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Nach Vorstellungsgespräch nur Absagen, demotiviert

x:YunCaxx


@ schnecke1985

"Möchte ja nicht Salz in die Wunde streuen, aber das Begrüßen und Verabschieden sollte man schon intuitiv wissen."

Ja aber wenn ich doch gerade wo stehe und die meiste Zeit runtergucke, weil ich Bücher sortiere oder wenn ich am Boden hocke und Tassen einsortiere oder so was, dann gucke ich doch nicht zwischenzeitlich mal hoch und sage "Hallo" oder "Tschüss" zu fremden Menschen, die gerade zufällig an mir vorbeilaufen. Das mach ich ja auch nicht, wenn ich in der Fußgängerzone wo lang gehe. Das ist halt total fremd für mich, mir käme von selbst gar nicht der Gedanke, dass ich das machen sollte…. Vor allem weil ich mir denke, dass die Leute dann bestimmt irritiert sind, wenn auf einmal jemand, den sie vielleicht nicht mal gesehen haben, was zu ihnen sagt. … Und ich bin dann wie gesagt viel zu konzentriert auf das, was ich machen soll, als dass ich irgendwie den Blick dafür hätte, mich noch auf meine Umgebung zu konzentrieren.

"aber als Arbeitnehmer musst du dich auch tough präsentieren."

Das kann ich aber eben nicht… Und ich meine: (Selbst)sicherheit lernt man ja auch mit der Zeit, je mehr man mit gewissen Situationen zutun hat, wenn ich die Leute kennen gelernt habe und auch mich an die Umgebung gewöhnt habe, bin ich meist viel entspannter. Zumal es ja auch ein totaler Unterschied ist, ob ich jetzt in dieser "Alles oder nichts" Situation bin oder ob ich weiß: "Ja, ich habe die Ausbildung, ich darf jetzt erstmal hier bleiben." Ich habe da halt nicht so gute Voraussetzungen wie andere Menschen, die da mehr Unterstützung/Rückhalt von zuhause erfahren (haben)…

Und dieses "Ich habe Abi, ich bin intelligent" – So denke ich ja auch nicht. Ich mein: Abi ist heutzutage echt keine große Leistung mehr, wenn man nicht total strunzdoof ist, kann man sein Abi irgendwie bekommen, zumal das ja auch mehr drüber aussagt, ob sich jemand anstrengen/lernen kann als dass derjenige vielleicht eher intelligent ist…

Und wenn ich jetzt die Ausbildung nicht bekomme, weil es an dem Punkt " fehlende Selbstsicherheit" (ich weiß wie gesagt nicht mehr, was das andere war…) liegt, dann ist es für mich auch wahnsinnig schwer, daran zu arbeiten. Weil ich dann weiß: Okay, ich kann mir die größte Mühe geben, ich kann ordentlich arbeiten, alles machen, was man von mir verlangt, aber solange ich weiterhin so bin, wie ich nun mal bin, kriege ich keine Ausbildung … Ich meine: Diese Schüchternheit und alles ist nun mal Teil meines Charakters… Und so was lässt sich doch nicht von gleich auf jetzt ändern…

Zumal ich, wie gesagt, "Rolle spielen" echt nicht als eine gute Empfehlung sehe …

@ Lischenswelt

Bitte keine Empfehlungen für ein Studium, dazu habe ich vor vielen Seiten schon genug zu gesagt. Das ist definitiv nichts für mich. Und warum der Beruf: Ich lese halt gerne, ich interessiere mich generell für Literatur/Deutsch/Sprachen und ich würde halt gerne täglich damit zutun haben. Zumal fänd ich es einen schönen Gedanken, wenn man jemandem mit einer Buchempfehlung sozusagen den Tag verbessern kann und auch sich mit anderen Leuten darüber austauschen kann… Und dann sozusagen an der Quelle des Ganzen ist. Ich bin da auch eher moderner eingestellt, Antiquariat ist nichts für mich…

Joah, so halt. … Und das ist halt der Beruf, auf den ich mich erstmal "versteift" habe, ich hätte da zwar noch Alternativen, aber da weiß ich auch nicht sicher, ob dass das Richtige wäre… "Ich gehe Probearbeiten mit dem Gefühl, ich bin eh besser als ihr."

So werde ich niemals sein. Niemals … Das find ich dann auch eher ne blöde Einstellung, fast schon arrogant und so was liegt mir total fern.

****

Ich habe echt Angst von der Rückmeldung, weil der Pessimist in mir schon erwartet, dass die mich auch nicht wollen … und dann steh ich wieder da mit leeren Händen…

Vor allem kommt dann bestimmt wieder mein Vater und meckert, weil er nicht versteht, wieso das jetzt auch nicht geklappt hat. …

ddkest


Ach Yunax, man möchte dich an die Hand nehmen und dir die Welt erklären.....

Ich befürchte die Frau hat dich "durchschaut". Natürlich begrüßt man Kunden! Gerade wenn man nur einen Tag da ist muss man auch ein bisschen "auftragen", das gehört zum Spiel. Also mal extrovertiert sein, auch wenns man eigtl gar nicht ist....

Und warum der Beruf: Ich lese halt gerne, ich interessiere mich generell für Literatur/Deutsch/Sprachen und ich würde halt gerne täglich damit zutun haben.

Weißt du, ich verstehe das. Aber der Besitzer sonstwas, der bezahlt dich halt primär nicht dafür dass du dich an Büchern erfreust, sondern dass du Kunden an Büchern erfreust und sie dann die Bücher auch kaufen.

Im Endeffekt bist du Verkäuferin, sicher in einem Umfeld dass dir Spaß machen würde, aber am Ende des Tages musst du halt auch Bücher an den Mann bringen, sonst gibts das Buchgeschäft nicht mehr lange.

Und ich befürchte die Chefin macht sich da auch grad ihre Gedanken, ob du das leisten kannst.

"Ich gehe Probearbeiten mit dem Gefühl, ich bin eh besser als ihr."

So ein Quatsch! Mit dem Gefühl kommste nicht weit. Aber mit dem Gefühl "Ich hab genug drauf um euch Bücher näher bringen zu können!"

Klar ist das beim Probearbeiten schwer. Aber du hast einen Tag um "Werbung" für dich zu machen und da sollte das Gefühl sein "Leute, ich habs drauf hier zu Arbeiten und das zeige ich euch!"

Lsisc(hensweolt


Also deine Begründung, warum du in dem Beruf arbeiten willst, finde ich gut :)^ Hätte ich einen Buchhandel und du würdest mir das antworten, würde ich das toll finden :)=

C5ho/upette_"Finxnian


Okay... 3 Punkte: ;-D

1. Natürlich sagt man Hallo und Tschüss zu den Kunden, auch wenn man irgendwo sortiert. :)z Natürlich sollst du nicht deine Augen überall haben oder den Kunden von unten her anspringen, aber wenn du dich drehst und dir neue Bücher, Tassen, wasweißich greifst, und dir ein Kunde ins Auge springt oder er dir sogar entgegenläuft, dann grüßt oder verabschiedet man denjenigen. Das ist schlichtweg höflich und geschäftsorientiert und das scheinst du nicht getan zu haben, sonst hätte die Chefin das ja nicht kritisiert.

2. Wenn dich eine der Damen kritisiert, dann sollte man kleine Brötchen backen und nicht rumdiskutieren, wie denn nun irgendein Detail genau war. Die eine Kundin ist zur Kasse gegangen als sie erfahren hat, dass du "nur" zur Probe da bist. (Hier hätte man gleich einbinden können, dass du probearbeitest, aber selbstverständlich gern eine Verkäuferin herholst.) Als dich die andere Angestellte hinterher beiseite genommen hat, wäre es besser gewesen du hättest ihren Ratschlag beherzigt als rumzudiskutieren, dass das ja gar nicht deine Schuld war, weil die Kundin ruckzuck weg war.

Vertrete deinen Standpunkt wenn es wichtig ist, aber nicht bei solchen Lappalien rumdiskutieren, das kommt NIE gut an! ;-)

3. Von wegen bis zum 01.08. ist es ja nur noch eine Woche und das wäre dir alles zu knapp – WILLST du arbeiten? Möchtest du die Ausbildung wirklich? Du hast die Chance bekommen eine der wenigen Stellen als Buchhändlerin zu ergattern, die es überhaupt gibt, du eröffnest einen Faden, dass du so demotiviert bist weil du keine Chancen bekommst und jetzt hast du DIE Chance und dann ist dir plötzlich alles zu knapp, obwohl du bereits seit Monaten nichts arbeitest und eigentlich nichts weiter hast, auf das du wartest? ":/

-

Ansonsten denke ich, dass du dich nicht mit den Ausgelernten vergleichen solltest, das kann nur schiefgehen und ist auch ein völlig falscher Ansatz. @:)

xhYu!naxx


@ Dkest

Mir war das nicht bewusst, dass sie das mit dem Kunden begrüßen SO meinte. Außerdem hatte ich das während der Zeit, wo ich die ganzen Aufgaben gemacht habe, schon komplett vergessen, dass sie am Anfang so was gesagt hatte. … Mir ist das halt total fremd. Jetzt weiß ich es ja besser und könnte daran arbeiten…

(…)

Und wie gesagt, dass mit dem ""Ich gehe Probearbeiten mit dem Gefühl, ich bin eh besser als ihr." " war nicht ein Zitat von mir, sondern von wem anders in dem Thread hier, so würde ICH niemals denken …

@ Choupette_Finnian

1. Wie gesagt: Ich hatte total vergessen, dass sie das gesagt hatte und ich hatte es auch anders aufgenommen, als sie es gesagt hatte… Mir ist das total fremd, ich habe doch null Ahnung im Umgang mit Kunden, insofern … Selbst beim Praktikum, was ich damals mehrere Wochen in der einen Buchhandlung gemacht habe, hat mir niemand gesagt, dass ich das machen soll .. Mag sein, dass es vielleicht "logisch" ist, wenn man drüber nachdenkt, aber ich hatte meine Gedanken ganz wo anders… Jetzt wüsste ich ja, wie man das macht/machen soll …

2. Die Kundin ist nicht zur Kasse, sie meinte, sie würde dann dahin gehen und dort fragen und dann hat sie sich schnell weggedreht und ist nach rechts weg gegangen und da war dann die andere Buchhändlerin wohl, die ich gar nicht gesehen hatte. Ich war halt so irritiert davon, dass die Dame sich auf einmal umgedreht hat, bevor ich noch fragen konnte, ob ich sie zu wem anders bringen soll und dann wollte ich ihr auch nicht hinterher rennen, weil ich dachte, die denkt, ich kann ihr eh nicht helfen… Und ich habe auch nicht rumdiskutiert, ich habe der Buchhändlerin das nur so gesagt und dann meinte sie aber, ich soll es so und so machen und dann habe ich es dabei belassen. War dann nur kurz ziemlich am Boden, weil ich mir Sorgen gemacht habe, wie das jetzt bei der ankam … und ich bin halt nah am Wasser gebaut.^^ Achman. Ich habe doch sonst nie in meinem Leben mit Kunden zutun … Später hat mich auch wer anders angesprochen und ich habe die Frau dann gefragt, ob ich sie zu wem anders bringen soll/darf und habe sie dann auch zu derselben Buchhändlerin gebracht. Damit habe ich der ja gezeigt, dass ich aus der Situation gelernt habe …

3. Das hast du jetzt falsch verstanden. Dass das alles so knapp ist, ist nur etwas beängstigend für mich. Ich sage doch nicht, dass ich das nicht will, ich bin doch dort hingegangen, ich habe mir Mühe gegeben usw. und ich würde auch gerne die Ausbildung dort machen. Nur: Andere Leute unterschreiben ja Monate vorher, schätz ich zumindest, ihre Ausbildungsverträge und haben dann mehr Zeit, sich darauf einzustellen … Wenn das jetzt doch positiv ausgeht, was ich stark bezweifle, dann fängt ja 2 Tage oder so, nachdem ich den Vertrag unterschreiben müsste, schon die Ausbildung an und dann ist alles so viel anders als vorher… Und ich habe halt im Allgemeinen lieber genügend Zeit, um mich auf so was einzustellen, aber naja.

Das ist halt nur alles etwas… komisch. Aber das heißt doch nicht, dass ich keinen Bock drauf habe …

***

Meine beste Freundin meinte, ich bräuchte einfach mal ein Erfolgserlebnis bzw. jemanden, der mir mal eine Chance gibt, damit ich aus diesem "Tief" herauskomme, mal etwas entspannter sein kann und auch zeigen kann, was ich so drauf habe... und vor allem aus dieser Drucksituation raus komme. Hm... Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich schon bedröppelt am Boden sitze, weil ich habe echt totale Angst vor dem Anruf... dann krieg ich ne Absage... und danach stehe ich wieder im Supermarkt und frage nach nem Aushilfsjob und das, obwohl ich so kurz vorm Ziel war...

Puowe"rPupfxfi


Ich glaube, den Defizit liegt auch einfach im Umgang mit anderen Menschen. Kann das sein?

Das ist kein Problem. Das kannst du trainieren! :)_

Charisma, Aufmerksamkeit und Selbstbewusstsein sind unheimlich wichtig im Service.

Du musst den Leuten das Gefühl geben, dass du für sie da bist, dass du ihnen zuhörst und dass du kompetent bist – egal, ob du kompetent bist oder nicht.

Dazu gehört, dass du die Leute wahrnimmst und ansprichst. Kommt jemand in den Laden, blickst du dem Kunden in die Augen, lächelst und begrüßt ihn dabei. Du nimmst ihn wahr. Wir wollen alle wahrgenmmen werden.

Ich lasse meist 1-2 Minuten verstreichen und lege mich dann auf die Lauer: "Sie wollen mal stöbern oder kann ich helfen?"

Das "kann ich helfen" kommt am Schluss. Wir merken uns meist das, was wir als letztes hören. Alter Verkäufertrick.

Helfen ist nämlich immer gut. A) verlassen die meisten so schneller den Laden und B) ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gekauft wird, viel höher, da viele unterbewusst deine Beratung mit einem Kauf honorieren und C) hast du Kontrolle über deinen Bestand.

Das ist wichtig. Remissionen sind zu vermeiden, der Lagerbestand klein zu halten.

Du kannst auch unmöglich alle Bücher lesen. Empfehlungen von Kollegen, Freunden, dem Internet und Klappentexte bieten dir aber einen idealen Überblick.

Ich sage zum Beispiel immer: "Ich selbst hab es leider noch nicht gelesen, aber meine Kollegin war sehr angetan von XY." Das ist dann immer eine positive Referenz.

Dabei bleibst du immer selbstbewusst, achtest auf Augenkontakt, lächelst, machst hier und da einen lockeren Spaß, ein bisschen Smaltalk – und dann wird dir allein aus Sympathie etwas abgekauft. Bei Männern ist es sogar noch einfacher als bei Frauen.

Was auch hilft, sind die Verlagsvorschauen und natürlich die Vertreter. Alternativ kannst du auch bei Libri oder KNV im System gucken – aber das ist bestimmt noch sehr viel und sehr neu für dich. Zumal finde ich, dass persönliche Empfehlungen viel eher im Kopf bleiben, deshalb am besten die Kollegen fragen.

Wir lesen ja alle sehr viel, da ist man immer an der richtigen Adresse.

Ich bin übrigens keine Buchhändlerin, sondern Germanistikstudenten, die in einer Buchhandlung jobbt. Du willst zwar nicht studieren, aber ich finde, das ist viel näher an deiner Leidenschaft. Die Ausbildung zur Buchhändlerin hat weniger einen Fokus auf deine Liebe zur Sprache und zur Literatur – hier gehts primär um Warenwirtschaft. Wie du siehst, lerne ich das auch so. Ganz nebenbei und kann in der Uni meine Leidenschaft für Literatur und Sprache voll ausleben.

Dort lernst du so viele Facetten kennen. Ich hab erst hier gelernt, was literarische Qualität ist. Vorher wusste ich das nicht, obwohl ich schon immer gerne gelesen habe.

Wenn du wirklich so für die Literatur brennst, dann sehe ich dich dich nicht als Buchhändlerin...

Meine Kolleginnen haben übrigens alle studiert. Keine ist ausgebildete Buchhändlerin – nicht mal die Inhaberin.

P;ow0erwPvufxfi


Ich teile deine Leidenschaft, allerdings finde ich nicht, dass sie im Buchhandel sonderlich gefördert wird. Häufig bleibt nicht mal die Zeit, selber zu stöbern. Man ist eben primär eine Verkäuferin.

Deshalb will ich zum Beispiel ins Verlagswesen. Hier sitzt du direkt an der Quelle und übst Einfluss auf den Literaturbetrieb aus.

RxHW


Hallo xYunax,

das tut mir leid, dass es bisher noch nicht geklappt hat.

Ich drücke dir die Daumen, dass es diesmal klappt.

Was kann man tun:

- wenn kein fester Termin vereinbart wurde (oder nach Ablauf des Termins), den Praktikumsbetrieb anrufen und nachfragen. Es kann sehr gut ankommen, wenn man zeigt, dass man sich mit möglichen Schwächen auseinandergesetzt und sich damit beschäftigt hat.

- ggf. einen Nebenjob mit Kundenkontakt suchen, da lernt man den Umgang mit Kunden: z.B. Tankstelle, Supermarktkase, Schnellimbiss, Kiosk. Auch wenn es vielleicht nicht so viel Spaß macht, es wäre der Preis, um den Traumberuf zu erlernen.

Das kann man dann auch in Bewerbungsschreiben und -gesprächen anbringen.

- Vielleicht nützlich:

[[http://www.patenmodell.de/arbeitsuchende/informationen/]]

- ggf. kann man bei der VHS etc. nach Kursen suchen, die einem helfen: z.B. Rhetorik, Verkaufen am Telefon etc.

Viel Erfolg!

Gruß

RHW

C<hoDupeMttVe_Fixnnian


Dass das alles so knapp ist, ist nur etwas beängstigend für mich.

Ach so meintest du das. Aber das geht doch jedem so! ;-) Das sind ganz normale Gefühle, die sicher jeder hat (nur die gibt nicht jeder zu!). Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und neue Sachen machen entweder Angst oder verursachen zumindest (z. T. negative) Aufregung.

Aber mal ehrlich: Auch wenn du Monate vorher weißt, was auf dich zukommt, wirst du trotzdem die Woche vorher total nervös sein und am Abend vorher wahrscheinlich kaum schlafen können! Du hast wenigstens den Vorteil, dass du ins kalte Wasser geschmissen wirst und dir nicht ewig den Kopf zerdenken musst! (Auch wenn du das normalerweise gern tust! ;-) )

Ich gönne dir die Ausbildung jedenfalls und ich bin sicher, dass du das Ding machen wirst! Und was du nicht kannst oder dir nicht klar ist, das lernst du einfach. Der eine kann dies, der andere das. Ich weiß, dass du immer mit deinem "schlechten Abi" etc. kommst, aber du hinterlässt hier keinen dummen Eindruck! Schei... auf die Abi-Note, darauf kommt es im Beruf nicht an! Es kommt auf dich an und zu was du bereit bist und du machst hier auf mich einen gescheiten Eindruck. Und wenn du n bissl Nachhilfe im Umgang mit Menschen brauchst – so what!? Jeder hat Schwachstellen und deine wirst du schon los wenn du n bissl Routine bekommst! :)z

Ich hab mir am Anfang total ins Hemd gemacht wenn ich telefonieren oder persönlich mit Mandanten ins Gespräch kommen sollte – vor allem wenn gerade ein Chef vorne rumlief. Ich glaube nach ein oder zwei Monaten habe ich nicht einmal mehr drüber nachgedacht und nach einem Jahr hatte ich total vergessen, dass ich mal Angst davor hatte. Das ist mir erst wieder eingefallen als die neue Azubine da war und auch genau davor Angst hatte. ;-D ;-D

xDYunBaMx


@ PowerPuffi

"Ich glaube, den Defizit liegt auch einfach im Umgang mit anderen Menschen.."

Ja, schon. Aber wenn man mir halt nicht mal die Chance gibt, mich zu verbessern, wie soll ich das dann machen? Ich sitze ja momentan die meiste Zeit zuhause rum, wenn ich nicht gerade bei einem Vorstellungsgespräch bin, wie soll man da den Umgang mit Kunden lernen? Und ich kann doch auch nicht auf einmal ne 360° Wendung machen, so charakterlich… Ich bin aber auch wahnsinnig schlecht darin, was vorzutäuschen… Ich find das so schlimm, dass man heutzutage immer eine Rolle spielen muss und nie wirklich man selbst sein kann, außer man ist unter Freunden oder alleine… Diese ganzen anderen … eher wirtschaftlichen Sachen, die du da nennst, sind mir ja gar nicht bewusst, als ob ich mir je bisher über so was Gedanken gemacht hab bzw. machen musste.

Ich hatte z.B. beim Probearbeiten auch gedacht, dass mir mal jemand kurz erklärt, wie das System eigentlich funktioniert oder wie man Bücher genau sucht bzw. was das alles ist.

Wofür KNV, Libri etc. stehen weiß ich bis heute ohne Googel nicht, aber nunja.

Vielleicht habe ich da auch einfach falsche Vorstellungen, weil bei meinem 3 Wochen Praktikum hat mir diesbezüglich auch nie jemand was erklärt… da habe ich auch eher Sachen einsortiert. "Wenn du wirklich so für die Literatur brennst, dann sehe ich dich dich nicht als Buchhändlerin..." Das ist jetzt nicht gerade sehr aufmunternd. Das klingt auch schon wieder so, als würde ich an der falschen Stelle suchen bezüglich meiner Zukunft … Für Literatur brennen ist vielleicht auch übertrieben, es ist halt nun mal das erste, was ich mir vorstellen könnte… bzw. was ich gerade verfolge, aber irgendwie wird das ja wohl nichts… Achman… Da wünscht man sich fast in die Schule zurück. Da war es zwar auch total beschissen, aber da war wenigstens eine Richtung vorgegeben…

@ RHW

Ich schreibe das jetzt nur, damit es nicht wieder heißt, ich würde nicht alle Beiträge lesen:

Ich habe deinen gelesen, aber eine passende (knappe) Antwort fällt mir nicht wirklich ein…

@ Choupette_Finnian

"Jeder hat Schwachstellen und deine wirst du schon los wenn du n bissl Routine bekommst!"

Wäre schön, wenn dass die Leiterin der Filiale auch denkt … Aber vielen Dank für deinen Beitrag, ich fand den sehr nett :)

d|kesxt


Ich find das so schlimm, dass man heutzutage immer eine Rolle spielen muss und nie wirklich man selbst sein kann, außer man ist unter Freunden oder alleine

Muss man nicht Yunax, aber dann musst du halt ganz ehrlich auch sagen dass du dann nicht Verkäuferin werden solltest.

Die Alternative ist halt sich im Charakter zumindest so weit zu drehen dass man auf Kunden zugeht, die Kunden von sich aus anspricht usw.

Denkst du du kannst das? Oder hast du Angst dass du dich immer Anstrengen musst "eine Rolle zu Spielen" und es dir irgendwann furchtbar zum Hals raushängt.

T(aUps


Mir ist das total fremd, ich habe doch null Ahnung im Umgang mit Kunden, insofern …

Aber Du gehst doch selbst einkaufen und bist Kunde. Ist dir NIE aufgefallen, dass Du in den Geschäften (beim Betreten, Verlassen des Ladens, beim Vorbeigehen…) von den Verkäuferinnen angesprochen wirst? Vermutlich dachte man, dies versteht sich von selbst und braucht keine nähere Erklärung.

"Wenn du wirklich so für die Literatur brennst, dann sehe ich dich nicht als Buchhändlerin..." Das ist jetzt nicht gerade sehr aufmunternd. Das klingt auch schon wieder so, als würde ich an der falschen Stelle suchen bezüglich meiner Zukunft …

In einer Buchhandlung bist Du in erster Linie Verkäuferin, ein Geschäft lebt vom Kundenkontakt.

Wenn Du eher menschenscheu bist - das ist nicht schlimm-, aber dann ist Verkäuferin die denkbar schlechteste Wahl für dich. Dann wärst Du in einer Bibliothek (wo Du nichts verkaufen MUSST) wohl besser aufgehoben.

Ach Yunax, man möchte dich an die Hand nehmen und dir die Welt erklären.....

Dieses Gefühl habe ich auch gerade.

A-pfelk<uchexn007


Es ist nun mal so, dass nicht jede/r als Verkäufer/in was taugt. Es ist auch nicht weiter schlimm. Die TE hat event. nicht die Fähigkeiten dazu, eine gute Verkäuferin zu werden, dafür hat sie sicherlich andere Talente in weiteren Bereichen. Was die TE so schreibt kommt mir etwas bekannt vor. Ich wollte früher auch Buchhändlerin werden, allerdings wegen meinem großen Interesse an Büchern und am Schreiben. Nach dem Praktikum wurde ich sehr schnell geerdet und habe mitbekommen, dass es viel weniger um Bücher an sich geht, sondern um das Verkaufen und das fand ich sehr öde. Und eine Verkäuferin, die den ganzen Tag im laden steht und "schauspielert",um den KUnden wirbt usw. wollte ich nicht sein, das liegt mir persönlich nicht. Ich hatte bereits beim Praktikum solche Gedanken wie, hmm,was mache ich hier, ist das alles öde,langweilig, sinnlos, wie schwachsinnig hier den ganzen Tag rumzustehen und alle anzulächeln und auf Kunden lauern, welchen Zweck hat denn das usw. . Naja, war nicht so meins. Und die Chefs haben es dann auch schnell gemerkt ":/ .

Ich glaube die TE sollte nochmal gründlich überlegen, ob sie wirklich Verkäuferin werden will und ob es tatsächlich ihr Traumberuf ist. Verabschiede dich von dieser romantischen Vorstellung vom Arbeiten im Bücher-Paradies. Ganz ehrlich, wenn du Interesse an der Literatur hast, dann such dir ein anderes Feld. Eine andere Ausbildung oder ein Studium. Ansonsten wirds so aussehen: Du wirst mit der Ausbildung als Buchhändlerin nicht glücklich oder was wahrscheinlicher ist: Du warst gar nicht genommen, weil du dafür nicht taugst. Es werden einfach andere Bewerber kommen, die das Zeug als Verkäufer drauf haben, die besser reden, schauspielern, lächeln, sich darstellen und verkaufen können,die mehr Engagement zeigen und DIE werden dann genommen. Und nicht du, sorry.

PIow`ersPuffxi


Das Problem ist auch, dass dir ein so kurzes Praktikum gar keinen Einblick bieten kann. Wer nur drei Woche da ist, braucht nicht eingearbeitet zu werden. Das rentiert sich nicht. Auch das Kassen- und das Bestellsystem sind sehr komplex, sodass unsere Praktikanten ebenfalls nur Regale einräumen, Flyer verteilen usw.

Das ist aber nicht der Job eines Buchhändlers. Deine primäre Aufgabe ist der Verkauf. In den Zeiten von amazon kannst du dich nur durch guten Service und eine kompetente Beratung aufwerten. Damit hebst du dich auch von Thalia, Hugendubel etc. ab.

Wenn Du eher menschenscheu bist – das ist nicht schlimm-, aber dann ist Verkäuferin die denkbar schlechteste Wahl für dich.

Sehe ich leider auch so...

Das ist jetzt nicht gerade sehr aufmunternd. Das klingt auch schon wieder so, als würde ich an der falschen Stelle suchen bezüglich meiner Zukunft …

Eine Buchhandlung BRAUCHT und LEBT vom Kundenkontakt. Wenn du diesen nicht bieten kannst, ist das definitiv die falsche Stelle für dich. Nicht nur der Laden würde leiden, sondern auch du.

Allerdings kannst du es ja bieten – du möchtest nur nicht. Ich hatte auch eine ausgeprägte Sozialphobie. 3 Jahre Gastronomie haben mich geheilt. Ich habe nicht das Gefühl, mich verstellt zu haben. Eher, dass ich eine Last losgeworden bin und seitdem noch viel intensiver ich selbst sein kann. Meine Ängste haben mich ausgebremst. Jetzt kann ich endlich in vollen Zügen leben.

Ich find das so schlimm, dass man heutzutage immer eine Rolle spielen muss und nie wirklich man selbst sein kann, außer man ist unter Freunden oder alleine…

Arbeit ist doch kein Hobby oder eine Kaffefahrt.

Du erbringst eine Dienstleistung, dafür wirst du dann bezahlt. Selbst als Chef kannst du dir nicht gemütlich die Eier schaukeln! ;-D

Arbeit fordert immer ein angemessenes Verhalten ein. Du musst professionell sein, wenn du Geld verdienen möchtest. In der Schule war das auch nie anders.

PAower<Puffi


Ich hatte bereits beim Praktikum solche Gedanken wie, hmm,was mache ich hier, ist das alles öde,langweilig, sinnlos, wie schwachsinnig hier den ganzen Tag rumzustehen und alle anzulächeln und auf Kunden lauern, welchen Zweck hat denn das usw. .

Wobei es natürlich auch viele Vorteile hat.

-Leseexemplare. So viele, dass man sie nicht lesen kann. Ich habe so viele SuBs, dass es vermutlich für den Rest meines Lebens reicht

-Mitarbeiterrabatt, bis zu 40%

-durch Verlagsvorschauen und Vertreter ist man immer auf dem neusten Stand

-man bekommt Titel schon vor dem offiziellen Termin

-Fachbesucherkarten für die Buchmesse (Leipzig und Frankfurt)

-wir machen auch regelmäßig den Abverkauf, auf der Buchmesse dürfen wir uns dann alles mitnehmen, was wir wollen, umsonst

Damit hat man dann auch immer einen angenehmen Nebenverdienst. Ich verkaufe alle meine neuen Bücher sofort weiter. Ich bekomme sie ja für umme.

Ich hatte vorher einen Nebenjob in der Gastronomie. Das war nur Service. Jetzt habe ich Service in Verbindung mit Literatur. Das ist dann eben doch ganz nett. Vor allem beißen die Leute ja nicht.

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