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Muss mich entscheiden! Medizin oder Pharmazie?

wPatlxuxid hat die Diskussion gestartet


Liebe Med1-Community!

Das hier ist ja eigentlich die Plauderecke, aber ich suche nach Rat und habe keine der anderen Kategorien passend gefunden.

Seit ich 15/16 bin (also seit 2-3 Jahren) war mir eigentlich klar, dass ich einmal Medizin studieren will. Ich habe soeben die Matura fertiggemacht (Österreich), habe den Med-AT Aufnahmetest letztes Jahr zur Probe gemacht und wäre reingekommen. Ich wäre also auf dem besten Wege, Ärztin zu werden.

An der Medizin hat mich schon immer fasziniert, dass man Menschen heilen kann, aber ganz besonders, wie der Körper funktioniert, wie viele Möglichkeiten man hat, Menschen zu heilen, und wie schnell sich die Medizin entwickelt (neue Arten von Prothesen, Hirnforschung, ...).

Jetzt, wo ich bald den Med-AT zum zweiten Mal schreiben werde (und ich damit rechne, dass ich reinkommen werde), zweifle ich plötzlich an dieser Entscheidung. Ich war jetzt fast drei Jahre fest davon überzeugt, dass ich das unbedingt machen will, hab sogar schon ein Praktikum im Krankenhaus gemacht.

Die Alternative wäre Pharmazie. Ich war schon immer an Chemie interessiert, und irgendwie reizt es mich, im Labor zu arbeiten. Ich weiß nicht, inwieweit man mit Medizin in die Forschung gehen kann; ich kann mir aber schon vorstellen, dass ich eher nicht mein gesamtes Arbeitsleben in einem Krankenhaus verbringen will. Natürlich gibt es andere Möglichkeiten (selber eine Praxis aufmachen), doch die Forschung und Entwicklung reizt mich einfach ganz besonders.

Was mich wiederum bei Pharmazie stört, ist, dass es weniger in Richtung Körper geht, sondern nur um punktgenaue Entwicklung von Substanzen; außerdem haben manche Pharmakonzerne einen sehr schlechten Ruf, ich möchte nicht Teil eines riesigen Geldapparates werden.

Also noch einmal zusammengefasst:

Welche Möglichkeiten hat man in der Medizin außerhalb des Spitals und der Praxen?

Ist die Arbeit in einem Phamarziekonzern eigentlich moralisch vertretbar?

Könnt ihr mir einige weitere Argumente Pro und Contra beider Richtungen geben?

Besonders würde ich mich über eigene Erfahrungsberichte freuen.

Dankeschön, eure watluxid

Antworten
p,elzt*ie^r8q6


Natürlich kann man als Mediziner auch komplett in die Forschung gehen, gerade bei Forschungseinrichtungen wie dem DKFZ, Max Planck etc.

Pharmazie ist zwar im Studium recht breit angelegt, danach jedoch gibt es nicht viele Möglichkeiten. Entweder man geht in die Pharmaindustrie, oder man fristet einen recht schnöden Alltag in einer Apotheke.

Von den beruflichen Möglichkeiten her ist Medizin bestimmt die bessere Wahl.

Sfunfl;ower7_73


Als jemand, der Biochemie studiert (und abgebrochen) hat und seinen Studienplatz in Medizin nicht angetreten, sondern sich für Psychologie entschieden hat (und es aufgr. der Gesamtbedingungen in D gerade mal wieer arg bereut) UND der in der Forschung einer Uniklinik gearbeitet hat:

Mach' Medizin. Das Problem (zumindest in D, Stichwort Ärztemangel) ist, dass viele Mediziner eben indie Forschung gehen, statt klassisch am Patienten zu arbeiten.

Mit einem Medizinstudium stehen Dir da einfach mehr Wege offen als mit Pharmazie. Damit kannst Du in die Apotheke oder Medikamentenforschung, bei Medizin stehen Dir aber viel mehr Fachbereiche zur Auswahl. Und im klassischen Kliniksetting werden Ärzte wirklich gesucht, während ich bei PHarmazie nicht so sicher bin, wie der MArkt da ist und v.a. wie er sich weiterentwickelt.

S0cihokoSMadaxme


Ich studiere auch in Österreich Medizin und kenne viele Freunde, die hier Pharmazie machen. @:)

Ich würde dir auch Medizin ans Herz legen, es ist eine super Sache, du brauchst dich noch nicht jetzt entscheiden in welche Richtung du gehen willst – > ob Krankenhaus/Forschung etc. brauchst du erst danach wissen und umentscheiden kann man sich ja auch immer noch!

Pharmazie ist teilweise sehr trocken, wirklich chemielastig, viel über Pflanzen/Kräuter etc. Das muss einen halt auch interessieren.

Ich würde Medizin machen, es ist eine super Sache, mir gefällt das Studium sehr und: Gratuliere zum Med-AT letztes Jahr, den schaffst du bestimmt dieses Jahr auch! @:)

hIintermomond


Bei der derzeitigen Auswahl würde ich dir jedenfalls Medizin empfehlen.

Evtl. kommt auch Biomedizin und -technologie in Frage, wenn du im Forschungsbereich arbeiten möchtest. Dabei solltest du jedoch auch ein Mindestmaß an veterinärmedizinischem Interesse an den Tag legen. Ausschlusskriterium dürfte aber die bereits verstrichene Anmeldefrist für das nächste Wintersemester sein.

Alles Gute für den EMS (oder wie auch immer er nun heißen möge!)

Liebe Grüße, hintermmond

k'a8llxa


Hallo liebe TE,

ich hab den Medizinertest damals auch bestanden und hab am Ende aber Biotechnologie studiert. Heute muss ich mir leider eingestehen, dass ich wohl lieber Medizin studiert hätte :-/

Ich kenne einige die Pharmazie studiert haben...naja das Studium ist recht "trocken", teils ist es eben wirklich hardcore auswendig lernen von Wirkstoffen usw. Nicht das dir das harte Lernen bei Medizin erspart bleiben wird ;-) Aber wenn du Apotheker wirst hast du dir 5 Jahre was reingeknallt um später ein besserer "Verkäufer" zu sein. Das soll bitte niemanden abwerten, der diesen Beruf ausübt. Ich habe höchsten Respekt vor jedem, der ein Studium wie Pharma schafft, aber für mich wärs absolut nichts, am Ende des Weges hinter einer Theke zu stehen. Wenn du dich für den Laborweg entscheidest, sei dir bewusst, dass die Konkurrenz recht groß ist ( Chemieker/ Biochemiker/ Mol.Biologen/ Biotechnologen/Bioverfahrenstechniker). Ich spreche aus Erfahrung ;-) Aber am Ende finde ich beide Studiengänge extrem spannend und ich würde jetzt auch nicht unbedingt darüber nachdenken was denn nun schwerer oder leichter ist. Wenn dir was gefällt und dich interessiert kannst du alles schaffen ;-) Ich hab Medizin damals nicht gemacht, weil ich mir diese enorme Verantwortung eines Arztes nicht zutraute. Heute ist mir klar, dass du diese Verantwortung überall trägst. Ja vielleicht geht es nicht direkt unmittelbar um ein Menschenleben, aber wenn du in der Forschung/Entwicklung/Quali whatever tätig bist kann auch so einiges schief laufen. Wenn du hörst was so manche Geräte kosten oder dir bewusst ist, dass für deine Forschung gerade ein Lebewesen gestorben ist, wird dir klar, dass hier genauso Verantwortung gefragt ist!

Was machst du gerne? Bist du gerne im Labor? Wie schauts mit Mathe aus? Bedenke, dass Labor selbst meist nur die Hälfte der Forschung ausmacht, die andere Hälfte der Zeit sitzt du am auswerten und schreiben ;-) Oder hast du lieber direkten Kontakt zu Menschen? Beratest du gerne? Ich für meinen Teil bedauere heute, dass ich nicht diesen Kontakt zu Menschen habe, da du im Lab ja jeden Tag die gleichen siehst ;-) Aber gleichzeitig hast du auch nicht so grausame Arbeitszeiten. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Hör auf dein Inneres, dann findest du schon dein Ding. Alles Gute!

w-atluxxid


Hallo miteinander! Dankeschön für eure Antworten. Nett, dass ihr mir helft!

Also zu Mathe: Mathe und Chemie waren eigentlich kein Problem. Chemie ist sogar mein Lieblingsfach, hab es auch vertiefend maturiert (deshalb war da die Überlegung Pharmazie), das liegt aber auch daran, dass wir einen extrem genialen Lehrer hatten. Ich glaube, was lernen betrifft krieg ich das schon hin – hab meinen Schnitt seit der Volksschule gehalten :=o

Bei Medizin fand ich eben auch attraktiv, dass man bestimmt einen Job bekommt, und auch noch einen, der wertgeschätzt wird (wer will sich schon mit der Person, die einen heilen kann, schlecht stellen ;-D )

Ich denk mir schon, dass Chemie im Gymnasium und Chemie im Studium zwei Paar Schuhe mit sehr unterschiedlichen Größen sind – kann es sein, dass man im Studium die Lust daran plötzlich verliert?

Sjuntflowexr_73


So ganz grundsätzlich bestimmt nicht. Es wird immer Momente geben, in denen einen a) das Studium frustriet oder b) ein best. Fach/Seminar. Gerade, wenn man immer ein guter Schüler war, im Studium aber der Stoff eines halben Jahres in 90 Minuten Vorlesung an einem vorbeizieht und man realisiert, was man alles noch lernen muss.

Aber wenn einen etwas interessiert und man hart lernen kann, verliert man kaum generell das Interesse. Es sei denn, man ist total uninformiert ins Studium gestartet. Bei mir in Psychologie standen in den ersten zwei Jahren ganz extrem Statistik, Physiologie und Grundlagen auf dem Plan. Nix "Patienten behandeln". Was eh nur eines von drei großen Teilfächern ist. Da haben etliche abgebrochen, weil unzufrieden.

EOhemiali}ger ^NuJtzer (#9467193)


Ich denke, den Teil den Sunflower im mit Sternchen versehenen Text erwähnt hat, muss man nochmal hervorstreichen. Medizin ist sicher ein wahnsinnig vielfältiges und breit angelegtes Fachgebiet – im späteren Studium oder Arbeitsbereich. Sicherlich nicht am Anfang.

Die ersten zwei Jahre setzen sich de facto zu großen Teilen, um nicht schon fast zu sagen, ausschließlich, aus Vorklinik zusammen... da bist du noch weit von 'Heilen' oder 'Patientenbehandlung' entfernt.

Sprich man legt mal wert auf die Basics wie Chemie, Biochemie, Physiologie etc., nachdem du in dem Bereich ohnehin Interesse hast, denke ich wird das für dich weniger zäh, also für Leute die eher die 'Praktiker' oder 'handwerkliche' Typen sind.

Unabhängig vom Studium, ob Pharmazie, Medizin oder ein anderes Fach ... leg' dir eine dicke Haut, gute Nerven und eine hohe Frusttolernaz zu – das kommt aber in der Regel noch im Laufe des Studiums. ;-)

bhlrade1x9


Ich widerspreche hier mal ein wenig dem Grundtenor, dass man mit einem Medizinstudium breiter aufgestellt ist. Ein Pharmaziestudium hat wesentlich mehr Schnittstellen zur Forschung hin als ein Medizinstudium. Der Grund dafür ist relativ einfach, da im Medizinstudium Nebenfächer wie Chemie oder Physik nur oberflächlich angekratzt werden. Damit ist es mitunter sehr schwer in solchen Bereichen unterzukommen, weil einfach die Basics fehlen. In einem Pharmaziestudium ist das nicht unbedingt so; gerade was die Chemie angeht gibt es viele Möglichkeiten, sodass man praktisch problemlos in vielen Bereichen der Chemie forschen kann bzw. direkt nach dem Studium seinen Doktor (den man in der Forschung braucht) in der Chemie machen kann.

ksallxa


Ja da muss ich blade18 recht geben. Solltest du wirklich in die Forschung wollen, würde ich dir von Medizin auch eher abraten. Hab das auch schon des öfteren gehört, dass Mediziner da nicht soo gern gesehen werden und ein Biochemiker da gleich viel mehr Chancen hat. Aber naja klar wo ein Wille wäre natürlich auch ein weg...aber wenn ich sehe wie viel bzw. wenig Chemie mein Kumpel in seinem Medstudium hat, dann leuchtet das auch recht deutlich ein.

Ich denk mir schon, dass Chemie im Gymnasium und Chemie im Studium zwei Paar Schuhe mit sehr unterschiedlichen Größen sind – kann es sein, dass man im Studium die Lust daran plötzlich verliert?

Glaube mir, die Tage wo du dein Studium verfluchen wirst werden kommen, egal was du studierst ;-) Ich war am Gym spitze in Mathe und Chemie und an der Uni steigst du spätestens nach der dritten Vorlesung aus, weil plötzlich komplett neuer Stoff hinzukommt ;-D Dem einen fällt es leichter, dem anderen schwerer...aber wenns dich wirklich interessiert verlierst du nicht unbedingt die Lust dran. Bedenke einfach, dass in der Schule Basics durchgenommen werden, an der Uni gehts dann ins Detail des Details...das wird dann oft mühsam, vor allem am Anfang, wenn es nur um die Grundsachen geht. Aber in den späteren Semestern fügen sich meist die Puzzles der Details zusammen und das Ganze wird wieder mega interessant :-) Und das du jedes Fach eines Studiums toll findest wird es nicht geben.... einige Kurse sind immer ungut, aber auch das kriegt man hin ;-)

W}atAerlix2


Natürlich gibt es andere Möglichkeiten (selber eine Praxis aufmachen), doch die Forschung und Entwicklung reizt mich einfach ganz besonders.

Was mich wiederum bei Pharmazie stört, ist, dass es weniger in Richtung Körper geht, sondern nur um punktgenaue Entwicklung von Substanzen; außerdem haben manche Pharmakonzerne einen sehr schlechten Ruf, ich möchte nicht Teil eines riesigen Geldapparates werden.

Öhm öhm... na wo ist das Problem? Du kannst doch auch mit dem Medizinstudium in die Forschung gehen und machst dann Studien an Patienten, erprobst Medikamente, erforschst neue Heilmethoden, unterrichtest vielleicht auch Medizinstudenten etc...

Da schreibst du einfach eine etwas "wissenschaftlichere" Doktorarbeit als die, die so ziemlich jeder Mediziner schreibt und schon kannst da Wissenschaftler werden wie in jedem anderen Bereich.

Also bei dem, was du schreibst, würde ich sagen fang an Medizin zu studieren (da hast du am Anfang auch erstmal Chemie). Du machst ja dann vermutlich auch in Ö eine Zwischenprüfung nach 4 Semestern oder so, da hattest du die Grundlagen: Anatomie mit Aufschnippeln, Chemie, Bio, Physik usw. und dann kannst du ja immer noch sagen "Ich will Kinderarzt werden!" oder "Ich will Gewebe mit dem Mikroskop anschauen!" und dich dann dahingehend etwas spezialisieren. Oder vielleicht doch noch auf Pharmazie umschwenken (informier dich mal, ob gewisse Studieninhalte am Anfang sich derart überschneiden, dass du später leicht umschwenken kannst... ).

kann es sein, dass man im Studium die Lust daran plötzlich verliert?

Ja. Ich habe Geschichte studiert, weil ich alles mit Hitler immer toll fand. Ich habe mich damit letztendlich aber nie mehr beschäftigt, als ich unbedingt musste. Ich liebe x:) stattdessen römische Inschriften, was ich zur Abizeit NIE geahnt hätte, das war halt einfach direkt bei Studienbeginn VIEL interessanter.

Ich habe auch mal ein Semester Physik studiert und nichts kapiert, obwohl ich in Mathe immer ne 2+ in dem Dreh hatte und meine Lehrerin immer dreimal soviel Zeit gegeben hat, als ich für die Aufgaben gebraucht hätte. Ich habe an der Uni plötzlich NICHTS kapiert. :|N Es gibt ja so Leute, die können einfach kein Mathe, so jemand war ich aber nie. An der Uni war ich dann so jemand, das hätte ich auch nie gedacht....

Oft muss man erstmal anfangen zu studieren, um zu wissen, ob einem das liegt oder was daran einem gefällt.

Wichtig ist halt nur, dass man so innerhalb der ersten 2 Jahre dann auch keine Angst hat, evtl. nochmal alles komplett umzuschmeißen, wenn es einem nicht so ideal gefällt. Aber 1-2 Jahre "reinschnuppern" kann man erstmal und wenns um die Entscheidung Medizin oder Pharmazie geht, geht das auch ohne nennenswerten Zeitverlust, würd ich mal meinen.

FLlying Dwithwout wings


Also bei dem, was du schreibst, würde ich sagen fang an Medizin zu studieren (da hast du am Anfang auch erstmal Chemie).

... zumindest auf dem Papier...

Also ich glaube, bei uns hat damals kaum jemand Chemie gelernt, weil wir einfach so mit Anatomie erschlagen wurden, dass wir gar keine Zeit dazu hatten. Also na klar – eine Woche vor der Prüfung, aber dann geht es eher nicht ums Verstehen oder um die Freude an der Sache, sondern eher darum wie man mit wenig Wissen möglichst viele Fragen richtig kreuzt.

Natürlich hatte ich als Erstsemester noch den Anspruch alles nachzuarbeiten und zu verstehen, aber ich glaube man muss schnell lernen zu unterscheiden, was man definitiv genau lernen muss und was eben auch so irgendwie gehen muss.

Ich weiß nicht, wie das an anderen Unis ist...

C>lalFalaxla


Habe auch Molekulare Medizin studiert, weil ich in die Forschung wollte und bereue es. Mann hat eine unheimlich hohe Konkurrenz mit den Chemikern, Biologen, Biochemikern etc. Ich habe bei mir an der Uni in wirklich vielen Abteilungen Ärzte kennengelernt, die Projektleiter sind. Und die anderen Mitarbeiter (größtenteils Doktoranden aus Biochemie) haben gejammert, dass die Konkurrenz so groß ist und am Ende die Mediziner die Führungspositionen bekommen.

Außerdem ist die Arbeit teilweise dadurch vielschichtiger. Ich kenne Projektleiter, die gehen morgens in die Klinik, haben ihren kleinen Patientenkreis mit genau dem, was sie erforschen. Und nachmittags geht's ab ins Labor. Viel Schreibtischarbeit ist natürlich enthalten, aber man hat eben nicht nur die Theorie vor sich.

Mach' Medizin. Das Problem (zumindest in D, Stichwort Ärztemangel) ist, dass viele Mediziner eben in die Forschung gehen, statt klassisch am Patienten zu arbeiten.

Die Erfahrung habe ich allerdings nicht. Wenn man sich unter Medizinern umhört ist dich die Grundstimmung, dass diese ganzen Naturwissenschaften und Genetik öde sind. 90% die ich kenne können mit Forschung gar nix anfangen. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren, woher du deine Erfahrung nimmst.

Jetzt war ich ein Jahr im Ausland und habe hier mit den Medizinern studiert und mein Entschluss steht fest, ich fange nochmal von vorne an. Eventuell mache ich danach dann noch einen Dr. rer. nat. drauf und schon kann's ab in die Praxis und die Forschung gehen.

Aber Freude wird's nicht immer machen, darauf muss man sich leider einstellen. Für Medizin (aber auch Pharmazie) braucht man eben gut Sitzfleisch. Nichts davon fliegt einem so einfach zu. Das musste ich im ersten Jahr auf die harte tour lernen ;-D

Slunhflowerx_73


@ Clalala:

Ich habe mehrere Jahre (schon als studentische Hilfskraft) auch an der Uni-Klinik gearbeitet. Und selbst DORT wurde zunehmend beklagt, dass zu viele Studenten gar nicht am Patienten arbeiten wollen. Der Punkt wird hier in D auch heiß diskutiert.

Ich würde mit meinen 41 und 7 Jahre nach Uni-Abschluss auch am liebsten noch mit Medizin anfangen. Muss aber sagen, dass ich es gesundheitlich wohl nicht packen würde. Und vom klassischen Klinikalltag in meinem Job auch die Nase voll habe.

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