuung von einem behinderten Kind (idR bezahlt durch verhinderungspflege) in häuslicher Umgebung o.ä.

Nimmt du denn an gar keiner tagesstrukturierenden Maßnahme teil? Arbeitest du in irgend einer Form?

Du kriegst EM-Rente...du bist voll erwerbsunfähig...sich dann gleich so einen Beruf auszusuchen ist einfach unrealistisch..

Es gibt doch mittlerweile auch zB Alltagshelferausbildungen (Einsatzort zB in Seniorenheime oder KITAS), die sich auch an Menschen mit psychischen Erkrankungen richten.

SumarYagdaxuge


Trotzdem sind mir Fälle bekannt, wo ehemalig Süchtige die besten Drogentherapeuten wurden, da sie sich bestens in die Lage des Klientels hinein versetzen können.

Das habe ich auch öfter gehört, das sind dann z.B. Streetworker, die Kinder von der Straße wegholen, in Sportprogramme integrieren etc pp. Finde ich gut.

Allerdings muß man wohl unterscheiden zwischen einem Süchtigen, der 20 Jahre lang clean ist und andere wieder auf die Spur bringt und jemandem, der Borderline hat und mit 30 noch in einer Einrichtung untergebracht ist und betreut wird.

JBulexy


Mit untergebracht meine ich auch nur, dass Du dort wohnst und rundum betreut und versorgt wirst. Das wird seine Gründe haben, und damit solltest Du diesen Berufswunsch vergessen.

Wir werden nicht "rundum betreut und versorgt". Hier läuft viel mit Eigenverantwortung. Es ist hier auch nicht rund um die Uhr Personal im Haus, nur unter der Woche tagsüber.

Nimmt du denn an gar keiner tagesstrukturierenden Maßnahme teil? Arbeitest du in irgend einer Form?

Ich bin momentan in der Küche, d. h. wir kochen vormittags zu zweit für alle. Vorher habe ich geputzt (Bäder, Toiletten und so). Nachmittags haben wir dann Therapie (DBT). Irgendwann in naher Zukunft werde ich Praktika machen.

J4ulxey


jemandem, der Borderline hat und mit 30 noch in einer Einrichtung untergebracht ist und betreut wird.

Das liegt daran, dass ich früher keine Einsicht hatte und meine eigene Wohnung nicht aufgeben wollte. Habe jahrelang um die Wohnung und meine Autonomie gekämpft, bis meine Ärzte nicht mehr mitgemacht haben und mich mit gerichtlichem Beschluss in eine geschlossene Einrichtung gesteckt haben. Aber das ist zum Glück Vergangenheit. Aber es hat mir die Augen geöffnet.

SGafka}rafxfe


jemandem, der Borderline hat und mit 30 noch in einer Einrichtung untergebracht ist und betreut wird.

Absolut. Das ist sowas von realitätsfern und fahrlässig, finde ich keine Worte für.

Du solltest diesen Wunsch aufgeben, du bist für so etwas nicht geeignet. Kannst du vielleicht nix für, aber ich kann auch nix dafür, dass ich schlecht in Mathe bin und nicht Maschinenbau studieren kann.

Die Idee mit dem Ehrenamt finde ich wiederum sehr gut.

Jzulexy


Ok, danke, dann behalte ich das mit dem Ehrenamt mal im Auge... :)z

Tcapxs


Aber denkt ihr nicht, dass man lernen kann, mit der Erkrankung gut umzugehen und dadurch stabil werden kann? So stabil, dass man in der Lage ist, einen solchen Beruf auazuüben?

Vielleicht lernst Du es, mit der Krankheit umzugehen, aber für einen Beruf, der schon gesunde Menschen psychisch an die Grenze und darüber hinaus bringt, bist Du absolut nicht geeignet.

In einem anderen Thread von dir habe ich gelesen:

So nun ist es amtlich, hab nen neuen Jahresbeschluss bis 08.10.2014…

Ich nehme also an. Du bist immer noch per Gerichtsbeschluss in der Einrichtung ???

Ja das mit der Einsicht ist so ne Sache, laut Beschluss habe ich keine Krankheitseinsicht, was aber nicht stimmt, ich wäre durchaus gewillt eine Therapie zu machen, wenn ich denn die Möglichkeit dazu bekommen würde..

Das ist zwar schon einige Monate her und anscheinend machst Du ja jetzt eine Therapie, Doch wenn ich deine Beiträge hier so lese, Du überschätzt dich immer noch selbst. Stundenweises Ehrenamt vielleicht, als Beruf nein. Selbst wenn Du eine Zeit durchhieltest, Du würdest Dir selbst absolut keinen Gefallen tun.

J#ul?exy


Ich nehme also an. Du bist immer noch per Gerichtsbeschluss in der Einrichtung

Nein zum Glück nicht, habe Widerspruch eingelegt und der Beschluss wurde verkürzt. Seit dem 8. April bin ich ein freier Mensch :)^ Bin ja auch nicht mehr in der Geschlossenen.

S;marfagdaxuge


Das mit dem Ehrenamt würde ich ins Auge fassen. Das ist nicht ganz so verbindlich wie ein Job, Deine Existenz baut nicht darauf auf.

Ansonsten, ich kenne mich mit Einweisung, Jahresbeschluss und Co nicht aus, ich glaube aber, dass bei Dir bis vor nicht allzu langer Zeit richtig schlimme Dinge vorgefallen sein müssen. Auch sonst lese ich, dass Du sehr viele psychische Auffälligkeiten hattest, und ganz ehrlich, nur wenn man mal ein halbes oder auch ein Jahr lang keine dieser Auffälligkeiten hat, ist man noch lange nicht geheilt oder in der Lage, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen - Du kannst momentan noch nicht einmal Verantwortung für Dich übernehmen, denn betreutes Wohnen ist eben kein Vergleich zum Alltag außerhalb einer solchen Einrichtung. Wenn man mitten im Winter im Auto sitzt, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, und drinnen im Auto läuft die Heizung, dann fühlt sich das auch so wie Sommer an, aber sobald man aussteigt, merkt man, dass es draußen sehr sehr kalt ist. - So ungefähr ist das bei Dir, es fühlt sich alles völlig stabil an, aber ob Du stabil bist, merkst Du erst, wenn Du wieder draußen auf eigenen Füßen stehst und vor allem mit dem "echten" Alltag, aber auch mit Problemen konfrontiert wirst. Wenn Du über Jahre den Alltag und auch mal die eine oder andere Krise durchstehst, ohne wieder in irgendeiner Einrichtung zu laden, dann könntest Du über solche Berufe nachdenken. Aber momentan wäre das wirklich unverantwortlich.

M,onlika&6x5


Bei der Vorgeschichte würde ich vermuten, dass du auch nicht genommen wirst. Deine Chancen diesbezüglich kannst du aber durch Ehrenamt erheblich verbessern, falls du wirklich an dem Berufswunsch festhalten willst. Außerdem kannst du Kontakte knüpfen, dich beraten lassen, wenn du einen Fuß in der Tür hast.

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